Ulrike Wanner

 4.3 Sterne bei 12 Bewertungen
Autorin von Motherbrain, Endstation und weiteren Büchern.
Ulrike Wanner

Lebenslauf von Ulrike Wanner

Ulrike Wanner studierte Sprachwissenschaft und Altorientalistik, bereiste den Vorderen Orient und arbeitete an einem Forschungsprojekt im Irak mit. Seit ihrem Studium der Informationswissenschaft ist sie als Programmiererin und im IT-Support tätig. Sie schreibt Theaterstücke, Drehbücher, (Krimi-)Kurzgeschichten und Kriminalromane. Ihre Geschichten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Europa und Asien, zwischen den Anfängen der Geschichte und Science Fiction, zwischen Archäologie und Informatik.

Alle Bücher von Ulrike Wanner

Ulrike WannerMotherbrain
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Motherbrain
Motherbrain
 (12)
Erschienen am 01.07.2014
Ulrike WannerEndstation
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Endstation
Endstation
 (0)
Erschienen am 01.08.2013
Ulrike WannerEndstation - Großdruck
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Endstation - Großdruck
Endstation - Großdruck
 (0)
Erschienen am 01.08.2013

Neue Rezensionen zu Ulrike Wanner

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Rezension zu "Motherbrain" von Ulrike Wanner

Utopisch oder doch nicht?
seschatvor 4 Jahren

Inhalt

Oliver Varnoff, ein anerkannter Tübinger Psychologe in den Vierzigern, stirbt bei einem Autounfall. Kurz zuvor hatte ihm seine Schwester Jana, eine smarte Informatikerin, noch einen Besuch abgestattet. Anzeichen auf ein baldiges Unglück gab es nicht, sieht man von dem angeschossenen Patienten unweit des brüderlichen Hauses ab.

Jana, die ihren Bruder nur als verantwortungsvollen und langsamen Autofahrer kennt, glaubt nicht an die Theorie, dass er am Unglückstag zu schnell und vor allem unter Alkohol gefahren ist. Sie geht von Mord aus.

Bald darauf erfährt sie, dass ihrem Bruder ein universitäres Forschungsprojekt sehr zusetzte. Er gar aussteigen wollte, aber warum?Das Hirn von Parkinson- und Epilepsie-Patienten wurde mit technisch noch unausgereiften Computerchips (sog. Hirnschrittmacher) ausgestattet, um Forschungsgelder zu akquirieren. Das Wohl der Patienten stand dabei an letzter Stelle. Infolge drehten immer mehr Patienten durch, weil sie Wissen eingepflanzt bekamen, das sie niemals erworben hatten. Sie begangen sogar Selbstmord, weil sie nicht mehr Herr ihrer Gedanken waren. Cyborgtechnoogie at its best und Jana mittendrin im Spiel um Macht und Selbstbestimmung. Mit jedem neuen Tag und der Hilfe von Freunden, allen voran ihrem Nerdfreund Sputnik, kommt sie den unmoralischen Forschungsmethoden von Cyber Link auf die Schliche, was auch den staatlichen Geheimdienst auf den Plan ruft.

Meinung
Ein spannender Wissenschaftsthriller, der mit einer gehörigen Menge an Fachwissen um die Themen Neurochirurgie und Hirnschrittmacher aufwartet. Zudem überzeugen die dargestellten Charaktere. Jana ist eindeutig die unerschrockene, sympathische Heldin dieses Thrillers, die allein für ihren verstorbenen Bruder kämpft. Als Informatikerin lebt sie genau wie ihr bester Freund Sputnik in ihrer eigenen Fantasiewelt und liebt Rollenspiele. Doch ahnt sie nicht, dass ein Teil dieser Rollenspiele bereits Realität ist. 
Den kriminellen Gegenpart zu Jana und ihren Freunden bildet das zerstrittene Ärzteteam rund um den arroganten Egomanen Prof. Reinemann. Tragisch finde ich, dass Jana auf den vermeintlich harmlosesten Arzt dieses Forschungsteams hereinfällt.
Die Sprache ist vielfach durchsetzt von Fachbegriffen aus der Informatik und Neurologie, was höchst informativ und lehrreich ist, aber manchmal etwas sehr ausufert. Gerade wenn z. B. nicht von "Menschen", sondern von "Androiden" die Rede ist.
Der Handlungsverlauf ist perfekt komponiert, so dass man erst spät auf den eigentlichen Täter kommt. Auch die Beschreibungen der LARP-Spielstätten und des Krankenhauses lesen sich sehr gut nachvollziehbar. Sie erleichtern die Identifikation mit Personen und Handlung ungemein.

Fazit
Spannende, weil besonders ungewöhnliche Unterhaltung bis zur letzten Seite. Bleibt nur zu hoffen, dass wir Menschen nicht auch irgendwann im Auftrag der Wissenschaft zu fremdgesteuerten Robotern bzw. Befehlsempfängern mutieren. 

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Lizzy_Curses avatar

Rezension zu "Motherbrain" von Ulrike Wanner

Erschreckende Zukunftsvision
Lizzy_Cursevor 4 Jahren

Motherbrain von Ulrike Wanner

Als ich dieses Buch in den Händen hielt, rechnete ich mit einem wissenschaftlich angehauchten Thriller. Im Endeffekt traf das Buch meine Erwartungen, lest jedoch selbst.

Als Jana vom Tod ihres Bruders Oliver erfährt, ist sie zunächst bestürzt. Sie glaubt jedoch nicht an einen Unfalltod, wusste sie doch von seiner Arbeit mit Parkinson- und Epilepsiepatienten, bei der ihnen neuartige Chips eingesetzt werden. Sie findet heraus, dass es auch unter den Patienten eine erhöhte Rate an Todesfällen zu verzeichnen gab und beschließt, der Wahrheit auf die Spur zu gehen. An ihrer Seite steht ihr Freund und Computerfreak Sputnik.
Doch je tiefer sie in dieses Geheimnis vordringen, desto gefährlicher wird es für sie. Bald schon geraten sie zwischen die Fronten von Forschern und Geheimdienst... und die Zeit zerrinnt ihnen zwischen den Fingern.

Mit Jana hat Ulrike Wanner eine sympathische und besondere Protagonistin geschaffen. Sie tritt tough und selbstbewusst auf, und wirkt auch nicht unglaubwürdig in ihrem Denken und Handeln. Ich mochte sie auf jeden Fall und begleitete sie gerne während ihren Nachforschungen. Auch Oliver, den wir kurz am Anfang kennen lernen, konnte ich gut leiden. Und hätte mir gewünscht, noch etwas mehr über ihn zu erfahren, oder aber ein bisschen tiefer in Janas Gefühlswelt zu ihrem Bruder einzutauchen. Das kam mir vor allen Dingen kurz nach dem Tod ihres Bruders ein wenig zu kurz. Zu schnell entschied sie sich, dass eigentliche Geheimnis des Buches aufzudecken. Natürlich ist solch ein Handlungsfortschritt für eine spannende und dynamische Handlung unerlässlich. Doch ich hätte mir eventuell an der ein oder anderen Stelle etwas mehr emotionale Handlung gewünscht, um die Entscheidungen von Jana oder Sputnik besser verstehen zu können. Versteht mich nicht falsch, ich konnte die Protagonisten weitestgehend nachvollziehen, jedoch hat mir ein Quäntchen gefehlt, um wirklich in dieses Buch einzutauchen und mich fallen lassen zu können. Die liebevollen Details, die die Autorin ihren Charakteren zuweist, lassen sie individuell erscheinen. Ich musste auch das ein oder andere Mal z.B. über Sputniks Vorliebe für Sprüche Shirts oder Janas Affinität für Dörrgerichte schmunzeln. Durch solche Details gewinnen die Charaktere an Substanz und Tiefe, was ich als besonders wichtig erachte.

Die Spannung blieb andererseits durchgehend auf einem hohen Niveau und die Autorin lies mich das ein oder andere Mal überrascht ob der Wendung zurück. Dass Jana durch ihre Nachforschungen in große Gefahr gerät, ist wohl selbstverständlich. Durch diese teils unerwarteten Wendungen fachte Ulrike Wanner aber auch meine Neugier immer wieder an. Ich stellte bald selbst Vermutungen ob des Ausgangs der Geschichte an. Und das man sein Gehirn selbst anstrengt, ist wohl Sinn und Zweck dieses Sci-Fi Thrillers gewesen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass mir „Motherbrain“ mit seiner spannenden Handlung und seinen tollen Protagonisten einige aufregende Lesestunden beschert hat. Leider muss ich einen Stern abziehen, da mir persönlich einige Handlungen der Figuren kaum emotional elaboriert erschienen. Eventuell hätte an der ein oder anderen Stelle, anstatt straffer Handlung, ein paar Seiten mehr nicht geschadet. Trotz dieser Kritik vergebe ich vier tolle Sterne für einen Zukunftsroman der etwas anderen Art.

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LiberteToujourss avatar

Rezension zu "Motherbrain" von Ulrike Wanner

Fiktion oder Zukunft?
LiberteToujoursvor 4 Jahren

Jana ist Computerspezialistin, ihr Bruder Oliver biologischer Psychologe. Eigentlich zwei Arbeitsbereiche, die sich nicht unbedingt überschneiden - möchte man meinen. Als immer mehr von Olivers Patienten sterben und er selbst auch noch bei einem angeblichen Autounfall ums Leben kommt, beschließt Jana sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen..


Die Protagonistin Jana ist alles in allem gut gelungen. Ein bisschen Nerd, ohne wirklich zu viel zu sein - authentisch eben. Nur ab und an haben mich ihre ausformulierten Gedanken ein wenig im Lesefluss gebremst. "Die Kühlsysteme hochfahren", wer sagt denn sowas, wenn man in eine Situation ein wenig zu sehr emotional involviert ist? Das war mir leider fast ein bisschen zu tief aus der Klischeekiste. Einer ihrer Freunde, Sputnik, macht das aber locker wieder wett. Der hatte sich schon bei seinem ersten Erscheinen zum heimlichen Liebling gemausert und blieb das für mich auch bis zur letzten Seite.

Die Handlung an sich ist gut konstruiert, mit Betonung auf beidem. Die Spannung hält dauerhaft an, an manchen Ecken hat man als Leser aber das Gefühl, dass alles ein wenig gestellt wirkt. Andererseits wird hier eine Zukunftsvision erschaffen, die alles andere als wünschenswert ist und mich beim Lesen mehr als einmal ins Grübeln gebracht hat. 

Die Technikdetails sehe ich auch ein wenig zwiespältig. Einerseits unglaublich spannend und wahnsinnig gut recherchiert, für mich aber manchmal einfach etwas zu viel. Da habe ich einfach gemerkt, dass ich von dieser Materie deutlich weniger Ahnung habe als unsere Autorin. 

Zusammenfassend betrachte ich "Motherbrain" ein wenig ambivalent. Viel hat mir gefallen, einiges hätte man besser machen können. Sollte es aber einen weiteren Fall für Sputnik und Jana geben, bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie. 

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Gespräche aus der Community

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MrsWs avatar

Cyborgs gibt es nur als Science Fiction?


Jährlich bekommen allein in Deutschland rund 500 Parkinsonpatienten einen Hirnschrittmacher eingesetzt, der die Muskelkontrolle ermöglicht. Allein in Tübingen werden jedes Jahr ca. 1000 Cochlearimplantate eingesetzt, die Ertaubten das Hören erlauben. Und Steuerungen von PCs oder Armprothesen mittels Gedanken sind längst Realität.

Artikel über diese medizinischen Entwicklungen, über Biologische Psychologie und Überwachungstechnik bilden die Basis, auf der mein jüngstes Werk entstand.


Motherbrain

Klappentext

"Die Computerspezialistin Jana Varenhoff liebt Live-Abenteuerspiele, bei denen sie in die Rolle von Cyborgs schlüpft. Chips erweitern das Sensorium oder die Fähigkeiten der Menschen. Als biologischer Psychologe betreut Janas Bruder Oliver in der Tübinger Uniklinik Patienten, denen wegen Parkinson oder Epilepsie Hirnschrittmacher eingesetzt wurden. Als sich unter den Patienten Todesfälle häufen und Oliver angeblich bei einem Unfall umkommt, will Jana die Wahrheit herausfinden. Bei ihren Nachforschungen unterstützt sie der Nerd Sputnik. Nach und nach begreift Jana, wie weit die Cyborgtechnologie in der Realität fortgeschritten ist. Um die Machenschaften zu stoppen, muss sie hinter die Maske ihres vergötterten Bruders schauen. Und dann geraten Jana und Sputnik selbst ins Kreuzfeuer von Forschern und Geheimdienst. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt."


Zur Autorin

Ulrike Wanner studierte Sprachwissenschaft und Altorientalistik in Tübingen und London, bereiste den Vorderen Orient und arbeitete an einem Forschungsprojekt im Irak mit. Seit ihrem Studium der Informationswissenschaft in Konstanz arbeitet sie als Programmiererin und im IT-Support.
www.storystore.de


Leseprobe

hier gibt es einen Vorgeschmack


Leserunde

Motherbrain ist ist mein erstes Buch, das in der nahen Zukunft spielt. Deshalb bin ich besonders auf deine Meinung gespannt und möchte mit dir über Aspekte des Romans diskutieren, die dich besonders interessieren oder am Herzen liegen.

Wenn du dir überlegen willst, wohin die Entwicklung von Implantaten führen kann, oder einfach eine spannende Geschichte lesen möchtest, bewirb dich für die Leserunde. Mit Unterstützung des Sieben Verlags verlose ich 10 Bücher als mobi / epub / pdf und zusätzlich 5 gedruckte und signierte Exemplare. Bitte beantworte folgende Frage.

Wo beginnt die Fremdbestimmung des Menschen durch Implantate wie Hirnschrittmacher?

Bitte denke daran, dass der Gewinn eines Buchs zu Beiträgen zu allen Leseabschnitten und einer Rezension verpflichtet.

Ich freue mich auf deine Teilnahme!

seschats avatar
Letzter Beitrag von  seschatvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Ulrike Wanner wurde am 01. Oktober 2014 in Deutschland geboren.

Ulrike Wanner im Netz:

Community-Statistik

in 14 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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