Ulrike Tourneur Ganz.schön.wichtig

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Inhaltsangabe zu „Ganz.schön.wichtig“ von Ulrike Tourneur

Viele Jahre lang hat sich Ulrike Tourneur mit Diäten kasteit und ein Leben im Verzicht geführt, nur um einer gesellschaftlich vorgegebenen Norm zu entsprechen. Erst ein Seminar bei Eva-Maria Zurhorst zum Thema Weiblichkeit öffnet ihr die Augen. Es geht nicht darum schlank zu sein, sondern sich selbst zu lieben und akzeptieren, wie man ist. Ihre Botschaft: Frauen müssen sich von Schuldgefühlen, Selbstentwertung und Diätfrust befreien und die unterdrückten Teile ihrer Weiblichkeit wieder freilegen. Jede Frau ist gut, so wie sie ist. Es geht darum, wieder ein sattes Lebensgefühl zu entwickeln, jeden Augenblick und ab sofort, und Glück und Zufriedenheit nicht mehr in einer schlanken, weit entfernten Zukunft zu sehen.

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  • Rezension zu "Ganz.schön.wichtig" von Ulrike Tourneur

    Ganz.schön.wichtig
    19angelika63

    19angelika63

    14. December 2012 um 07:12

    Weiblich, sinnlich, begehrenswert … „Es ist ein heikles Thema. Deshalb will ich auch nicht lange drum herum reden. Ich sag es wie es ist: Ich bin attraktiv.“ Ulrike Tourneur kennt Diätfrust, Zweifel und Schuldgefühle aus eigener leidvoller Erfahrung. Als sie ein Seminar erlebt, dass Dicksein in der eigenen Wahrnehmung beginnt und ein sattes Lebensgefühl nichts mit den Kilos zu tun hat, die „frau“ auf die Waage bringt, beginnt sie, sich selbst neu zu entdecken. Wie schwer es sein kann, sich gegen Schönheitsideale und gesellschaftliche Normen zu behaupten, aber auch wie befreiend sich im eigenen (weiblichen) Körper wieder wohl zu fühlen – das beschreibt die Autorin mit Mut, Tiefgang und viel Humor. Ihr Plädoyer: Jede Frau ist richtig, genauso wie sie ist! Ein bemerkenswertes Buch. Auf sehr sensible und einfühlsame Art widmet sich die Autorin denen im Titel genannten Wörter … Ganz … Schön … Wichtig. Ulrike Tourneur beschreibt ihren „Lebens- und Leidensweg“, den sie als „Dicke“ durchgemacht und wie sie aus der Falle der Diäten rausgekommen ist. „Selbstliebe“ ist ihr Zauberwort. Doch das war und ist auch bis heute nicht immer einfach für sie. Auch sie fällt ab und an in alte Muster zurück. Muster, die die Gesellschaft und sogar die Familie aufdrängt. Wollen wir nicht alle schöner, dünner und erfolgreicher sein? Doch wer sagt uns dass wir das nicht schon sind. Die Waage, die Gesellschaft …. An vielen Stellen des Buches hab ich mich selber gesehen. Hab Frau Tourneur zugestimmt und an manchen Stellen sogar geweint, weil sie das was sie schreibt so zutreffend ist. Ist man heute Übergewichtig, so entspricht man nicht der Norm der Gesellschaft. Hinter vorgehaltener Hand wird gelacht und Witze über „Dicke“ gerissen. Wir werden täglich diskriminiert und verletzt. Doch wo fängt Übergewicht an? Wer bestimmt, wer Übergewichtig ist? Ein Buch, das nicht hilft abzunehmen, aber es bringt eine neue Sichtweise auf das eigene Leben als „Dicke“ Ich möchte hier das Schlusswort zitieren, da es für mich all das zusammen fasst, worum es in diesem Buch geht: „Es gibt einen alten indischen Text, der sagt, dass es besser sei, sein eigenes Schicksal unvollkommen zu leben, als das Leben eines anderen auf unvollkommene Weise nachzuahmen. Wenn dem so ist, habe ich eine Punktlandung hingelegt. Oft fühlt sich nichts unvollkommener an als mein Körper. Und doch ist das Leben viel besser und schöner geworden, seit ich diese Tatsache akzeptiere. Ich bin gespannt und neugierig darauf, wie mein Körper reagieren wird, wenn ich mich weiter darin übe, mich in ihn „hineinzuentspannen“ statt gegen ihn zu kämpfen. Ich weiß nicht, ob ich jemals abnehmen werde und kann es auch ihnen nicht versprechen. Doch irgendwie geht es immer weniger darum. Ich hoffe, Sie sehen das inzwischen genauso. Stellen Sie sich bloß vor, wie viel mehr Energie wir haben, wenn wir uns nicht mehr mit unseren Gewichtsproblemen beschäftigen müssen! Stellen Sie sich vor, was wir alles bewegen können, wenn wir aufhören, unser Leben in eine vielleicht schlankere Zukunft zu verschieben und stattdessen einfach schon heute beginnen, es zu leben … (…) Das Gemälde „Benefits Supervisor Sleeping“ wurde 2008 für 33,6 Millionen Dollar versteigert. Es zeigt Sue Tilley, eine dicke, nackte Frau von über vierzig Jahren. Aber es geht ja nicht darum, gewichtige Menschen in dem anderen, größeren Rahmen zu sehen. Es geht auch darum, dass sich all die Frauen, die sich zwar dick fühlen, es aber nicht sind, lernen, sich so anzunehmen, wie sie sind. Dann ersparen sie sich manchen Kummer und wahrscheinlich auch manche Kilos. (…) Hören wir also auf mit all dem Theater um unser Gewicht und betreten endlich die Bühne unseres Lebens. Selbst wenn diese Bühne nicht immer perfekt ausgeleuchtet ist. Auch wenn sich dort Tragödien und Melodramen abspielen können, dürfen wir nicht vergessen, dass wir selbst den Spielplan bestimmen. Wir führen Regie, sind Haupt- und Nebendarstellerin in einem, sind Requisite und Publikum. Wir können entscheiden, ob wir ein altes Stück, das wir auswendig kennen, aus dem Programm nehmen, und ob wir nicht auch mal Lust auf eine Komödie haben. Wenn der Vorhang fällt, sollte es eines dieser bewegenden Stücke sein, von denen wir sagen: Es war gut, vom Anfang bis zum Ende.“

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