Ulrike Rohr „Der Junge im gestreiften Pyjama“

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Inhaltsangabe zu „„Der Junge im gestreiften Pyjama““ von Ulrike Rohr

Bruno weiß nichts über den Holocaust oder die Endlösung. Ihn interessiert nur eins: dass er nach „Aus-wisch“ ziehen muss, wo es öde und langweilig ist. Das ändert sich, als er Schmuel kennenlernt, einen Jungen im „gestreiften Pyjama“ auf der anderen Seite des großen Zaunes. Der naive Blick des 9-jährigen Brunos, der die Geschehnisse um sich herum nicht versteht, macht Wahnwitz und Schrecken des Nazi-Regimes deutlich. Die Themen der Literatur-Kartei zu dem Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“: - Holocaust - Opfer und Täter - Mechanismen von Gewalt - Gehorsam und Mitläufertum - Freundschaft

Ein sehr schönes aber auch trauriges Buch

— Melanie74

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  • Rezension zu "„Der Junge im gestreiften Pyjama“" von Ulrike Rohr

    „Der Junge im gestreiften Pyjama“

    bokworm

    25. August 2012 um 14:47

    Der Junge im gestreiften Pyjama ist ein Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst - gerade wegen seinem geschichtlichen Hintergrund. Es geht um den Sohn eines SS-Offiziers Bruno, der mit seinen Eltern und seiner größeren Schwester zur Zeit des Dritten Reiches aus Berlin wegziehen muss. In "Aus-Wisch" (Auschwitz) angekommen, langweilt sich Bruno zu Tode. Hinter dem Garten vom Wohnhaus findet er einen Weg in den Wald und kommt sobald an einem Zaun vorbei und sieht Männer, die alle "gestreifte Pyjamas" tragen. Hinter dem Zaun sitzt ein Junge, namens Schmuel, mit dem Bruno sich anfreundet. Neben vielen Szenen, die die Grausamkeit des Dritten Reiches verdeutlichen, wächst die Freundschaft zwischen Bruno und Schmuel, bis eines Tages der Vater von Schmuel verschwindet... "If you start to read this book, sooner or later you will arrive at a fence. Fences like this exist all over the world. We hope you never have to encounter such a fence." (John Boyne) Anfangs war ich etwas skeptisch, um ehrlich zu sein. Es gibt nichts Grausameres als die Geschichte des 2. Weltkrieges und ihre verherrenden Folgen - genau deshalb wollte ich das Buch anfangs gar nicht lesen. Als es mir dann in die Hände fiel und ich begann es zu lesen, wurden meine negativen Erwartungen gedämpft. So leicht und behutsam geschrieben, ist das Buch nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder. Die Freundschaft zwischen Schmuel und Bruno lässt - trotz des Juden-Arier-Konfliktes - an Menschlichkeit glauben.Viel Spaß beim Lesen!

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  • Rezension zu "„Der Junge im gestreiften Pyjama“" von Ulrike Rohr

    „Der Junge im gestreiften Pyjama“

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. August 2012 um 19:41

    Bruno wächst behütet im Berlin der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf. Seine Sorgen sind klein, im Vergleich zu den Sorgen des jüdischen Schmuel, den er in "Aus-Wisch" kennenlernt - beide leben zwar in Nachbarschaft, aber durch einen entscheidenen Zaun voneinander getrennt. Dennoch freunden sich die beiden gleichaltrigen Jungen an und bewahren ihre Freundschaft für sich. Das Buch strotzt nur so vor Anspielungen (zum Beispiel der Furor für "Führer"), die die Naivität Brunos aufzeigt - manchmal scheint diese fast ein wenig unwirklich, aber die Schrecklichkeit der Nazis in ihrer Brutalität ist ja auch kaum fassbar. Und so kann ich mir auch vorstellen, dass manche Kinder von ihren Eltern derart geschützt worden sind, dass sie von alledem keine Ahnung hatten. Der Leser erfährt vom Schicksal der jüdischen Kinder und Jugendlichen und ihrem Alltag in Nazi-Europa. Ein sehr rühriges, schön geschriebenes Buch!

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  • Rezension zu "„Der Junge im gestreiften Pyjama“" von Ulrike Rohr

    „Der Junge im gestreiften Pyjama“

    books-and-art

    11. July 2012 um 19:21

    Die Handlung: Deutschland 1941. Der 9-jährige Bruno muss mit seiner Familie nach Auswitz ziehen, weil sein Vater als Kommandant dorthin versetzt wurde. Dort ist es ganz anders als in dem Haus in Berlin, wo Bruno vorher gewohnt hat und er fragt sich auch, was für Leute wohl hinter diesem Zaun leben. Eines Tages lernt er zufällig den gleichaltrigen jüdischen Schmuel kennen, der auf der anderen Zaunseite sitzt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge und einzigartige Freundschaft... Charaktere: Bruno ist 9 Jahre alt und liebt es mit seinen 3 besten Freunden draußen zu spielen. Umso entsetzter ist er, als er erfährt, dass er mit seiner Familie nach Auswitz ziehen soll. Er weiß gar nichts über den Beruf, den sein Vater ausübt, außer dass er "ein wichtiger Mann" sei und der "Furor" (der Führer) "großes mit ihm vorhat". Schmuel ist auch 9 Jahre alt und ein Jude. Er wurde mit seinem Vater, Großvater und seiner Mutter, die aber von ihm getrennt wurde, nach Auschwitz gebracht. Schmuel ist sehr reif für sein Alter und hat schon eine Menge schrecklicher Sachen erlebt. Meine Meinung: Dieses Buch ist sehr aufwühlend! Der Schreibstil ist eher kindlich gehalten. Es ist zwar nicht in der 1. Person geschrieben, aber trotzdem fühlt es sich an, als ob Bruno selbst das ganze erzählt und nicht der Erzähler. Dadurch kann man sich besser in Bruno hineinversetzen und bekommt auch so seine Sichtweise besser mit, aber es ist schon seeehr kindlich geschrieben. So wurde ich nicht wirklich in die Geschichte hineingezogen. Das kann aber auch an Bruno liegen. Er ist für seine 9 Jahre schon seehr naiv. Sein Verhalten gleicht eher dem, eines 5-Jährigen, und ist nicht gerade realistisch dargestellt. Er weiß gar nicht so wirklich als was sein Vater da arbeitet und bekommt von dem Krieg auch nicht viel mit. Auch hat er keine Ahnung, dass sich hinter dem Zaun Juden befinden und dass sie schlecht behandelt werden. Er glaubt, dass das einfach sowas wie eine kleine Stadt ist. Bruno lebt in seiner heilen Welt und als man ihm sagt, dass seine Familie nach Auschwitz ziehen wird, ist er natürlich erst einmal total entsetzt. In Auschwitz ist er erstmal total bockig und das konnte ich auch total nachvollziehen. Schließlich ist man als Kind nicht gerade glücklich, wenn man von den besten Freunden getrennt wird, und in einen Ort zieht, wo es überhaupt keinen zum Spielen gibt. Auch Brunos Sprachweise fand ich manchmal echt merkwürdig. Er kann z.B. nicht "Führer" sagen und spricht immer von dem "Furor". Am Anfang wusste ich gar nicht wer damit gemeint ist, aber dann wurde es mir so langsam klar ^^. Auch sagt er nicht "Auschwitz" sonder "Aus-Wisch". Das alles gibt dem Buch aber auch seinen gewissen Charme und macht ihn zu etwas besonderem. Doch wenn Bruno mit seinem Vater redet, benimmt er sich wiederum ganz erwachsen, was ich dann aber unpassend fand. Aber vielleicht waren die Kinder damals so. Vielleicht waren sie einfach sehr naiv und mit den Erwachsenen sehr ernst. Das weiß ich nicht und deshalb werde ich mal diesen Aspekt auch bei meiner Bewertung rauslassen. Schmuel ist am genau gleichen Tag geboren wie Bruno und ist somit auch 9 Jahre alt. Aber es herrscht ein meilenweiter Unterschied zwischen den beiden. Nach all dem, was er durchstehen musste, ist er abgehärtet und oft traurig und da ist Bruno einfach nur noch lächerlich. Bruno ärgert sich, dass er statt "junger Mann" "kleiner Mann" genannt wird und Schmuel muss verhungern, was er allerdings mit keinem Wort erwähnt. Manchmal hat es mich richtig gewurmt, dass Bruno so viel besser lebt, als Schmuel und dass Bruno auch nie so wirklich bei Schmuels Geschichten aus seiner Vergangenheit zugehört hat, aber dann ist ihm das nach einiger Zeit aufgefallen und hat sich bei Schmuel dafür entschuldigt, was ich richtig süß fand. Auch die restlichen Personen passen alle perfekt in ihre Rollen und auch ihr Charakter wurde so geformt, dass er nachvollziehbar oder passend ist. Doch den größten Pluspunkt hat dieses Buch mit dieser einzigartigen Freundschaft bei mir erzielt. Es ist einfach rührend, dass beide Jungen so ein Risiko eingehen um sich zu treffen und miteinander zu reden. Ein Deutscher und ein Jude, letztendlich doch 2 ganz normale 9-Jährige, sind die besten Freunde und gehen durch dick und dünn. Das fand ich einfach rührend und besonders zum Schluss haben meine Tränendrüsen deswegen sehr gelitten :'). Aufbau & Gestaltung: Dieses Buch ist vom Fischer-Verlag als blauer Band. Hier sind viele Illustrationen vorhanden, die dem Leser noch einmal das Beschriebene vor Augen halten. Das Papier ist sehr glänzend und auch quietschend (wenn ihr wisst, was ich meine ^^). Das Cover ist sehr schlicht und sagt doch so viel aus. Man sieht Schmuel, der hinter dem Zaun steht, der sich endlos in die Höhe erstreckt. Fazit: Dieses Buch beschreibt eine ganz außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Juden und einem Deutschen in der Nazizeit. Die Kluft zwischen den beiden Jungen könnte nicht größer sein und doch sind sie die besten Freunde. Doch leider ist der Schreibstil nicht wirklich gelungen, denn es hat meistens sehr kindlich geklungen und war bei so einem Thema nicht realistisch genug. Auch kann man sich nicht so wirklich mit dem Protagonist identifizieren, weil Bruno einfach viel zu naiv ist.

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  • Rezension zu "„Der Junge im gestreiften Pyjama“" von Ulrike Rohr

    „Der Junge im gestreiften Pyjama“

    Callso

    10. July 2012 um 19:15

    Der erst neunjährige Bruno zieht mit seinen Eltern und seiner Schwestern kurzerhand nach Ausschwitz, mitten in der schlimmen Nazizeit. Der Junge ist jedoch nicht im Konzentrationslager, sondern auf der anderen Seite des Zauns. Dort trifft er auf den einzigen Spielkamerad bzw. Freund den „Jungen im gestreiften Pyjama“. Dennoch ist die Einsamkeit und Hilflosigkeit des Jungen greifbar. Zudem geht die ganze Familie äußerst streng, distanziert und unterkühlt miteinander um. Das Buch ist aus Sichtweise des erst neunjährigen Jungen geschrieben. Die unbedarfte, naive und kindliche Sichtweise ist bei dem Grauen, das zu der Zeit links und rechts um ihn herum passiert, schon verstörend. Das kleine und kurze Buch liest sich - trotz der unschönen Thematik - sehr, sehr zügig. Ein sehr ordentliches Buch, aber unter dem Strich war die Atmosphäre zu unterkühlt, so dass sich bei mir als Leser zu wenige Gefühle entwickeln konnten. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das Buch vielfach fünf Sterne bekommt, von mir hingegen gibt es gute drei Sterne.

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