Umberto Eco Baudolino

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Inhaltsangabe zu „Baudolino“ von Umberto Eco

Informationen über die historischen Hintergründe zu »Baudolino« finden Sie im Special des Carl Hanser Verlags ... Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches – erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite. Er erzählt, wie er als 13jähriger Bauernsohn den im Nebel herumirrenden Kaiser Barbarossa aufgabelt, der Gefallen an dem naseweisen Jungen findet und ihn daraufhin adoptiert; wie er den Kaiser auf seinen Italienzügen gegen die aufmüpfigen oberitalienischen Städte begleitet und auf den großen Kreuzzug ins Heilige Land, immer auf der Suche nach dem mythischen Reich des Priesterkönigs Johannes im fernen Orient. Und natürlich wie er, Baudolino, mit seinen aberwitzigen Ideen ganz nebenbei den Lauf der Weltgeschichte lenkt, ob nun bei der Heiligsprechung Karls des Großen 1165 oder bei der Erfindung der Legende der Heiligen Drei Könige, um dem Erzbischof von Köln, Rainald von Dassel, einen überwältigenden Einzug in seine Domkirche zu sichern. Alles hat Baudolino miterlebt, doch ein Geheimnis kennt nur er ganz allein: Barbarossa, der angeblich im Fluß ertrank, ist mysteriöserweise bereits in der Nacht zuvor ums Leben gekommen. Unfall? Herzversagen? Nein, Mord! Baudolino ahnt, wer der Mörder sein könnte …

Ganz okay, verschafft einen guten Überblick über die damalige Zeit und ist relativ interessant.

— Dreamcatcher13

Ein umwerfend komischer Schelmenroman!

— Moryahh

Faszinierend. Wie immer verbindet Eco tief gehende historische Kenntnisse mit spannender Handlung. Der 2. Teil des Buches ist etwas schwäche

— burk68

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  • Die Wahrheit oder reine Phantasie?

    Baudolino

    kassandra1010

    26. July 2017 um 21:15

    Ein typischer Eco-Roman. Baudolino erzählt live aus dem Mittelalter. Es gilt, den Mord an Friedrich Barbarossa aufzuklären und wer Eco kennt, der weiß das hier Wahrheit und Fiktion oft verschwimmen. Das Abenteuer beginnt, als Konstantinopel brennt. Baudolino stößt auf Barbarossa, der ihn als dreizehnjähriger Bauernsohn adoptiert und er seit dem zum riesigen Tross gehört, der zur Krönung unterwegs ist.Eco schildert wortgewand und mit viel Phantasie den wahren Mord an Barbarossa und Baudolino als sein Sprachrohr erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und berichtet seinen Freunden, die ihm an fantastischen Geschichten in nichts nachstehen, von seiner Kindheit.Ein Meisterwerk, so ganz anders als "Der Name der Rose" und dennoch so prall an Sprache und an Abenteuer, dass die Geschichte schneller vorbei ist als dem Leser lieb ist.

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  • Ganz interessant und unterhaltsam

    Baudolino

    Dreamcatcher13

    13. July 2016 um 07:41

    Ihnalt: Ein seltsamer Mann rettet Kyrios Niketas aus dem brennenden Byzanz. Sein Name ist Baudolino und er erzählt ihm seine wundersame Lebensgeschichte als Adoptivsohn des Kaisers Friedrich, Barbarossa, seinen Studien in Paris und seiner Suche nach dem irdischen Paradis. Doch Baudolino scheint selbst in seinen Geschichten ein Lügner zu sein und Niketas fragt sich immerzu, ob Baudolinos Geschichte überhaupt ein Körnchen Wahrheit enthält. Meinung: Das hier war mein erstes Buch, das ich von Eco gelesen habe und generell war es auch sehr interessant; beispielsweise die Absurdität der Eroberung einer Stadt und die dazugehörige verdrehte Lösung, um sie wieder zu beenden, sodass alle am Ende noch immer Würde besaßen und einigermaßen zufrieden waren. Auch die verrückten Orte und dort lebenden Wesen, die Baudolino und seine Freunde auf ihrer Reise besuchten waren verblüffend. Und natürlich die teilshafte Spannung und das Showdown am Ende. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war die endlose Suche, die ungefähr dreimal abgebrochen und dann wieder angefangen wurde oder die 20-Seitigen Philosophien über Gott, Jesus und dessen Beziehung zum heiligen Gradal oder den Menschen oder sonst wem. Oder auch, dass einfach seitenlang nichts passiert. Im Ganzen fand ich das Buch aber nicht schlecht.

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  • Eine fantastische Lebensgeschichte

    Baudolino

    kopi

    24. October 2013 um 12:27

    Die fantastische Lebensgeschichte des Baudolino erzählt Umberto Eco - bzw. er lässt sie erzählen - aus zwei Perspektiven. Im "Hier und Jetzt" des vierten Kreuzzugs im zerstörten Konstantinopel und als unterhaltsamer Rückblick durch Baudolino selbst, gerichtet an Niketas Choniates, dem er zuvor das Leben gerettet hat. Die im wahrsten Sinne unglaubliche Geschichte vermischt wahre Begebenheiten bekannter geschichtlicher Ereignisse mit Sagen und Legenden der Zeit, die Baudolino in weiten Teilen als Adoptivsohn an der Seite des Kaisers Friedrich Barbarossa nicht nur erlebt, sondern maßgeblich beeinflusst. So erfährt der Leser z. B. vom "wahren" Ursprung der Legende um den heiligen Gral und auch wie sich diese über die lange Zeit hinweg halten konnte. Auch dem Tode Friedrichs kommt eine besondere Bedeutung zu. Umberto Eco erzählt ausschweifend, detailreich. Im Mittelteil, wo die zwölf Magier auf dem Weg zum Reich des Priesters Johannes auf Sagengestalten und andere fantastische Naturerscheinungen treffen, können wahrscheinlich nur noch wahre Liebhaber fantastischer Welten mit Genuss folgen. Vorkenntnisse in der Geschichte der erzählten Zeit helfen, die Finesse der gewobenen Zusammenhänge mit der Hauptfigur Baudolino wertzuschätzen. Ohne diese wird wahrscheinlich nicht nur der fantastische Teil der Geschichte zur Durststrecke.

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  • Leserunde zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Brina

    Diese Leserunde geht von der SUB-Abbau-Gruppe aus und richtet sich an alle die das Buch schon haben!!! :) Starten soll die Runde Ende Juni und wir freuen uns über alle die teilnehmen möchten :) Inhalt des Buches: Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches – erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite.

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  • Des Guten zu viel...

    Baudolino

    parden

    05. August 2013 um 15:27

    DES GUTEN ZU VIEL... Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches - erobert, geplündert und in Flammen gesetzt von den Rittern des vierten Kreuzzuges. Doch einer von ihnen, ein gewisser Baudolino aus Alessandria, erzählt uns seine unglaublichen Abenteuer auf der Suche nach den Mördern des Kaisers Freidrich Barbarossa. Nach dem riesigen Erfolg in Italien ist dies Umberto Ecos neuer Roman aus dem Mittelalter, ein phantastisches, überraschendes, bizarres und ungeheuer unterhaltsames Epos aus einer faszinierenden Epoche zwischen Abend- und Morgenland. Umberto Eco kehrt mit diesem Roman zurück ins Mittelalter, aber nicht ins späte seines Welterfolgs "Der Name der Rose", sondern diesmal ins Hochmittelalter des berühmten Kaisers Friedrich Barbarossa. Baudolino, der kleine Bauer aus Alessandria im Piemont (wo Jahrhunderte später auch ein gewisser Umberto Eco geboren wurde), voll von phantastischen Ideen und unerschöpflicher Fabulierkunst, führt uns durch ein historisches Panorama von beeindruckender Breite. Wie er 1154 als Dreizehnjähriger Barbarossa begegnet, von ihm adoptiert wird, mit ihm zur Kaiserkrönung nach Rom und endlich auf den großen Kreuzzug ins Heilige Land geht, immer auf der Suche nach dem mythischen Reich des Priesterkönigs Johannes im fernsten Orient. Alles hat Baudolino miterlebt, doch ein Geheimnis kennt nur er ganz allein: Barbarossa, der angeblich im Fluss ertrank, ist mysteriöserweise bereits in der Nacht zuvor in einer geheimnisvollen Burg, in seinem fest verschlossenen und gut bewachten Schlafzimmer, ums Leben gekommen, und Baudolino ahnt, wer der Mörder sein könnte... Schelmenroman und historischer Roman, phantastische Chronik und Geschichte eines unmöglichen Verbrechens - Umberto Eco vereinigt all das zu einem großen Epos über die Mythen und Utopien der abendländischen Kultur - und er wäre nicht Umberto Eco, wenn er dabei nicht zugleich einen ironischen Blick auf unsere eigene, nicht weniger seltsame Gegenwart werfen würde. "Baudolino" ist über weite Strecken ganz in der Tradition der Schelmenromane dem puren Erzählen und der Lust am ausufernden Fabulieren verhaftet. Das ist zwar teilweise unterhaltsam, jedoch hinterlassen die sehr detaillierten und adjektivstrotzenden Beschreibungen ferner Länder, unbekannter Fabelwesen, menschlicher und menschenähnlicher Völker und theologisch-philosophischer Auseinandersetzungen oft ein unbestimmtes Gefühl der Substanzlosigkeit. Zeitweise drängt sich der Eindruck auf, dass es Eco vor allem darum geht, seine eigene Belesenheit und Gelehrsamkeit herauszustellen - und dem muss sich alles andere unterordnen. Sowohl die Handlung als auch die Figuren, die Atmosphäre und selbst die Gattung des Schelmenromans scheinen nur gewählt, um möglichst viele Bereiche, in denen Eco seine Gelehrsamkeit vorführen möchte, beliebig anschneiden und ohne inneren Zusammenhang thematisieren zu können, ohne dabei einem inhaltlich stichhaltigen Konzept verpflichtet zu sein. Anfangs ist es durchaus interessant zu erfahren, welche Weltbilder zur Zeit Baudolinos herrschten, welche politisch-kirchlichen Verstrickungen und welche Moralvorstellungen es gab. Amüsant zu lesen sind die Abschnitte, wo Ecos fast schon despektierliche Art der Kirche gegenüber durchblitzt. Mal eben eine Heiligsprechung, weil man sich davon politische Vorteile erhofft oder überraschende "Erkenntnisse", wie und wo Reliquien entstehen und in Umlauf gebracht werden. Ich wollte schon immer wissen, wie die drei Weisen aus dem Morgenland eigentlich in den Kölner Dom gelangt sind, aber das ist dann doch wohl der Geschichts-Schreibung zu viel. - Oder? Eco macht sehr deutlich, auf welcher Basis damals (?) Politik und Religion funktionierten: Lügen, Intrigen, Zweckbündnisse, Verleumdungen, Machtkämpfe, Kriege... Insgesamt ist Eco jedoch einmal mehr überaus detailverliebt. Stellenweise viel zu sehr für meinen Geschmack... Viele Aufzählungen sind einfach nur einlullend - es gibt Sätze, die ziehen sich über 1 1/2 Seiten (!), und wenn der gefühlt 100. Angriff auf eine Stadt geschildert wird, kann man fast nur noch abschalten... Dabei geht dann fast auch der leise Witz Ecos unter, wenn er z.B. schreibt: "Aber alles, was in diesem Brief steht, ist so wahr wie das Evangelium." - tja, dann ist wohl auch das erstunken und erlogen... Bewundernswert ist es ja schon, wie bewandert Eco mit den Gegebenheiten des Mittelalters ist und über wie viel Detailwissen er verfügt. Diese Mischung aus Lügen, Mythen, Geschichte und Politik erschließt sich in der Vollkommenheit aber wohl eher wahren Kennern des Fachs - wie Eco eben. Ich fühlte mich damit teilweise - trotz Unterstützung z.B. durch Wikipedia - etwas überfordert. Vor allem aber sind es die ständig wiederkehrenden Aufzählungen und Ecos Detailverliebtheit, die mir das Lesen häufig erschwert haben und mich regelrecht ermüdeten... Als Beispiel hier einer der kürzeren Sätze: "Es war ein Rotschimmern von Blutstein und Zinnober, ein Schwarzglänzen von Phosphat wie bei atramentiertem Stahl, ein Changieren von Auripigmentpartikeln von Gelb bis zu grellem Orange, ein Blaufunkeln von Armenium, ein Weißblinken von kalzinierten Muscheln, ein Grünleuchten von Malachiten, ein Verblassen von Bleioxyd in immer bleicheren Tönen, ein Gleißen von Realgarkristallen, ein Grummeln von gründunkler Erdkrume, die zu Blauspatpulver verblasste und dann zu Nuancen von Indigo und Violett überging, ein Triumph von Musivgold, ein Purpurglühen von gebranntem Bleiweiß, ein Flammen von miniumrotem Sandarak, ein Irisieren von Sibertonere und eine einzige Transparenz von Alabastern." Wie lange braucht man, um solch einen Satz zu verfassen, bis er perfekt genug ist? Wie lange braucht man, um solch einen Satz bis ins Letzte zu verstehen? Ausschweifend, langatmig, detailverliebt, ermüdend. Das ist leider das Fazit am Ende der über 600 engbeschriebenen Seiten. Eco mag ein hervorragender Essayist sein - als Roman ist diese Kunst jedoch nicht zu empfehlen. Hier war es echt des Guten zu viel! © Parden

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  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Sokrates

    18. December 2011 um 09:20

    Ein typischer Roman á la Umberto Eco: Erzählt wird die Geschichte des in Oberitalien geborenen Baudolino, der schon Zeit seiner Jugend von Visionen geplagt ist und nur durch Zuhören von ein paar Wortfetzen Sprachen anderer Völker lernen kann. Eines Tages - die Franken überrennen Norditalien - trifft er im Sumpf einen Reiter, der sich verlaufen hat: er will zum Lager der Franken zurück. Baudolino nimmt ihn mit zu sich nach Hause und am zeigt ihm an nächsten Tag des Weg zurück ins Soldatenlager. - Was ihn förmlich aus den Schuhen haut, ist schließlich die Nachricht, dass er keinem geringeren als König Barbarossa zurück zu seinen Leuten geholfen hat. Barbarossa nimmt ihn mit sich. Die Geschichte setzt schließlich in Konstantinopel ein, dass gerade von den Franken überrannt wird; Baudolino ist mit dabei, rettet aber einen griechischen Chronisten vor den besoffenen und marodierenden Franken. Baudolino scheint den Schreiber zu kennen, der hat jedoch daran keine Erinnerung mehr - er rettet ihn und seine Familie und Baudolino diktiert ihm im Folgenden seine "Memoiren", deren handschriftliche Notizen Baudolino vorher verloren gegangen waren. Und er hat eine erstaunliche Geschichte zu erzählen, die eigentlich politisch hoch brisant ist... -- Die Geschichte arbeitet nah an den historischen Fakten; der Leser sollte sich also - um nicht alles "einfach nur zu hören" - mit mittelalterlichen Begriffen und Ideen ein klein wenig vertraut sein.

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  • Rezension zu "Baudolino : Roman." von Umberto Eco

    Baudolino

    Penelope1

    08. July 2010 um 00:12

    Ein moderner Klassiker und Umberto Eco's Werk "Der Name der Rose" ist ja hinreichend bekannt. In diesem Buch "Baudolino" geht es um einen jungen Mann, nämlich Baudolino, dem es gelingt, von zu Hause an den Hof Kaiser Friedrichs zu gelangen, ja, Barbarossa adoptiert ihn sogar und somit plagen ihn fortan keine Geldsorgen mehr. Er studiert 10 Jahre lang in Paris und lernt neue Freunde kennen. Zusammen machen sie sich auf den Weg, den Priester Johannes zu finden. Viele Abenteuer sind zu bestehen, und auch später entdecken sie viele faszinierende Dinge, von deren Existens sie bisher nichts ahnten... Interessant zu erfahren, wie die Weltanschauung zur damaligen Zeit war - die Erde als Tabernakel ... Schade, daß das Buch mich als Leser im Unklaren darüber lässt, welche Erzählungen Baudolinos nun tatsächlich der Geschichte entsprechen und welche schlichtweg von ihm erfunden wurden. Baudolino flüchtet in eine Welt der Geschichten, in der er selbst den Fortgang und Ausgang bestimmen kann. Baudolino ist schlau und weiß fast immer einen Ausweg aus allen Gefahrensituationen. Leider führt die Geschichte in ein Fantasiereich, das zu unglaublich für mich ist... Vielleicht wäre ein kürzeres Buch interessanter geblieben, aber so machten wir die langen Abhandlungen über wieder einen neuen Krieg zu schaffen. Schön waren die philosophischen Auseinandersetzungen über Gott, den Glauben und die Darstellungen der Erde im Mittelalter.

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  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Thaila

    07. February 2010 um 19:25

    Byzanz, Ende des 12. Jahrhunderts: Lateinische Pilgerer haben Byzanz erobert. Der Byzantiner Niketas Choniates wird von Baudolio, einem geheimnisvollen Italiener, vor den mordlüstigen Plünderer gerettet. Während sie versteckt darauf warten, dass sich der Sturm der Eroberung legt, erzählt ihm Baudolino seine phantastische Lebensgeschichte. Als Kind von Kaiser Friedrich Barbarossa adoptiert, verbrachte er seine Kindheit am Hof des Kaisers, studierte in Paris, und wurde bis zum Tode Friedrichs einer seiner engsten Vertrauten und Ratgeber. Bereits in Paris erfährt er vom sagenumwobenen Reich des Priesterkönigs Johannes, dass irgendwo im Orient zu finden sein und wo sich nicht nur phantatsische Lebewesen und ungeahnte Reichtümer finden sollen, sondern auch der "Gradal", der Becher, aus dem Jesus das letzte Abendmahl reichte. Nach Friedrichs Tod kann Baudolino sich endlich auf den Weg machen. Die Geschichte ist ein klassischer Schelmenroman. Baudolino gibt von Anfang an zu, dass er sich in der Netz der eigenen Lügen verstrickt hat und ebenso skeptisch wie Niketas Chroniates muss auch der Leser bei der Schilderung seiner Listen und Heldentaten sein. Was als realistischer, solider historischer Roman beginnt, wird nach und nach immer versponnener, je weiter sich Baudolino dem Reich des Prieserkönigs nähert. Auf dem Weg dorthin begegnet er Menschen mit Ohren so groß, dass sie sich darin einwickeln können, einbeinigen Wesen und Einhörnern. Viele Leser zeigen sich von dieser Versponnenheit irritiert, jedoch auch darin bleibt Eco - wie immer - historisch genaut, gleichen Baudolinos Erzählung doch aufs Haar den Vorstellungen, die die spätmittelalterlichen Menschen von ihnen fremden Weltregionen hatten. Wer einen einfach aufgebauten, gradlinigen historischen Roman sucht, ist mit diesem Buch schlecht beraten. Die Handlung von Baudolino ist nicht im eigentlichen Sinne spannend. Wer jedoch Freude an einem hintergründiges Spiel mit den Zeichen hat, dass häufig mit einem Augenzwinkern dargeboten wird, der wird an diesem Roman seine Freude haben.

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  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2009 um 20:12

    Das Buch hat mir sehr gefallen und auch unterhalten, obwohl ich es manchmal über längere Strecken (viele Seiten) oft anstrengend fand. Einige Episoden finde ich einfach gut (B.schreibt den Brief des Johannes oder wie B. den heiligen Gral findet).

  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    landsby

    30. April 2009 um 13:05

    Ein bauernschlauer Lügenheini, der sich durch das mittelalterliche Italien schwindelt. Dies war das erste Eco´sche Buch, das ich beim ersten Anlauf lesen konnte. Spricht in diesem Fall nicht unbedingt für die Sprache bzw. die Übersetzung und den Inhalt. Hat mich nicht gefesselt und zum Schluss dachte ich: Ja, und warum hat er´s jetzt geschrieben?Ich weiß es nicht und finde das Buch nach wie vor schwach.

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  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Feverbrain

    04. February 2009 um 15:43

    Also, am Anfang fand ich das Buch noch sehr gut und das Ende liest sich auch wieder ganz nett - dazwischen kommt aber eine etwas sehr langatmige Durststrecke, auf welcher mich Eco wirklich verloren hat.

  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Aurelius

    09. December 2008 um 15:48

    Eine wunderbar verzaubernde Geschichte. Sterckenweise finde ich es schon fast etwas übertrieben fantastisch. Aber insgesammt sind ist es ein wunderschönes Buch. Man wird aufgesogen in eine Welt die scheinbar wahre Geschichte ist und irgendwie doch wieder nicht.

  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Dunia

    19. June 2008 um 20:11

    Witzig, ironisch, aufgeklärt schreibt Eco ein Märchen um Religion, Mythen, Friedrich II.

  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    katermurr

    27. April 2008 um 17:00

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und an sich auch interessant, aber es hat Längen (find ich - mit meiner Ungeduld) - ich denk, der Eco ist halt zu gescheit...

  • Rezension zu "Baudolino" von Umberto Eco

    Baudolino

    Marry

    11. March 2008 um 19:08

    Es war mir an vielen Stellen doch zu langwierig, aber der Gesamteindruck ist nicht so schlecht. Interessante, historische Geschichte, die relativ nett verpackt wurde.

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