Ulrike von Chossy , Michael Bauer Erziehen ohne Religion

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Inhaltsangabe zu „Erziehen ohne Religion“ von Ulrike von Chossy

Mehr als ein Drittel der Deutschsprachigen bezeichnet sich als religionsfrei -- Tendenz steigend. Religionsfreie Eltern erhalten in diesem Buch viele Anregungen, wie sie ihre Kinder ohne Rückgriff auf religiös begründete Werte und Vorstellungen erziehen können. Die Autoren skizzieren, wie es gelingt, eine nicht-religiöse Haltung in der Erziehung einzunehmen. Aufbauend auf Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie und Hirnforschung thematisieren sie den Umgang mit wichtigen Themen wie Lebenskrisen, Tod und Trauer. Eltern erhalten pragmatische Tipps, z.B. zum Feiern von religiösen und religionsfreien Festen im Jahresverlauf, zur Auswahl einer passenden Kita sowie zum Umgang mit Religionsunterricht und religiösen Ritualen in der Schule. Hilfreiche Adressen und Literaturtipps runden das Buch ab. Ulrike von Chossy ist Dipl.-Sozialpädagogin und leitet die Humanistische Grundschule Fürth. Sie ist Mutter von zwei Kindern. Michael Bauer ist Dipl.-Politologe und Vorstand des Humanistischen Verbands Deutschlands/Landesverband Bayern. Er lebt in einer Patchwork-Familie mit zwei Kindern.

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  • Intolerant zur Toleranz erziehen?

    Erziehen ohne Religion
    sabisteb

    sabisteb

    23. April 2014 um 21:10

    40% der deutschen Bevölkerung gehören mittlerweile keiner Religionsgemeinschaft mehr an. Dennoch ist zwar das Recht auf die freie Ausübung der Religion im Grundgesetzt verankert, aber nicht das Recht von Religionen unbehelligt zu bleiben. Dieses Buch richtet sich an humanistischen und atheistische Eltern und gibt Tipps, wie man im Alltag damit umgehen kann, dass in Kindergarten und Schule, die Lehrkörper permanent versuchen werden, das Kind christlich zu indoktrinieren. Darüber hinaus geht es aber auch darum, wie man Kindern in Krisensituationen hilft, ohne auf das einfache Allheilmittel Religion und Götter zurückgreifen zu müssen.  Wie lehrt man das Kind Moralische Werte aus sich selbst heraus ohne ein strafendes göttliches Wesen.  Wie lehrt man das Kind mit Trauer und Verlusten umzugehen.   Die Tipps sind teilweise gut, jeder Atheist käme da auch selber drauf, teilweise jedoch grenzwertig bis widersprüchlich. Einerseits geht es darum, wie man das Kind Toleranz lehrt, dass es die verschiedenen Religionen einfach hinnehmen soll als verschiedene Spielarten des (Aber-)Glaubens, andererseits geht es in einigen Kapitel darum, wie man es schaffen kann, das Kreuze aus Klassenzimmern entfernt werden und dass man im Notfall eben einen eigenen Kindergarten per Elterninitiative gründen soll. Das ist zum einen unrealistisch und zum anderen intolerant, also genau das Gegenteil von dem, was man dem Kind beibringen möchte. Wenn man will, dass das Kind Religionen toleriert, muss man das als Elternteil eben auch. Da sind Tipps, wie man seine eigene Meinung gegen die Rektoren der Schulen durchdrücken kann kontraproduktiv. Hingegen fehlen mir vollkommen Hinweise, dass man das Kind in klassischer Mythologie unterrichten sollte und da einfach den christlichen Glauben und andere Religionen auch abhakt, als Mythologie, das, was Religionen eben nun mal sind. Märchen für Erwachsene, die als Machtinstrument von Interessengemeinschaften missbraucht werden um Menschen zu manipulieren und zu kontrollieren.   Das Beispiel des Matheus Prinzips (Math 25,29; LK 19,26) finde ich in der heutigen Zeit sehr kritisch, denn einen Zinsexkurs mit einem Kind, das keine Exponentialfunktionen kenn durchzuführen, halte ich für wenig zielführen, denn in diesem Gleichnis steckt viel mehr, als nur ein Strafender Gott, der den Faulen straft, dahinter steckt eine Komplette Kapitalismuskritik, die den Autoren wohl selber entgangen ist.   „Religionsfreie Erziehung kann Kinder wirksam auf Trauersituationen vorbereiten. Dazu muss man allerdings der Stier bei den Hörnern gepackt werden.“ (S. 73). Einer der Tipps ist, dem Kind ein Kleinnagetier zu kaufen, dass ja wegen der kurzen Lebenserwartung schon in der Kindheit stirbt, da kann man das mit dem Verlust schon mal üben. Davon abgesehen, dass das absolut der falsche Grund ist, sich ein Haustier anzuschaffen, gibt es auch Altersempfehlungen welche Haustiere für welches Alter geeignet sind. Der Tipp, Kleinnager zum todverkraftenüben zu nehmen (S. 78), ist mir mir zu zynisch.   Das überbetonen der Feiern geht mir auch gegen den Strich. Diese gekünstelten Feiern, nur damit man als Atheist auch ein paar feierliche Feste hat, das ist mir zu gestellt, unecht und unrealistisch. Jugendweihe in Baden-Württemberg auf dem Platten Land?   Der Ratgeber zitiert viele Quellen, da freut sich der Wissenschaftler in mir natürlich und auch über den ausführlichen Literaturanhang. Normalsterbliche jedoch, werden diese Art von Ratgeber wahrscheinlich einfach zu staubig und trocken finden und zudem ist er sprachlich auch wissenschaftlich arg geschwurbelt und akademisch als Ratgeber, der sich nicht nur an Akademiker richtet.   Fazit: Fas Buch widerspricht den eigenen moralischen Ansprüchen. Tolleranz lehren wollen, aber sich Gläubigen oder deren Symbolen gegenüber intollerant zu verhalten und rumzustänkern, weil man seien Willen durchsetzen will, geht gar nicht. Ich habe auch ein Problem damit, dass Religionen Narrenfreiheit haben, aber das ist einfach kein Beispiel, dass man Kindern geben sollte. Mir wären Tipps lieber gewesen, die man Religionen allesamt effizient in das Land der Mythen und Märchen verbannt, wo sie hingehören. Jeder, der überzeugt Atheist ist, kommt prima ohne das Buch aus, denn man weiß selber ja, wie man diese verschiedenen Mythen als das dartellt, was sie sind: Ausgeburten der Menschlichen Phantasie, und das ist es, was man Kindern einfach beibringen muss, zusammen mit vorgelebten Moralischen Werten.

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