Umberto Eco

 4 Sterne bei 2,922 Bewertungen
Autor von Der Name der Rose, Das Foucaultsche Pendel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Umberto Eco

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren. 1954 schloss er das Studiums der Pädagogik und Philosophie mit einer Dissertation über Ästhetik des Thomas von Aquin an der Universität Turin ab. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen RAI sowie als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz. Seit 1971 unterrichtete er Semiotik an der Universität Bologna. Er gelangte durch "Der Name der Rose" zu Weltruhm. Als letzte Werke erschienen u.a. "Baudolino" (2001), "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" (Roman, 2004), "Die Geschichte der Schönheit" (2004), "Im Krebsgang voran. Heiße Kriege und medialer Populismus" (2007) und "Die Kunst des Bücherliebens" (2009).

Neue Bücher

Der Name der Rose

Erscheint am 28.02.2019 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

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Der Name der Rose

Der Name der Rose

 (1,495)
Erschienen am 01.08.2008
Das Foucaultsche Pendel

Das Foucaultsche Pendel

 (333)
Erschienen am 18.12.2008
Baudolino

Baudolino

 (217)
Erschienen am 23.09.2011
Der Friedhof in Prag

Der Friedhof in Prag

 (157)
Erschienen am 01.06.2013
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

 (106)
Erschienen am 01.09.2006
Die Insel des vorigen Tages

Die Insel des vorigen Tages

 (101)
Erschienen am 01.04.1997
Die Geschichte der Schönheit

Die Geschichte der Schönheit

 (38)
Erschienen am 01.11.2006

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Neue Rezensionen zu Umberto Eco

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Hellena92s avatar

Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

Der Lügner
Hellena92vor 18 Tagen

Umberto Eco´s Meisterstück:

Baudolino ist ein Bauernbengel durch und durch. Es beginnt alles im Jahr  1154, als der 13-jährige Baudolino dem großen Barbarossa einen Bären aufbindet. Fortan ist er als kaiserlicher Ziehsohn mit dabei, wenn Geschichte geschrieben wird: Und er lehrt uns die auch heute noch gültige Einsicht, dass Geschichtsschreibung in erster Linie die Fälschung von Geschichte ist. Warum wollte Barbarossa wirklich ins Heilige Land? Und war es tatsächlich ein Badeunfall, bei dem er unterwegs umkam? Wenn Baudolino die Gebeine der Heiligen Drei Könige für den Transport nach Köln aufmotzt, dem Kaiser die Heiligsprechung Karls des Großen vorschlägt, einen Brief des mythischen Priesterkönigs Johannes fingiert oder falsche Reliquien in Umlauf bringt, dann wird klar, dass die ausgefuchsten Medien- und Pressestrategien der Moderne ihren Ursprun g im Mittelalter haben.

Mein Fazit:
Ich danke dem Verlag, dass er sich so viel Mühe gegeben hat. Ich habe mir das Hörspiel gekauft mit dem Gedanken: Endlich mal wieder ein Hörspiel für Erwachsene, bin gespannt. Es hat sich durch und durch gelohnt, weil es mich so verzauberte. Die Stimmen sind unglaublich authentisch und die Hintergrundgeräusche, die ganze Inszenierung wirkt so gut, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte weiter zu hören.
Der junge schlitzohrige Baudolino, der immer wieder alles verdreht und letztendlich Opfer seiner eigenen Lügen wird. Die Wendungen, die Charaktere, Eco hat mal wieder ein Meisterwerk geschaffen und ich werde noch lange darüber nachdenken! Eine ganz klare Empfehlung von mir!

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j125s avatar

Rezension zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

Viel Latein und blabla
j125vor 2 Monaten

Inhalt:

1327 in einem entlegenen Kloster in den italienischen Bergen. Ein Mönch stürzt aus einem Fenster und stirbt. Wenige Tage nach dem Todesfall erreichen der Franziskanermönch William von Baskerville und sein Gehilfe Adson die Abtei. William ist ein kluger und geschätzter Mönch und wird vom Abt beauftragt, den Todesfall zu untersuchen. Allerdings führten William und Adson ganz andere Dinge in die Abtei. William soll als Vermittler fungieren, zwischen einer päpstlichen Delegation und einer Gruppe Minoriten, welchen Ketzerei vorgeworfen wird. Kein leichtes Unterfangen und weit weniger interessant, als der seltsame Todesfall…

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein Klassiker, was mich per se schon neugierig macht. Auch inhaltlich war ich sehr gespannt, mag ich doch Kriminalfälle und einer aus dem Jahr 1327 ist mir noch nicht untergekommen.

Ich bin anfangs nur schwer ins Buch gekommen, weil man mit vielen Namen, Glaubensgemeinschaften und lateinischen Ausdrücken konfrontiert wird. Wenn man sich allerdings daran gewöhnt bzw. beschlossen hat nicht alles genau verstehen zu wollen, kann man das Buch recht gut lesen.

Die Handlung ist sehr durchwachsen. Alles was direkt mit Williams Ermittlung zu tun hat, gefällt mir sehr gut. Es hat mich ein wenig an „Die Päpstin“ erinnert, weil sowohl William als auch Johanna sehr logisch denkende Menschen sind. William stellt eine Reihe Hypothesen auf und wann immer er neue Informationen erhält, verwirft er nichtzutreffende Hypothesen, entwickelt neue oder passt bestehende an. Seine ganze Arbeitsweise folgt logischen Muster und das gefiel mir außerordentlich gut.

Williams vorrangige Aufgabe ist es allerdings, das Treffen zwischen den Minoriten und einer päpstlichen Delegation zu moderieren, was politisch sehr brisant ist. Das Treffen selbst ist gar nicht mal so lang, aber es führt dazu, dass viele Debatten über die politische Lage und die verschiedenen Glaubensrichtungen geführt werden. Damals gab es noch sehr viele Kaiser und Könige in Europa, sodass man als Laie den Diskussionen kaum folgen kann. Viele Passagen waren daher für mich uninteressant.

Hinzu kommen endlose Auflistungen von mystischen Wesen, oder lange Beschreibungen von wirren Träumen. Die geführten Glaubensdebatten (zum Beispiel ob Jesus arm und demzufolge besitzlos war und ob das ein Verhalten ist, das jeder gläubige Christ an den Tag legen sollte, oder ob Jesus je gelacht hat) fand ich grundsätzlich spannend, aber auch diesen konnte man nur schwer folgen. Das liegt daran, dass sehr häufig lateinische Ausdrücke verwendet werden, oft sogar ganze Sätze. Viele davon werden im Anhang erläutert (allerdings ist es mühsam hin und her zu blättern, Fußnoten wären komfortabler gewesen), aber nicht alle. Buchtitel (und davon gibt es eine Menge) beispielsweise werden nie übersetzt, häufige Ausdrucke wie zum Beispiel die Position des Cellerars werden im Glossar erklärt. So muss man teilweise Glossar und Anhang durchsuchen und stellt dann fest, dass in keinem von beiden das gesuchte Wort auftaucht.

Fazit:
Ein Klassiker, den ich auf einer Unbedingt-Lesen-Liste allerdings nicht ganz oben ansiedeln würde. Der Mordfall war spannend erzählt, alles andere war leider viel zu langatmig und oft zu ausschmückend. Trotz vielen lateinischen Aussagen, die nicht immer übersetzt wurden, las es sich ab dem zweiten Tag allerdings sehr flüssig.

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K

Rezension zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

Intelligent UND unterhaltsam
Krimikauz73vor 2 Monaten

Wie manche Leute es schaffen, intelligent und unterhaltsam zu schreiben, ist ein Wunder. Wie konnte Eco einen Bestseller schreiben, der obendrein noch ganze Heerscharen von Literaturwissenschaftlern beschäftigte und es auch noch weiterhin tun wird. Denn eines ist sicher, dieses Buch wird überleben. Ich habe es letzte Woche zum wiederholten Male gelesen (Ja, ich hatte Urlaub und konnte drei Tage lang durchlesen) - und muss sagen: mit der Name der Rose kann man nichts falsch machen. Es ist ein Buch für die Insel!

Spannend ist nicht nur die Psychologie des Helden, sondern auch die zahlreichen Anspielungen und Anregungen in Sachen Geschichte und Wissenschaft. Für Leser mit christlichem Hintergrund werden viele Dinge leichter verstehen zu sein, was aber immer so ist (oder so sein sollte), wenn es um eine Handlung geht, die im Mittelalter spielt. Unbedingt lesen!!   

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Gespräche aus der Community

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Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den April haben wir uns als modernen Klassiker "Der Name der Rose" von Umberto Eco vorgenommen.

Wikipedia meint dazu:

Der Name der Rose ist der erste Roman des italienischen Schriftstellers Umberto Eco. Eco gelang damit ein Welterfolg. Das Buch erschien 1980 im italienischen Original als Il nome della rosa und 1982 in der deutschen Übersetzung von Burkhart Kroeber.

Das mehrschichtige Werk, Epochenporträt, philosophisches Essay und der äußeren Form nach ein breit angelegter historischer Kriminalroman, der anno 1327 in einer italienischen Benediktinerabtei spielt, entwirft in der Substanz ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten. Es ist zudem mit zahlreichen Anspielungen auf die Gegenwart, besonders auf das Italien der 1970er Jahre, durchsetzt. Mit seiner Nachschrift zum Namen der Rose versuchte Eco, auch den in Mediävistik, Semiotik oder postmoderner Kultur weniger bewanderten Lesern einen Zugang zu den tieferen Schichten des Buches zu eröffnen.

Die Leserunde startet am 1. April.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzulesen.

Viel Spaß!


LaLectures avatar
Letzter Beitrag von  LaLecturevor 2 Jahren
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Brinas avatar
Diese Leserunde geht von der SUB-Abbau-Gruppe aus und richtet sich an alle die das Buch schon haben!!! :)
Starten soll die Runde Ende Juni und wir freuen uns über alle die teilnehmen möchten :)

Inhalt des Buches: Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches – erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite.
kopis avatar
Letzter Beitrag von  kopivor 5 Jahren
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The iron butterflys avatar
Da ich momentan noch nicht zur Lektüre von "Der Friedhof in Prag" von Umberto Eco komme und ich schon bei so zahlreichen Wanderbuchrunden teilnehmen durfte, möchte ich es gerne 5-6 Interessenten zur Verfügung stellen.

Alles was man über eine gute Wanderbuchrunde wissen sollte steht hier:
- Sobald das Buch bei dir eintrifft, schreibst du eine kurze Mitteilung, damit alle TN wissen wo sich das Buch gerade befindet. (Ich versuche die Liste aktuell zu halten ;))
- Erfrage bitte bei deinem Nachfolger dessen Adresse, sobald das Buch bei dir angekommen ist, so kannst du es zügig weiterschicken, wenn du die Lektüre abgeschlossen hast.
- Lesezeitraum 2 Wochen (brauchst du länger, dann poste bitte eine kurze Mitteilung, damit wir alle auf dem Laufenden bleiben)
- Schreib bitte wieder eine Mitteilung, sobald du das Buch weiter auf die Reise zu deiner Nachfolge sendest.
- Bitte behandelt das Buch gut, es war ein Geschenk. Danke :)
- Geht das Buch verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.

Wer Interesse hat, schreibt einen kurzen Beitrag hier im Thread und ich nehme sie/ihn in die Liste auf. Da es bisher nur zwei Interessenten gibt, die zu einem späteren Zeitpunkt lesen möchten, eröffne ich einfach mal dieses Thema und warte die Resonanz ab.

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theironbutterfly schickt an:
1) Buchfan276 (*musste abbrechen*)
2) World_of_tears91 (*musste abbrechen*)
3) nicole_von_o (*gelesen*)
4) loewenkind (*gelesen*verschickt am 13.04.12*)
5) melanie_reichert (*angekommen*verschickt*)
6) Fruehlingsgewitter  (*angekommen*verschickt*)

zurück an theironbutterfly (Buch ist wieder zuhause angekommen)
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Umberto Eco wurde am 05. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) (Italien) geboren.

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