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Apfelgruen

vor 6 Monaten

Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den April haben wir uns als modernen Klassiker "Der Name der Rose" von Umberto Eco vorgenommen.

Wikipedia meint dazu:

Der Name der Rose ist der erste Roman des italienischen Schriftstellers Umberto Eco. Eco gelang damit ein Welterfolg. Das Buch erschien 1980 im italienischen Original als Il nome della rosa und 1982 in der deutschen Übersetzung von Burkhart Kroeber.

Das mehrschichtige Werk, Epochenporträt, philosophisches Essay und der äußeren Form nach ein breit angelegter historischer Kriminalroman, der anno 1327 in einer italienischen Benediktinerabtei spielt, entwirft in der Substanz ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten. Es ist zudem mit zahlreichen Anspielungen auf die Gegenwart, besonders auf das Italien der 1970er Jahre, durchsetzt. Mit seiner Nachschrift zum Namen der Rose versuchte Eco, auch den in Mediävistik, Semiotik oder postmoderner Kultur weniger bewanderten Lesern einen Zugang zu den tieferen Schichten des Buches zu eröffnen.

Die Leserunde startet am 1. April.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzulesen.

Viel Spaß!


Autor: Umberto Eco
Buch: Der Name der Rose

Talitha

vor 6 Monaten

Ich lese mit/Meine Ausgabe

Ich lese mit, habe mir das Buch aus der Bücherei ausgeliehen.

LaLecture

vor 6 Monaten

Ich lese mit/Meine Ausgabe

Ich wär auch mal wieder dabei, wenn ich es zeitlich einrichten kann.
Meine Ausgabe hab ich grad nicht zur Hand, aber sie ist alt ^^. Hab ich mal aus nem Secondhandladen mitgebracht bekommen.

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Miamou

vor 5 Monaten

Fazit/Rezension

Ich habe mich an einer Rezi versucht...fast schwer, weil das Buch soviel beinhaltet! Auch wenn es manchesmal anstrengend zu lesen war, konnte es mich doch sehr begeistern und ich freue mich, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe :-)

https://www.lovelybooks.de/autor/Umberto-Eco/Der-Name-der-Rose-41957981-w/rezension/1451436085/1451434924/

Ginger_owlet

vor 5 Monaten

Fünfter Tag
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Die Diskussion der angeblich so gelehrten Herren war ja mal der reinste Kindergarten. Es sind aber auch völlig gegensätzliche Sichten aufeinander geprallt. Die einen wollen in Armut leben und die anderen denken gar nicht daran, ihren Reichtum aufzugeben. Mir persönlich leuchten die Argumente der Minoriten mehr ein. Warum sollte man im diesseitigen Leben Reichtümer anhäufen, wenn der wahre, nicht materielle Reichtum ja angeblich im Jenseits wartet? Und wenn einer reich ist, sollte er meiner Meinung nach den Armen davon abgeben, denn so würde es die Nächstenliebe ja wohl gebieten.

Spannend wird es natürlich wieder, als Severin William offensichtlich das gesuchte Buch zeigen will und kurz darauf erschlagen im Chaos seines Hospitals gefunden wird. Dann hat William schon seine Hände an dem Buch gehabt und es wird ihm doch knapp vor der Nase weggeschnappt. Benno hat es an sich genommen und Malachias gegeben, nachdem dieser ihn listigerweise zu seinem Gehilfen ernannt hat. Bleibt nur, das Buch in der Bibliothek erneut zu suchen.

Als Remigius der Prozess gemacht wurde und ihm von Bernard Gui jedes Wort im Mund umgedreht wurde, war ich wirklich wütend. Ich glaube nämlich, dass solche Szenen sich damals und auch heute noch oft abgespielt haben und immernoch abspielen. Und wenn ich etwas verabscheue, dann ist es, wenn jemand ungerecht behandelt wird.

Die Predigt von Jorge am Ende des Tages fand ich auch sehr beeindruckend in seiner Engstirnigkeit. Was für eine seltsame Ansicht, dass alles Wissen schon gegeben ist und es nichts Neues mehr zu entdecken gibt. Damit zeigt er eine Haltung, die der von William ja komplett entgegengesetzt ist.

Mit den Gästen der Abtei verschwinden auch Remigius, Salvatore und das Mädchen und es bleibt ungewiss, was aus ihnen allen geworden ist. Schade!

Ginger_owlet

vor 5 Monaten

Sechster + Siebter Tag + Epilog
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@Miamou

Da gebe ich dir Recht. Was für ein Spektakel am Ende!

Malachias stirbt in der Kirche mit schwarzer Zunge, einen Nachfolger für ihn gibt es zunächst nicht. Neuer Cellerar wird Nicolas, der Werkstattmeister.

Die Beschreibung von Adsons Traum war ziemlich ausschweifend, aber stellenweise doch auch wirklich komisch. Gut, dass dieser Traum und später ihr Gespräch beim Pferdestall William und Adson auf die richtige Fährte führt.

Jorge hatte ich zwar schon im Verdacht als den mysteriösen Bibliothekar vor Malachias und Robert Bobbio, der Alinardus diesen Posten vor der Nase wegschnappte, weil er altersmäßig als einziger passte. Aber wie gewieft er vorgegangen ist und welche Motive ihn getrieben haben, hat mich nochmal überrascht, auch wenn ich seine Argumente zum Lachen nicht ganz verstanden habe. ^^

Leider ließ sich die Katastrophe dann nicht mehr abwenden, was mir wirklich leid getan hat.

Aber nicht nur ich bleibe melancholisch zurück, sondern auch William, der eine Ordnung gesucht hat, wo es am Ende keine gab, und Adson, dem am Ende nichts bleibt als eine Rose ohne Namen - eine Anspielung auf das Mädchen?

Ginger_owlet

vor 5 Monaten

Fazit/Rezension

Hier nun auch meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Umberto-Eco/Der-Name-der-Rose-41957981-w/rezension/1451769818/

Vielen Dank, dass ich an dieser LR teilnehmen durfte! Es hat mir wirklich Spaß gemacht!

LaLecture

vor 5 Monaten

Dritter Tag
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ANATAL schreibt:
Auch interessant fand ich die Bemerkung warum sie die Juden verfolgten. Die eigentlichen Feinde sind zu stark und man sucht sich halt dann etwas schwächere Feinde. So hab ich das noch gar nicht gesehen.

Die Logik fand ich irgendwie auch perfide. Der Gedankengang ist nachvollziehbar, aber irgendwie ist das auch eklig. Ich fand es auch spannend, wie "alt" Antisemitismus quasi schon ist und wie oft es in der Geschichte schon vorkam.

LaLecture

vor 5 Monaten

Dritter Tag
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@Miamou

William wird mir aufgrund seiner modernen Ansichten ohnehin immer sympathischer.
Ich finde es wirklich krass und unheimlich wie Frauen damals in der Kirche gesehen wurden. Als könnten Männer ohne den Einfluss von Frauen nichts Böses tun und sich nicht NICHT von ihnen beeinflussen lassen.

LaLecture

vor 5 Monaten

Dritter Tag
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Ich muss gestehen, wie die beiden das Rätsel der Bibliothek von außen gelöst haben, war mir persönlich etwas zu hoch. Ich hab's nicht so mit räumlichem Vorstellungsvermögen.

Das Kapitel über Fra Dolcino fand ich extrem anstrengend, so wie generell alle Gespräche über "Ketzer" und die verschiedenen religiösen Lehren.

Die Szene mit dem Mädchen fand ich mehr als seltsam. Sollte sie sich tatsächlich für Essen prostituieren, warum sollte sie dann einfach mit einem völlig Fremden schlafen, der ihr zufällig über den Weg läuft, statt mit ihrem Essen abzuhauen? Auch Adson hat in der Szene auf mich ziemlich benebelt gewirkt.

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