Ulrike Serowy

 3,6 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor*in von Wölfe vor der Stadt, Highway to Hel und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ulrike Serowy hat englische, deutsche und skandinavische Sprachen und Literatur sowie Geschichte und Archäologie studiert. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Essays. Sie debütierte im Hablizel Verlag mit ihrer schwarzmetallischen Erzählung Skogtatt – in seiner Rezension für die FAZ nannte Dietmar Dath das Buch ein „lichtabweisendes Juwel“. Serowys Texte sind oft von Musik inspiriert und an diese rückgebunden. In Kooperationen mit in- und ausländischen Künstlern entstehen so mitunter Werke, die zwischen Literatur und Musik vermitteln und das eine mit dem anderen verbinden. Ihre Lesungen hält sie am liebsten an besonderen Orten wie dem Gold+Beton unter dem Kölner Ebertplatz, einem entlegenen Wald in den österreichischen Alpen oder auf internationalen Musik- und Kunst-Festivals wie dem Heavy Days in Doomtown in Kopenhagen und dem Doom over Leipzig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ulrike Serowy

Cover des Buches Wölfe vor der Stadt (ISBN: 9783948887230)

Wölfe vor der Stadt

 (15)
Erschienen am 10.01.2022
Cover des Buches Highway to Hel (ISBN: 9783948887582)

Highway to Hel

 (3)
Erschienen am 01.12.2023
Cover des Buches Skogtatt (ISBN: 9783941978126)

Skogtatt

 (0)
Erschienen am 28.03.2013

Neue Rezensionen zu Ulrike Serowy

Cover des Buches Highway to Hel (ISBN: 9783948887582)
Danniis avatar

Rezension zu "Highway to Hel" von Ulrike Serowy

Ausgefallen und unterhaltsam
Danniivor 2 Monaten

In einer wahrhaft unterhaltsamen Mischung aus Road Trip, Mystery, Humor und Horrorelementen entführt uns Ulrike Serowy auf einen teils skurrilen, teils kontemplativ anmutenden Weg in die Unterwelt.

Liebevoll sympathisch sowie exzentrisch gezeichnete Charaktere begleiten uns hierbei durch die Refugien von Sein und Nichtsein.

Dieses Buch war ein unterhaltsamer Trip - kurzweilig, zum Nachdenken, Schmunzeln und Gruseln anregend, herrlich flüssig zu lesen und kaum aus der Hand legen zu wollen.

Ich mochte Max sehr, auch wenn ich ihn manchmal gern lachend geknufft oder geschüttelt hätte. Ich habe über Claires Dreistigkeit ein ums andere Mal lächelnd den Kopf geschüttelt und gedacht "Was für eine Zicke" - dabei schafft es Ulrike doch, dass die Sympathie zu dieser Figur nie verloren geht. 

Denn trotz aller Eigenwilligkeit und Esoterik, bleibt die Geschichte nah an der Realität und zog mich daher durch ihre Authentizität und Leichtigkeit in ihren Bann.

Cover des Buches Wölfe vor der Stadt (ISBN: 9783948887230)
Nachtkerzenschwaermers avatar

Rezension zu "Wölfe vor der Stadt" von Ulrike Serowy

Ein dunkles, aus der Zeit gefallenes, urbanes Märchen
Nachtkerzenschwaermervor 2 Monaten

Die Geschichte einer Künstlerin, die Gemälde aus diffusen schwarzen Formen und Skizzen über die Schönheit des Verfalls erschafft. Eine der wenigen Zurückgeblieben in einer langsam niedergehenden Stadt, zu einer ungewissen Zeit, von Albträumen aus Ahnungen verfolgt.

Und die eines fremden Wanderers, der die Stadt und ihr Leben betritt. Während die Beiden sich näher kommen, durchfluten Nebel die Straßen, dunkle Vorahnungen gewinnen an Intensität und das Gerücht von Wölfen vor Stadt geht um. Denn der Fremde trägt ein schicksalhaftes Geheimnis.

Ein ruhiges und tragisch-schönes Schauermärchen über Verfall, Ängste, Zwänge und Liebe.

Ich liebe vor allem den Künstlerblick, der alle Details und darin verfangenen Gefühle festhält, die Schönheit in den  Dingen aufzeigt und diese in stiller Poesie in die Sätze malt. Dunkel, einsam, vernebelt und wunderschön.

Nicht alles wird erklärt. Vieles verschwindet im Nebel der Andeutungen und erschafft dabei eine mystisch-schaurige Wohlfühlatmosphäre, in der ich mich sehr zu Hause gefühlt habe.

Das Ende war überraschend, aber gleichzeitig auch nicht und hat mich (nach kurzer Irritation) gerade deswegen überzeugt.

Fazit: Ein stilles, poetisches und sehr dunkles Urban-Fantasy-Märchen, dass (wie alle Märchen) sehr viel mehr erzählt, als es zugibt. Ich liebe es!

Cover des Buches Highway to Hel (ISBN: 9783948887582)
miss_amanogawas avatar

Rezension zu "Highway to Hel" von Ulrike Serowy

Roadtrip ins Totenreich
miss_amanogawavor 5 Monaten

Max ist Dauerstudent. Ein wenig verpeilt, aber sehr liebenswürdig. Und arbeitet nebenbei als "Guardian Angel" - als Totenwächter. Für den Fall, dass die Toten doch nicht tot sind. Hochmodern über Bildschirme.

Claire ist - oder besser gesagt war - tot. Denn während Max ihren Leichnam bewacht, geschieht das Unmögliche: Claire erwacht tatsächlich wieder zum Leben. Und muss natürlich schnellstmöglich aus ihrem Grab befreit werden, sonst stirbt sie gleich ein zweites Mal.

Jedoch... stirbt Claire wirklich mehrmals. Und wacht kurz darauf wieder auf.

Um diesem Mysterium auf die Spur zu kommen, reisen Max und Claire von Wuppertal nach Köln, Berlin und schließlich nach Island, ins Reich der Totengöttin Hel, um Claires geteilte Seele wieder zusammenzufügen und der Sterberei ein Ende zu setzen.


Zuallererst möchte ich den lockeren Schreibstil der Autorin hervorheben, der diesen Roadtrip zu einem wahren Lesevergnügen macht. Die Mischung aus zeitgenössischer Leichtigkeit, gespickt mit viel dunklem Humor, und harten   mythologischen Fakten macht diese Geschichte so einzigartig und extrem unterhaltsam. Ulrike schafft es, mit ihren Beschreibungen der Landschaften einen wahren Kinofilm in meinem Kopf laufen zu lassen.


Dann die Charaktere: Max ist ein wirklich äußerst liebenswerter Kerl. Ein typischer Bummelstudent, der nur die besten Absichten hat und niemandem auf die Füße treten will. Claire hingegen ist dermaßen unsympathisch und verzogen, dass mir wirklich schleierhaft war, weshalb Max Gefühle für sie entwickelt. Aber gut, schließlich hat er ihre Rückkehr ins Leben beobachtet und sie aus ihrem Grab befreit. Er ist verantwortungsvoll, das muss man ihm lassen.

Claires Eltern, ihr Onkel, das Medium in Berlin, der isländische Magieexperte, der dämliche und herzlose Kollege von Max, der im Auftrag von Claires Eltern die beiden Ausreißer verfolgt - das sind Randfiguren, welche die Handlung vorantreiben. Ich muss gestehen, dass die Handvoll Persönchen schnell aus meinem Gedächtnis verschwunden sind. So schnell wie sie auftauchen, so schnell sind sie auch wieder irrelevant geworden. Für mich lag der Fokus ganz klar auf Claires und Max' Abenteuer.


Der Abschluss dieser Reise war vollgepackt mit äußerst klugen und humorvollen Kommentaren, einiger  Situationskomik, aber auch mythologischer Ernsthaftigkeit - das endgültige Ende des Buches war mir jedoch zu glatt, zu "Friede, Freude, Eierkuchen", und das nach nur drei Tagen, die Max und Claire miteinander verbracht haben? Aber der Kerngedanke der Geschichte - Carpe Diem, genieße das Leben, sei präsent im Hier und Jetzt, denn es kann jederzeit vorbei sein - der schwingt nach dem Lesen noch lange nach und macht diese Geschichte zu one of a kind. Und: wenn jemand bereit ist, dir bis ins Totenreich zu folgen, dann halte ihn fest. Denn das ist der ultimative Beweis für seine Treue und Hingabe.

Ich wünsche mir übrigens eine ARD-Produktion hiervon. Highway to Hel bietet die perfekte Vorlage für einen richtig geilen Film!

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