Umberto Pappalardo

 5 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Heinrich Schliemanns Reisen, Die Pracht römischer Mosaiken und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Umberto Pappalardo

Umberto Pappalardo ist Professor für Klassische Archäologie an der Universität Suor Orsola Benincasa in Neapel. Er leitete die Ausgrabungen von Herculaneum und war Inspektor der Ausgrabungen in Pompeji. Seine Lehrtätigkeit brachte ihn an Universitäten in Tübingen, Fribourg, Tokio und Buenos Aires. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u. a. „Die Pracht römischer Mosaiken“ (2018) und zum Ursprung der Olympischen Spiele in „Zu Ehren des Zeus“ (2020).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Umberto Pappalardo

Cover des Buches Heinrich Schliemanns Reisen (ISBN: 9783805353199)

Heinrich Schliemanns Reisen

 (2)
Erschienen am 15.12.2021
Cover des Buches Die Pracht römischer Mosaiken (ISBN: 9783805348805)

Die Pracht römischer Mosaiken

 (1)
Erschienen am 01.04.2018
Cover des Buches Zu Ehren des Zeus (ISBN: 9783805352284)

Zu Ehren des Zeus

 (0)
Erschienen am 27.04.2020

Neue Rezensionen zu Umberto Pappalardo

Cover des Buches Heinrich Schliemanns Reisen (ISBN: 9783805353199)
foxydevils avatar

Rezension zu "Heinrich Schliemanns Reisen" von Umberto Pappalardo

Eine Würdigung und ein tiefer Einblick in die Reisen und Person Heinrich Schliemann
foxydevilvor einem Jahr

Das Buch fiel mir ins Auge da ich so einige Berichte von dem Archäologen kenne.
Vornehmlich kenne ich seine Arbeit in Griechenland und daher machte mich dieses Buch neugierig.

Aus dem Inhalt:

Heinrich Schliemann ist mehr als ein Entdecker, er hatte viele Talente.
Und davon zeugen in diesem Buch bisher unveröffentlichte Tagesbuchauszüge und Briefe aus dem Zeitraum 1858 bis 1888.
Ein Einblick in die damalige Zeit und in die innere Welt dieses außergewöhnlichen Menschen.

Meine Meinung:

Wer etwas über Heinrich Schliemann kennt, weis das er viele seiner Berichte in der jeweiligen Sprache des Landes in dem er sich befand verfasst hat.
Das dieses nicht immer lupenrein war ist klar und macht es einer Übersetzung nicht wirklich einfach.
Anders als zu seiner Asien Expedition wo es eine Veröffentlichung in Buchform gab, hat er über seine Reisen der Jahre 1858 bis 1888 private Tagebuchaufzeichnungen gefertigt.
In diesem Buch werden erstmals alle bisher unveröffentlichten Schriftstücke der drei Orient Reisen in deutscher Übersetzung zusammengefasst.
Auch dacht er wohl kaum das man nach so langer Zeit diese Bücher welche wohl eher für den privaten Gebrauch gedacht waren so genau an die Öffentlichkeit führt.
Denn hier erfährt man auch von den persönlichen Schwächen Schliemanns, was ihn einem zwar menschlich näher bringt aber einem auch von dem gedanklichen Ikonendenken befreit.
Hier erfährt man mehr von seiner Motivation um das Experimentieren und man kann seine Gedanken und Gefühle kennenlernen.
Dieses empfand ist sehr interessant und lesenswert.
Besonders gut gefallen haben mir alle Bildmaterialien in diesem Buch, die alles noch etwas anschaulicher gemacht haben.
Hier bleiben keine Entdeckerwünsche offen um ein Bild vor Augen zu bekommen.
Die im Anhang befindlichen Reisebriefe ergänzen sinnvoll.

Fazit:

Die damalige Zeit in die heutige Zeit transportiert in den Augen von Schliemann ohne langweilig oder unverständlich zu bleiben.
Eine Anerkennung und ein sehr gelungener Einblick in die Welt eines besonderen Talents der damaligen Zeit.
Gern empfehle ich das Buch weiter und vergebe 5 von 5 Sternen. 

 

 

 

 

 

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Cover des Buches Heinrich Schliemanns Reisen (ISBN: 9783805353199)
katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Heinrich Schliemanns Reisen" von Umberto Pappalardo

Hunger auf ferne Länder
katikatharinenhofvor einem Jahr

Heinrich Schliemann - Weltenbummler, Entdecker, Archäologe und Sprachgenie. Besonders angetan von den Mythen um die Stadt Troja und dem festen Entschluss zu beweisen, dass die Dichtung HOMERS nicht nur Fantasie, sondern einer gewissen Wirklichkeit zugrunde liegt, wagt er den Schritt, um die Stätten Illias auszugraben.

Dieses wundervolle Buch umfasst die bisher unveröffentlichten Tagebuchauszüge und Briefe seiner vier Reisen im Zeitraum 1858 bis 1888 erstmals in einer einheitlichen, deutschsprachigen, Übersetzung, denn die Einträge und der Schriftverkehr wurde in 6 Sprachen (Schliemanns Tick - er schrieb die Zeilen in der jeweiligen Landessprache - italienisch, griechisch, arabisch etc) verfasst und waren daher bisher nur schwer zugänglich.

So gelingt es dem Autor die Gedanken und Gefühle Schliemanns für die Leser:innen zugänglich zu machen, die Reisen lesend mitzuerleben und so ein Gefühl zu bekommen, welche Eindrücke und Umstände Schliemann begleitet haben.

Ergänzt werden die schriftlichen Erinnerungen mit zeitgenössischem Bildmaterial, das keine Wünsche offen lässt - handkolorierte Holzschnitte, sepiafarbene Fotografien von Ausgrabungsstätten, faszinierende Aquarelle und Abbildungen der Tagebucheinträge im Original, die die Handschrift Schliemanns in der jeweiligen Landessprache zeigen.

Das Buch atmet Vergangenheit, ohne verstaubt und überholt zu wirken. Es macht vielmehr den Leser:innen möglich, die Welt mit Schliemanns Augen zu sehen und seinen Eifer zu spüren. Fast könnte man meinen, dass er mit seiner Schaufel ungeduldig neben den Leser;innen steht, um gemeinsam mit ihnen die nächsten Ausgrabungsstätten aufzusuchen, den Spuren der Antike nachzugehen und deren Geheimnisse zu lüften. Esel und Kamele stehen schon bereit, um neue Länder, Kulturen und Menschen zu entdecken, kennenzulernen und mit ihnen in den Dialog zu treten.

Das Buch würdigt seine Arbeit, seinen Pioniergeist und seinen ungebrochenen Eifer auf eindrucksvolle Weise.

Absolute Leseempfehlung !

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Cover des Buches Die Pracht römischer Mosaiken (ISBN: 9783805348805)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Die Pracht römischer Mosaiken" von Umberto Pappalardo

Kolossaler Rundgang mit prachtvollen Wow-Effekten
aus-erlesenvor 5 Jahren

So in etwa auf halbem Weg zwischen Catania und dem Tal der Tempel bei Agrigent, in der Nähe von Enna, wird der neugierige Sizilienbesucher von einem Kunstwerk in Beschlag genommen, der ihm die Sprache verschlägt: Die Villa Romana del Casale. Sie ist berühmt für ihre Mosaiken. Nun ist man als Italienreisender schon ein wenig verwöhnt, wenn man die prächtigen Bauten aus dem Mittelalter, der Renaissance und der Antike bestaunt, doch hier gibt’s die Kirsche auf die Sahne noch obendrauf.
Die beiden Archäologen Rosaria Ciardiello und Umberto Pappalardo nehmen den Leser – der von nun an nicht mehr um einen Besuch dieser Villa kommt – mit auf eine Reise in die Vergangenheit. 
Man muss sich ein wenig einlesen in den Stoff. Nicht jeder hat sofort Jahreszahlen, Namen und Orte parat. Doch die einleitenden Worte schaffen Komfort und bereiten den Zugang zu diesem ungewöhnlichen Ort. An der Stelle, wo heute ein Ausgrabungszentrum auf den Besucher wartet. Ein riesiges Areal mit einem Füllhorn an Augenschmeicheleien wird zum Spielplatz der Genüsse. Denn die Mosaiken sind nicht irgendwelche kleinen Fingerübungen, die dem Meister als Präsentationsobjekte dienten. Hier wurde einmal wirklich im Luxus gelebt. Die Übersichtskarte am Beginn des Buches zeigt eindrücklich wo welches Mosaik verortet ist und in welchen Dimensionen sie bis heute wirken. 
Eintausendsechshundert bis eintausendsiebenhundert Jahre ist es her, dass hier der erste Spatenstich gesetzt wurde. Mit allem, was der Luxus der damaligen Zeit zu ließ. Pool, Säulengang (Peristyl), einem Raum für Musiker und Schauspieler und Saunalandschaft, wie man es heute nennen würde. Und jeder Raum mit einem prachtvollen Mosaik verziert. Bis heute sind noch nicht alle Mosaiken freigelegt bzw. entdeckt worden. Doch das, was man sehen kann, kann sich echt sehen lassen!
Die Villa kann jeden Tag in der Woche von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Und diese Zeit sollte man mit diesem Buch unterm Arm und / oder auf dem Schoß ausnutzen. Denn im Vorbeigehen – denn so richtig nah dran darf man natürlich nicht – übersieht man das eine oder andere Detail. Die Freude ist somit umso größer, wenn man das Buch sozusagen als Vergrößerungsglas im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne zur Hand hat. Die beiden Autoren erläutern anschaulich und einfach verständlich die Darstellungen auf den Mosaiken. Sie stehen immer im Zusammenhang mit der Nutzung des Raumes. Wo heutzutage Wandtattoos auf das Lieblingsgetränk (und somit meist auf die Küche) hinweisen, war es damals schon üblich das so genannte Aleipterion, den Massageraum mit entsprechender Kunst zu verzieren. Im Falle der Villa Romana del Casale jedoch mit Mosaiken, die heute noch so strahlen wie vor Jahrhunderten. 
Dieses Buch ist ein Prachtbursche für die Pracht der Mosaiken. Jeder Raum, den man nach all den Jahren nicht immer sofort zuordnen kann, fasziniert durch die Kunstfertigkeit der Handwerker. Von Weitem ergibt sich ein Gesamtbild, doch wer sich die Mühe macht und näher tritt – sofern es erlaubt ist – findet einzigartige Details, die man durch dieses Buch erst richtig einordnen kann.

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