Die Charité

von Ulrike Schweikert 
4,6 Sterne bei121 Bewertungen
Die Charité
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tanja­_books1103s avatar

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, teilweise fand ich es sogar nervig, aber im Ganzen interessant.

Leseratteausleidenschaft_97s avatar

Am Anfang dachte ich, dass das Buch zu sehr eine Liebesgeschichte wird. Jedoch wird die Geschichte dahinter super beleuchtet!

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Inhaltsangabe zu "Die Charité"

Sternstunden der Medizin

Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt.

Die Charité - Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499274510
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.06.2018

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Toller historischer Roman
    Toller historischer Roman

    Zum Inhalt:
    Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschland. Gleichzeitig wird einem sehr klar vor Augen geführt, wie die Rolle der Frauen zu der Zeit war. 
    Meine Meinung:
    Ulrike Schweikert hat hier ein wirklich fulminantes Werk einerseits über die Charite, andererseits über die Zeit, die Stellung der Frau und die Entwicklung der Medizin abgeliefert. Besonders gefallen hat mir hierbei auch die Verknüpfung von realen Persönlichenkeiten mit den rein fiktiven. So nimmt man ein wenig Historie mit hat aber auch Raum um Geschichten zu erzählen, die einem einfach die Zeit Näher bringen ohne eins zu eins wahr zu sein. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, die Story war gut und die Protagonisten gut ausgearbeitet. 
    Fazit:
    Toller historischer Roman

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    seschats avatar
    seschatvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein fesselnder Historienroman mit Mehrwert, den man so bald nicht wieder vergisst. Hier wird Medizinhistorie spielerisch einfach vermittelt.
    Rundum überzeugende Geschichte

    Ulrike Schweikerts Mammutwerk "Die Charité" habe ich mit ausgesprochener Freude gelesen. Das lag vor allem an der brillanten Recherche sowie an den authentischen Charakteren. Seite für Seite lässt die Autorin den Leser in die Welt der Berliner Charité von 1830 bis 1840 eintauchen. In dieser medizinisch noch recht abenteuerlichen, weil rückständigen Zeit bewirkten einzelne Ärzte und Pfleger wirkliche Wunder und ließen Humanität walten. Schweikert entwirft ein lebendiges Bild dieses medizinischen Mikrokosmos', indem sie verschiedene mit der Charité verbundene Einzelschicksale parallel aufgreift. Hierbei vermischt sie Fiktion und Überlieferung auf brillante Weise miteinander. Ein Erzählstrang widmet sich dem legendären Chirurgen Professor Dieffenbach, der stets das neueste medizinisches Knowhow anwendet und heimlich in die Gräfin Ludovica verliebt ist. Darüber hinaus wird das Leben der allein erziehenden Hebamme Martha betrachtet, die sich durchs Leben kämpfen muss. Zu guter Letzt wird auf das Schicksal der verwaisten Pflegerin und späteren Krankenschwester Elisabeth eingegangen, die sich Tag für Tag aufopferungsvoll und mit viel Empathie um ihre Patienten kümmert. Diesen drei Personen über die Schulter schauen zu dürfen, ist ausgesprochen spannend, da man dabei nicht nur viel über die Lebensumstände um 1830/40 erfährt, sondern auch einen detailreichen Einblick in die damalige Medizin erhält. Besonders der Umgang mit den vorherrschenden Krankheiten, wie Cholera, Wundbrand und Kindbettfieber, förderte Neues sowie aus heutiger Sicht Erschreckendes zutage. Obschon die medizinische Komponente einen Großteil der Handlung ausmacht, wird das Privatleben der einzelnen Protagonisten nie vernachlässigt. Es sind vor allem die stetig wechselnden Erzählstränge, die den Plot nie monoton werden lassen. Im Gegenteil, einmal angefangen, möchte man den Historienroman gar nicht mehr zur Seite legen - wahrlich ein Pageturner par excellence. Auch Schweikerts zeittypischer Sprachstil trug seinen Teil dazu bei. 


    FAZIT
    Ein fesselnder Historienroman mit Mehrwert, den man so bald nicht wieder vergisst. Hier wird Medizinhistorie spielerisch einfach vermittelt. Dafür vergebe ich gern 5 Sterne. 


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    H
    HexeLillivor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Hat mir sehr gut gefallen
    Barmherzigkeit

    Der Autorin ist es gelungen mit diesem wundervollen, historischen Roman mir die damalige Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein Stückchen näher zu bringen. Durch die detailgetreue Beschreibung konnte ich prima eintauchen.
    Wie schon am Titel und am Cover zu erkennen spielt die Geschichte in Berlin. Rund um das auch heute noch bekannte Krankenhaus Charité. Aber damals ging es nicht unbedingt barmherzig zu. Cholera, Wundbrand, Typhus und Ruhr stellten die Ärzte vor große Herausforderungen. Jede Operation (ohne Narkose) war mit einem Risiko verbunden. Viele Frauen starben bei oder nach der Geburt ihres Kindes. Diese überlebten die heute harmlosen Kinderkrankheiten oft nicht. Dreck und schlechte Luft verpestete die oft überfüllten Krankensäle. Ein Teil der Protagonisten lebte dort zur damaligen Zeit. Unter anderem Dr. Dieffenbach. Die medizinischen Abläufe wurden aus alten Büchern übernommen. Auch geschichtliches fließt mit ein. Die ersten Krankenpflegeschulen wurden gegründet. Der Adel hatte das Geld, wer arm war, selten genug zum Leben. Die damaligen Krankenschwestern (Wärterinen) kamen oft von der Straße und pflegten die Kranken nur wieder willig für Essen und Unterkunft. Die junge Elisabeth ist eine seltene Ausnahme. Sie ist fleißig, gütig klug und sehr wissensdurstig. Zusammen mit der ehemaligen Hebamme Marta spielt sie eine der weiblichen Hauptrollen in dem Buch. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
    Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich vergebe die volle Punktzahl. Eine Empfehlung für alle Leserinnen dieses Genere

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    Stefanie_Lickerts avatar
    Stefanie_Lickertvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über Hoffnung und Schicksal und die Sternstunden der Medizin
    Die Charitè eine Geschichte über Liebe und Hoffnung

    Dieser Roman erzählt von den Sternstunden der Medizin. Die Geschichte erzählt von der Ausbreitung der Infektionskrankheit Cholera und wie im Jahr 1931 in der Berliner Charite der Kampf um die Eindämmung und Vernichtung der Cholera und Tuberkulose beginnt.Proffessor Diffenbach und seine Kollegen versuchen Fieberhaft Überträgst und Heilmittel gegen die Krankheit auszumachen und kämpfen dabei um das Überleben tausender Menschen. Außerdem gibt es da noch drei Frauen die in dieser Zeit ihren ganz persönlichen Kampf in dieser Zeit führen. Zum einen Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder sie findet ihre Kraft mit intensiven Gesprächen bei Professor Diffenbach, Hebamme Martha kämpft darum ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten und verdingt sich im Totenhaus der Charite. Und die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt ihre Liebe zur Medizin und verbotener Weise verliebt sie sich in einen jungen Arzt......

    Mir hat dieser tolle historische Roman der die Entwicklung der heutigen Medizin, und das Leben und den Zusammenhalt der Menschen in dieser Zeit erzählt ein gelungenes Meisterwerk der zum Erhalt der Entwicklungsgeschichte der Medizin und Pflege in Deutschland erzählt sehr gelungen. Ein Lesehighlight 2018

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    Susi180s avatar
    Susi180vor 25 Tagen
    bewegend

    Sternstunden der Medizin

    Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...

    Die Charité - Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.

    Die Autorin:

    Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer - und seit «Erben der Nacht» auch fantastischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

    Meine Meinung:

    Ich kenne die Autorin bereits von ihren historischen Büchern und fand diese schon toll. Aber dieses Buch wollte ich aus zwei Gründen lesen. Der erste ist natürlich wegen der Autorin, sie schreibt super und sehr spannend. Der zweite Grund ist persönlicher Natur. Ich habe eine starke Verbindung zu diesem Krankenhaus, da eine liebe Person da lange verbringen musste. Um so gespannter war ich nun also, wie die Autorin dies in ihrem Roman verarbeitet. Ich wurde nicht enttäuscht, so viel sei verraten.

    Auch in diesem Buch zeigt die Autorin wieder was sie kann. Sie schreibt einfach sehr flüssig und anschaulich. Auch die Charaktere waren wieder so gut ausgearbeitet, das sie einem einfach ans Herz wachsen. Man fiebert mit, man leidet mit und man hofft auf jeder Seite auf das Gute. Ein Roman der so stark ist das man ihn nicht mehr aus der Hand legen möchte. Wir erfahren so viel über die Geschichte der Medizin. Wir reisen in eine vergangene Zeit und erlebe so viel. Dieses Buch steckt voller Überraschungen und Wendungen.

    Ein Buch was nicht nur für Leser des historischen geeignet ist. Alle die sich für diese Zeit und das Krankenhaus interessieren sollten hier nicht zögern. Es lohnt sich wirklich sehr. Klare Empfehlung

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    Mia80s avatar
    Mia80vor 25 Tagen
    Anfänge der Medizin

    Leser die auf der Suche nach einem historischen Roman sind, sollten sich von dem etwas kitschigen Cover nicht davon abhalten lassen, „Die Charité“ zu lesen.
    Sicherlich lernen wir einige Charaktere näher kennen und begleiten sie auf ihrem Lebensweg. Der Hauptfokus der Handlung liegt jedoch auf den Behandlungsmethoden um 1830.
    Diese lasen sich manches Mal wie Szenen aus einem Horrorfilm und insbesondere die Beschreibungen einer Nasen-OP und einer Behandlung mit einem sogenannten Haarseil ließen sich nur schwer wieder aus meinem Kopf vertreiben.
    Fassungslos erfuhr ich von Operationen ohne Betäubung und hygienischen Missständen.
    Wer damals ins Krankenhaus kam, stand quasi mit einem Bein im Grab, denn Wundbrand und Infektionen lauerten an jeder Ecke.
    Auch wenn das alles befremdlich war, so war es auch sehr interessant von den Anfängen der Medizin zu lesen. Dieses Buch macht einem bewusst, wie weit Ärzte mit ihren Forschungen in der Zwischenzeit gekommen sind.

    „Die Charitè“ war mein erster Roman von Ulrike Schweikert. Mir hat gut gefallen, wie lebendig die Autorin die Handlung beschreibt. Es ist mir sehr leicht gefallen, in die Geschichte hinein zu kommen. Trotz der vielen medizinischen Beschreibungen ist der Roman zu jeder Zeit leicht verständlich.
    Neben den Behandlungsmethoden selbst lernen wir durch die Charaktere Dr. Dieffenbach (der tatsächlich existierte), Elisabeth und Martha auch die damaligen medizinischen Berufe näher kennen.

    Zusammenfassend fand ich „Die Charité“ sehr gelungen und konnte einiges an neuem Wissen mitnehmen.

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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor einem Monat
    Kurzmeinung: War leider nicht so meins. Geschichtlich interessant, aber als Roman schwach
    Historisch interessant, aber die Handlung konnte mich nicht überzeugen

    INHALT:

    Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...

    MEINUNG:

    Die Charité – Hoffnung und Glaube ist der Band einer mehrbändigen Reihe. Obwohl Ulrike Schweikert schon so viele Bücher veröffentlicht hat, ist dies mein erster der Autorin gewesen. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte um die Charité, eine der berühmtesten Kliniken in Deutschland, weil ich selbst auch aus Berlin, wenn auch in einer anderen Klinik geboren. 😊

    Das Buch beginnt mit einer ersten Choleraepedemie, die man aber eingedämmt bekommt. Großer Stern am Himmel ist Professor Dieffenbach, den es auch wirklich gab. Auch wenn es noch drei Frauencharaktere gab, empfand ich vor allem Dieffenbach eigentlich als einer der tragenden Charaktere. Er ist auch für die Charité und die medizinische Forschung von großer Bedeutung. Natürlich spielt auch sein Privatleben eine Rolle. Anfangs ist er unglücklich verheiratet, empfindet aber auch gegenüber der Gräfin Ludovica Zuneigung. Allerdings ist diese ebenfalls verheiratet und kann aus ihren gesellschaftlichen Grenzen nicht wirklich ausbrechen.

    Es ist sehr traurig, dass es zu dieser Zeit Frauen noch nicht vergönnt ist Medizin zu studieren, sondern höchstens als Wärterin zu arbeiten oder später auch als Diakonisse, so wie im Fall der jungen Elisabeth. Die Arbeit als Wärterin ist sehr hart. Gefühlt arbeitet Elisabeth Tag und Nacht ohne großen Pausen und Freizeit. Für Elisabeth ist die Pflege von Menschen quasi ihre Berufung. Sie tut das aufopferungsvoll und mit ganz viel Herz, womit sie auch bei den anderen Wärtern und Wärterinnen sehr aneckt, denn diese behandelt die Kranken eher als wäre sie Gefangene. Als Elisabeth sich später als Diakonisse verpflichten lässt, kommt ihr dann die Liebe dazwischen und sie muss sich entscheiden.

    Auf Martha hatte ich mich eigentlich am meisten gefreut, weil ich den Beruf von Hebammen immer so interessant finde, aber leider schlägt Martha schon relativ schnell eine andere Richtung ein. Martha verbindet eine Freundschaft zu Elisabeth und beide sind auch durch eine Tat von Marthas unwissentlich miteinander verbunden, dennoch empfand ich sie als recht blass. Generell empfand ich die Erzählstil und die Charaktere als sehr nüchtern mit relativ wenig Emotionen. Dazu passen dann die vereinzelten Tagebucheinträge der Gräfin Ludovica, die sich dann in ihrer unglücklichen Liebe zu Dieffenbach ergießt, wiederum so gar nicht.

    FAZIT:

    Alles in allem fand ich die (medizin-)historischen Aspekte sehr interessant, aber mir fehlte in der Handlung leider der roten Faden und das Ziel des Buches. Daraus fehlte mir auch die Sogwirkung, die einen dazu treibt wissen zu wollen wie es weiter geht. Obwohl Herr Dieffenbach ein sympathischer Charakter war, kamen wir die weiblichen Charaktere dafür deutlich zu kurz. Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, muss ich mir daher noch überlegen.

    Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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    Ekcnewvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein großartiger historischer Roman
    Ein großartiger historischer Roman

    Was mich an diesem historischen Roman sehr begeistert hat, ist zum Einen der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es wunderbar, dass der Leser in das Berlin von 1831 eintauchen kann. Zum Anderen ist es der Wahrheitsgehalt dieses historischen Romans. Die Charité ist ein geschichtsträchtiges Krankenhaus in Berlin. So gab es Professor Dieffenbach tatsächlich. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin für das aufschlussreiche Nachwort! 

    Es gibt die ersten Toten der Cholera in Berlin. Die Ärzte in der Charité sind noch ratlos. Wenn sie nur wüssten, wie diese tödlich endende Krankheit übertragen wird. Somit bleibt auch die Frage offen, wie diese Krankheit gestoppt bzw. geheilt werden könnte, unbeantwortet. Ein Heilmittel ist nicht in Sicht. Kaum ebbt die Epidemie ab, kommen neue Herausforderungen auf die Ärzte zu, denen sie sich stellen müssen. 

    Im Mittelpunkt dieses Romans steht unter anderem Elisabeth. Die junge Erwachsene lebte bisher mit ihrer Schwester in einer Wohnung am Kanal in Berlin. Es ist die Gegend wo die Armen der Stadt wohnen. Krankheiten breiten sich dort schnell aus. Elisabeth möchte anderen Menschen helfen und entscheidet sich für ein Leben als Wärterin in der Berliner Charité. Sie verdient gerade so viel, dass es zum Leben reicht. Elisabeth hat einen wunderbaren Charakter, sie arbeitet viel, ist sich für nichts zu schade, hat aber doch ihre Vorstellungen und tut diese auch kund. Neben Elisabeth gibt es noch einige andere Persönlichkeiten, die mir über die fast 500 Seiten ein großartiges Lesevergnügen bereitet haben.

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    G
    Gisevor einem Monat
    Großartiger historischer Roman

    Im Jahr 1831 bricht in Berlin die Cholera aus. In der Charité versuchen die Ärzte, die Krankheit in den Griff zu kriegen. Wie so viele andere Krankheiten überhaupt. Während die Hebamme Martha im Totenhaus des Krankenhauses arbeitet, um ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu gönnen, arbeitet die Pflegerin Elisabeth auf den Stationen und erweist sich als große Hilfe für die Ärzte und Patienten. Gräfin Ludovica von Bredow engagiert sich für die Zukunft des Krankenhauses und findet Trost in den Gesprächen mit Professor Dieffenbach, der nicht nur Arzt an der Charité ist, sondern auch der Hausarzt der adeligen Familie.

    Am Beispiel dieser teils erfundenen, teils historisch belegten Personen der Berliner Charité lässt die Autorin Ulrike Schweikert ein farbenfrohes Bild des Krankenhausbetriebs im 19. Jahrhundert entstehen. Man merkt sehr schnell, dass sie akribisch recherchiert hat für diesen Roman. So ist es ihr auch gut gelungen, die jeweiligen Personen in das Geschehen zu integrieren und den geschichtlichen Hintergrund mit viel Leben zu füllen. Ihre Protagonisten wachsen dem Leser schnell ans Herz, sie wirken sehr authentisch, so dass man gut mitfiebern kann mit den Geschehnissen dieser Geschichte. Aber auch der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut eingefangen, man kann sich sehr schnell zurechtfinden in diesem Berlin des 19. Jahrhunderts. Ergänzt wird die Erzählung durch Kartenmaterial über die Lage des Krankenhauses. Der Schreibstil ist flüssig, so dass die knapp 500 Seiten des Buches nur so dahinfliegen.

    Mit diesem Buch ist der Autorin erneut ein großartiger historischer Roman gelungen, den ich sehr gerne weiter empfehle. Von mir gibt es die volle Sternenzahl. 

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    Xanakas avatar
    Xanakavor einem Monat
    Was für ein Buch ....

    Während des Lesens befinden wir uns in Berlin 1831. Es ist damals in Berlin eine völlig andere Zeit. Die Charité ist bereits eine etablierte Einrichtung um Kranke mehr oder weniger zu heilen. Krankenschwestern und Krankenpfleger werden Wärter bzw. Wärterinnen genannt. Männer, die ihren Job verloren haben, nehmen diesen Job an um nicht auf der Straße zu landen. 

    Es ist die Geschichte von Elisabeth, die als Wärterin in der Charité arbeitet, von Professor Dieffenbach einem dortigen Arzt und von vielen anderen Betroffenen zur damaligen Zeit. In Berlin herrscht die Cholera und die Ärzte sind machtlos. Auf der Suche nach Ursachen für diese Epidemie gibt es verschiedenste Theorien, die aus heutiger Sicht natürlich völlig illusorisch sind. Die Patienten liegen mit allen möglichen Krankheiten in großen Krankensälen. Immerhin haben die Patienten eigene Betten. Aber es riecht in den Sälen. Zur Geruchsverbesserung wird aromatischer Rauch in den Krankensälen verströmt. Aber auch der Zustand in den anderen Bereichen der Charité ist verstörend. Patienten, der Irrenanstalt werden, wenn sie nicht beschäftigt werden können, angekettet. Die Charité war zu dieser Zeit das einzige Krankenhaus und platzt offensichtlich aus allen Nähten. Viele heute bekannte Krankheiten werden skizziert und man kann, ohne wissenschaftliche Belehrung, erfahren wie damals verfahren wurde. So wurden Operationen ohne Betäubung durchgeführt. Die Patienten mussten festgehalten werden, um sich lebensrettenden Operationen unterziehen zu können. Und genau diese Handlungsstränge machen das Buch so informativ, interessant und lesenswert. Wunderbar vermischt die Autorin die einzelnen Erzählstränge mit einzelnen Schicksalen die die Handlung vorantreiben. 

    Besonders lesenswert wird das Buch durch Persönlichkeiten die jeder kennt und die geschickt in die Handlung mit eingebaut wurden. So trifft man beim Lesen auf Heinrich Heine, oder aber auch auf die Humboldt-Brüder. Aber auch die Beschreibungen von Berlin, die Umgebung rund um die Charité in Berlin lassen einen erahnen, wie es damals in und um Berlin ausgesehen haben mag.
    Für mich war das ein überaus gelungener Ausflug in die Vergangenheit. Aus heutiger Sicht ist das eigentlich gar nicht mehr vorstellbar. Umso besser, dass es darüber Bücher gibt, in denen über die damaligen Gegebenheiten berichtet wird. Ich habe sehr viel über die einfache medizinische Behandlung in damaliger Zeit erfahren und die vergeblichen Versuche der Mediziner Menschenleben zu retten. Ich kann allen diesen wunderbar recherchierten, historischen Ausflug in die Zeitgeschichte empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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