Ulrike Schweikert Das Antlitz der Ehre

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Inhaltsangabe zu „Das Antlitz der Ehre“ von Ulrike Schweikert

Mutig, klug und eigenwillig: Die Tochter des Bischofs kämpft um ihr Glück – und ihre Ehre Würzburg um 1430: Mit der Absetzung des Fürstbischofs Johann II. von Brunn hat sich die Stadt aus der eisernen Faust des verschwenderischen Herrschers befreit, aber nicht zur Ruhe gefunden. Der Kampf um die Macht ist entbrannt, und wider Willen findet sich Elisabeth, die Tochter des entmachteten Bischofs, inmitten der politischen Wirren. Ohne es zu wissen, wird sie zum Spielball der Interessen ihres Vaters und ihrer großen Liebe, Albrecht von Wertheim, dem sie versprochen ist. Doch dann stimmt Albrecht zu, Nachfolger ihres Vaters zu werden – und wäre damit für ein weltliches Leben und Elisabeth verloren. Elisabeth muss sich entscheiden, wem sie ihr Vertrauen und ihr Herz schenkt, und erst im letzten Moment erkennt sie, dass Albrecht seinen Schwur gebrochen hat, um ihre Ehre zu retten …

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  • Rezension zu "Das Antlitz der Ehre" von Ulrike Schweikert

    Das Antlitz der Ehre

    MichaelSterzik

    22. January 2011 um 11:19

    Das Antlitz der Ehre – Ulrike Schweikert Nach die „Dirne und der Bischof“ folgt nun der zweite Teil um die Geschichte der Elisabeth, die Tochter, dem Bankert des Fürstbischofs Johnann II von Brunn zu Würzburg. Inhalt . Würzburg 1430: Nach dem Mordanschlag auf Elisabeth, ihrer Amnesie und der Zeit die sie als Dirne in einem „Frauenhaus“ ihren Körper verkaufte, ist die junge Frau eine förmlich andere geworden. Ihr gesamtes Weltbild, gerade die der sozialen Stellung einer Frau ist deutlich ins Wanken gekommen. Elisabeth die nun Entbehrungen, Hunger und das Gefühl des Ausgeliefert sein kennt, zeigt nun viel mehr Verständnis für die Frauen, die sie bisher keines Blickes gewürdigt hat. Jeglichen Hang zu Luxusgütern, schönen Kleidern und ein sorgenfreies Leben das sie als des Bischofs Tochter kennen- und auch liebengelernt hat, sieht sie nun aus einer ganz anderen Perspektive. Doch die Zeit als „Dirne“ hat auch noch andere Spuren hinterlassen, Spuren die ihr innerstes selbst berühren und sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Ihren Verlobten Albrecht von Wertheim hat sich Elisabeth noch nicht anvertraut. Er würde dies nicht nachvollziehen können und würde sich wahrscheinlich voller Ekel von ihr distanzieren. Es scheint als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen, denn auch ihr Vater verliert an Macht und Einfluss. . Fürstbischoff Johnann II von Brunn wird abgesetzt und muß seinen Sitz die Marienburg und sein Amt aufgeben. Die Stadt Würzburg hatte genug von dem verschwenderischen Lebensstils seines Kirchenfürsten und handelte dementsprechend konsequent. Zu hoch war die Schuldenlast und die Anzahl der Verpfändungen, so das auch das Bistum in der Kritik stand. Doch der Schein trügt, denn nun entbrennt ein gnadenloser Kampf um die Macht in der Region und Elisabeth wird ein wichtiger Spielball zwischen den Kontrahenten. Neben den Kirchen- den Landes- und noch viel wichtiger den persönlichen Interessen steht sie zwischen ihren Verlobten Albrecht und etwaigen Nachfolger, und ihrem eigenen Vater. Von seinem Exil auf Burg Zabelstein plant der ehemals mächtige und noch immer sehr einflussreiche Bischof seine nächsten Schritte und das Schicksal seiner eigenen Tochter in seiner Hand, kann für seine politischen Ränkeschmiede vom hohem Wert sein... Kritik „Das Antlitz der Ehre“ von Ulrike Schweikert ist ebenfalls im Verlag Blanvalet erschienen. Die Autorin die enorm viel auf gute Recherchearbeit wert legt, gerade in einem historischen Roman, ist hier wieder einmal betont zu loben. Fakten und Fiktion um den lebens- und wahrscheinlich sehr weltlichen und liebenshungrigen Bischoff Johann II von Brunn, erzählt sie hier geschickt und mit viel Präzision was die Politischen Konflikte angeht. Und genau diese Politischen Intrigen sind der größte Schwachpunkt in diesem Roman. „Das Antlitz der Ehre“ ist bei weitem leider nicht so spannend wie bei „Die Dirne und der Bischof“, in der Elisabeth die Hauptrolle spielte und in der die Autorin, einen facettenreichen und vielseitige Welt beschrieb. Allein die Konzeption der Charaktere wird hier nur eindimensional und farblos geschildert. Johann II von Brunn hebt sich aber hier deutlich von den anderen ab. Eigentlich geht es hier nur um Politik, um Einfluss und Macht, so das Elisabeth und selbst ihr Verlobter nichts anderes sind, als wichtige, aber durchaus austauschbare Figuren auf einem Schachbrett. „Im Krieg und in der Liebe“ ist alles erlaubt, ein Credo das für Johann II von Brunn längst schon zum Lebensmotto und Inhalt geworden ist. Elisabeth transformiert sich allerdings zu einer Randfigur in diesem Politikum, sicherlich ist sie sich im Grunde selbst treu geblieben, aber gegen die Macht der einflussreichen Fürsten kann sie nichts entgegensetzen und von Durchsetzen reden wir an dieser Stelle erst gar nicht. Der Leser wird schon nach wenigen Seiten feststellen, dass der Band viel schwächer ist, als der erste. Die Richtung dieser Geschichte ist schnell erkannt und in den vielen Dialogen geht es immer nur um die Macht in der Stadt Würzburg. Vom gesellschaftlichen und sozialen Leben einer Frau im Mittelalter bekommt man geradezu nichts mit. Konflikte hin oder her – Spannung sieht anders aus, die sucht man hier leider vergebens. Auch sollte man nicht zu „Das Antlitz der Ehre“ greifen, ohne den ersten Band „Die Dirne und der Bischof“ gelesen zu haben. Die Charaktere sind komplex, zu dem natürlich noch die gewissen Abhängigkeiten hier ein große Rolle spielen, und ohne eine gewisse Vorkenntnis bleibt sonst vieles unbeantwortet auf der Strecke. Zu loben allerdings ist die bildliche und gute Sprache der Autorin, die es einfach und plastisch erzählt, auch wenn sie sich hier manchmal richtiggehend verrennt. Im Epilog und im Kapitel: Dichtung und Wahrheit - erklärt die Autorin die historischen Hintergründe, so das diese mit der Kombination des Glossars und einer abschließenden Danksagung ein professionelles Ende findet. Fazit Historische Romane sollen unterhalten, sicherlich kann auch Politik unterhaltsam erzählt werden, doch leider verliert Frau Ulrike Schweikert mit der Figur ihrer Elisabeth ihre spannende Präsenz in dem Titel. Die junge Frau wirkt hilflos, deplaziert und ist einfach eine Statistin, in einem perfidem Spiel, um die politische Macht in Würzburg. „Das Antlitz der Ehre“ hätte ein eigenständiger Roman werden sollen, ohne eine Protagonistin die hier überflüssig ist, denn die Persönlichkeit des Bischofs, glaubt man der Autorin und den historischen Fakten, gibt genug Potential für eine spannendes Politisches Drama. Das Ulrike Schweikert eine sehr gute Autorin ist, die zweifelsfrei ihre Heldinnen spannende Abenteuer und Dramen bestehen lässt, steht außer Frage. Auch wenn dieser Roman der schwächste war, den ich bis dato gelesen habe, freue ich mich auf einen weiteren historischen Roman von ihr, den ich dann bestimmt gerne wieder lesen werde. Michael Sterzik

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