Undine Gruenter Der verschlossene Garten

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Inhaltsangabe zu „Der verschlossene Garten“ von Undine Gruenter

In Undine Gruenters letztem Roman ist Der verschlossene Garten das Symbol für die träumerische Liebe zwischen einem Mann von sechzig Jahren und einer jungen Frau: Solange ihre Liebe dauert, ist dieser Garten Paradies und Symbol ihrer Zuneigung. Doch als ein junger Mann in ihr Leben tritt, zerstört er die Einsamkeit des Gartens und somit die Liebe der beiden. Ein Roman über Liebe, Trennung, Verlassensein und das Glück, das in der Erinnerung fortbesteht.

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  • Rezension zu "Der verschlossene Garten" von Undine Gruenter

    Der verschlossene Garten
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    08. February 2012 um 14:43

    Zwar zeugt dieser letzte Roman der verstorbenen Autorin Undine Grueenter von einer brilianten Intelligenz und einem gestochen Schaftsinn, denn man nur selten liest, aber er ist auch sehr handlungsarm, was das Lesen erschwert. Der 60-jährige Soudain ("plötzlich") heiratet Equilibre ("Gleichgewicht"), Tochter aus gutem Hause, sie ist gerade erst 20 und hat keinen Beruf erlernt, beschäftigt sich mit den schönen Künsten, Klavier spielen, Lesen, Gäste unterhalten. Soudain ermöglicht beiden ein Leben ohne Sorgen, in einem Haus am Stadtrand von Paris mit wunderschönem Garten, der von beiden gestaltet wird. Im Laufe dieser Ehe wird es immer langweiliger. Ein Hund wird angeschafft, die junge Equilibre hat Phasen die man in der Literatur als hysterisch bezeichnen kann. Eines Tages kommt Besuch ins Haus in Form eines 40-jährigen Anwalts, Saint-Polar, der schlussendlich bei den beiden einzieht, sich in Equilibre verliebt und sie für sich haben will. Diese ist hin- und hergerissen, verbringt Zeit mit beiden Männern, es wird so getan als wäre würde alles so weitergehen wie bisher. Unverständlich das nicht-reagieren von Soudain, der den Dingen seinen Lauf lässt und doch verletzt zu sein schein. Er begreif seine Liebe zu Equilibre als "Entwurf", während die Liebe von Saint-Polar eher als "Passion" zu betrachten ist. Equilibre verschwindet eines Tages, verlässt beide Männer und möchte fortan ein selbstbestimmtes Leben führen und selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Die große Freiheit, die ihr in der Ehe ermöglicht wurde den Tag so zu gestalten, wie sie es wünschte, entpuppte sich als Gefängnis für die junge Frau, aus dem sie selbst aber auch keine Anstrengungen unternimmt zu entfliehen. Soudain ist es durchaus bewusst, dass viele Freunde das Paares Berufe haben, selbstbestimmt leben und es für seine junge Frau auch das beste wäre, aber er begreif die Ehe als Experiment und es scheint ihm zu genügen, dass die beiden eine erfüllte Sexualität haben. Er wirkt wie ein Mann aus dem 19. Jahrhundert. Trotz der aufkommenden Langeweile im Laufe der Lektüre, verdient dieses Buch die volle Punktzahl weil ein solch schöner Lesefluss eines philosophischen Textes eine Meisterleistung ist.

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  • Rezension zu "Der verschlossene Garten" von Undine Gruenter

    Der verschlossene Garten
    Beagle

    Beagle

    13. June 2008 um 09:38

    Nicht umsonst von bekannten Buchmagazinen gelobt und durchweg positiv bewertet - eine klassische Tragik in einer Sprachlichen Wucht. Jedoch nichts für jeden Leser, vor allem nicht für Harmoniesüchtige oder Pop Literatur Leser

  • Rezension zu "Der verschlossene Garten" von Undine Gruenter

    Der verschlossene Garten
    Steerpike

    Steerpike

    24. May 2008 um 11:29

    Der 60jährige, aber relativ jugendliche Soudain führt eine Beziehung mit der 30 Jahre jüngeren Equilibre. Gemeinsam schotten sie sich nicht gerade von der Außenwelt ab, führen aber ein zurückgezogenes Leben zu zweit (wenn man von dem Hund Primavera einmal absieht) in einem Landhäuschen am Ufer der Marne. Das Idyll wird gestört von dem ca. 40jährigen Saint-Polar einem bohèmehaften Rechtsanwalt, den Soudain eines Tages mit nach Hause bringt. Equilibre und er verlieben sich, haben eine Affäre, schließlich zieht Saint-Polar zu den beiden ins Häuschen. Diese ménage à trois geht aber nicht lange gut, bald entscheidet sich Equilibre - gegen beide. Das Buch von Undine Gruenter liest sich nicht oder nur selten wie ein Roman. Es ist vielmehr eine Art Essay über die Liebe, die verschiedenen Vorstellungen von ihr, und ihre Erfolgsaussichten. Alles ist geschrieben als ein Monolog Soudains, der als nicht gefühlloser, aber sehr ruhiger und analytischer Chronist die Vorgänge um Equilibre beobachtet. Gegen Ende des Buches gibt es schließlich auch noch eine Art Typologie, welche Hauptfigur welcher Auffassung der Liebe zuzuordnen sei. Was soll ich sagen? Warum schreiben Schrifsteller/innen, wenn sie einen Essay über die Liebe schreiben wollen, nicht einfach einen Essay, sondern kommen mir mit einem solchen Proteus, der im Grunde keine Geschichte erzählt. Über die einzelnen Vorgänge im Landhaus erfahren wir so gut wie nichts, auch kaum etwas über die Vorgeschichte der einzelnen Figuren. Alles wird im Zeitraffer geschildert, stets von außen, und selbst wenn einer der seltenen Dialoge den Text auflockert, wirkt er hölzern und gestelzt, immer im Dienste des höheren philosophischen Ziels. Dabei ist es gar nicht so leicht zu formulieren, was man aus dem vorliegenden Text eigentlich über die Liebe lernen soll. Dass sie sich ändert? Dass sie Isolation schlecht aushält? Dass eine gewisse Fixierung aber kaum zu vermeiden ist? Dass Treue als Prinzip nicht taugt, als Lebensweise aber schon? Ich kann es nicht beantworten, der Essay hätte mir wahrscheinlich nicht sehr gefallen, der Roman tut es auch nicht, er hudelt zu sehr über alle Handlung hinweg und begeht ganz lehrbuchhaft den Fehler des telling not showing. Soudain erzählt die ganze Zeit, zeigt aber nichts, sondern zergliedert auch noch das geringste Fünkchen Ereignis, was sich im Laufe des Textes hochrappelt. Zugute halten kann ich dem Buch lediglich, dass er keine Altmännervariation über das Thema des Altersunterschieds in der Liebe ist. Andererseits wäre es vielleicht auch mal ganz interessant gewesen, Altmännerphantasien nicht nur von alten Männern wie Schlink, Walser oder Frisch zu lesen, sondern von einer Frau. Sei's drum. Kein Buch für mich, ein sehr deutsches Buch, möchte ich sagen, wenn [url=http://www.zeit.de/2003/14/L-Gruenter]Undine Gruenter[/url] selbst auch die letzten Jahre ihres Lebens in Frankreich verbracht hat. Die Autorin ist übrigens vor einigen Jahren ziemlich jung verstorben und war die Lebensgefährtin des konservativen Kulturtheoretikers Karl-Heinz Bohrer.

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  • Rezension zu "Der verschlossene Garten" von Undine Gruenter

    Der verschlossene Garten
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 18:33

    Allein im Paradies Die Einsamkeit eines Gartens als Symbol für die träumerische Liebe zwischen einem Mann von sechzig Jahren und einer jungen Frau: solange ihre Liebe dauert, ist er Paradies und Zeichen ihrer Zuneigung. Doch als ein junger Mann in ihr Leben eintritt, zerstört er sie und somit die Liebe der beiden. Ein bezaubernder und zeitloser Roman über Liebe, Trennung, Verlassensein und dem Glück, das in der Erinnerung fortbesteht. Das letzte Buch der deutschen Schriftstellerin Undine Gruenter, die 2002 in Paris im Alter von fünfzig Jahren starb, handelt von der Liebe. Der Roman erzählt jedoch keine Liebesgeschichte, in der man immer schon ahnt, was als Nächstes passieren und wer wie reagieren wird, weil man zu wissen glaubt, wie die Liebe funktioniert. Undine Gruenter versucht, die Liebe zwischen Mann und Frau zu ergründen. Ihr gelingt es meisterhaft, Vernunft und Gefühl, Instinkt und Wissen, Intellektualität und Alltagsklugheit zu einer leichten, ganz authentisch und natürlich wirkenden, spielerischen Einheit verbinden. Es ist der großartigen Schriftstellerin zu verdanken, wie sie aus trivialem Kram Kunst herstellte, eine Poesie in Präzision - schöner und vielstimmiger war Literatur selten. Fazit: bewundernswert - lesenswert!

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