Hortensiensommer

von Ulrike Sosnitza 
4,2 Sterne bei36 Bewertungen
Hortensiensommer
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (29):
sommerleses avatar

Hinter diesem sommerlich schönen Cover verbirgt sich neben vielen Blumen und Gartenszenen eine bittere Geschichte über Trauerbewältigung!

Kritisch (2):
katikatharinenhofs avatar

Wenn das Cover etwas anderes verspricht...keine sommerlich -leichte Lektüre, sondern ein Roman, der runterzieht

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Inhaltsangabe zu "Hortensiensommer"

In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln
Ihre Kunden nennen Johanna eine „Blumenflüsterin“ und lassen sich von ihr im malerischen Sommerhausen die kahlen Gärten in duftende Paradiese verwandeln. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453422148
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesefeuers avatar
    Lesefeuervor 5 Monaten
    [Rezension] „Hortensiensommer“ von Ulrike Sosnitza

    „Hortensiensommer“ ist ein Roman von Ulrika Sosnitza und erschien 2018 im Heyne Verlag.

    Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...

    Meine Meinung:
    Ich habe mich lange auf das Buch gefreut und war wirklich sehr gespannt, was Ulrike Sosnitza aus ihrem neusten Roman gemacht hat. Ich bin sehr gut ins Buch gekommen, was bei mir tatsächlich nicht immer der Fall ist. Oftmals habe ich damit so meine Probleme. Die Geschichte ist wirklich spannend gemacht und es werden viele Geheimnisse angeschnitten. Das ganze Geheimnis wird erst zum Schluss gelüftet und obwohl ich vermutet habe, was es ist, hat es mich getroffen wie der Blitz als ich die Stelle dann tatsächlich gelesen habe. Ich finde, dass dieser Roman sehr beeindruckend ist. Das Cover ist richtig schön und passend. Ob dieses Buch als Sommerrroman angepriesen werden muss, darüber lässt sich wohl streiten aber auch wenn es einen wirklich ernsten und traurigen Hintergrund hat, ist es dennoch wunderbar leicht und irgendwie sommerlich. Klare Leseempfehlung!

    Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, liebt ihren Garten, auch wenn die Blumen dort meist nicht so wachsen, wie sie sich das vorstellt. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg.

    Fazit: 5 Sterne

    Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Hinter diesem sommerlich schönen Cover verbirgt sich neben vielen Blumen und Gartenszenen eine bittere Geschichte über Trauerbewältigung!
    "In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln."

    Der neue Roman von Ulrike Sosnitza heißt "Hortensiensommer" und erscheint im Heyne Verlag

      
    Johanna lebt in Sommerhausen in Unterfranken und verzaubert als mobile Gartenfee kahle Flächen ihrer Kunden in zauberhafte und üppig blühende Gartenparadiese. In dieser Aufgabe geht sie völlig auf und versucht so, einem tragischen Ereignis zu entfliehen, dass sich vor einigen Jahren ereignet hat. Ihr Haus ist groß und so vermietet sie die Einliegerwohnung an den Lehrer Philipp mit seinem Panamahut. Sie freunden sich etwas an, doch als Philipp Besuch von seiner kleinen Tochter bekommt, wird Johanna zu einer echten Kratzbürste und sie flieht zurück in ihre Einsamkeit. Wird Philipp wieder Licht in Johannas Leben bringen können?


    Aus Sicht der Protagonisten Johanna und Philipp lässt die Autorin ihre Geschichte erzählen und dadurch bekommt man wunderbar die verschiedenen Sichtweisen vorgestellt. Während man sich Philipp mit seiner Lebensfreude und seiner Liebe für seine Tochter gleich nah fühlt, erscheint Johanna eher als introvertierte Frau, die ihre Probleme mit Kindern hat.


    Der flüssige und lockere Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und man kann der Handlung gut und interessiert folgen. Mir haben einige Passagen und die Vergleiche zwischen Pflanzenwelt und Menschen gut gefallen. Nicht aus jedem Samenkorn entwickelt sich etwas.

    Wie sich hier nach und nach eine Art Trauerbewältigung entwickelt, hat mich mitgezogen und auch wenn ich Johanna schwierig finde, konnte ich mir doch diese Art des Verhaltens von ihr auch vorstellen.


    Johanna geht in ihrer Arbeit mit den Pflanzen und Gartengestaltungen auf, sie erscheint mir sehr egoistisch, auch wenn sie einen furchtbaren Verlust erlitten hat, hat sie diesen nie richtig verarbeitet und nimmt die Trauer ihres Umfeldes über den Tod des Kindes gar nicht wahr. Das ist etwas übersteigert dargestellt, denn die Außenwirkung macht sich durch die familären Figuren durchaus bemerkbar. Niemand darf das traurige Unglück erwähnen, geschweige denn Johanna mit eigenen Sorgen und Problemen behelligen. So bekommt Johanna auch nicht mit, wie sehr sich ihre Schwester um ein eigenes Kind bemüht und wie ihr Ex-Mann auch heute noch Tränen um die verlorene Tochter weint. Alle nehmen Rücksicht auf Johanna und das hat mich an der Handlung gestört.

    Mit Philipp und seiner kleinen Klara habe ich mich sofort angefreundet. Das Kind bringt neues Leben in das Haus, spielt und sorgt durch seine Neugier und den Erkungungsgeist für impulsive Stimmung.

    Sehr genossen habe ich die Szenen mit den vielen erwähnten Pflanzen, das Anlegen von Gärten und die Gartenkultur. Gerade für Gartenfreunde sind die Infos zur Gartenpflege, die Blühdauer bestimmter Pflanzen und insbesondere die Frostberegnung eine Bereicherung für schöne Leseerlebnisse.

    Von diesem Buch erwartet man aufgrund des Covers einen sommerlich fröhlichen Gartenroman mit romantischen Gefühlen. Es handelt sich jedoch eher um eine Art Trauerbewältigung, um eine neue Liebe und ein Verarbeiten von Schuld, Verlust und Gefühlen.


    Bei diesem Roman muss man sich auf ein traumatisches Erlebnis einlassen, findet jedoch auch eine blumige Liebesgeschichte vor. Diese Geschichte zeigt, wie Schicksalsschläge einen Menschen verändern können und wie mit Liebe und Geduld diese Hindernisse überwunden werden können.

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 5 Monaten
    Eine berührende Geschichte!

    "Hortensiensommer" ist nun nach "Novemberschokolade" das zweite Buch, das ich von der Autorinn Ulrike Sosnitza gelesen habe. Ich war schon von Novemberschokolade begeistert, aber ihr neues Buch hat mich wirklich bis in die Seele berührt. In ihrer Geschichte entführt uns die Autorin in die fränkische Kleinstadt Sommerhausen und hier habe ich mich sofort heimisch gefühlt.

    Aber nun zur Geschichte: Johanna ist als mobile Gartenfee unterwegs. Immer wieder verzaubert sie mit Schneerosen, Taglilien oder Anemonen in dem malerischen Sommerhausen viele Gärten. Unter ihren Händen entstehenn zauberhafte Paradiese, die zum Verweilen einladen. Doch Johanna ist einsam, sie lebt in einem viel zu großen Haus. Daher vermietet sie ihre Einliegerwohnung. Sie ist wieder mal auf der Suche nach einem neuen Mieter und ihre Wahl fällt auf Philipp, dem Mann mit dem Panamahut. Der einfühlsame Philipp fängt gerade an, Johannas einsames Herz zu erobern. Da erschallt eines Tages Kinderlachen in ihrem Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor. Entsetzt flüchtet Johanna, sie mag keine Kinder und kann kein Kinderlachen ertragen. Philipp ist ratlos, doch als er den wahren Grund erfährt, setzt er alles daran Johanna ihre Lebensfreude zurückzugeben.

    Noch nach Beendigung des Buches habe ich Tränen in den Augen, so sehr hat mich diese hoch emotionale Geschichte berührt. Die Autorin hat einfach einen Schreibstil, der zu Herzen geht und der den Leser tief in die Geschichte eintauchen lässt. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich in Sommerhausen. Ich beobachte Johanna bei ihrer Arbeit, die sie über alles liebt. Ich bewundere die traumhaften Gärten, die nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Wohlfühlen gemacht sind. Noch jetzt sehe ich all die Farbenpracht vor mir und habe herrliche Blumendüfte in meiner Nase. Aber dann ist da Johannas Traurigkeit, die förmlich zu spüren ist. Obwohl sie von liebevollen Menschen umgeben ist, lebt sie in einer dunklen Welt. Ein grausamer Schicksalschlag hat Johanna jede Lebensfreude genommen. Doch dann taucht Philipp auf. Ein herzensguter Mensch, die in kleinen Schritten versucht, Johanna aus ihrem dunklen Loch zu ziehen. Ich habe mich über jeden Fortschritt gefreut, den Johanna gemacht hat, denn ich kann sie vollkommen verstehen. Und ich habe mir von Herzen gewünscht, dass Philipp wieder ein Lächeln auf Johannas Gesicht zaubern kann.

    Für mich ein absolutes Lesehighlight, das mich wirklich total berührt hat. Die Geschichte lässt mich auch nach Beendigung des Buches einfach nicht los. Gefreut habe ich mich über die kleinen Gartentipps, die eine oder andere Blume werde ich mir auch für meinen Garten besorgen. Das Cover gefällt mir auch sehr gut, es verströmt für mich Hoffnung. Gerne vergebe ich für dieses Traumbuch 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 5 Monaten
    Warum weinst du, holde Gärtnersfrau?

    Johanna lebt in einem großen ererbten Haus im idyllischen Dorf Sommerhausen in Unterfranken und hat in ihrem Beruf als mobile Gärtnerin ganz gut zu tun. Zudem ist sie umgeben von guten Freunden und hat ein enges Verhältnis zu Schwester und Schwager. Doch gibt es in ihrem Leben nicht gerade wenig Grund zu Trauer und Tränen. Hat sie tatsächlich ihre Scheidung, die nun schon ein Weilchen zurückliegt, immer noch nicht überwunden?

    Sie erhofft sich mehr Ruhe durch ihren neuen Mieter Philipp, Lehrer für Mathematik und Physik. Doch obwohl sie nach anfänglichen Schwierigkeiten bestens miteinander klarkommen, sogar die Abende miteinander verbringen, ist bald das Gegenteil der Fall. Besonderen Pfiff erhält der Roman dadurch, dass die Handlung aus zwei Perspektiven - der von Johanna einerseits und von Philipp andererseits dargestellt wird.

    Ein schön geschriebener leichter, aber nicht seichter Unterhaltungsroman für Fans von Gartenkultur und der Region Franken bzw. solche, die es noch werden wollen. Autorin Ulrike Sosnitza lässt den Leser erst nach und nach hinter die Kulissen blicken. "Hortensiensommer" ist aus meiner Sicht nicht unbedingt der passende Titel, weil dadurch alle anderen Blumen und Pflanzen, die ebenso intensiv zur Sprache kommen, in dem Hintergrund gerückt werden. Doch abgesehen davon ist ihr ein anrührender sommerlicher Roman gelungen, der sehr gut für eine kleine oder auch größere Pause im Liegestuhl geeignet ist!

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    mamenus avatar
    mamenuvor 6 Monaten
    Hortensiensommer

    Klapptext

    Ob Schneerosen,Taglilien oder Anemonen im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese.
    Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut.
    Nur zögernd freunden sie sich an.
    Als Philipp beginnt,ihr vorzulesen,schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz.
    Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor,woraufhin sie entsetzt flüchtet.
    Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt,setzt er alles daran,sie wieder zum Strahlen zu bringen.

    Meine Meinung

    Das war mein erstes Buch von dieser Autorin und eigentlich bin ich ja eher der Thriller-Krimi-Leser. Zwischendurch darf es dann auch aber mal was anderes sein.
    Mir hat die Erzählweise gut gefallen. Es wird in der Ichform erzählt, einmal aus der Sicht von Johanna und dann aus der Sicht von Philipp.
    Die beiden sind in ihrer Art sehr unterschiedlich. Johanna lebt sehr zurückhaltend und ist anderen Mitmenschen gegenüber sehr Distanziert, was ich auch beim lesen immer wieder zu spüren bekommen habe.
    Also ich konnte auch beim lesen spüren, das sie doch ziemlich komisch wirkt oder besser gesagt, das sie mit dem Kopf durch die Wand möchte, wenn nicht gleich alles so läuft wie sie sich das vorstellt.
    Deshalb konnte ich auch nicht so richtig den Zugang zu Johanna am Anfang der Geschichte finden. Aber um so mehr ich gelesen habe, umso mehr habe ich nachher auch gut verstehen können, warum sie so ist, wie sie ist.
    Philipp dagegen sieht immer das gute im Menschen,und versucht alles immer ganz liebevoll zu regeln.
    Ich fand es sehr rührend wie er sich um seine Tochter kümmert und nur das beste für sie möchte.
    Auch bei Johanna gibt er sein bestes um sie wieder auf den richtigen Weg zu führen.
    Ich muss sagen, mir hat dieses Buch gut gefallen und ich kann hier ganz eindeutig eine Lesempfehlung geben.

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Liebesgeschichte und Trauerdrama, dass mich nicht restlos überzeugte
    Schatten über Hotensien

    Johanna kann aus jedem Stückchen Land einen Garten zaubern. Nur die Öde in ihrem Leben kann sie nicht vertreiben. Ihr eigener Garten ist da auch ein Spiegelbild. Nun hat sie ihre Einliegerwohnung vermietet, an einen Berliner Lehrer, der nach Franken versetzt wurde. Fast alles ist ihm gestattet, nur kein Betreten des Gartens. Selbst wenn er nur seinen Liegestuhl ein wenig in die Sonne schiebt, wird Johanna unerbittlich. Aber langsam findet sie ihren Mieter immer sympathischer. Die Abende bei einem Glas Wein auf der Terrasse werden zu einem Fixpunkt des Tages für die unglückliche Johanna. Seit sie erfahren hat, dass die Frau ihres Ex-Mannes schwanger ist, ist ihr Seelenleben in Aufruhr.

    Die Tragödie in Johannas Leben hat sie sehr gut zwischen Blumen und Pflanzen versteckt und dass mit Philipp, ihrem neuen Mieter vielleicht ein neues Glück möglich sein könnte, will sie aber nicht wahrhaben.

    Ganz besonders die erste Hälfte des Romans hat mir  gut gefallen, Johanna, die mobile Gartenfee mit ihrem reichen botanischen Wissen und ihren Macken ist warmherzig geschildert und die Figuren sind samt und sonders liebenswert und sympathisch. Der Sprachstil ist leicht und unterhaltsam, es macht Spaß die Frühlings- und Sommertage in Würzburg zu verbringen. Die Landschaftsbeschreibung ist schön eingebettet.

    Doch je mehr sich Johannas Lebenstragödie enthüllt, umso larmoyanter wirkt die Figur. Immer wieder dachte ich: Dramaqueen! Da gab es nur ein Ich – und kein Eingehen auf andere Menschen. Hier wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Diesen Sympathieverlust hat Johanna bei mir nicht mehr ganz aufholen können.
    Natürlich gibt es ein Happy End, einen wirklich schönen und fast idyllischen Schluss, damit hat mich der Roman dann doch wieder etwas versöhnt.



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    Kamimas avatar
    Kamimavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman, nicht nur für Gartenfans - mit Tiefgang & Humor
    Ein Roman mit Tiefgang und Humor

    „Ein Garten im Frühling ist wie ein Versprechen. Niemand kann wissen, was das Jahr bringen wird“ (Zitat Kapital 1, Seite 5)


    In Sommerhausen (und ja, es gibt auch ein Winterhausen; drüben auf der Schattenseite, der anderen Bergseite) lebt auf dem Grundstück ihrer Großmutter – der Wildnis - die leidenschaftliche Landschaftsgärtnerin Johanna. Sie verwandelt die Gärten ihrer Kunden in zauberhafte Paradiese, vernachlässigt aber ihren eigenen Hanggarten, den eine Mieterin ihrer Einliegerwohnung zugrunde gerichtet hat. Die Kraft, den Garten zu erneuern, hat sie erst einmal nicht – aber sie wird bei ihrer Suche nach einem neuen Mieter fündig. Philip mit dem Panamahut zieht ein.


    Der Beginn einer Liebesgeschichte? Nun, alles deutet erst einmal nicht darauf hin, denn Johanna ist abweisend, stellt Verbote auf und will im Privaten mit niemand anderem als ihrer neben ihr wohnenden Schwester zu tun haben. Man fragt sich als LeserIn schnell, warum sie sich so einkapselt. Und das fragt sich Philip auch.


    Aber Philip hat erst einmal selbst genug zu tun, sein Leben zu ordnen. Er kämpft um das Sorgerecht seiner Tochter und hat eine neue Lehrerstelle angetreten. Er ist umgezogen und möchte in der Einliegerwohnung in Sommerhausen sesshaft werden. Da bleibt nicht viel Zeit für Annäherung...


    Und dennoch erfahren wir im Laufe des Romans immer mehr über die beiden und zwar interessanterweise aus Sicht beider Protagonisten. Die Geschichte ist nämlich aus zwei Sichtweisen erzählt, was auflockert, aber auch fesselt. Hilfreich ist auch die bildhafte Sprache, die mich schon im ersten Roman „Novemberschokolade“ fasziniert hat. Manchmal glaubte ich, als Zuhörer in einer Situation dabei zu sein... mal konnte ich fast die Gefühle der Protagonisten spüren.


    Was tatsächlich geschah, warum der Exmann Johannas eine ebenso große Rolle spielt wie die erfolgreichen Eltern der Schwestern; warum ein Raum im Haus so lange verschlossen blieb und erst durch kindliche Neugier und dadurch quasi Schleusen geöffnet wurden... das mag ich euch nicht verraten, denn das sind tragende Aspekte des Romans. Mir ging es allerdings im Laufe des Buchs immer mehr ans Herz und es gab Momente der Tränen – vielleicht, weil mir manches bekannt vor kam oder aber weil die Autorin es so hervorragend verstand, mich in ihre Welt mitzunehmen.


    Ich bin gerne im alten Transporter zu Herrn Wiedinger mitgefahren und habe mit am Tisch von Johannas Schwester Franzi und ihrem Mann Fabian gesessen. Manches empfand ich als kompliziert (z.B. das überaus vorsichtige Schonverhalten Franzis ihrer Schwester gegenüber), anderes brachte mich zum schmunzeln und erinnerte mich an Loriots „Papa ante Portas“, wenn Johanna ihre Eltern besuchte.


    Ja, ich war gerne in Sommerhausen zu Besuch und habe den Roman gerne in einem Rutsch durchgelesen. Es hat mir gefallen, wie tiefgründige Themen mit der notwendigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor in normale Alltagssituationen eingebettet wurden. „Hortensiensommer“ ist ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang, den nicht nur Gartenfans als Urlaubs-Sommerlektüre lesen können.  

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    MargareteRosens avatar
    MargareteRosenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht sommerlich leicht. Trauerbewältigung mit einer leicht stressigen Protagonistin.
    Leicht stressige Protagonistin

    Die Geschichte an sich ist gut ausgedacht. Beide Hauptdarsteller haben ihr Schärflein zu tragen. Doch im Gegensatz zum Mann, der zwar auch trauert, doch kämpft und sich seine positiven Lebenseinsichten erhält, schwelgt die Frau in immerwährendem: Ich kann nicht ..., mir ist nicht zuzumuten ..., ich will es nicht hören ....
    Viele Seiten wurden mit ihrem Gejammer gefüllt.

    Das Buch wurde als Sommer-Buch angepriesen. Sommerlich leicht, Liebe bitte schön und ja, gerne auch etwas Dramatisches. Doch ist dies eher ein Trauerbuch, das die Abgründe beim Verlust eines Kindes zeigt. Es ist eben nicht einfach und mal eben erledigt.

    Hier hätte der Verlag etwas mehr auf die Geschichte eingehen sollen, anstatt das Buch als hippes Sommerbuch anzupreisen. Die Wahrheit verkauft sich besser. Dann wäre meine Enttäuschung auch nicht so groß.

    Die Geschichte konnte mich einfach nicht packen. Zu viel Negativität seitens Johannas. Viel Drama und leider wenig Tiefe. Auch nehmen alle auf sie Rücksicht, fast bis zur Selbstaufgabe hin. Hier wäre etwas mehr Positivität und Lebensbejahung schön gewesen.

    Fazit: Wer gerne Drama leicht aufbereitet und eine positiv endende Liebesgeschichte mag, der wird viel Spaß mit dieser Geschichte haben.

    Ich gebe 4 Sterne, weil die Geschichte nicht schlecht ist, sondern einfach nicht meinen Geschmack trifft.

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    jesslie261s avatar
    jesslie261vor 6 Monaten
    leider nicht so gut umgesetzt wie ich erhofft hatte

    Inhalt:
    In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln

    Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...


    Cover:
    Ich mag das Cover sehr gern, es macht Lust auf Sommer und Sonne.

    Meine Meinung:
    Ich hatte dieses Buch für eine Leserunde hier auf lovelybooks gewonnen, worüber ich mich sehr gefreut hatte, denn der Klapptext klang vielversprehend und machte mich doch sehr neugierig. Vielen Dank nochmal für die Bereitstellung des Buches . Ich kannte vorher weder die Autorin noch ihren Schreibstil und war daher sehr gespannt.

    Zu Beginn bin ich sehr gut in die Geschichte rein gekommen und es lies sich sehr gut lesen. Zunächst war es auch interessant und man wollte hinter die Geschichte kommen. Man konnte sich zwar schon denken, was passiert war und das Johanna einen sshweren Verlust erlitten hat, aber das wie und warum war es was mich interessiert hat. Leider wurde mir auf dem Weg zur Aufklärung die Protagonistin immer unsymphatischer. Ja sie hat einen schlimmen Verlust erleiden müssen, den man keinem wünscht, aber nicht nur sie sondern eben auch ihr näheres Umfeld. Ich fand ihre Einstellung dazu unglaublich egoistisch und sogar regelrecht fies gegenüber ihren Mitmenschen. Das Thema muss vor ihr totgeschwiegen werden und durfte mit keiner Silbe erwähnt werden, verschweigt man ihr aber etwas , weil man nicht weiß wie man es ihr sanft beinringen soll, ist sie beleidigt, wird zum bockigen Kleinkind und fühlt sich von allem und jedem ungerecht behndelt. Irgendwann hat sie mich mit dieser Denkweise nur noch aufgeregt und auf die Palme gebracht. Ich hatte mir schon überlegt abzubrechen, regelrecht das Bedürfnis hinter das Warum zu kommen, hat mich am Ball bleiben lassen, aber selbst das konnte mich dann nicht mehr überraschen.

    Ich hätte mir hier eine frühere Auflösung gewünscht. das Johanna ihre Denkweise dann doch endlich mal überdenkt, fand ich sehr gut . Jedoch kam mir das Ende dann zu abgehackt. Erst ein ewiges hin und her. Erst so  und aufeinmal dann doch so.

    Fazit:
    Für mich leider nicht das was ich erwartet hatte. Das worauf es ankam, kam mir viel zu kurz und die Gefühle zwischen den Protagonisten haben mich auch nicht mehr überzeugen können!

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Unendlich traurig und herzzerreißend schön!
    Unendnlich traurig und herzzerreißend schön1

    Johanna ist Gärtnerin im beschaulichen Sommerhausen. Sie entwirft die schönsten Gärten. Nur für ihren eigenen Garten hat sie irgendwie nicht die Muße. Sie lebt alleine in einem großen Haus, doch das scheint ihr nichts auszumachen. Sie mag es zurückgezogen zu leben. Dann zieht der Mathelehrer Philipp in die Einliegerwohnung, der Mann mit dem Panamahut. Johanna spürt Schmetterlinge in ihrem Bauch, ein Gefühl, dass sie sehr lange Zeit nicht zugelassen hat.

    Obwohl sie ihm erst verboten hat, ihren Garten zu betreten, lässt sie es zu, dass er ihr genau dort jeden Abend eine Geschichte vorliest. Schnell wird klar, dass Johanna sich in ihren Mieter verliebt hat, doch kann sie sich wirklich auf eine Beziehung einlassen?

    Als Philipp ihr eines Tages seine vierjährige Tochter Klara vorstellt, bekommt sie eine Panikattacke und flüchtet. Johanna erträgt keine kleinen Kinder in ihrer Nähe, doch warum ist das so? Ganz behutsam und sehr liebevoll versucht Philipp hinter das tragische Geheimnis zu kommen und Johanna wieder zum Lächeln zu bringen. 

    "Hortensiensommer" - beim Anblick des Covers denkt man an einen leichten Sommerroman, doch dieser Roman ist so viel mehr als das. Er ist anders. Er ist viel schöner, als erwartet. Es ist eine sehr bewegende, sehr gefühlvolle Geschichte, die mich im letzten Drittel ständig weinen ließ. Ulrike Sosnitza verpackt Johannas Geschichte in ein liebevolles, warmherziges Buch, so schön geschrieben, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. 

    Johanna erscheint dem Leser vielleicht erst etwas merkwürdig, seltsam, doch wie würde man selbst sein an ihrer Stelle? Sie, die dieses unerträglich furchtbare Schicksal erleiden musste. Philipp, der Mann mit dem Panamahut, eine Figur, in die man sich selbst sofort verliebt. Auch die kleine Klara ist so ein liebenswertes Geschöpf. Ihre neugierige Art, mit der sie auf die Menschen zugeht - einfach bezaubernd!

    "Hortensiensommer" - unendlich traurig und herzzerreißend schön!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    UlrikeSosnitzas avatar

    In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln

    Kommt mit mir nach Sommerhausen! Dort verwandelt die Gärtnerin Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Erst als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...

    Wer hat Lust auf diese Geschichte über den Mut, den es für einen Neuanfang braucht? Wer sehnt den Frühling so sehr herbei, dass er einen Roman voller bunter Blüten und dem Duft von Erdbeeren und Rosen lesen möchte?

    Dann beantwortet mir doch bitte die Frage „Was magst du im Frühling am liebsten?“, und schon geht es ab in den Lostopf. 

    Eine Leseprobe findet ihr übrigens hier

    Bewerbt euch bitte bis zum 12. März 2018 um eines der 15 Gratis-Bücher, die der Heyne-Verlag zur Verfügung stellt. Die Leserunde beginnt, wenn alle Bücher verschickt bzw. angekommen sind, in der Woche vor Ostern - etwa am 26. März. Und natürlich werde ich sie begleiten, denn ich bin schon sehr gespannt, wie euch meine neue Geschichte gefallen wird.

    Mit der Teilnahme an der Verlosung für ein Freiexemplar verpflichtet ihr euch, an der Leserunde aktiv teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu veröffentlichen – am liebsten nicht nur hier auf Lovelybooks, sondern auch auf Amazon und den anderen bekannten Portalen. Schön wäre es, wenn ihr keine detailreichen Inhaltsangaben schreibt, um andere Leserinnen nicht zu spoilern.

    Natürlich könnt ihr euch auch an der Leserunde beteiligen, wenn ihr kein Buch gewinnt und es euch gekauft habt – oder zu Ostern schenken lasst :-)

    Zusatzrunde:

    Unter allen aktiven Teilnehmern, die bis zum 15. April eine Rezension zu meinem Buch schreiben, verlose ich anschließend ein Exemplar meines früheren Romans „Novemberschokolade“. Bitte schreibt mir daher, ob ihr diesen Roman schon kennt – ansonsten bekommt der Gewinner der Zusatzrunde eine schokoladige Überraschung von mir zugesandt.

    Infos über meine Bücher und mich findet ihr auch auf meiner Website www.ulrike-sosnitza.de

    Die Adressen der ausgelosten Leserundenteilnehmer werden nur für den Versand der Bücher bzw. Gewinne verwendet und anschließend gelöscht. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

    Ich freue mich schon sehr auf eure Beiträge – „Hortensiensommer“ erscheint ja erst am 12.3.18 und ich bin sehr neugierig, wie die Geschichte rund um Johanna und Philipp bei euch ankommen wird.

    Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit und einen baldigen Frühlingsanfang

    Eure Ulrike Sosnitza

    UlrikeSosnitzas avatar
    Letzter Beitrag von  UlrikeSosnitzavor 6 Monaten
    Gerne :-) Viel Spaß beim Lesen! Ulrike Sosnitza
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