Umberto Eco

 4 Sterne bei 2.996 Bewertungen
Autor von Der Name der Rose, Das Foucaultsche Pendel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Umberto Eco

Der bekannteste zetgenössische Semiotiker: Umberto Eco, geboren am 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont, war ein italienischer Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und Schriftsteller. Außerdem ist er der wohl bekannteste Semiotiker unserer Zeit. Er wuchs in der Provinzhauptstadt Alessandria auf. Die Umgebung und das damalige Regime des italienischen Faschismus prägten ihn und seine Werke stark. 

1948 begann er ein Studium der Philosophie und Literaturgeschichte an der Universität Turin. Nach seinem Abschluss 1954 ging er dann zum italienischen Fernsehen (RAI) in Mailand, wo er ein Kulturprogramm ausbaute. Sein Debüt als Autor gab er 1956 mit einer erweiterten Fassung seiner Dissertation. Kurze Zeit später gab er seine Anstellung beim Fernsehen auf, um Sachbuchlektor im Bompiani Verlag zu werden. Zu dieser Zeit war er auch in diversen literarischen Bewegungen aktiv. 

Mit seinem 1962 veröffentlichten Buch „Das offene Kunstwerk“ wurde er weltweit als berühmter Kulturtheoretiker bekannt. Dieser Erfolg verhalf ihm zu diversen Dozentenstellen in renommierten Universitäten wie in Mailand, Florenz und schließlich in Bologna. Sein Buch „Einführung in die Semiotik“, das er währenddessen veröffentlichte, gilt bis heute als internationales Standardwerk. Mit seinem 1980 erschienenen ersten Roman „Der Name der Rose“ machte er sich weltweit einen Namen als Romancier. Dieser blieb zu seinen Lebenszeiten als das bekannteste Werk des berühmten Autors.

 Eco wurde seitdem mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet. So bekam er unter anderem von über 39 Universitäten weltweit die Ehrendoktorwürde verliehen, wurde als Mitglied in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen und wurde sogar mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Umberto Eco starb am 19. Februar 2016 in Mailand an den Folgen einer Krebserkrankung.

Neue Bücher

Der ewige Faschismus

Neu erschienen am 01.05.2020 als Hörbuch bei cc-live.

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Cover des Buches Der Name der Rose9783423210799

Der Name der Rose

 (1.534)
Erschienen am 01.08.2008
Cover des Buches Das Foucaultsche Pendel9783423211109

Das Foucaultsche Pendel

 (338)
Erschienen am 18.12.2008
Cover des Buches Baudolino9783423195256

Baudolino

 (224)
Erschienen am 23.09.2011
Cover des Buches Der Friedhof in Prag9783423142274

Der Friedhof in Prag

 (162)
Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Die Insel des vorigen Tages9783446239081

Die Insel des vorigen Tages

 (104)
Erschienen am 08.10.2011
Cover des Buches Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana9783423134897

Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

 (106)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Die Geschichte der Schönheit9783423343695

Die Geschichte der Schönheit

 (52)
Erschienen am 01.11.2006

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Umberto Eco

Neu

Rezension zu "Der ewige Faschismus" von Umberto Eco

Ur-Faschismus
stefanbvor 8 Tagen

„Der Ur-Faschismus kann in den unschuldigsten Gewändern daherkommen. Es ist unsere Pflicht ihn zu entlarven und mit dem Finger auf jede seiner neuen Formen zu zeigen – jeden Tag, überall in der Welt.“ [33]

„Der ewige Faschismus“ von Umberto Eco, zählt er doch zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart, liefert mit diesem Büchlein, es umfasst lediglich 80 Seiten, ein faszinierendes Werk. Es sind Reden, welche der Autor gehalten hatte, deren entscheidende Erkenntnis man kurz mit folgenden Worten zusammenfassen kann: Es wäre ein riesiger Fehler, „den Faschismus als ein ausschließliches historisches Phänomen zu begreifen.“ [10]

Eco bringt dabei vieles sehr pointiert zu den Leser*innen. Dabei geht er nicht nur in der Geschichte ein paar Jahre zurück, sondern blickt auch immer wieder auf seine Kindheit zurück.

Das Werk, seine Rede, regt zum Denken an, erklärt, zeigt anhand von Beispielen, dass es lediglich ein bisschen Toleranz erfordert, einen Blick über den Tellerrand, so dass man mit Denken weiterkommt. Andere sind nicht anders als wir. Vielmehr muss man die Andersartigkeit verstehen und akzeptieren.

Auf eindrucksvolle Weise zeigt Eco, dass man mit offenen Augen, klarem Verstand durchs Leben gehen sollte und dass sich manche Themen leider nie erledigen.

„Die gesamte einstige Propaganda der Nazis und des Faschismus kann heute genauso wieder aufgetischt werden, man braucht sie nur auf ihren plutokratischen Aspekt zu begrenzen.“ [10]

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Rezension zu "Der Friedhof in Prag" von Umberto Eco

Verflochten in den Intrigen des 19. Jahrhunderts
AntonWestevor einem Monat

Ein italienischer Dokumentenfälscher sitzt im Paris des 19. Jh. und in den Netzen der publizistischen Verschwörungen von Geheimdiensten, katholischer Kirche, Jesuiten, Freimaurern, Satanisten und puren Aufschneidern. Außerdem geht es um die Dreyfus-Affäre und die Entstehung der "Protokolle der Weisen von Zion", einem gefälschten Tatsachenbericht, der bald weit verbreitet war und den Antisemitismus des 20. Jahrhundert unterfütterte. Bis auf den Protagonisten sind sämtliche vorkommenden Personen historisch. Das ganze klingt spannender als es ist. Umberto Eco präsentiert lang und breit seine Kenntnisse über die europäische Intellektuellenszene und Propagandageschichte im 19. Jahrhundert. Aber er vergisst dabei, eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Der Strang des Hautpcharakters hat Potenzial, geht aber unter in der Fülle historischer Intrigen und Merkwürdigkeiten. Das hat Eco z.B. beim "Foucaultschen Pendel" besser geschafft. Nur für Geschichtsfreunde, die sich vom Risorgimento bis zur Belle Epoque und ein paar Wurzeln des intellektuellen Antisemitismus interessieren.

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Rezension zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

Keine leichte aber spannende Lektüre gespickt mit historischen Facts und kreativer Fiktion
Janine_Napircavor 3 Monaten

"Der Name der Rose" von Umberto Eco ist eines dieser Werke, über das ich mir kaum ein Urteil zu fällen erlauben möchte. Empfehlen möchte ich es jenen, die mehr oder minder des Lateinischen mächtig sind, etwas mit dem Spinnen von Intrigen, dem Aufdecken von Verborgenem und mit historischen Ereignissen vor allem aus der katholischen Kirche zur Zeit des Mittelalters anfangen können. Zudem bedarf es Konzentration und Durchhaltevermögen, des Rätsels Lösung nach mehr als 600 Seiten zu erfahren. Dabei empfand ich mehr als die Hälfte der Zeit weniger als spannend oder die Handlung antreibend, sondern vielmehr als Hinhaltetaktik voll von philosophischem Gerede, dessen ich mich wenig gewachsen fühlte und schlichtweg für meinen Bedarf zu wenig interessant, da ich mich bislang weder mit Hexenverfolgung und Ketzerei, noch mit den verschiedenen Mönchsströmungen wie Franziskaner, Benediktiner oder Dominikaner, dem Disput von Kaiser und Papst oder mit dem großen Philosophen Aristoteles auseinander gesetzt habe. Auf jeden Fall keine leichte Lektüre für Zwischendurch...

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Der Name der Roseundefined
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den April haben wir uns als modernen Klassiker "Der Name der Rose" von Umberto Eco vorgenommen.

Wikipedia meint dazu:

Der Name der Rose ist der erste Roman des italienischen Schriftstellers Umberto Eco. Eco gelang damit ein Welterfolg. Das Buch erschien 1980 im italienischen Original als Il nome della rosa und 1982 in der deutschen Übersetzung von Burkhart Kroeber.

Das mehrschichtige Werk, Epochenporträt, philosophisches Essay und der äußeren Form nach ein breit angelegter historischer Kriminalroman, der anno 1327 in einer italienischen Benediktinerabtei spielt, entwirft in der Substanz ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten. Es ist zudem mit zahlreichen Anspielungen auf die Gegenwart, besonders auf das Italien der 1970er Jahre, durchsetzt. Mit seiner Nachschrift zum Namen der Rose versuchte Eco, auch den in Mediävistik, Semiotik oder postmoderner Kultur weniger bewanderten Lesern einen Zugang zu den tieferen Schichten des Buches zu eröffnen.

Die Leserunde startet am 1. April.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzulesen.

Viel Spaß!


83 Beiträge
Letzter Beitrag von  LaLecturevor 3 Jahren
Cover des Buches Baudolinoundefined
Diese Leserunde geht von der SUB-Abbau-Gruppe aus und richtet sich an alle die das Buch schon haben!!! :)
Starten soll die Runde Ende Juni und wir freuen uns über alle die teilnehmen möchten :)

Inhalt des Buches: Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches – erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite.
42 Beiträge
Letzter Beitrag von  kopivor 7 Jahren

Zusätzliche Informationen

Umberto Eco wurde am 05. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) (Italien) geboren.

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