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Aischa

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Also ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich die Geschichte so sehr in ihren Bann ziehen würde! Ich habe heute gleich mal die ersten 18 Kapitel fast in einem Rutsch durchgelesen. Was ich sehr mag sind die relativ kurzen Kapitel, da denkt man sich immer: o.k., eins noch ... und dann noch eins ... und schwupp hat man viel mehr gelesen als man vorhatte.
Die drei Protagonisten sind sehr ausführlich beschrieben, sowohl was ihr Äußeres betrifft als auch ihre Gefühle. Adelia kommt leider bislang für meinen Geschmack etwas zu kurz, aber das ändert sich ja hoffentlich noch. Ich glaube, sie fühlt sich in ihrer Familie nicht wohl, vor allem ihre Mutter scheint ja sehr oberflächlich zu sein.
Francesco verstehe ich am wenigsten, er tut mir überwiegend leid. Er scheint sich selbst das Leben so schwer zu machen, er ist ja ständig von Selbstzweifeln gequält und macht sich Vorwürfe. Einerseits verständlich, da er wohl seinen Wunsch, Mönch zu werden als Hauptursache für die Emigration seines Vaters sieht. Auf der anderen Seite hatte ich anfangs gedacht, dass sein Erlebnis in der Kirche, als er um Heilung des behinderten Kindes gebetet hatte und sein Gebet erhört wurde, dass ihn dies froh stimmen würde, dass er eine gewisse Erfüllung in seiner Berufung finden würde. Aber das zeichnet sich ja bislang überhaupt nicht ab, jetzt hat er sogar nächtliche Wahnvorstellungen, dass ihn Satan in Form des Blaubarts heimsuchen würde. Er tut mir sehr leid, so eine gequälte Seele.
Am besten kann ich mich in Chiara hinein versetzen. Wie schrecklich muss es wohl sein, gegen den eigenen Willen in ein Kloster gesteckt zu werden, nur um versorgt zu sein? In vielem denke ich wie Chiara: "Ich habe nichts Böses getan, für das Jesus büßen müsste." Dieser Glaube, die Schuld aller auf sich zu nehmen und dafür zu sterben, das ist etwas, das ich nie nachvollziehen konnte, ebenso wie die Erbsünde. (Und letztlich bin ich ja auch vom Christentum zum Islam konvertiert.) Auch folgenden Abschnitt finde ich sehr kennzeichnend: "Der Priester redete Lateinisch, und sie verstand kein einziges Wort. Wieso sollte sie Sätze wiederholen, von denen sie nicht wusste, was sie bedeuteten? Alle anderen in der Gemeinde sprachen die Sätze nach, in ewig gleichem Tonfall. Da hörte sie gleich, dass die es auch nicht verstanden. Trotzdem wiederholten sie alles wie blökende Schafe." Das gibt es leider auch im Islam, Menschen, die die Gebete auf Arabisch runterleiern, ohne den Sinn zu verstehen. Ich finde das schrecklich.

Achtsamkeit

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Das Buch fasziniert! Sofort fühle ich mit den Protagonisten. Dieser unterschiedliche Glaube ist so gut dargelegt. Francesco, der ohne Zweifel glaubt, seine Schwester mit ihren Zweifeln gegenüber Gott, und das fand ich auch sehr beeindruckend, als die Hochzeit in der Kirche war und sich Adelia fragte was hier fehlen würde. Zuerst dachte ich, dass sie ein Kreuz vermissen würde, aber als sie wusste: Gott fehlt!, war ich sehr berührt.
Alles ist sehr spannend und flüssig geschrieben.

DanielaMSpitzer

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Liebe Ulrike, das ist ja mal gemein ! ;-)
Deine Kapitel sind so schön kurz das man sich bei jedem Ende denkt - ein geht noch, jetzt möchte ich aber sehen wie es weiter geht...
Sehr berührend finde ich die Darstellung des tiefen Glaubens im Gegensatz zu dem vollkommen fehlen des Glaubens auf der anderen Seite. Ich lasse mich wahnsinnig gerne in die Geschichte hinein ziehen und freue mich schon auf heute Nachmittag wenn ich Zeit finde um weiter zu schmökern.

mesu

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Mir hat der erste Abschnitt sehr gut gefallen. Die drei Protagonisten sind mir sympatisch und es lässt sich gut und leicht lesen.
Ich mag die kurzen Kapitel, so muss man nicht all zu lange warten, um zu erfahren wie es im Leben von Franceso , Adelia und Chiara weitergeht.

Es ist aber schon etwas erschreckend, wie "fanatisch" der junge Francesco sich in seinem Glauben verliert.... hoffentlich endet dies nicht schlimm für ihn.

Adelias Gefühle als die Kirche brannte fand ich sehr berührend, sie ist gläubig und kann es leider noch nicht so zeigen.

Chiara ist gefangen in einem Kloster und kann dem Glauben so gar nichts abgewinnen,
für sie kommt nur die Flucht in Frage.
Sehr interessante Geschichte, die man aus der Sicht der einzelnen erzählt bekommt.
Bin so gespannt wie es jetzt weitergeht.

mesu

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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@Achtsamkeit

Ja,das hat mir auch sehr gefallen.. ihr hat die Anwesenheit Gottes gefehlt. Beeindruckend beschrieben von der Autorin

Nadin_Schmidt

vor 7 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Hallo zusammen :)

ich hatte die letzten Tage den Kopf leider etwas zu voll und zu wenig Konzentration übrig um mehrere Kapitel am Stück zu lesen (was ich lieber getan hätte). Nun bin ich jedoch mit den ersten zwölf Kapiteln durch und hoffe, dass ich am Wochenende zusammenhängender Lesen kann.

Der Schreibstil und die kurzen Sätze gefallen mir sehr gut. Die Kapitel haben genau die richtige Länge. Das Buch macht einen zu Beginn direkt neugierig auf die Hauptcharaktere und wie sie sich weiterentwickeln werden. Die Story geht zügig voran.

Francesco will sein Leben in Gottes Hände legen und sich von ihm leiten lassen. Er möchte Mönch werden und auf keinen Fall ein Sünder sein. Mir ist noch nicht ganz klar, woher dieser Herzenswunsch kommt. Gespannt bin ich, ob das Kloster so ist, wie er sich es vorgestellt hat.

Seine Schwester Chiara ist der Freigeist der Familie. Das Vertrauensverhältnis scheint gut zwischen den Geschwistern dennoch teilen sie nicht die selben Ansichten. Sie ist ein aufgewecktes Wesen und träumt von einem besseren Leben sowie einem Märchenprinzen. Jugendliche Mädchen können sich da gut hineinversetzen :) Ein Leben im Kloster kann sie sich im Gegensatz zu ihrem Bruder nicht vorstellen.

Adelia wirkt wie eine typische Prinzessin, gefangen im goldenen Käfig. Sie kann mit den festgefahrenen Konventionen ihrer (gehobenen) Klasse nicht viel anfangen. Das Gefühl, dass ihr etwas fehlt, wird gut vermittelt.

Ich bin gespannt wie sich die Geschichten der drei miteinander verbinden werden.

SunshineBaby5

vor 6 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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Ich bin mega beeindruckt von den ersten Kapiteln. Von der ersten Seite an war ich total gefesselt von der Atmosphäre und Story des Buches.
Die Charaktere sind sehr verschieden voneinander und jeder für sich sehr differenziert, tiefgründig und passend beschrieben, indem Gefühle, Gedanken, Handlungen und Umgebung der Personen absolut stimmig sind. Man kann sich sehr gut einfühlen. Besonders schön finde ich diese kindlichen Gedanken von Fransesco, als er sich z.B. fragt wer bei den Mönchen kocht, weil da ja keine Frau wohnt, er aber noch nie davon gehört hat, dass welche verhungert sind.
Die Kapitellänge ist sehr angenehm und der Wechsel zwischen den Personen gefällt mir auch gut. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Aischa

vor 6 Monaten

Kapitel 1 bis 18
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SunshineBaby5 schreibt:
Besonders schön finde ich diese kindlichen Gedanken von Fransesco, als er sich z.B. fragt wer bei den Mönchen kocht, weil da ja keine Frau wohnt, er aber noch nie davon gehört hat, dass welche verhungert sind.

Stimmt, das ist ein reizendes Detail!

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