Das Foucaultsche Pendel

von Umberto Eco 
4,0 Sterne bei332 Bewertungen
Das Foucaultsche Pendel
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Positiv (250):
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Das zweite Buch, das ich von Umberto Eco gelesen habe, das zweite Buch, das mir sehr gefiel. Anspruchsvoll und spannend zugleich.

Kritisch (35):
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Trotz eines spannenden Themas leider sehr langatmig umgesetzt. Die Protagonisten wirken konfus und deplatziert. Die relevanten Themen werde...

Alle 332 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Foucaultsche Pendel"

Drei Mailänder Verlagslektoren stoßen auf ein äußerst rätselhaftes Dokument aus dem 14. Jahrhundert. Darin ist von alle 120 Jahre wiederkehrenden Zusammenkünften der »36 Unbekannten«, der Nachfahren der mysteriösen Tempelritter, die Rede. Die drei Spötter stürzen sich in das Labyrinth der Geheimlehren. Spielerisch erdenken sie eine gigantische Verschwörung. Aber dann merken sie, dass jemand ihre Phantasien ernst nimmt. Und der schreckt offenbar auch vor Mord nicht zurück ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423211109
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:841 Seiten
Verlag:dtv
Erscheinungsdatum:18.12.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2006 bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Scribas avatar
    Scribavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Trotz eines spannenden Themas leider sehr langatmig umgesetzt. Die Protagonisten wirken konfus und deplatziert. Die relevanten Themen werde...
    Ritter des Kreuzes


    Trotz eines spannenden Themas leider sehr langatmig umgesetzt.
    Die Protagonisten wirken konfus und deplatziert. Die relevanten Themen werden

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    Historikers avatar
    Historikervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: spannend wie ein krimi
    kompliziert, aber spannend wie ein Krimi

    Umberto Eco zeigt in diesem Buch, wie Verschwörungstheorien funktionieren und welch Eigendynamik sie als selbsterfüllende Prophezeiung erhalten. Er tut das in seinem eigenen, unerreichten Stil und mit einer Eloquenz, wie ich sie Dan Brown wenigstens ansatzweise wünschen würde.

    Casaubon, ein Geschichtsstudent aus Mailandund seine Freunden Belbo und Diotallevi entwerfen, eigentlich nur aus Zeitvertreib, eine gigantische Weltverschwörungstheorie. Nur, um zu erkennen, dass das ganze schneller und nachhaltiger zum Selbstläufer wird,m als ihnen lieb ist. Und was als Spiel begann, wird zur tödlichen Gefahr.
    Bei der Konstruktion der gigantischen Verschwörung werden alle Register gezogen: Hermetiker, Rosenkreuzer, Templer, Freimaurer, Illuminaten, Cagliostro, der Graf von Saint Germain und viele mehr spielen gewichtige Rollen. Alles, was in Mystik und Okkultismus Rang und Namen hat, trägt seinen Teil bei, so auch die Kabbala, nach deren zehnstufigem Lebensbaum die zehn Großkapitel des Buches unterteilt sind.

    Wer das "Foucaultsche Pendel" genießen will, sollte ein gewisses Vorwissen oder zumindest ein Faible für Verschwörungstheorien haben, sonst kann die Übersicht leicht verloren gehen, denn Eco geizt nicht mit Fakten, Theorien, Spekulationen und gut recherchierter Historie. Foucaults Pendel, das dem Buch den Namen gab, fungiert dabei als Zentrum und Anker in dem sonst so turbulenten Buch. Zumindest scheinbar.

    "Das Foucaultsche Pendel"  ist ein wenig schwer zu lesen, aber spannend wie ein Krimi. Eigentlich ist es auch ein Krimi, aber einer, der nicht am Ende einen Bösewicht entlarvt, der verhaftet und bestraft wird. Das Buch regt vielmehr zum Nachdenken, Nachhaken und Hinterfragen an und zeigt, welche Gefahr im Glauben an Verschwörungen liegen kann; aber auch welche Gefahr, nicht daran zu glauben. Ein wunderbar vielschichtiges Buch.

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    luckyups avatar
    luckyupvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Für mich ein schwieriges Buch zum Lesen, auch durch die vielen Fremdwörter. Eine schwierige Geschichte durch welche ich mich kämpfen musste mit einem kleinen Lohn am Schluss.
    Obwohl an Geschichte interessiert konnte ich über Freimaurer und andere Freikirchen nicht viel lernen.

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Ich habe den Film "Der Name der Rose" bestimmt schon 10 mal - ein Meisterwerk. Dann entdeckte ich dieses Buch mit dem Hinweis auf die weiteren Werke des Autors. Als ich mit dem Lesen begann war ich erstmals geschockt - völlig wirre Gedankengänge, Fremdwörter in Hülle und Fülle und ein sehr ungewöhlicher Erzählstil. Ich hab lange mit den ersten 100 seiten "gekämpft" um imns Buch zu finden.Wenn man sodann nicht gleich aufgibt wird man mit einem Buch belohnt das es in sich hat: Umberto Eco führt einen durch die Geschichte der Templer und okkultistischen Gruppen auf sarkastischste Art und Weise, auch spart er nicht mit Lästereien über unsere Kirche und andere Glaubensrichtungen. Er läßt seine Romanfiguren die Geschichte der Welt pervertiert neu schreiben. Die Bessenheit der 3 Lektoren beim Schreiben des großen Plans wird zur Bessenheit des Lesens dieses Buches. Die verblendeten Sucher der Wahrheit nehmen jedes Wort für bare Münze - um dann am Schluß - na, ich will nicht zu viel verraten... Der Schreibstil Ecos ist zwar gewöhnungsbedürftig, jedoch sehr abwechslungsreich und zwingt zum Mitdenken. Es wäre jedoch gut gewesen wenn nicht nur 5% der Fremdwörter und 70% der fremdsprachlichen Ausdrücke im Anhang Erwähnung finden - in anderen Büchern gibt es z.B. Fußnoten, die besser zum Lesefluß beitragen. Auf jeden Fall werde ich mir bald wieder das nächste Werk Ecos vorknöpfen...

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    ciceros avatar
    cicerovor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Gescheiterte literarische Verarbeitung verschwörungstheoretischen Denkens
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    Zentrales Thema des Romans "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco ist die Leichtgläubigkeit von Verschwörungstheoretikern für Geheimgesellschaften und die von diesen gehüteten oder gesuchten oder enthüllten Geheimnisse. Geheimgesellschaften sind hier z.B. Templer, Rosenkreuzer, Jesuiten, Freimaurer. Geheimnisse sind hier z.B. der Gral, der Stein der Weisen, die Kabbala, Magie oder pseudo-wissenschaftliche Theorien wie Pyramidengeheimnisse, Hohlwelt und Erdströme. Diese Thematik wird anhand eines Lektoren-Trios in einem Mailänder Verlag entfaltet: Immer wieder kommen sie mit verrückten Autoren in Kontakt, die ihnen Manuskripte voller Verschwörungstheorien unterbreiten.
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    Das Buch beginnt mit einer furiosen Einleitung, in der der Autor etwas zuviel mit gebildeten Assoziationen brilliert; eine Stilart, die wohl für italienische oder französische Literatur typisch ist. Die ganze erste Hälfte des Buches besteht anschließend darin, in kaum zusammenhängenden Ereignissen die verschiedensten Geheimgesellschaften und Geheimnisse kennen zu lernen, und auch eine Reihe obskurer, typischer Charaktere einzuführen. Dazu entführt der Autor den Leser auch kurz nach Brasilien zu synkretistischen Kulten. Zu lange ist nicht erkennbar, wohin das alles führen soll.
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    Die zweite Hälfte des Buches besteht darin, dass die drei Lektoren alle diese Geheimgesellschaften und Geheimnisse aus Spaß nach der Methode der Leichtgläubigkeit der Verschwörungstheoretiker zu einem großen Ganzen verknüpfen: Ausgehend vom Verbot der Templer im Mittelalter würden seitdem verschiedene Abspaltungen der Templer unter verschiedenen Namen der verloren gegangenen Karte zu dem verloren gegangenen Geheimnis der Templer nachjagen: Über Francis Bacon und dessen wissenschaftlicher Utopie "Neu-Atlantis", Athanasius Kircher, der Synarchie von Agartha, bis hin zu Freimaurern und den "Protokollen der Weisen von Zion". Die ganze bekannte Geschichte wird nach diesem Muster umgedeutet. Als einer der Lektoren diesen "großen Plan" einem Verschwörungstheoretiker erzählt und behauptet, er habe das Rätsel der Karte gelöst, wird aus der Phantasie Wirklichkeit: Die leichtgläubigen Verschwörungstheoretiker nehmen den aus Spaß ersonnenen "großen Plan" ernst, sehen sich selbst als die Erben der angeblichen templerischen Gruppierungen, und versuchen, das vermeintliche Geheimnis der Karte zu erpressen.
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    Das Ende des Buches ist enttäuschend: Das große Finale in Paris ist frustrierend, weil nur destruktiv. Das eigentliche Geheimnis enthüllt der Autor erst einige Kapitel später: Dass es keine Geheimnisse gibt, und dass es Momente des Glücks im Leben gibt, die man erst hinterher als solche erkennt. So wahr es auch ist: Für ein Werk dieses Autors und bei diesem Thema hätte man sich etwas mehr erwartet; auch die Erkenntnis, dass das verschwörungstheoretische Denken unausrottbar ist, ist nicht sehr originell.
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    Zudem gibt es gegen Ende noch ein Kapitel, in dem etwas trocken versucht wird, in aller Kürze eine theoretische Grundlage für die Leichtgläubigkeit von Verschwörungstheoretikern nachzureichen (Kapitel 118, S. 795 ff.): (a) Die Verschwörungstheorie als Ersatz für den Glauben an Gott, als Erklärungsmuster. (b) Zentral ist das analogische, zu schnelle Schließen. (c) Je mehr Verschwörungstheoretiker einen Analogieschluss bekräftigt haben, desto leichter wird er geglaubt. (d) Verschwörungstheoretiker wollen überall Pläne und Zusammenhänge sehen und greifen Anregungen begierig auf. (e) Verschwörungstheoretiker kompensieren eigenes Versagen mit der Idee, dass sie Opfer einer großen Verschwörung wären. (f) Je mehr man etwas bestreitet, desto mehr wird es geglaubt. (g) Ein Geheimnis ist nur so lange interessant, wie es geheim ist, also darf es nie enthüllt werden bzw. der Inhalt zählt in Wahrheit gar nicht. - Entgegengehalten werden zwei Neins: (1) Das Bekenntnis der eigenen Unwissenheit. (2) Die Ablehnung, Verschwörungstheoretiker mit einer Erfindung zufrieden zu stellen.
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    Das Experiment, das der Autor mit diesem Buch versucht, ist interessant, aber letztlich gescheitert: Es ist der Versuch, die Leichtgläubigkeit von Verschwörungstheoretikern literarisch vorzuführen. Das scheitert aus zwei Gründen: (1) Wo das Buch literarisch ist, scheitert es, weil die Wirklichkeit die Satire leider überholt, und weil Argumente gegen Fiktionen auf nicht-fiktionaler Ebene eher überzeugen würden. (2) Wo das Buch sachlich eine theoretische Grundlage geben will, ist es zu trocken für ein literarisches Werk, und zu knapp für ein sachliches Werk. Neben dem erwähnten Theoriekapitel fiel dies auch bei der Besprechung der "Protokolle der Weisen von Zion" auf: Der Autor will hier so intensiv aufklären, dass es nicht mehr literarisch wirkt. Es mangelt auch an sauberen Definitionen und Abgrenzungen: Insbesondere Pseudowissenschaft kann im Zusammenspiel mit wissenschaftlichen Irrtümern zum Verwechseln nahe an echter Wissenschaft liegen und ist ein Problem für sich, das eigentlich nicht in das Schema dieses Buches passt.
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    Fazit: Ein interessanter, sympathischer, literarisch anspruchsvoller Versuch, mit vielen gelungenen Stücken und Ideen und getragen von guten Intentionen, aber ein Versuch, der dem Thema aus fundamentalen Gründen nicht gerecht werden konnte.
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    Das Buch bearbeitet eine ganze Reihe von Nebenthemen:
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    Das Elend des Verlagswesen im Allgemeinen und das Unwesen der Zuschussverlage im Besonderen. Der Verlag der drei Lektoren ist zweigeteilt: Ein Verlag für die seriösen Werke, und ein Zuschussverlag im selben Haus, an den man die Verschwörungstheoretiker weiter vermittelt. Charakterstudien von Menschen, die teuer dafür bezahlen, dass ihr Buch gedruckt wird.
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    Die Zeit und der Geist von 1968. Treffen in Studentenkneipen, theoretische Diskussionen, Demonstrationen und Terrorismus. Dann der Wandel der 68er zu Esoterikern und Bürgerlichen, die ihre Ideale verraten bzw. auf esoterischer Ebene fortführen, wo sich deren Irrationalität umso deutlicher entlarvt.
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    Partisanen und Mitläufer der Faschisten in Italien am Ende des Zweiten Weltkrieges: Der Autor zeigt menschliches Verständnis für Mitläufer, was ein Klischee durchbricht, schweigt aber über die Verbrechen der Partisanen.
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    Atlantis wird zwar etwa dreimal kurz erwähnt, ist für den Autor aber praktisch immer nur eines von vielen Elementen in längeren Aufzählungen verschwörungstheoretischer Ideen. Dass Atlantis ursprünglich von Platon erwähnt wurde und dort einen seriösen Zweck hatte (ob erfunden oder nicht), bleibt im Gegensatz zu anderen Verschwörungstheorien unaufgeklärt. Ein möglicher Ort für das untergegangene Atlantis wird nicht angegeben. Die Seite 581 geht noch am ausführlichsten auf Atlantis ein: Dort ist Atlantis kein Ursprungs- sondern eher ein Durchgangsort der Menschheit, ein Glied in der esoterisch-pseudo-wissenschaftlichen Kette von Pangäa, Mu, Atlantis, Ägypten und den Kelten. Diese Darstellung von Atlantis entspricht dem Ansatz dieses Buches: Esoterische Verschwörungstheorien stehen im Mittelpunkt, das Problem der Pseudowissenschaft und wissenschaftlicher Irrtümer hingegen bleibt weitgehend unbeleuchtet.

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    simonegs avatar
    simonegvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Burkhart Kroeber

    Das Buch spielt in den Jahren von etwa 19070 bis 1984 in einem Mailänder Verlag und in einem Pariser Museum, wo das Foucaultsche Pendel pendelt, mit einem unerheblichen Intermezzo von einigen Jahren in Brasilien. Er spielt in der Zeit von 1943 bis 1945 in einem Städtchen in den piemontesischen Hügeln. Er spielt vom zweiten Jahrhundert nach Christus bis heute in den gewundenen Gängen des esoterischen und hermeneutischen Wissens. Er spielt von 1344 bis zum Jahre 2000 auf den verschlungenen Pfaden des Welteroberungsplans der Tempelritter und Rosenkreuzer. Er spielt von Anfang bis (fast zum) Ende in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 1984, erst im Periskop, dann im Sockel der Freiheitsstatue im Conservatoire des Arts et Métiers zu Paris. Er spielt in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni desselben Jahres in einem alten Landhaus, das Jacopo Belbo, der Protagonist, von seinem Onkel Carlo geerbt hat, während Pim, der andere Protagonist, sich die genannten Zeiten in Erinnerung ruft. Zusammengefaßt: Drei Mailänder Verlagslektoren beschließen, nachdem sie zuviel Umgang mit Autoren "auf eigene Kosten" hatten, die sich an okkulten Wissenschaften, Geheimbünden und kosmischen Komplotten delektieren, aus reiner Spiel- und Spottlust (ohne jedes Verantwortungsgefühl) einen Großen Weltverschwörungsplan zu entwerfen. Doch niemand nimmt sie ernst.

    Mein Freund hat 2x versucht, dieses Buch zu lesen. Sein Fazit: absolut unlesbar. Eine Kollegin sieht das ebenso und stellt fest, dass es nur eine Selbstdarstellung Ecos ist. Trotzdem habe ich den Versuch gewagt und bin an diesem Buch ebenso gescheitert. Es geht einfach nicht.

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    stalkers avatar
    stalkervor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Das Buch will gelesen werden, es drängt sich auf, und es stößt ab, immer wieder, zu starkes Kopfrauchen, zu wenig verstehen, zu viel Beschreibe, und da gebe ich auf, einmal, zweimal und erst beim vierten Mal bin ich drin, in einer Welt, die ich nicht mehr verlassen möchte und am Ende ist Verbitterung, weil alles vorbei, aber auch Stolz, weil endlich geschafft.
    Wer sich für schlau hält und Dan Brown für doof, sollte das Pendel auf jeden Fall versuchen, einmal, zweimal, dreimal...

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    and78386s avatar
    and78386vor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Schwere Kost...
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Was soll man über dieses Buch sagen, was nicht schon hunderte Male gesagt wurde? Es ist im erzählerischen unheimlich spannend, Eco kann hier Bilder im Kopf entstehen lassen, die einen nicht mehr loslassen. Aber dann sind da auch die elend langen Monologe, die gespickt sind mit einem Fachbegriff nach dem nächsten und Schachtelsatz um Schachtelsatz, wo man kurz davor ist, das Buch in die nächste Ecke zu pfeffern (Gerüchten zufolge soll sogar Literatur-Papst Reich-Ranicki nach kurzem Lesen aufgegeben haben, wenn's stimmt, dann sind wir ja in guter Gesellschaft). Warum bekommt das Buch trotzdem 4 Sterne von mir? Weil mir Eco's Erzählstil sehr gut gefallen hat, weil mir die Protagonisten des Buches (Casaubon, Belbo, Diotallevi) nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, weil ich einiges über die Geschichte der Templer und anderer Geheimbünde erfahren habe, und letztlich weil ich ernsthaft darüber nachdenke, das Buch eventuell irgendwann noch einmal zu lesen. Das alles ist mir 4 Sterne wert, jawoll...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    Ein junger Buchrezensent lässt sich in einem Museum einschließen um einen geheimnisvollen Ereignis beizuwohnen das anscheinend mit den Templern und/oder Rosenkreuzern zusammenhängt. Während er auf den Beginn dieses Ereignisses wartet erinnert er sich an die Geschehnisse die ihn zu diesem Punkt gebracht haben.

    Ecos "Das Foucaultsche Pendel" gehört zu den wenigen Büchern die ich nicht zu Ende gelesen habe. Eco verliert sich leider zu sehr im Mystizismus und seinem eigenen Wissen um eben Diesen. Dadurch wirkt das Buch sehr langatmig und man hat das Gefühl das Eco die Haupthandlung selbst aus dem Auge verliert. Dies wäre vielleicht gar nicht so schlimm wenn der Autor dann wenigstens eine gründliche Einführung in die Mystik geben würde, leider scheint er das Wissen um all diese Kulte und Geheimbünde als gegeben voraus zusetzen so das man immer wieder Verlangen hat ein paar Seiten zu überspringen.
    Wer ein spannend zu lesendes Buch sucht das man nicht mehr weglegen kann ist mit diesem Werk wohl an der falschen Adresse. Wer hingegen kein Problem damit hat jedes zweite Wort in einer Enzyklopädie nachzuschlagen mag hier ein gutes Buch für sich gefunden zu haben.

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    F
    frank17vor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco

    eines der wenigen Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe. Grund waren sicher die schrecklich langen Aufzählungen von Geheimbünden über mehrere SEITEN sowie der viel zu langatmige Aufbau der Story. Grausam!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    and78386s avatar
    Im Buch "Das Foucaultsche Pendel" wird der Heimatort von Dr. Belbo immer mit *** angegeben und nie konkret genannt. Das liest sich sehr merkwürdig und umso merkwüdiger, wenn dieser Ort in einem größeren Abschnitt mehrere Male mit *** erwähnt wird. Weiß jemand, warum Eco Belbo's Ortsnamen nie konkret angibt und warum er statt dessen als Umschreibung dieses komische Stilmittel (***) verwendet?
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