Ulrike Sterblich

 3.7 Sterne bei 74 Bewertungen
Ulrike Sterblich

Lebenslauf von Ulrike Sterblich

Ulrike Sterblich, geboren und aufgewachsen in Berlin, hat Politikwissenschaft und Kulturmanagement studiert und ein paar Jahre im transatlantischen Kulturaustausch gearbeitet, bevor sie anfing, ihren Lebensunterhalt als Autorin zu bestreiten. Sie schreibt für Radio und Print, moderiert eine unregelmäßig stattfindende Bühnenshow, die „Berlin Bunny Lectures“ und hatte mal eine TV-Kolumne in der ORF Show „Willkommen Österreich“. Sie hat bislang drei Bücher veröffentlicht. Ulrike Sterblich lebt mit Mann und Kind in ihrer Heimatstadt Berlin.

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Neue Rezensionen zu Ulrike Sterblich

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Rezension zu "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" von Ulrike Sterblich

Erinnerungen
connychaosvor 5 Jahren

Die Autorin erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in West-Berlin in den 70er, 80er und frühen 90er Jahren. Dieses Buch steckt voller Erinnerungen, die sich mit meinen Erinnerungen decken. Ich bin zwar einige Jahre jünger aber genau so war auch meine Kindheit in West-Berlin. Sehr interessant fand ich auch die Informationen und Anmerkungen am Ende jeden Kapitels, einiges wusste ich gar nicht über meine Stadt. Für mich war die Lektüre wie ein Treffen mit einer alten Freundin, bei dem man in gemeinsamen Erinnerungen schwelgt.

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Rezension zu "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" von Ulrike Sterblich

Unterhaltsame Episoden aus West-Berlin
Ellen-Dunnevor 5 Jahren

Das Buch hatte ich richtig schnell durch und hab mich bestens dabei amüsiert. Ulrike Sterblichs Erinnerungen an eine Westberliner Kindheit waren zwar streckenweise gar arg persönlich, aber durch die Bank sehr unterhaltsam. Westberlin wird gegenüber dem "coolen" Osten ohnehin stiefmütterlich behandelt. Super, dass jemand auch mal einen Stab für diese "vergangene Stadt" bricht - und noch dazu so lustig. 

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Rezension zu "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" von Ulrike Sterblich

Als die Clubs noch Diskotheken hießen
ElizaDoovor 6 Jahren

Der sehnsüchtige Rückblick auf die eigene Kindheit und Jugend packt wohl jeden ab einem bestimmten Alter. Mehr oder weniger erfolgreiche Buchreihen wie „Wir vom Jahrgang 19xx etc.“ - derzeit zu finden an den Kassen der großen Buchhandelsketten - zeugen davon.

„Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt. Eine Kindheit in Berlin (West)“ von Ulrike Sterblich folgt der Tradition, nostalgische Leser auf eine Reise in die eigene Vergangenheit mit zu nehmen. Die Autorin, Jahrgang 1970, beschreibt ihre Kindheit und Jugend in den Randbezirken von West-Berlin, wobei sich die meisten Erinnerungen auf ihre Teenagerzeit in den 80er Jahren beziehen.

Die Handlung ist eigentlich recht banal und wohl schon tausend Male in Büchern umgesetzt worden: Ein Teenager wird erwachsen, durchläuft die typischen Auf und Abs dieser Lebensphase, stellt sich Sinnfragen, lacht und streitet mit den besten Freundinnen, verliebt sich, und zieht immer weitere Kreise durch seine Stadt auf der Suche nach Neuem und Aufregendem. Die Geschichte beginnt mit den ersten Erinnerungen eines Grundschulkindes in den 70er Jahren und endet mit einem Ausflug in die andere Hälfte der Stadt nach dem Fall der Mauer.

Hinter der Handlung stehen jedoch die Orte West-Berlins, an denen die Dinge ihren Lauf nehmen. Und über die Beschreibung dieser Orte - Straßenzüge, Geschäfte, Clubs, Tanzschulen, etc. - vermittelt Ulrike Sterblich das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Der Generation, die für das wilde Berlin der 70er Jahre von David Bowie, Iggy Pop, und den dazugehörigen Szeneclubs wie dem Dschungel einfach zu jung war. Und sich über eigene Orte, Vorlieben und eine andere Lebensart selber finden musste. Jedes Kapitel ist einem anderen Ort gewidmet und nimmt den Leser dahin mit, wo sich im damaligen West-Berlin das alltägliche Leben abspielte. Am Ende eines jeden Kapitels folgt ein kleiner Absatz, der in aller Kürze die wichtigsten Hintergrundinformationen zum beschriebenen Ort liefert, so dass sich auch der Nicht-Berliner Leser gut zurechtfindet.

Obwohl ich eigentlich um derartige Nostalgie-Literatur einen großen Bogen mache: Dieses Buch hat mich absolut gefesselt. Es hatte für mich – ebenfalls Jahrgang 1970 und in West-Berlin aufgewachsen – absoluten Wiedererkennungseffekt. Wer denkt heute noch daran, dass man für eine Monatskarte des öffentlichen Nahverkehrs am ersten eines jeden Monats einen halben Tag auf dem U-Bahnhof anstehen musste? Oder dass man für 23 Pfennig stundenlang mit der besten Freundin telefonieren konnte? Wer diese Dinge einst miterlebt hat, ist auf seltsame Weise davon berührt.

Aber das Buch ist auch für Nicht-Berliner absolut lesenswert. Man erfährt viel über das Leben zu Mauerzeiten in der Stadt, mit allen Kuriositäten, die der Sonderstatus West-Berlins mit sich brachte. Auch die Geschichte der jungen Ulrike Sterblich, die in den 80er Jahren ihren Weg ins Erwachsenenleben antritt, ist durchaus lesenswert und spannend. Gefallen hat mir auch der Schreibstil der Autorin: Kurzweilig, unterhaltsam und gepaart mit einer großzügigen Portion an Witz und Komik.

Ich denke, es ist ein Buch, das man auf verschiedene Arten lesen kann. Die älteren Semester der West-Berliner werden an vielen Stellen herzlich lachen oder berührt sein, andere Leser werden viel Neues und Wissenswertes über das Leben im damaligen West-Berlin erfahren. Sicher ist, dass sich beide Lesergruppen sehr gut unterhalten fühlen werden.


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Gespräche aus der Community

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Liebe Lesegemeinde von Lovelybooks,

Im Oktober ist mein Buch "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt - Eine Kindheit in Berlin (West)" bei Rowohlt erschienen, und dazu möchte ich nun eine Leserunde starten. Der Verlag stellt dafür 20 Exemplare zur Verfügung.
Der Titel ist ja schon ziemlich erklärend für den Inhalt des Buches - es geht um den versunkenen Archipel West-Berlin, um das Lebensgefühl einer bestimmten Zeit, die sich an diesem Ort kondensiert. Es geht dabei auch ums Aufwachsen, Liebe, Freundschaften, Familie, fremd sein und um die schönen, schrecklichen achtziger Jahre.

Das Buch ist hier und da schon in der Presse aufgetaucht, aber ich hätte große Lust, mich noch mehr mit Lesern darüber auszutauschen.

Ich hoffe, dass hier auch ein paar Leute Lust dazu haben. Jeder kann dabei sein, Berliner, Wahlberliner und Nichtberliner (die sogar besonders!), ältere und jüngere Leser. 


Die Bewerbungen können bis zum Freitag, den 30. November eingereicht werden.


Ich freue mich auf euch!

Ulrike
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