Upton Sinclair

 4.1 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor von Der Dschungel, Öl! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Upton Sinclair

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Der Dschungel

Der Dschungel

 (13)
Erschienen am 01.01.1993
Alkohol

Alkohol

 (3)
Erschienen am 01.01.1998
Boston

Boston

 (2)
Erschienen am 01.01.1929
Man nennt mich Zimmermann. Roman.

Man nennt mich Zimmermann. Roman.

 (1)
Erschienen am 01.01.1922
Der Dschungel. Roman

Der Dschungel. Roman

 (1)
Erschienen am 01.01.1979
Öl!: Roman

Öl!: Roman

 (1)
Erschienen am 25.02.2013
Die erstaunliche Karriere der Mamie Riggs

Die erstaunliche Karriere der Mamie Riggs

 (1)
Erschienen am 01.01.1985

Neue Rezensionen zu Upton Sinclair

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Rezension zu "Boston" von Upton Sinclair

Sieben Jahre und sieben Minuten...
Haversvor einem Jahr

...mussten zwei Arbeiterherzen bluten. Sieben Minuten und sieben Jahre - Diesen Schwur an ihrer Bahre: Alle für zwei. Ihr starbt nicht allein. Es soll ihnen nichts vergessen sein. (Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky, 1927)

Sacco und Vanzetti, wer kennt sie nicht? Die beiden italienischen Einwanderer, die in einem fragwürdigen Prozess zum Tode verurteilt und nach siebenjähriger Haft 1927 in Charlestown, Massachusetts hingerichtet wurden? Ihnen setzt Upton Sinclair in seinem halbdokumentarischen Roman „Boston“, bei Manesse nun in der Neuübersetzung von Viola Siegemund erschienen, ein literarisches Denkmal.

Der Autor, Sozialist und als „mudraker“ verschrien, gibt mit seinen Werken denen eine Stimme, die ansonsten nicht gehört werden. Wie die beiden italienischen Einwanderer Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die dem „Vom Tellerwäscher zum Millionär Mythos“ folgen und 1908 nach Amerika kommen, um ihr Glück zu machen, doch bald darauf feststellen müssen, dass Wunsch und Wirklichkeit mit der Realität nichts zu tun haben. Einwanderer werden diskriminiert, politisch Andersdenkende verfolgt. Desillusioniert schließen sie sich der anarchistischen Arbeiterbewegung an, die der Ostküsten-Plutokratie ein Dorn im Auge ist und die nur auf die Gelegenheit wartet, einem der Aktivisten etwas anhängen und ein Exempel statuieren zu können. 1920 werden Sacco und Vanzetti verhaftet, man wirft ihnen Raubmord vor. Zeugen werden gekauft, Experten manipuliert, und 1921 werden die beiden nach einem fragwürdigen Prozess schuldig gesprochen.

Eine Welle der Solidaritätsbekundungen schwappt über den großen Teich und auch Upton Sinclair ist nahe an dem Geschehen dran. Er recherchiert akribisch genau, liest die Protokolle, interviewt die Verteidiger und besucht Vanzetti im Gefängnis. Alles vergebens, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Alle Revisionsanträge der kommenden 6 Jahre laufen ins Leere, und so folgt am 23. August 1927 der Vollzug des Todesurteils durch den elektrischen Stuhl.

1928 erscheint Sinclairs Roman „Boston, a Contemporary Historical Novel”, in dem er die Fakten mit Fiktion verarbeitet und ein exaktes Bild, so ist zu vermuten, der amerikanischen Klassengesellschaft der „Roaring Twenties“ wiedergibt.

Upton Sinclair (1878 – 1968), ein Autor, der kein Blatt vor den Mund genommen hat, ein Kämpfer gegen Unrecht und für die Unterprivilegierten. In seinen Romanen ging es ihm immer darum, soziale Missstände nicht nur bewusst zu machen sondern auch anzuprangern. Heute so aktuell wie damals, denn würde er 2017 einen Blick auf die Welt werfen, fände er wahrlich genügend Stoff für Dutzende neue Romane.

Eine Bemerkung zum Schluss: Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Hinrichtung rehabilitierte Michael Dukakis, Demokrat und Gouverneur von Massachusetts, Sacco und Vanzetti und gab eine Ehrenerklärung für die beiden ab – was ihnen nur leider nichts mehr genutzt hat.

Nachdrückliche Leseempfehlung!

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Dagi_KnoHas avatar

Rezension zu "The Jungle" von Upton Sinclair

95 % Krise, 5 % Hoffnung
Dagi_KnoHavor einem Jahr

"The Jungle" von Upton Sinclair ist ein wahrer Klassiker der amerikanischen Literatur. Es behandelt das Leben der litauischen Familie Rudkus, die versuchen, in Chicago den Amerikanischen Traum zu verwirklichen. Dort erwartet sie jedoch ein Schicksalsschlag nach dem anderen, sie werden betrogen und ausgenutzt. Die unbeschreiblich schwere und grausame Arbeit in den Fleischfabriken der Stadt fordert ein Opfer nach dem anderen. Als durch einen Unfall der Hauptverdiener, Jurgis Rudkus, für eine Zeit nicht mehr arbeiten kann, verlieren sie ihr Haus, seine Frau stirbt und er wandert ins Gefängnis. Doch nach wie vor wird er nur benutzt. Der einzige Hoffnungsschimmer ist ganz am Ende seine Partizipation in der Partei der Sozialisten. 
Dieses Werk wird seit der Veröffentlichung 1906 sehr kontroversiell diskutiert. Der Einfluss, den dieser investigative Roman jedoch hatte, ist enorm. Die Sprache ist stark, die Eindrücke sehr lebendig und die Geschichte geht wahrlich an die Nieren. Dieser Roman ist keine leichte Kost, man wird jedoch mit etwas belohnt, das man am Ende nicht mehr missen möchte. Er ist nicht geeignet für Zartbesaitete, da besonders die Vorgänge in den Fleischfabriken sehr anschaulich beschrieben werden.  

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Rezension zu "Der Dschungel" von Upton Sinclair

(Beinahe) Ein Stück Weltliteratur
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Upton Sinclairs Text über die menschenverachtenden und -unwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Chicagoer Schlachthöfen an der Wende zum 20. Jahrhundert besitzt alle Zutaten für ein Werk von weltliterarischem Rang: eine detaillierte, umfassende und erschütternd geschriebene Schilderung von Packingtown, dem Schlachthofviertel, gespickt mit zahlreichen Informationen zu den verschiedensten Machenschaften in Politik, Wirtschaft und Polizei. Dazu die ergreifende und überzeugende Geschichte einer litauischen Einwandererfamilie, die wie viele andere dem Ruf nach Freiheit und guten Verdienstmöglichkeiten folgten und auf bitterste Art und Weise enttäuscht wird. Über die erste Hälfte des Buches hat man auch genau diesen Eindruck: sehr gut geschrieben, dramaturgisch hervorragend umgesetzt. Leider nimmt der positive Schein in der zweiten Hälfte immer mehr ab. Der Erzähler verzettelt sich zunehmend in Zahlen und für die Handlung nebensächlichen Informationen. Die Hauptfigur, Jurgis Rudkus, wird auf etwas plumpe und wenig überzeugende Weise Sozialist. Der innere Lernprozess wird hier so plötzlich abgeschlossen, dass seine Authentizität nicht wenig darunter leidet. Die Intention des Erzählers, für die Sozialisten eine Lanze zu brechen und die Bedingungen in Chicago anzuprangern, tritt so offensichtlich zutage, dass man sich bei der Lektüre mitunter ein wenig genötigt fühlt. Hinzu kommen, über den gesamten Text verteilt, haarsträubende und vermeidbare Fehler in der Zeichensetzung und Satzkonstruktion. Eine etwas schlampige Redaktion könnte hierfür der Grund sein.
Aus diesen Gründen bekommt "Der Dschungel" nur drei Punkte, obwohl durchaus mehr möglich gewesen wäre.

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Upton Sinclair wurde am 20. September 1978 in Baltimor (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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