Umberto Eco Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

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Inhaltsangabe zu „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“ von Umberto Eco

Die Geschichte eines Mannes, der sein Gedächtnis verliert und nun seine Erinnerungen wiederfinden will. - »Ecos schönster Roman bisher. Eben einer für Büchernarren.« FocusEin Roman, wie es noch keinen gab. Umberto Eco erzählt die Geschichte eines Mannes, der sein Gedächtnis verlor und nun seine verlorenen Erinnerungen wiederfinden will in all den Bildern, die sein und unser Leben begleiten. Eine Spurensuche im Alltag des zwanzigsten Jahrhunderts: nostalgisch, witzig und immer überraschend und pointiert. Und hinter allem, was dies Jahrhundert ausmachte an Schrecklichem und Komischem, versucht der Mann das privateste wiederzufinden, seine angeschwärmte, das ganze Leben lang vergeblich gesuchte Jugendliebe. Umberto Eco ist etwas Wunderbares gelungen: Aus seiner eigenen Erinnerung hat er die Erinnerungen einer ganzen Generation beschrieben.

aber nur bis Seite 150 oder so... gar nicht mein Fall!

— filledusoleil78
filledusoleil78

Eine facetten- wie voltenreiche Erinnerungsreise in die kultuelle Sozialisation Umberto Ecos, oder schlicht gesagt: Eine Schachtel Pralinen!

— brudervomweber
brudervomweber

Ist nicht gerade einfach zu lesen, die Idee und ihre Umsetzung sind aber etwas Besonderes.

— Quoc1981
Quoc1981

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    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    brudervomweber

    brudervomweber

    18. November 2013 um 20:27

    Mit DIE GEHEIMNISVOLLE FLAMME DER KÖNIGIN LOANA schlägt Umberto Eco Töne an, die nicht jeden Eco-Enthusiasten begeistern dürften. Der Roman bleibt vieles von dem schuldig, was man inzwischen erwartet, wenn man ein belletristisches Buch des Italieners zur Hand nimmt. Hier gibt es keine abenteuerlichen Verstrickung in oder mit der Vergangenheit, keine sinistren Klöster, keine Schiffe am Ende der Welt, keine Weltverschwörungen. Genaugenommen gibt es nicht einmal eine wirkliche Handlung. Ecos Roman ist eine zum Teil biographische Assoziationskette, in der der Protagonist sein nach einem Schlaganfall verlorenes Gedächtnis - seine Identität - wiederzugewinnen versucht. Er faßt allmählich wieder Fuß im Alltag, ohne aber seine Erinnerungen zurückerobern zu können. Er lernt den Menschen, der er selbst gewesen ist, nur aus der Außensicht seiner Mitmenschen kennen. Als ihm das nicht genügt, reist er aufs Land, in das Haus, in dem er seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Dort stöbert auf dem Dachboden herum, um die Artefakte seiner Sozialisation in den Zeiten des Zweiten Weltkriegs zu sichten und sein Selbst wiederzuentdecken. Das Manko der „Geheimnisvollen Flamme" bringt der übrigens wie gewohnt exquisite Übersetzer Burkard Kroeber in seinem kurzen Nachwort auf den Punkt: „In diesem Buch geht es an vielen Stellen um spezifisch italienische Befindlichkeiten, [...] wie sie charakteristisch für Italiener der Generation des Erzählers sind." Wer dieser Generation nicht angehört, wer nicht wenigstens grundlegend orientiert ist über den deutschen Nationalsozialismus, um die Parallelen im Italien des Duce zu erahnen, der dürfte mit diesem Buch wenig anfangen können. Neben der Reflektion der (bei dem vom Mittelalter Besessenen Eco muß man ja fast sagen: jüngeren) Geschichte und ihrer Spiegelung in propagandistischen und populären Medien der damaligen Zeit demonstriert Eco hier eindrucksvoll seine Sympathie für populäre Kultur und zeigt, wie diese auch die Wahrnehmung der Welt und des Lebens strukturieren und eine in ihr enthaltene euphemistische Propaganda entzaubern kann. In dieser Hinsicht ist die „Geheimnisvolle Flamme" auch stellenweise ein Kommentar auf eine Reihe von wissenschaftlichen Schriften Ecos zu diesem Thema (man nehme da etwa die Publikation APOKALYPTIKER UND INTEGRIERTE, in welcher Eco gegen ein Schwarz-Weiß-Schema von Hochkultur und Populärkultur anschreibt, in dem mal das eine, mal das andere von den verschiedenen Parteien verdammt oder hochgejubelt wird). In der Rekapitulation der Mediengeschichte seines Protagonisten wird deutlich, wie beide Lager, Shakespeare und Beethoven auf der einen, Flash Gordon und Sandokan auf der anderen, ineinander greifen und das Individuum emanzipieren. Ecos illustrierter Roman ist ein Experiment. Er ist kein typischer Eco, wenn man darunter die düstere oder farbenfrohe Inszenierung mittelalterlicher oder rennaissancistischer Befindlichkeiten und Weltanschauungen versteht. Ich selbst bin mir immer noch nicht im Klaren, ob ich ihn nur gut oder vielleicht doch großartig finden soll. Vermutlich kann man ebenso plausible Gründe vorbringen, den Roman nur mittelmäßig oder sogar gänzlich mißlungen zu finden. Auch das Lesen der „Geheimnisvollen Flamme" kann man darum wohl als Experiment bezeichnen.

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  • Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    Quoc1981

    Quoc1981

    15. August 2013 um 13:42

    Das Buch ist anders als sämtliche Bücher des Autors. Einerseits ist die Handlung statisch (Die Hauptperson hat sein Haus im Laufe des Romans kaum verlassen), andererseits sehr dynamisch – man ist in der Gegenwart und in der Zukunft gleichzeitig. Mir hat die ungewöhnliche Atmosphäre des Buches gefallen, man sieht Italien der 30er, 40er Jahre mit den Augen eines Kindes. Man kann das Buch in zwei Teile unterteilen – im ersten Teil erkennt man noch die äußere Handlung – Versuche der Hauptperson  die Band zu den Menschen und zur der Welt neu aufzubauen. Im zweiten Teil herrscht nur   innere Welt – die Erinnerungen und Gefühle. Die Zeitreise und Beschreibung der Vorkommnisse  werden wichtiger als äußere Realität. Man wundert sich, aus welchen Kleinigkeiten und Fetzen das menschliche Gedächtnis besteht. Gedichte, Kärtchen mit Zitaten, Kinderspielzeug, Blätter aus Schulheften, Etikketensammlung, verstaubte „Schätze“ vom Dachboden. Das alles sind Wege der Erinnerung. Faschistisches Italien als Teil der Kindheit, Schulaufsatz voll Jugendillusionen. Alles kompliziert, verwoben und aus Zitaten bestehend, diese Zitaten sind aber ganz besonders – real und lebendig.

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  • Rezension zu "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" von Burkhart Kroeber

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2010 um 12:39

    Umberto Eco ist nicht gerade dafür bekannt, leichte Lesekost zu schreiben. Mit viel Latein (das man aber getrost überlesen kann) - und manchmal nicht nachvollziehbaren Gedankengängen - schafft er aber doch für den Leser eine Welt, die sehr fasznierend ist. Gerade hier hat er sich etwas besonderes einfallen lassen. Bodoni hat einen Schlaganfall. Fortan fehlt im ein großer Teil seiner Erinnerungen. Anhand verschiedener Gegenstände und Bilder - die auch im Buch abgebildet sind - versucht er nun, seine Erinnerungen wieder zu erlangen. Ein sehr gefühlvolles Buch, bei dem mir hin und wieder doch die Tränen in den Augen standen.

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  • Rezension zu "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" von Burkhart Kroeber

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    lesemotte

    lesemotte

    16. November 2009 um 19:35

    liebevoll gestaltetes Buch mit vielen Bildern, Erinnerungen an alte Bücher und Comics

  • Rezension zu "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" von Umberto Eco

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    Sille22

    Sille22

    05. December 2008 um 17:07

    Es macht Spaß es zu lesen, denn es werden sehr viele Bücher erwahnt, die man selbst schonmal gelesen hat.

    Er verliehrt seine Erinnerungen, kann sich nur noch an gelesene Bücher oder erlernte Gedichte erinnern.

  • Rezension zu "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" von Burkhart Kroeber

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    Geisterhoernchen

    Geisterhoernchen

    14. October 2008 um 17:15

    Wunderbares Buch!

  • Rezension zu "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" von Umberto Eco

    Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana
    Bumblebee

    Bumblebee

    05. September 2008 um 16:20

    Vorweg: Was mich echt geärgert hat, waren die sehr zahlreichen Schreib-/Tipp-/Grammatik-Fehler in meiner Ausgabe. Ansonsten: wie alles von Eco, was ich bisher gelesen habe, eine Wucht. Ein Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, erinnert sich nach und nach durch Erinnerungsstücke, die er in seinem Haus findet und die nicht nur seine Geschichte, sondern auch die des 20. Jahrhunderts erzählen. Wer nach viel Handlung sucht, ist hier fehl am Platz - aber erzählerisch vom allerfeinsten!

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