Ulrike Schwieren-Höger

 4.4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Frau Kassel will Wunder, Maastricht und weiteren Büchern.
Ulrike Schwieren-Höger

Lebenslauf von Ulrike Schwieren-Höger

Lange Zeit habe ich als Redakteurin für den “General-Anzeiger” in Bonn und die Tageszeitung “Die Welt” gearbeitet. Als Autorin schrieb ich Reiseführer über die Eifel, Aachen und Ostbelgien. Und ganz neu: “Frau Kassel will Wunder”, ein Roman über Heiler und Scharlatane.

Alle Bücher von Ulrike Schwieren-Höger

Frau Kassel will Wunder

Frau Kassel will Wunder

 (9)
Erschienen am 18.07.2015
Zülpich

Zülpich

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Erschienen am 01.03.2014
Der Rursee - Geschichte und Geschichten

Der Rursee - Geschichte und Geschichten

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Erschienen am 01.10.2013
Maastricht

Maastricht

 (0)
Erschienen am 06.12.2014

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ulrike Schwieren-Höger

Neu
Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Frau Kassel will Wunder" von Ulrike Schwieren-Höger

Zu viel in einem
Eva-Maria_Obermannvor 3 Jahren

Die Hauptfigur Charlotte ist an Krebs erkrankt und wartet im Krankenhaus darauf, dass es vor oder zurück geht. Die Schulmedizin hat keine Verbesserung gebracht, der Krebst stagniert, er wächst nicht, ist aber weiterhin bedrohlich. Sie sieht Tod und Leid, Leben die Enden, die Ungerechtigkeit der Krankheit. Und sie muss da raus, das weiß sie. Entgegen der Meinung der Ärztin verlässt sie das Krankenhaus und begibt sich auf die Suche nach einem anderen Weg. Dass dieser Weg sie am Ende auch ein bisschen mehr zu sich selbst führt, mag der Leser erraten, sie selbst will einfach nicht glauben, dass ihr Leben ein Daueraufenthalt im Krankenhaus sein muss. Sie trifft dabei auf Wunderheiler, Engelsbeschwörer, Wiccas und Einsteins Gehirn, auf Liebe, Glaube und Hoffnung.

Der rote Faden des Buches war für mich durchkreuzt und wankelmütig. Dass mitten in der Handlung die Schwester, mit ihren eigenen Probleme, als zweite Protagonistin eingeführt wird, hat eine ganz andere Ebene erschlossen, die aber mit der eigentlichen Thematik des Buches weniger gemein hatte. Gerade bei einem so schweren Fokus war das für mich einfach zu viel auf einmal gewollt.

Dass die Protagonistin zwischen Glauben und Wissen hin und her schwankt, bereit ist viel auszuprobieren, aber im Hinterkopf immer skeptisch bleibt, fand ich gut, denn auch mir fällt es schwer, an einige alternative Heilmethoden zu glauben. So blieb der kritische Umgang erhalten und inwieweit der Leser die „Heilkräfte“ mancher Heiler anerkennt bleibt letztlich ihm überlassen.

Zu viel dagegen fand ich auch den Einbezug der NS-Kritik und zwiespältig bin ich auch bei der Idee einen Heilungskurs in so einem negativ besetzten Gebäude anzubieten und damit ein so weites Fass aufzumachen. Krebs und Nationalsozialismus sind beides so weitreichende Themen, dass hier einfach zu viel zusammenkommt und die eigentliche Aussage verwischt wird.

Gelungen fand ich die Figur des Heilers selbst, der auch auf der Suche nach mehr ist und es nicht genau benennen kann. Die seltsame Beziehung zwischen ihm und Frau Kassel hat für mich das Buch bei der Stange gehalten und einen gewissen Rahmen erzeugt, der sehr wichtig war. Gerade wo das Buch viele monologische Stellen und Gedankengänge hat war der Austausch mit dieser zweiten Figur von enormer Bedeutung.

So ganz habe ich den Zugang einfach nicht gefunden, dafür war einfach zu viel versammelt. Vielleicht ist das Buch gerade deswegen für jemanden in einer ähnlichen Situation besser geeignet.


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abetterways avatar

Rezension zu "Frau Kassel will Wunder" von Ulrike Schwieren-Höger

Wunder passieren
abetterwayvor 3 Jahren

Inhalt:
"Charlotte Kassel ist an Krebs erkrankt und ohne Hoffnung - bis sie einen Mann trifft, der sie mit seiner Jacke wärmt und an ihre Träume erinnert: „Glauben Sie an Wunder. Es gibt mehr als Sie denken. Alles ist besser, als sich abzufinden und zu resignieren.“ Sie macht sich auf den Weg: Kurz entschlossen engagiert sie einen Fernheiler, lernt in einem Psychoseminar das „gute Leben“ kennen und forscht in Italien nach Geheimnissen. Trotz mancher Rückschläge spürt sie mit jedem Schritt mehr Kraft, ihr Leben zu verändern, und sie findet den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn er ungewöhnlich ist und manchmal sogar verrückt erscheint"

Meinung:
Die Autorin schafft es von der ersten Seite an den Leser zu fesseln und ihn mitzunehmen in eine Welt voller alternativen.
Es sind viele Wege die Charlotte geht aufgezeigt, man spürt die Entwicklung und lacht und leidet mit.

Das Buch ist sehr gut gelungen und gibt einen Mut, dass es nicht nur einen Weg gibt sondern mehrere und nur den Mut haben muss diesen zu gehen und zu wachsen.


Fazit:
Ein gelungenes Buch über alternative Methoden!

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nariels avatar

Rezension zu "Frau Kassel will Wunder" von Ulrike Schwieren-Höger

Ein wundervolles Buch über eine Frau, die ihren eigenen Weg findet.
narielvor 3 Jahren

“Es kommt nicht darauf an, was man erlebt hat, sondern, wie stark man dabei empfunden hat.“ (Frau Kassel S.41)

Charlotte Kassel ist an Krebs erkrankt und ohne Hoffnung - bis sie einen Mann trifft, der sie mit seiner Jacke wärmt und an ihre Träume erinnert: „Glauben Sie an Wunder. Es gibt mehr als Sie denken. Alles ist besser, als sich abzufinden und zu resignieren.“ Sie macht sich auf den Weg: Kurz entschlossen engagiert sie einen Fernheiler, lernt in einem Psychoseminar das „gute Leben“ kennen und forscht in Italien nach Geheimnissen. Trotz mancher Rückschläge spürt sie mit jedem Schritt mehr Kraft, ihr Leben zu verändern, und sie findet den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn er ungewöhnlich ist und manchmal sogar verrückt erscheint.

Charlotte muss sich wohl oder übel mit dem Thema "Tod" beschäftigen, ob sie will oder nicht, ob sie bereit ist oder nicht, egal ob sie noch viel zu jung dafür ist. Sie wirkt sehr nachdenklich und weiß nicht wohin sie ihr Weg führen soll. Fast ein wenig Verzweiflung kann ich spüren, Unsicherheit, sie ist irgendwie verwirrt. Überfordert mit all den Dingen, die auf sie zukommen und mit denen sie die Anderen belästigen.
Die Hauptprotagonistin begibt sich auf eine Reise um ihren eigenen Weg zu finden. Sie begegnet Scharlatanen, Heilern, die wirklich etwas drauf haben, lernt eine Sektenähnliche Gesellschaft kennen und wird an die Liebe erinnert, aber auch enttäuscht.

Die Charaktere sind sehr liebevoll und ausführlich beschrieben.
Der Hauptaufenmerkt liegt auf Charlotte und Paul.
Charlotte macht im Buch eine Wandlung durch, wächst an den Erlebnissen und findet eine für sie passende Alternative, die gemeinsam neben der Schulmedizin exitieren kann.
Paul hat seinen Weg bereits eingeschlagen, lernt aber durch Charlotte, dass er auf dem richtigen Weg ist, auch wenn durch verschiedene Ereignisse Zweifel in ihm aufkommen.
Besonders gefallen hat mir Ilona, Charlottes Schwester. Psychologin und praktizierende Wicca Anhängerin, die einer Naturreligion nachgehen.

Ich möchte euch aber hier an diese Stelle gleich verraten, dass es in diesem Buch keine Liebesgeschichte im eigentlichen Sinn gibt. Wer dies sucht, ist hier falsch. Es geht viel mehr um die Möglichkeiten alternative Heilmethoden zu finden, abzuwägen welche nützen und welche nur "Geld macherei" sind. Es geht darum, Mut zu machen, dass man auch in einer auswegslosen Situation, wo man denkt am Ende angekommen zu sein, nochmal aufstehen kann, leben kann und immer einen neuen Weg einschlagen kann! Es geht darum für sich zu entscheiden, was tut mir gut und was macht mich krank. Das ganze ist verpackt in die mitreissende Geschichte von Charlottes Suche nach ihrem Weg.

Der Schreibstil war für mich erst schwer zu lesen. Ich hatte Probleme in die Geschichte rein zu kommen. Ich versuche es zu beschreiben: Es wird ein Erlebnis jetzt beschrieben und in der nächsten Zeile, ohne erkennbares Zeichen, befinde ich mich in einer Situation in der Vergangenheit von Charlotte.
Dadurch hatte ich oft Probleme mich zurecht zu finden. Der Text ist sehr Sprunghaft. Ich denke aber, dass dies die Situation von Charlotte erst richtig deutlich macht. Wieviele Gedanken ihr ständig im Kopf rumschwirren.
Situationen, wie die erste Fernheilung von Charlotte, sind sehr real beschrieben und man konnte sich gut in sie hinein versetzen.

Das Cover ist einfach gelungen!
Ulrike Schwieren-Höger hat dieses Bild selbst gemalt und ich finde es sehr mutig ein eigenen Bild als Cover zu verwenden.
In real, wenn man das Buch in Händen hält, ist es noch viel schöner, da die Farben viel mehr zur Geltung kommen, als elektronisch.
Grün und Gelbtöne geben Hoffnung, dass Frau Kassels Reise in die richtige Richtung geht. Ich würde behaupten, dass dieses Bild perfekt zu der Geschichte in diesem Buch passt, da Hoffnung ein zentrales Thema ist, aber auch da Malen ein sehr gute Therapie sein kann und Kraft geben kann.

Fazit: Dieses Buch ist ein Apell an das Leben, eine Geschichte, die Mut machen soll und eine Bereicherung an Alternativen, auf die man nicht vergessen sollte.
Eine Leseempfehlung kann ich jedem geben, der sich für Dinge wie "alternative Hailmethoden" und "Leben und Tod" interessiert, aber auch jedem, der in dunklen Stunden "Mut" sucht.

Für Charlottes Suche vergebe ich 4 von 5 wohlverdiente Sternchen!

(c) nariel

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Gespräche aus der Community

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Alraunes avatar

„Frau Kassel will Wunder“

Hast Du Lust eine Geschichte über die mystische Seite der Heilung und vom Mut nie aufzugeben zu lesen? Wenn ja, bewerbe Dich schnell für ein Exemplar "Frau Kassel will Wunder"

Klappentext:
Was kann ich selbst dazu beitragen, wieder gesund zu werden? Charlotte Kassel will es wissen. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, die sie zu Geistheilern, Hexen und Scharlatanen führt. Ihr zur Seite steht Paul, der ihr die Augen öffnet für die Wunder der Welt. Mit jedem Schritt spürt sie mehr Kraft, ihr Leben zu verändern, und sie findet den Mut, einen eigenen Weg zu gehen, auch wenn er ungewöhnlich ist und manchmal sogar verrückt erscheint.

Neugierig? Schnell bewerben und ein Platz im Lostopf sichern.

Ich verlose 10 Exemplare von "Frau Kassel will Wunder" als Print oder im Mobi-Format (per Amazongutschein) unter allen, die sich bis zum 27. September 2015 um 23:59 Uhr bewerben und folgende Frage beantworten:

Warum möchtet Ihr an dieser Leserunde teilnehmen?

Ich freue mich auf Eure zahlreiche Teilnahme.

Bitte schreibt in die Bewerbung, für welches Format Ihr Euch interessiert. Die Leserunde startet am 3. Oktober 2015.

Ich wünsche Euch viel Glück...

Noch etwas Wichtiges am Rande...

Solltet Ihr ein Rezensionsexemplar gewinnen, verpflichtet Ihr Euch zur aktiven Teilnahme an der Leserunde und dem rezensieren des Buches innerhalb von 6 Wochen.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Ulrike Schwieren-Höger wurde am 28. Mai 1951 in Wuppertal (Deutschland) geboren.

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