Umberto Eco Nullnummer

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Inhaltsangabe zu „Nullnummer“ von Umberto Eco

Korruption, Intrigen, Verschwörungstheorien: Umberto Eco porträtiert die "gute Gesellschaft" von heute in einem rasanten Kriminnalroman – einfach brillant! Mailand, 6. Juni 1992, nachts. Bei dem Journalisten Colonna ist eingebrochen worden. Die Diskette mit brisanten Informationen hat man nicht gefunden, Colonna sieht jetzt sein eigenes Leben bedroht. Auch er spielt ein Doppelspiel: Er soll eine Zeitung lancieren, die mit schmutzigen Gerüchten über die gute Gesellschaft arbeitet. Zugleich schreibt er als Ghostwriter ein Enthüllungsbuch über den programmierten Skandal. Umberto Eco entwickelt eine rasante Kriminalgeschichte zwischen Wirtschaft, Politik und Presse. Und einen ironischen, provozierenden Roman über das 21. Jahrhundert: Je absurder die Nachrichten, desto deutlicher erkennt man die Gesellschaft von heute.

Von Ecos großer Fabulierkunst getragene, letztlich nur für intime Kenner italienischer Vergangenheitskultur auszuleuchtende 'Nullnummer'.

— Beust

Ein Buch mit einer originellen Grundidee, deren Umsetzung jedoch bei aller künstlerischer Freiheit ziemlich unglaubwürdig daher kommt.

— Klaus_Jaeger

Als wenn wir es nicht alle längst wissen: Mächtige wollen nur eins - noch mehr Macht! Manipulation ist Alltag. BILD dir deine Meinung...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Bemühte Komik. Tolle Sprache! Geistreich und doch langweilig, das muss man erst mal hinbekommen :-(

— wandablue

Nicht zu dich, nicht zu dünn. Einfach großartig. Aber des Inhaltes wegen.

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  • Italienische Verhältnisse

    Nullnummer

    UteSeiberth

    02. August 2016 um 17:21

    Ich bin leider mit diesem Eco nicht recht klargekommen und habe ihn abgebrochen! Vielleicht versuche ich es später noch einmal,wenn er als Taschenbuch erschienen ist.

  • Nullnummer ohne Nachhall

    Nullnummer

    Klaus_Jaeger

    06. March 2016 um 17:48

    Meine erste »Begegnung« mit Umberto Eco rührt aus dem Herbst 1988. »Der Name der Rose« war auch in der DDR in aller Munde. Nota bene: Die entsprechende Eintragung in der Online-Enzyklopädie Wikipedia, dass der Verlag Volk und Welt die von Burkhart Kroeber für Hanser übersetzte Ausgabe 1989 nachdruckte, ist falsch. Die von mir im September 1988 gekaufte Ausgabe war bereits die dritte Vok-und-Welt-Ausgabe. Aber egal. Kurz: Ich war begeistert, und verfolgte die Ermittlungen des Paters William von Baskerville geradezu fieberhaft. Im Wendejahr 1990, inzwischen wusste ich ein wenig mehr von Eco, kaufte ich mir »Das Foucaultsche Pendel« – diesmal gleich in der Erstausgabe. Doch was für eine Enttäuschung: Statt mittelalterlicher Verbrecherjagd eine verwirrende Verknüpfung von Verschwörungstheorien, die mir einfach zu viel Gelehrsamkeit enthielt, wo ich nach Unterhaltung verlangte. Ich wandte mich von Eco ab, und wurde erst wieder auf ihn aufmerksam, als die »Nullnummer« erschien. Mehrere gute Besprechungen weckten meine Neugier, seit Weihnachten steht er im Bücherregal. Und als ich am 19. Februar überraschend ins Krankenhaus einziehen musste, erbat ich mir die »Nullnummer« als Lektüre. Dass in derselben Nacht Umberto Eco starb, muss kein Zeichen gewesen sein. Im Zentrum von »Nullnummer« steht eine Zeitung, die gegründet wurde, um nie zu erscheinen. Viel mehr will ihr Herausgeber mit einer Reihe von Nullnummern, also von Probeexemplaren, den Mächtigen die Macht der Medien vor Augen führen, um gegen das Versprechen des Einstellens der Zeitung Zugang zu ihren inneren Zirkeln zu erhalten. Ein ziemlich unrealistischer, aber fantastischer Plot. Im Zentrum des zusammengewürfelten Redaktionshaufens steht der Journalist Colonna als Erzähler der Geschichte, sowie sein Kollege Braggadocio, der eine abenteuerliche Theorie um das Ableben, in diesem Falle eher das Nichtableben von Benito Mussolini entwickelt. Und während die Schilderung selbst des fiktiven Redaktionsalltags ziemlich an den Haaren herbeigezogen wird – so wie geschildert funktionieren Zeitungen nicht, weder in Deutschland noch in Italien –, so fesselt doch die Frage, ob tatsächlich ein Double von Mussolini getötet wurde und der »Duce« munter in Argentinien oder im Vatikan lebt. Doch aufgeklärt wird das Ganze nicht mehr – Braggadocio wird ermordet. Auch bei Colonna wird eingebrochen und er wähnt sich in Lebensgefahr ... Das Buch ist nicht dick und man ist mit der Lektüre schnell durch. Indes: Sie wird nicht lange nachhallen. Neues ist von Eco natürlicherweise nicht mehr zu erwarten. So kann er sich für die nur durchschnittliche »Nullnummer« nicht mehr revanchieren. Vielleicht sollte ich mir schon allein der Verschwörungstheorien wegen »Das Focaultsche Pendel« doch noch einmal vorknöpfen. Und dann »Der Friedhof in Prag«. Und dann?

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  • Korruption und Manipulation

    Nullnummer

    guybrush

    27. February 2016 um 22:40

    „Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern.“ Und deshalb wird in Nullnummer die Zeitung von morgen entworfen. Eine Zeitung die spekuliert, manipuliert und Meinung macht. Ein doppeltes Spiel soll es sein, denn die Veröffentlichung ist nicht geplant. „Es wird wie eine Bombe einschlagen und mir ein Vermögen bringen. Oder aber jemand will nicht, dass ich es veröffentliche, und zahlt mir ein hübsches Sümmchen, steuerfrei.“ Das liest sich locker runter und ist recht amüsant. Es geht aber in Wahrheit nicht um die „Lügenpresse“ sondern um die Korruption in Italien, die sich unter anderem auch der Presse bedient. Kein Zufall, dass einem bei den mysteriösen Commendatore Vimercate, der im Hintergrund die Strippen zieht, sofort der Name Silvio Berlusconi in den Sinn kommt. Dazu gesellt sich die abstruse Verschwörungstheorie, Mussolini sei nicht liquidiert worden, sondern sei entkommen und lebe fröhlich in Argentinien. Weit wird der Bogen gespannt. CIA, Alt- und Neo-Faschisten, Mafia, diverse Geheimbünde und nicht zu vergessen der Vatikan. Ich muss gestehen, dass mir das stellenweise zu langatmig war, was bei einem so kurzen Büchlein von 240 Seiten doch eher unschön ist. Vielleicht geht mir aber einfach der Sinn und Verstand für italienische Politik ab. Eine pointierte Satire, der aber in meinen Augen der richtige Biss gefehlt hat.

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  • Ein leeres Versprechen!

    Nullnummer

    wandablue

    Ein leeres Versprechen. Im Klappentext wird eine rasante Kriminalgeschichte versprochen! Man wird sich schwer tun, überhaupt eine Kriminalgeschichte zu entdecken, obwohl ein Mord geschieht. Vielleicht paßt der Klappentext aber zu Umberto Ecos „Nullnummer“, in der der Autor nämlich mit leeren Versprechungen hantiert. Die Grundidee der Nullnummer ist faszinierend. Der Übersetzer Colonna soll für Simei, der wiederum für den Commandatore Vimercate arbeitet, eine Zeitung nie gewesener Art herausbringen, deren Erscheinen jedoch de facto nie geplant ist und gleichzeitig ein Enthüllungsbuch darüber schreiben, wie diese Zeitung entstanden sei. Wozu das Ganze? Um Vimercate den Eingang in die Finanzwelt zu erpressen. Die innovative Idee dabei ist, dass die Zeitung „Domani“ Ereignisse beschreiben soll, die erst noch stattfinden werden. Unmöglich? Aber nein. Man macht die Zeitung rückwirkend, denn sie dient lediglich als Muster. „So hätte Domani ausgesehen, wenn es gestern erschienen wäre.“ Ein Musterexemplar, eine Nullnummer, d.i. ein Fachbegriff aus der Medienwelt. Das Buch, das Colonna gleichzeitig schreiben soll, hat den schönen Titel „Domani: hieri“ und protokolliert die Redaktionssitzungen, die allein deshalb stattfinden, damit er dieses Buch schreiben kann, ja, man kreiert Schein um des Scheins willen. Während die Handlung dahintröpfelt und die Protagonisten eine Nullnummer nach der anderen spielen, äh, nicht wichtig sind, wird allerhand Manipulatives auf den Tisch gebracht, wie man eine Nichtnachricht zu einer Nachricht aufpoliert, wie man die Meinung der Leute allein durch ihre Auswahl und Aneinanderreihung beeinflusst, etc. pp. Und heraus kommt, dass das gesamte Nachrichtenwesen seine Ethik verloren hat. Ei ja, aber das weiß man alles längst. Spannung? Nix da. Komik? Bemüht. Ironie? Schon, aber man muss sich arg anstrengen, sie zu würdigen. Einige geistreiche Aphorismen sind zwischen die magere Handlung gezwängt. Die Skandale, auf die Eco sich bezieht, muss man, wenn man kein italienischer Staatsbürger ist, häufig googlen. Ich kann mir vorstellen, dass die Italiener deshalb mehr Vergnügen an dem Buch haben werden, für mich jedoch war die „Nullnummer“ eine Nullnummer und von daher nur ... Fazit: Ein Leeres Versprechen. Kategorie: Unterhaltung Verlag, Hanser, 2015

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  • Kann eine Nullnummer was Gutes sein?

    Nullnummer

    karatekadd

    17. November 2015 um 19:53

    Eco, Umberto: Nullnummer Es ist schon ein seltsames Ding mit diesem Buch. Damit meint der gerade schreibende Blogger den Zeitpunkt, zu dem es einerseits erschien und zu dem er es andererseits erwarb. Warum? Dazu muss er etwas ausholen. Vor einigen Wochen erzählte ihm jemand etwas vom möglichen "heißen" Abriss der Zwillingstürme des WTC. Unter diesen wie auch unter WTC 7 hätte man zu Baubeginn jeweils eine "Mini-Nuke", also einen kleinen Nuklearsprengsatz installiert, damit man die Gebäude im Falle eines Falles "einfach" abreißen könne. Kann man sich hier anhören und ansehen. Muss man aber nicht. Im September veröffentlichte ein gewisser Ken Jebsen, der einen Internet-TV-Sender namens KenTV betreibt, ein Interview mit Michael Fiedler, der gemeinsam mit Frank Michael Speer den Film Die dunkle Seite der Wikipedia gedreht hat. Kann man ebenfalls dann hier ansehen, wenn man unbedingt will. Was hat das nun alles mit Umberto Eco zu tun? Geduld... In dem Film über die Wikipedia geht es um Artikelmanipulation, konkret am Beispiel eins schweizerischen Historikers namens Daniele Ganser, den man in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stecken will. Keine Ahnung ober der nun einer ist, angeblich hat er nur geäußert, dass man verschiedene Theorien zum Fall  9/11 untersuchen sollte, ohne sich allerdings einer direkt zuzuwenden. Noch ein wenig Geduld bitte... Jener Ganser promovierte einst über Geheimarmeen, innerhalb der westlichen NATO-Länder, so genannte Stay Behind - Organisationen, und dabei speziell zu Gladio, das ist die italienische Variante, deren Existenz selbst der ehemalige Ministerpräsident Andreotti zugegeben hat. Jetzt kommen wir der Sache etwas näher und der Blogger kommt zu Benito Mussolini, bzw. zu einem Journalisten mit Namen Braggadocio, oder besser zu Umberto Eco und seiner Nullnummer zurück. Bis jetzt liest sich das Ganze wie eine Nullnummer, und das ist sie ja auch. Die Geschichte, aber nicht gleichermaßen das Buch. * * *  Damit haben wir schon fast alles zusammen, was Ecos 231 Seiten "dicken" Roman ausmacht. Der wird beschrieben mit: "Korruption, Intrigen, Verschwörungstheorien - Umberto Eco porträtiert die gute Gesellschaft unserer Gegenwart in einer rasanten Kriminalgeschichte zwischen Wirtschaft, Politik und Presse - ironisch, komisch, provozierend." (Buchrücken - Hanser Verlag)  Man will eine Zeitung produzieren. Für einen gewissen Commendatore Vimercate. Das macht ein als Chefredakteur eingesetzter Signore Simei und der heuert einen Typen mit enzyklopädischem Wissen an, einen etwas über 50jährigen Single namens Colonna. Der ist ein ziemlicher Verlierer und Versager, der nur deswegen soviel weiß, weil er mangels Frauen und Familie mehr gelesen hat als andere. So ähnlich jedenfalls beschreibt Eco die Situation seines Haupthelden. (Oops) Und bei dem ist nun eingebrochen wurden aber weg ist nichts. Allerdings: "Die Angst zu sterben belebt die Erinnerung." (Seite 21) Colonna erinnert sich also: Einige Zeit vor dem Einbruch tritt ein Kollegium zusammen aus ziemlich verschrobenen Typen, dazu gehört auch eine Frau namens Maria. Die hat übrigens Rehaugen.   "Rehaugen? Unsinn, es kam bloß daher, dass wir neben einander gingen und sie mich von unten ansah, weil ich größer bin als sie . Das war alles. Jede Frau, die dich von unten her ansieht, wirkt wie Bambi." (Seite 91) Na das sind ja Erkenntnisse... Es wäre natürlich sehr seltsam, wenn dies die alleinigen Erkenntnisse eines Umberto Eco wären. In den teilweise wirklich komisch anmutenden Episoden sind die eigentlichen Informationen versteckt, denn die Zeitung DOMANI, was MORGEN bedeutet ist auf Lug und Trug aufgebaut, die NULLNUMMER "weiß" natürlich schon was passiert und das soll auch publiziert werden. Im Kapitel V rückt Eco mit einem "Grundprinzip des demokratischen Journalismus" raus: die Trennung von Tatsachen und Meinungen.  "Wenn sie zum Beispiel von einer Feuersbrunst oder einem Autounfall berichten, können sie natürlich nicht einfach schreiben, was sie selber davon halten", doziert Colonna. "Also fügen sie in den Artikel, in Anführungszeichen, Aussagen und Erklärungen von Augenzeugen ein, von zufälligen Passanten, von Vertretern der öffentlichen Meinung. Dadurch, dass sie in Anführungszeichen stehen, erhalten diese aussagen und Behauptungen den Charakter von Tatsachen, soll heißen, es ist eine Tatsache, dass der Betreffende seine Meinung geäußert hat. Nun könnte man freilich annehmen, dass der Journalist nur diejenigen zu Wort kommen lässt, die den Vorfall so sehen wie er. Deshalb werden immer zwei verschieden Erklärungen zitiert, die einander widersprechen, damit man sieht, dass es über den Vorfall verschiedene Meinungen gibt, was eben eine Tatsache ist - und diese unwiderlegliche Tatsache wird von der Zeitung berichtet. Der Trick dabei ist, dass zuerst eine banale Meinung in Anführungszeichen gesetzt wird, und dann eine andere, besser begründete, die der des Journalisten sehr ähnlich ist." (Seite 59 / 60) Welche Meinung bleibt nun haften? Der Leser denke darüber nach und verzeihe dem Blogger dieses lange Zitat in einer wieder einmal zu lang geratenen Rezension, die aber immer noch nicht ganz am Ende angelangt ist.  Eco haut uns viele Dinge um die Ohren, zum Beispiel auch ein interessantes Beispiel über Dementis. Es befindet sich auf den Seiten 64 ff, aber das muss der Leser unseres Blogs dann schon selber nachschlagen. Eine Zeitung wäre keine Zeitung ohne Horoskope und ähnlichen Zinnober. Oder Todesnachrichten. Und das Klientel ist sehr wichtig, der Ort, die Region wo das Wurstblatt von MORGEN erscheinen soll. Und vieles mehr. Und dann der Braggadocio. Der forscht über den Verbleib der Leiche Mussolinis und kommt nach seitenlangen (fast schon zu langen) Monologen unter Beachtung von Tatsachen und Gerüchten, über "Gladio" und "Stay Behind" zu einem messer-scharfem Schluss, der dem eines gewissen Hermann Willié, mit Apostroph auf dem é, irgendwie ähnelt. Und dann ist gar nichts weg, nach dem Einbruch bei Colonna, der über die Machenschaften beim Zeitungmachen ein Buch machen will. So hat er das mit dem Signore Simei besprochen... * * * Man muss, sofern man vom Zeitung machen Ahnung hat, keinen Artikel oder Sachbuch darüberschreiben, man kann das sehr gut in einem Roman verpacken. Dass Umberto Eco solches vermag, war schon vorher klar, kommt einem aber erst durch das Lesen eines solchen Romans in den Sinn. Es gibt sicherlich plumpe Zeitungen und raffinierte Zeitungen. Jedem fallen bestimmt gleich welche ein, die allermeisten wollen deine Meinung BILDen. Andere wollen bloß abBILDen.  Die wahrhaftigsten Nachrichten sind vermutlich Sportnachrichten. Da wird ja vielleicht der Wettkampf manipuliert, oder die Sportler haben gedopt, aber 1:1 ist 1:1 und 0:0 ist 0:0, was ein Fußballspiel zu einer Nullnummer werden lassen kann. Eco spielt damit gekonnt, diverser Verschwörungsgeschichten hätte es vielleicht nicht bedurft, im Land der sizilianischen Mafia und der Cosa Nostra, Corleone war aber schon besetzt. Okay, Eco muss sicherlich nicht abkupfern, weder Nachrichten noch Romanstoffe. Eco hat ein kurzweiliges Buch geschrieben. Dies gilt fast uneingeschränkt, denn die langen Verschwörungsmonologe gingen mir zeitweise auf den Senkel, führten mich allerdings auch nicht in die richtige Richtung. Wer Umberto Ecos Bücher mag, ist hier richtig, das Ganze kann man auch sehr gut verstehen und am Ende durchschauen, was bei Eco ja manchmal schwerfällt. Solche Bücher sind dann allerdings mindestens doppelt so dick. * * * Was ist denn nun eine NULLNUMMER? "Unter einer Nullnummer oder Dummy [ˈdʌmɪ] (engl. für Attrappe) versteht man die Ausgabe einer Zeitschrift oder Zeitung, die vor der eigentlichen Neueinführung des Mediums erscheint und noch nicht käuflich erworben werden kann. Sie dient der optischen Veranschaulichung und soll helfen, Anzeigenkunden zu werben." (Wikipedia - 01) * * * Zu Umberto, den der gerade schreibende Blogger sehr gut kennt, muss  nichts erzählt werden, der hat hier eine eigene Autorenseite. Der Übersetzer, Burkhart Kroeber, geboren 1940, sei lobend erwähnt.  * * *  Ach so, die Notwendigkeit der langen Vorgeschichte dürfte ja nun jedem Rezipienten dieses rezensiven Machwerkes klar geworden sein, oder? * * *  ► DNB / Hanser Verlag / München 2015 / ISBN: 978-3-446-24939-4 / 231 Seiten © KaratekaDD Quellen: [1]  Seite „Nullnummer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. September 2015, 17:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nullnummer&oldid=146527554 (Abgerufen: 8. November 2015, 18:32 UTC)

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