Die Charité: Hoffnung und Schicksal (2 MP3-CDs)

von Ulrike Schweikert 
5,0 Sterne bei4 Bewertungen
Die Charité: Hoffnung und Schicksal (2 MP3-CDs)
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MissStrawberrys avatar

Die gekonnte Mischung aus Fiktion und wahrer Geschichte. Erstaunlich, mitreißend, packend, bewegend - großartig!

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Unglaubliche Eindrücke in die Welt der Medizin des frühen 19. Jahrhunderts ... sehr stimmungsvoll gelesen ... einfach nur empfehlenswert!

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Inhaltsangabe zu "Die Charité: Hoffnung und Schicksal (2 MP3-CDs)"

Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Hunderttausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Prof. Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Diakonisse Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt. Ein Stück Geschichte, ein Campus im Herzen Berlins: Die Charité ist das wohl berühmteste Krankenhaus Deutschlands.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958620681
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Schallplatte
Umfang:0 Seiten
Verlag:Audiobuch
Erscheinungsdatum:17.07.2018

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die gekonnte Mischung aus Fiktion und wahrer Geschichte. Erstaunlich, mitreißend, packend, bewegend - großartig!
    Frauen und Medizin im frühen 19. Jahrhundert

    Berlin, Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Ärzte in der Charitè kämpfen um Leben, Seite an Seite mit Wärterinnen, die mehr oder weniger herzlich die Kranken pflegen. Frauen haben es schwer, wenn sie nicht in höheren Kreisen leben. Drei Frauen erleben diese Zeit völlig unterschiedlich, und doch vereint sie das Interesse an der Medizin und die Tatsache, dass Frauen wenig Rechte haben. Jede einzelne kämpft auf ihre Weise und um ihre Träume. Auch die Liebe spielt dabei eine Rolle.

    Obwohl ich nicht der große Histo-Fan bin, habe ich dieses Hörbuch gebannt und fasziniert gehört. Beate Rysopp hat die perfekte Stimme und ideale Betonung für Ulrike Schweikerts Worte. Dass hier nicht einfach eine erfundene Geschichte, sondern wahrer historischer Hintergrund einen großen Anteil hat, macht viel von dieser Faszination aus. Diese Zeit ist noch gar nicht so lange her und doch unendlich weit weg. Kaum vorzustellen, wie hart das war und welch horrenden Irrtümer die damaligen Ärzte vehement verteidigt haben. Dass oft nur Zufälle eine neue Entwicklung ermöglichen und Änderungen manchmal nur mit Gewalt und Kampf möglich sind, stimmt mich mehr als traurig.

    Die Geschichte dieser Frauen und Ärzte geht bei mir ganz tief unter die Haut. Und dann sehe ich, wie wir heute so viel Kraft dafür verschwenden, eine Gleichheit zu erzwingen, die niemandem nutzt. Der Wahn, heute an jedes Wort „-innen“ anhängen zu müssen, regt mir mehr auf denn je. Haben wir das wirklich nötig?

    Ohne moralischen Zeigefinger kommt Ulrike Schweikert aus. Sie stellt einfach nur sehr klar und deutlich dar, wie das Leben „damals“ war. Für Frauen sehr viel schlechter, als für Männer – und das ganz ohne Begründung. Es war einfach so! Männer durften Ärzte werden, Frauen war die Medizin nicht erlaubt, nur als Hebamme oder Wärterin, später als Diakonisse. Der Umbruch, die Erkenntnis einiger weniger Männer, die Veränderungen – das hat Zeit und Kraft gekostet. Dennoch waren Frauen schon immer bereit, diese Kraft aufzubringen. Die drei weiblichen Hauptfiguren in „Die Charitè“ sind mutig und stark, trotz vieler Rückschläge und Einschränkungen. Ob nun die Gräfin Ludovica, die nie finanzielle Not kannte, oder Martha, die ihren schielenden Sohn allein durchbringen muss, oder Elisabeth, die alles daran setzt, dem Schicksal ihrer Schwester zu entgehen – sie machen alle Mut.

    Oftmals werden Wunden und Operationen so anschaulich beschrieben, dass ich gegen Ohnmacht und Übelkeit ankämpfen musste. Da bin ich zart besaitet! Dennoch konnte ich einfach nicht aufhören, weiterzuhören. Das (Hör-)Buch besitzt eine ganz eigene Form der Spannung. Wie sich die Medizin langsam von einer zur anderen Erkenntnis arbeitete, wie sich die Frauen einen Platz in diesem Gebiet erkämpft haben, das Schicksal der Patienten, aber auch, wie liebende Herzen zueinander fanden – oder auch nicht – das hat die Autorin wunderbar unter einen Hut gebracht. Fiktion und Wirklichkeit, ganz gekonnt ineinander verwebt – so gefällt mir ein historischer Roman.

    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gelungen ich „Die Charitè“ finde. Das ist Unterhaltung mit Lerneffekt, würde ich behaupten wollen. Geschichtsunterricht auf besondere Art, beste Unterhaltung und ein wahrer Hörgenuss. Von mir gibt es deshalb die vollen fünf Sterne.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaubliche Eindrücke in die Welt der Medizin des frühen 19. Jahrhunderts ... sehr stimmungsvoll gelesen ... einfach nur empfehlenswert!
    Ein Segen für die Menschheit ...

    Soeben habe ich dieses beeindruckende Werk beendet und muss sagen, dass es mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vorgetragen durch die sympathische Sprecherin Beate Rysopp bekommt man als Hörer einen Eindruck in das Leben und die Medizin des frühen 19. Jahrhunderts, der wirklich unter die Haut geht. Es ist schon unglaublich, welch bahnbrechende Entdeckungen durch ambitionierte, forschende Mediziner seinerzeit gemacht wurden. Die Charité in Berlin, das wohl bis zum heutigen Tag immer noch bekannteste Krankenhaus Deutschlands, ermöglichte vielen von ihnen das Leiden der Menschen ein wenig zu lindern, ja viele sogar wieder ganz genesen zu lassen. So war es erstaunlicherweise schon damals möglich Schiefhälse, Klumpfüße und sogar schielende Augen zu operieren, wenn auch damals zuerst noch ohne Narkose, was heute schier unvorstellbar erscheint. Auch interessant fand ich die Entwicklung der Krankenschwester- und – pflegerschaft, die sich damals in Wärter und Wärterinnen sowie Diakonissen unterteilte. Ohne sie wäre dem besten Arzt seine Arbeit unmöglich gewesen. Um das Buch aber nicht nur als Geschichtsbuch der Medizin zu verkaufen, baut die Autorin menschliche Schicksale mit ein, die sich sicher so oder so ähnlich abgespielt haben könnte. In vieler Hinsicht ist Berlin in ebendieser Zeit noch voller Vorurteile und Konventionen, die auch immer wieder Neid und Missgunst aufs Parkett rufen. Ulrike Schweikert unterteilt ihre Charaktere nicht nur in Gut und Böse, sondern lässt sie einfach menschlich erscheinen mit allen Stärken und Schwächen.
    Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt. Das Buch ist wirklich Hörvergnügen vom Feinsten, das ich gerne weiterempfehlen möchte. 

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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor 2 Monaten
    Die Charité

    Berlin wird im 19. Jahrhundert von einer Choleraepidemie heimgesucht. In dem Krankenhaus der
    Berliner Charité beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu
    verhindern. Währenddessen führen drei Frauen ein zum Teil sehr unterschiedliches Leben: Gräfin
    Ludovica ist in einer unglücklichen Ehe gefangen und flüchtet sich in Gespräche mit einem Professor.
    Die Hebamme Martha versucht ihrem Sohn ein gutes Leben zu bieten und die Diakonisse Elisabeth
    entdeckt ihre Liebe für die Medizin und einen Arzt.

    Das Hörbuch ist in verschiedenen Handlungssträngen aufgebaut, welche äußerst gelungen
    miteinander verknüpft werden. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos bis
    zum Ende folgen. Ich habe schon einige Hörbücher gehört, war aber bisher von noch keinem so
    begeistert wie von „Der Charité“. Die Autorin und die Sprecherin schaffen es die Gefühle so gelungen
    zu transportieren, dass ich oftmals Gänsehaut hatte und mit den zum Teil sehr liebenswürdigen
    Protagonisten mitleiden musste. Zudem fand ich die geschichtlichen Fakten äußerst informativ und
    beeindruckend.

    Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vielschichtig und man konnte sie sich bildlich
    vorstellen. Bei beinahe jedem Charakter konnte ich mir vorstellen, dass dieser genauso gelebt hat.
    Obwohl es einige Protagonisten gibt, hatte ich keinerlei Probleme diese auseinander zu halten und
    ich konnte mir ihre Verbindungen sofort merken. Besonders gelungen finde ich, dass Ulrike
    Schweikert auch immer wieder sehr ausführlich auf die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit
    und das Leben der Wärterinnen eingeht. Dies macht die Handlung besonders interessant und
    authentisch.

    Alle geschichtlichen Fakten, wie die Cholera oder die Behandlungsmethoden in der Charité, wirken
    sehr gut recherchiert. Als Leser, beziehungsweise Hörer, merkt man sofort, dass alles Geschichtliche
    Hand und Fuß hat und nicht zu Gunsten der Handlung verändert wurde. Ich war beim Hören immer
    wieder fasziniert aber auch schockiert vom damaligen Wissensstand und den Erkenntnissen im 19.
    Jahrhundert.

    Beate Rysopp ist die perfekte Besetzung für die Rolle der Sprecherin. Sie schafft es jedem
    Protagonisten seinen eigenen unverkennbaren Charakter zu verleihen und transportiert die
    Emotionen äußerst glaubwürdig und ergreifend. Die Sprecherin hat eine unglaublich warme und
    einfühlsame Stimme, der ich sehr gerne zugehört habe. Beate Rysopp konnte mich mitreißen und ich
    habe ihr sehr gerne zugehört.

    FAZIT:
    „Die Charité“ ist ein beeindruckender historischer Roman, der äußerst gelungen als Hörbuch
    umgesetzt wurde. Mich konnten sowohl die faszinierenden Behandlungsmethoden als auch die zum
    Teil sehr liebenswerten Protagonisten und die spannenden Handlungsstränge überzeugen. Beate
    Rysopp macht aus dem Roman ein mitreißendes und äußerst kurzweiliges Hörvergnügen, welches ich
    jedem Hörbuchfan wärmstens ans Herz legen möchte: Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne!

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    Rubines avatar
    Rubinevor 2 Monaten
    Ein Teil deutscher Geschichte

    Dieser Roman spielt im 19. Jahrhundert in Berlin und beschreibt die Behandlungsmethoden in der Berliner Charité zur damaligen Zeit. Krankheiten wie die Cholera sind in dieser Zeit weit verbreitet und kaum zu behandeln. Die Forschung und die Medizin basieren noch oft auf Vermutungen. Operationen werden ohne Narkose und vor Publikum durchgeführt und Hygiene ist größtenteils noch ein Fremdwort.

    Es war sehr beeindruckend, sich in diese Zeit und an diesen Ort hineinversetzen zu lassen. Oft habe ich mich geschüttelt vor Entsetzen, was damals an Behandlungsmethoden normal war. Ich bin wirklich froh, dass ich nicht in dieser Zeit aufgewachsen und krank geworden bin. Trotzdem war diese Entwicklung natürlich wichtig, um dahin zu kommen, wo wir medizinisch jetzt sind. Obwohl manche Schilderungen im Buch rechteklig waren, hielt es sich doch in Grenzen, so dass ich es gut lesen konnte. Es war nicht zu übertrieben detailliert ausgeschmückt, was mich wirklich gefreut hat. Auch so wurde deutlich genug, wie es damals zuging.

    Neben den historischen und medizinischen Aspekten geht es im Buch außerdem um das Leben der Schwestern, Hebammen und Ärzte. Sie mussten oft schwierige Entscheidungen treffen, sowohl beruflich als auch in der Liebe. Ulrike Schweikert hat hier sehr sympathische und lebendige Charaktere entwickelt, denen ich gern gefolgt bin. Obwohl ich kein Fan von Liebesgeschichten bin, haben mich die Verwicklungen in "Die Charité" mitgenommen und mitfühlen lassen. Die Figuren handeln der Zeit angemessen, und bei den Frauen regt sich der erste Anspruch auf Selbstverwirklichung. 

    Für mich ist "Die Charité" ein rundum gelungener Roman, der mir einen Teil deutscher Geschichte auf unterhaltsame Art nahegebracht hat. Die Geschichte konnte mich durchweg begeistern, es war spannend und emotional, mit Charakteren, die einem im Gedächtnis bleiben. Das Buch hat es geschafft, die Zeit von 1831 mit ihren Nöten und Sehnsüchten für mich greifbar zu machen.
    Ich kann es jedem empfehlen, der sich für historische Romane interessiert oder für die Geschichte der Medizin in Deutschland. 

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