Urmila Chaudhary

 4.3 Sterne bei 23 Bewertungen

Alle Bücher von Urmila Chaudhary

Sklavenkind

Sklavenkind

 (22)
Erschienen am 01.12.2014
CD WISSEN - Sklavenkind

CD WISSEN - Sklavenkind

 (1)
Erschienen am 01.03.2011

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Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

Sklavenkind
Lujomavor 2 Jahren

"Ein Mädchen großziehen ist wie den Garten des Nachbarn zu gießen." Nepalesisches Sprichwort

Urmila wird im Alter von 6 Jahren als Kamalari in die Sklaverei verkauft. Elf Jahre lang musste sie hart arbeiten, wurde geschlagen, schikaniert, gedemütigt. Aber Urmila Chaudhary gab nicht auf.
Nach ihrer Befreiung machte sie es sich zur Aufgabe, für die Rechte der Sklavenmädchen zu kämpfen, und ist so Hoffnungsträgerin der Kamalari geworden. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam zu machen.

Meine Meinung:
Was Urmila erlebt hat, ist unvorstellbar für uns hier in Deutschland. Vom eigenen Bruder verkauft muss sie schon mit 6 Jahren ihre Familie verlassen. Sie kommt zu einer Großfamilie in Kathmandu, muss von früh bis spät kochen, putzen, waschen, sich um die Kinder kümmern. Sie konnte all die Jahre nie in die Schule gehen und nur 2x ihre Familie besuchen. Mit 17, auf Besuch bei ihrer Familie trifft sie auf eine Organisation, die ehemaligen Kamalarimädchen hilft. So verändert sich Urmilas Leben. Sie geht in die Schule, lernt und beginnt schnell sich zu äußern und für die anderen Mädchen zu kämpfen.
Urmila- der Name bedeutet "Neuanfang, zweite Chance" und genau das hat dieses tapfere, mutige Mädchen erlebt.
Mich hat diese Biographie sehr bewegt. Es ist unvorstellbar, dass es heute noch Mädchen so schlecht geht und es ist wichtig sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen. Am Ende des Buches befinden sich die Adressen von "Plan International", die diesen Kampf unterstützen und den Mädchen neue Chancen geben.

Fazit: "Sklavenmädchen" schildert ein bewegendes Schicksal. Es ist ein wichtiger Betrag zur Gleichberechtigung aller Kinder.

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B

Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

Es wird auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht!
Birgit1985vor 3 Jahren

Das Buch Sklavenkind von Urmila Caudhary und Nathalie Schwaiger erzählt vom Leben von Urmila. Sie wurde als Kind von ihrer Familie verkauft, um in einem anderen Haushalt zu arbeiten. Das macht sie jahrelang unter Beschimpfungen, Drohungen und widrigen Umständen. Dabei ist es ihr größter Wunsch, zu ihrer Familie zurückzukehren und zur Schule zu gehen.

Verglichen mit zB. Wüstenblume sind die Erlebnisse von Urmila nicht ganz so schlimm. Aber alleine die Tatsache, dass jetzt und heute noch diese Zustände herrschen, Menschen immer noch als Sklaven gehalten werden, ist furchtbar genug. Ich musste mir das beim Lesen immer wieder in Erinnerung rufen, dass Urmila sogar jünger ist als ich und dies somit nichts ist, das vor langer Zeit passiert ist, als das Leben allgemein noch schwerer war, sondern im Hier und Jetzt passiert. Wir sitzen gemütlich auf unserer Couch, während woanders kleine Mädchen als Sklaven verkauft werden, immer noch als minderwertiger als Männer angesehen werden und keine Ausbildung erhalten. So gesehen, ist es gut, dass man darauf mal wieder aufmerksam gemacht wird. Das wollte Urmila unter anderem erreichen und zum Glück ist es ihr gelungen.

Die absoluten Highlights fehlen im Buch. Aber alles ist verständlich geschrieben, wenn auch nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist eben doch eine völlig andere Welt. Und schließlich kein Roman, der möglichst viel Spannung erzeugen soll, sondern auf eine furchtbare Ungerechtigkeit hinweisen soll. Und das ist gelungen.

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kokkas avatar

Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

Eine erschreckende Tradition
kokkavor 4 Jahren

Inhalt:

Meine Mutter weinte, und ich weinte auch. Der Mann packte mich am Arm und zog mich mit sich fort. Die Hütten, das Dorf und die Felder sahen aus wie immer. Aber für mich sollte von diesem Tag an nichts mehr so sein wie früher. Urmila ist sechs Jahre alt, als ihre Familie sie aus der Not heraus als Kamalari – Sklavenmädchen – verkauft. Von nun an muss sie weit fort von zu Hause arbeiten und reichen Herrschaften dienen. Sie erhält nur Reste zu essen, wird gedemütigt, schikaniert und ausgebeutet. Zwölf Jahre dauert ihr Martyrium, dann kommt sie endlich frei. Doch die Zeit in der Sklaverei hat sie stark gemacht. Urmila ist nicht länger bereit, das Unrecht hinzunehmen. Sie organisiert einen Protestmarsch von mehreren hundert Kamalari zum Regierungssitz und fordert ihren Lohn für die jahrelange Ausbeutung. Und das ist erst der Anfang, denn Urmila will ihren Kampf so lange fortsetzen, bis die letzte Kamalari befreit ist.

Meine Meinung:

Die Geschichte von Urmila hat mich geschockt und gepackt zugleich. Es ist erschreckend zu lesen, dass das Verkaufen der Tochter/Schwester auch heute noch als Tradition unter den Menschen gilt.
In diesem Buch wird einem klar gemacht unter welch Bedingungen diese Mädchen leben müssen und das kaum einer etwas dagegen unternimmt.

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