Sklavenkind

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Inhaltsangabe zu „Sklavenkind“ von Urmila Chaudhary

Meine Mutter weinte, und ich weinte auch. Der Mann packte mich am Arm und zog mich mit sich fort. Die Hütten, das Dorf und die Felder sahen aus wie immer. Aber für mich sollte von diesem Tag an nichts mehr so sein wie früher. Urmila ist sechs Jahre alt, als ihre Familie sie aus der Not heraus als Kamalari – Sklavenmädchen – verkauft. Von nun an muss sie weit fort von zu Hause arbeiten und reichen Herrschaften dienen. Sie erhält nur Reste zu essen, wird gedemütigt, schikaniert und ausgebeutet. Zwölf Jahre dauert ihr Martyrium, dann kommt sie endlich frei. Doch die Zeit in der Sklaverei hat sie stark gemacht. Urmila ist nicht länger bereit, das Unrecht hinzunehmen. Sie organisiert einen Protestmarsch von mehreren hundert Kamalari zum Regierungssitz und fordert ihren Lohn für die jahrelange Ausbeutung. Und das ist erst der Anfang, denn Urmila will ihren Kampf so lange fortsetzen, bis die letzte Kamalari befreit ist.

Sklaverei - trauriger Weise auch heute noch ein aktuelles Thema

— Birgit1985
Birgit1985

Ein Erlebnisbericht aus erster Hand, eine beeindruckende Geschichte.

— kokka
kokka

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    Sklavenkind
    Birgit1985

    Birgit1985

    18. August 2015 um 11:59

    Das Buch Sklavenkind von Urmila Caudhary und Nathalie Schwaiger erzählt vom Leben von Urmila. Sie wurde als Kind von ihrer Familie verkauft, um in einem anderen Haushalt zu arbeiten. Das macht sie jahrelang unter Beschimpfungen, Drohungen und widrigen Umständen. Dabei ist es ihr größter Wunsch, zu ihrer Familie zurückzukehren und zur Schule zu gehen. Verglichen mit zB. Wüstenblume sind die Erlebnisse von Urmila nicht ganz so schlimm. Aber alleine die Tatsache, dass jetzt und heute noch diese Zustände herrschen, Menschen immer noch als Sklaven gehalten werden, ist furchtbar genug. Ich musste mir das beim Lesen immer wieder in Erinnerung rufen, dass Urmila sogar jünger ist als ich und dies somit nichts ist, das vor langer Zeit passiert ist, als das Leben allgemein noch schwerer war, sondern im Hier und Jetzt passiert. Wir sitzen gemütlich auf unserer Couch, während woanders kleine Mädchen als Sklaven verkauft werden, immer noch als minderwertiger als Männer angesehen werden und keine Ausbildung erhalten. So gesehen, ist es gut, dass man darauf mal wieder aufmerksam gemacht wird. Das wollte Urmila unter anderem erreichen und zum Glück ist es ihr gelungen. Die absoluten Highlights fehlen im Buch. Aber alles ist verständlich geschrieben, wenn auch nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist eben doch eine völlig andere Welt. Und schließlich kein Roman, der möglichst viel Spannung erzeugen soll, sondern auf eine furchtbare Ungerechtigkeit hinweisen soll. Und das ist gelungen.

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  • Eine erschreckende Tradition

    Sklavenkind
    kokka

    kokka

    24. April 2015 um 14:38

    Inhalt:Meine Mutter weinte, und ich weinte auch. Der Mann packte mich am Arm und zog mich mit sich fort. Die Hütten, das Dorf und die Felder sahen aus wie immer. Aber für mich sollte von diesem Tag an nichts mehr so sein wie früher. Urmila ist sechs Jahre alt, als ihre Familie sie aus der Not heraus als Kamalari – Sklavenmädchen – verkauft. Von nun an muss sie weit fort von zu Hause arbeiten und reichen Herrschaften dienen. Sie erhält nur Reste zu essen, wird gedemütigt, schikaniert und ausgebeutet. Zwölf Jahre dauert ihr Martyrium, dann kommt sie endlich frei. Doch die Zeit in der Sklaverei hat sie stark gemacht. Urmila ist nicht länger bereit, das Unrecht hinzunehmen. Sie organisiert einen Protestmarsch von mehreren hundert Kamalari zum Regierungssitz und fordert ihren Lohn für die jahrelange Ausbeutung. Und das ist erst der Anfang, denn Urmila will ihren Kampf so lange fortsetzen, bis die letzte Kamalari befreit ist.Meine Meinung:Die Geschichte von Urmila hat mich geschockt und gepackt zugleich. Es ist erschreckend zu lesen, dass das Verkaufen der Tochter/Schwester auch heute noch als Tradition unter den Menschen gilt. In diesem Buch wird einem klar gemacht unter welch Bedingungen diese Mädchen leben müssen und das kaum einer etwas dagegen unternimmt.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    DerFundraiser

    DerFundraiser

    06. September 2011 um 20:53

    Ich habe Urmila auf dem Plan Stiftertreffen kennen gelernt. Trotz der Geschichte eine junge Frau mit unglaublicher positiver Energie. Lest das Buch!

  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    verena83

    verena83

    02. May 2011 um 09:46

    Im Alter von sechs Jahren wird Urmila Chaudhary von ihrem Bruder als Kamalari verkauft. Elf Jahre lang arbeitet sie als Sklavin… sie wird gedemütigt, misshandelt und verachtet. Doch Urmila gibt niemals auf und kämpft um ihre Freiheit. Und schlussendlich kehrt sie als junge Frau endgültig in ihr Dorf und zu ihrer Familie zurück.

    Fortan setzt sie sich für die Rechte der Kamalari ein und sie wird zur Präsidentin des Komitees ehemaliger Kalamari. Und mit 17 erfüllt sich Urmila ihren größten Wunsch… sie geht zum ersten Mal zur Schule.

    In „Sklavenkind“ erzählt Urmila Chaudhary von ihrem harten Schicksal und möchte damit auch auf all die Kamalari aufmerksam machen, die noch immer nicht befreit werden konnten.

    Vom ersten Satz an hat mich „Sklavenkind“ von Urmila Chaudhary absolut in seinen Bann gezogen, erzählt es doch die erschreckende Geschichte eines Mädchens, das so unglaublich viel Kraft und Stärke besitzt. Es hat mich wirklich wahnsinnig beeindruckt, wie sehr Urmila für ihr Leben gekämpft hat und immer noch kämpft.

    In unseren Breitengraden können wir uns die Zustände kaum vorstellen, die in vielen anderen Ländern noch herrschen, mit ihrem Buch jedoch schafft es Urmila den Leser aufzurütteln und ihm die Augen zu öffnen für Systeme und Traditionen, die einfach vielerorts tatsächlich noch existieren und die ohne die Hilfe von uns allen nicht durchbrochen werden können.

    „Sklavenkind“ gibt bestimmt nur einen kleinen Eindruck davon wieder, was Urmila alles in den Jahren der Sklaverei erlebt haben muss, und dennoch ist dieser Einblick schon erschütternd und erschreckend genug. Beim Lesen des Buches kann man sich kaum vorstellen, wie ein kleiner Mensch das alles unbeschadet übersteht und daraus so unglaublich gestärkt und selbstbewusst hervorgeht. Das hat mich wirklich total beeindruckt und sprachlos gemacht, denn ich denke, dass die meisten Menschen „unserer Welt“ einfach aufgeben würden bzw. müssten.

    In dem Sinne ist Urmila Chaudhary für mich auch eine wahre Heldin der Menschheit, denn sie hat es nicht nur geschafft dieses Martyrium zu überleben, sondern sie ging daraus als aufrechter Mensch hervor und setzt sich nun ein für ihresgleichen… ohne sich selbst bereichern zu wollen.

    An solchen Menschen wie Urmila sollten wir uns alle ein Beispiel nehmen, denn diese junge Frau ist ein wahres Vorbild an Menschlichkeit, Hoffnung und Stärke.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    jennifer0509

    jennifer0509

    29. April 2011 um 15:43

    Gleich vorweg, ich werde diesem Buch keine Bewertung im Sinne von Sternen geben, weil es kein Fantasyroman ist sondern die Wirklichkeit und wer kann diese bewerten.

    Inhalt (Klapptext)

    Bittere Armut zwingt viele Familien in Nepal dazu, ihre Töchter als sogenannte Kamalari zu verkaufen. Einmal im Jahr werden regelrechte Märkte abgehalten, wo sechsjährige Mädchen in die Sklaverei verkauft und - zum Teil für immer - von ihren Eltern getrennt werden. Ihre Kindheit und Jugend verbringen sie im Besitz reicher Familien, sie müssen hart arbeiten, bekommen nur das Nötigste zu essen, viele von ihnen werden misshandelt, einige sogar missbraucht. Obwohl die Sklaverei in Nepal offiziell verboten ist, hält das Unrecht bis heute an. Auch Urmila wurde als Kind von ihren Eltern verkauft. Als sie siebzehn war, endet ihr Martyrium. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, für die Freiheit der Kamalari zu kämpfen. Sie organisiert Demonstrationenszüge, verhandelt mit Politikern und hat nun dieses Buch geschrieben, um die Welt auf das Schicksal der Kamalari aufmerksam zu machen.
    In Sklavenkind erzählt Urmila ihre Geschichte und beschreibt ihren beeindruckenden Werdegang von der Kamalari zur Hoffnungsträgerin.

    Meine Meinung

    Es war erschreckend festzustellen, welche Sitten doch noch in anderen Ländern herrschen. Natürlich ist mehr klar, dass noch viele Menschen in Armut leben, keine fließend warmes Wasser oder Strom haben. Doch das esin Nepal doch noch "geduldete" Sklaverei gibt, finde ich sehr heftig. Die kleinen Mädchen werden einfach aus ihren familären Verhältnissen gerissen und müssen bei Fremden leben. Dort werden nur die Wenigesten gut behandelt. Da Mädchen in Nepal nicht mal viel Wert sind, stören sich nicht alle um deren Lebensumstände. Viele Frauen fürchten fast Mädchen zur Welt zu bringen. Mädchen und Frauen müssen die meiste Arbeit verrichten und nur die Wenigsten dürfen zur Schule gehen.

    Das Buch "Sklavenkind" beschreibt in Tagebuchform das Leben von Urmila. Ihr Leben als Kamalari und ihr Kampf gegen die Sklaverei und für die Bildung von Mädchen. Die Geschehnisse sind sehr gut geschrieben, ich konnte mir vieles zwar nur schwer vorstellen, da es mir nicht möglich scheint, dass es sowas gibt.
    Die Bilder in der Mitte des Buches, waren sehr schön, so bekam ich ein gutes Bild von Urmila und ihrer Familie, sowie ihrer traditionellen Kleidung.

    Besonders erschrocken, war ich darüber, dass es alles sehr aktuell ist, Urmila ist ca. drei Jahre jünger als ich. Würde ich in ihrer Welt leben, hättes es mir auch so gehen können. Diese ganzen Ereignisse sind nicht einer alten Frau vor vielen Jahren passiert, sondern sie sind aktuell, es gibt sie noch.

    Wie bereits geschrieben, wird dieses Buch keine Bewertung in Sternen erhalten. Denn ich kann doch nicht das Leben von Urmila bewerten. Ich kann sie nur bewundern, dass sie als junge Frau so eine inner Stärke und Mut hat. Und das sie die Kraft hat für den Kampf ihrer Leidesgenossinnen.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Caro1893x

    Caro1893x

    29. April 2011 um 10:12

    Ein verkauftes Kind, Ausbeutung, Hoffnung auf ein gutes Ende und eine alles entscheidende Wendung.

    Zum Inhalt:
    "Sklavenkind" erzählt die tragische Lebensgeschichte von Urmila. Urmila wird, als sie sechs!!! Jahre alt ist, von ihrem Bruder an eine reiche Familie verkauft. Dort muss sie hart schuften, hat kaum Freizeit und vorallem keine Rechte. Weder kann sie zur Schule gehen, noch hat sie Freundinnnen oder kann in irgendeiner Art selbst über ihr Leben bestimmen. Alles hat nach den Wünschen ihrer Maharani - Herrin - zu laufen. Zwar hat Urmila zunächst "Glück"- falls man in so einer Situation von Glück sprechen kann - sie ist nämlich bei einer Familie, die sie relativ nett behandelt. Sie muss zwar trotzdem hart arbeiten und sich um die Kinder und den Haushalt kümmern, doch behandelt ihre Mahrani, Sita, sie immer mehr wie ein eigenes Kind. Als Urmila dann ihre Arbeitsstelle wechselt und anfängt bei der Tante von Sita zu arbeiten, wird alles schlimmer. Dort wird sie wie der letzte Dreck behandelt, sie muss auf dem Boden essen, hat nicht zu widersprechen und ihrer Maharani bedingungslos zu gehorchen. Auch hier wird sie weder bezahlt, noch darf sie zur Schule gehen. Als eines Tages jedoch ihr Bruder am Telefon ist, ändert sich ihr Leben schlagartig, ihre Kamalrizeit endet und Urmila setzt sich ohne wenn und aber für die Rechte der Mädchen ein.

    Meine Meinung:
    Das Äußere:
    Mich hat vorallem zunächst einmal der Untertitel sehr nachdenklich gestimmt. "Verkauft, verschleppt, vergessen - Mein Kampf für Nepals Töchter". Es ist doch wirklich leider so, dass wir hier in Deutschland kaum etwas aus Nepal mitbekommen und vorallem auch vergessen, wie schlecht es manchen Ländern und wie gut es uns geht. Ich wusste bis dato nicht einmal von der Tradition der Kamalari, der Sklavenmädchen. Natürlich war mir klar, dass dort nicht alles westlich abläuft und es sicher dort schwieriger ist, als Frau zu leben, aber dass es so schwierig ist war mir nicht bewusst. Dazu aber später mehr.

    Dass Urmila vorne auf dem Cover ist, finde ich gut. Sie sieht nachdenklich aus und man merkt ihr an, dass diese 11 Jahre nicht spurlos an ihr vorübergezogen sind. Das Cover drückt genau das aus, was das Buch ist und wahrscheinlich auch sein will.

    Das Innere:
    Ich ziehe meinen Hut vor Nathalie Schwaiger und Urmila Chaudhary. Diese Geschichte war es auf jeden Fall wert aufgeschrieben zu werden, sie MUSSTE aufgeschrieben werden. Wie oben schon erwähnt, waren mir die Zustände in Nepal überhaupt nicht bewusst. Diese jetzt von einer Augenzeugin, ja einem Mädchen, dass schlimme Zeiten durchleben musste, erzählt zu bekommen ist wirklich sehr gut und auch sehr wichtig! Die Geschichte wirkt sehr authentisch, gerade weil Urmila, das alles erlebt hat.

    Die Geschichte hat mich zutiefst erschüttert und nachdenklich gemacht. Dass es heutzutage noch Menschen gibt, die so denken, wie manche in Nepal finde ich einfach unglaublich. Ich hoffe dieses Buch trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen die Augen geöffnet werden, denn Nepal braucht Hilfe. Die Kamlari brauchen Hilfe.

    Ich bin immer noch ganz bewegt von der Geschichte und ich denke auch, dass diese mich so schnell nicht wieder loslassen wird. Stellenweise bin ich an dem Text geklebt und habe meinen Mund kaum noch zu bekommen vor Entsetzen, wie so mit Menschen umgegangen werden kann. Wenn man sich mal vorstellt, dass Urmila 6!!! Jahre alt war, als sie verkauft wurde, puhh das treibt einem schon fast die Tränen in die Augen.

    Die Geschichte ist in einem Stil geschrieben, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man hat das Gefühl, man liest in Urmilas Tagebuch. Man versteht ihre Gefühle und Schmerzen, man kann sie nachvollziehen.

    Der Bildteil in der Mitte hat mir ebenfalls gut gefallen. So kann man sich wenigstens ein bisschen vorstellen, wie Urmila lebt und wie es dort aussieht. Natürlich konnte ich mir durch die Geschichte schon einiges vorstellen, aber Bilder zu sehen ist immernoch etwas Anderes.

    Ebenfalls sehr schön beschrieben, werden sie Sitten und Bräuche in Nepal und vorallem die der Tharu, der Volksgruppe, der Urmila angehört. Man kann ein wenig eintauchen in die Welt dort und beginnt zu verstehen, dass dort z.B. die Unterschiede zwischen arm und reich noch viel gravierender sind wie bei uns. Auch die Begrüßungsrituale, einige Feiertage und Götter lernt man näher kennen.

    Ich sehe dieses Buch auch ein stückweit als Plädoyer an. Es will aufrütteln und auf die schlimmen Zustände in Nepal hinweisen. Wir sollten wirklich nicht immer unsere Augen verschließen, sondern auch mal hinschauen und versuchen so gut es geht zu helfen das Leid zu mindern.

    Wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man sich glaube ich gar nicht vorstellen, wie nahe einem so eine Geschichte gehen kann. Man muss es einfach selbst lesen, um zu merken, dass die Geschichte einen gar nicht kalt lassen kann.

    Die Aufteilung des Buches finde ich super. Gut ein Drittel beschäftigt sich nämlich mit der Zeit, danach, als Urmila keine Kamalri mehr ist, sondern für die Rechte der Mädchen und gegen die Kamalaritradition kämpft. Es wäre schade gewesen, wenn das Buch nach der Kamalarizeit aufgehört hätte, das hätte mich glaube ich hoffnungslos zurückgelassen. So aber konnte ich lesen, dass auch Nepal langsam zu begreifen beginnt, dass man nicht alles mit den Menschen machen kann und auch die Mädchen respektieren muss, denn "Girls need education noch slavery"!!!

    Gegen Ende, war der Text etwas verwirrend, da ich manche Stellen zeitlich schwer einordnen konnte und immer wieder zurückblättern musste, bis ich ein Datum hatte. Aber das war vielleicht auch nur mein persönliches Problem, vorallem wenn die Konzentration nachgelassen hat.

    Fazit:
    Ein Buch, das gelesen werden sollte, gelesen werden muss, eine wahnsinnig authentische Geschichte auf die aufmerksam gemacht werden muss. Ein Buch, das wichtig ist!

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    traumwald

    traumwald

    29. April 2011 um 00:28

    Heute ist Urmila Chaudhary eine Hoffnungsträgerin und ein Vorbild für viele Kamalari Mädchen, die wie Urmila verkauft, verschleppt und dann vergessen worden sind. Eine faszinierende und starke junge Frau erzählt in "SKLAVENKIND" über ihre bewegte Vergangenheit. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Ihr Ziel ist es unter anderem aufzuklären, anderen Menschen die Augen zu öffnen oder auch zu zeigen, wie wichtig es ist stark zu sein und an sich zu glauben.
    ::
    Wer an Indien denkt, sieht Nepal in den schillerndsten Farben vor seinen Augen. Fernöstliche Gerüche von Gewürzen steigen einem in die Nase. Bauchtanz, Musik und Bollywood überall! Frauen tragen singend in ihren langen Gewändern Wassertröge auf ihren Köpfen hinfort. Es ist, als wäre man in einem Traum. Die Welt ist bunt!
    Indien würde für viele von uns zum Kulturschock werden. So beginnt die Biographie mit einem erschütternden Erlebnisbericht aus dem Jahr 1989, der aus der Feder der bekannten Schauspielerin Senta Berger stammte. Sie besuchte Nepal mit ihrem Sohn Luca. Auf den Weg vom Flughafen nach Kathmandu "flog" das Taxi über tiefe Schlaglöcher. Als sie im Flug aus dem Fenster sahen, sah Senta gestapelte Holzbündel am Straßenrand entlang wandern. Sofort konnten sie es nicht erkennen, aber dann sahen sie, das sich unter den Stapeln zierliche Mädchen fortbewegten, die mechanisch einen Schritt nach dem anderen machten. Durch diese schwere Last wirkten die Körper noch zerbrechlicher.
    ::
    >>Schwankend, aber ohne stehen zu bleiben und auszuruhen. Das war das erste Bild, das ich von Nepals Mädchen hatte.> Es ist ein weises Lied voller Hoffnung: "In den Augen der Blume gleicht die Welt einer Blume. In den Augen des Dorns gleicht die Welt einem Dorn." Das heißt, wenn man die Welt mit dem Herzen sieht und ihr freundlich gesinnt ist, dann ist sie auch schön.<< aus Sklavenkind S.120
    ::
    Fazit: Urmilas Erlebnisse zeigen uns auf, dass man in verschiedenen Lebenssituationen nicht aufgeben darf - wo auch immer man sich befindet. Das gelingt nur, wenn man an sich glaubt und Dinge verändern will. Urmila Chaudhary hat es geschafft und klärt auf! Eine interessante Biographie, in der man unter anderem das Land des indischen Subkontinents kennenlernt; die Menschen und die für uns befremdliche Kultur.
    ::
    Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an lovelybooks.de und den Knaur Verlag.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    25. April 2011 um 22:39

    Urmila Chaudhary erzählt in diesem Buch eine außergewöhnliche Geschichte, ihre eigene Geschichte. Eine über das Leben eines Mädchens aus Nepal.
    Schon mit 6 Jahren wird Urmila zur Kamalari und von da an begann für sie ein komplett anderes Leben, jedoch ein solches, wie es für die Frauen und Mädchen aus Nepal typisch ist.
    Kennt man die Bedeutung des Wortes Kamalari nicht, könnte man noch etwas Schönes dahinter vermuten, denn dieses Wort mag so gar nicht das auszudrücken, was hinter ihm steckt: Sklavin.
    Genau das bestand Urmila bevor: Ein Leben als Sklavin reicher Leute, wo sie unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben muss.

    Mit diesem Buch möchte Urmila darauf aufmerksam machen, wie es den Frauen auch heute noch in Nepal ergeht, sie möchte etwas bewegen und anderen jungen Mädchen ein solches Leben ersparen.

    Diese Geschichte hat mich wirklich geschockt und gepackt zugleich. Es ist erschreckend zu lesen, dass das Verkaufen der eigenen Tochter oder Schwester, das Leben als Kamalari für die Mädchen dort auch heute noch als Tradition unter den Menschen gilt.
    Erst beim Lesen dieses Buches wird einem auf fürchterliche Weise klar gemacht, unter welch schrecklichen Bedingungen diese Mädchen leben müssen und das kaum einer etwas dagegen unternimmt.

    Urmila Chaudhary legt auf wunderbare Art und Weise nahe, was sie elf Jahre lang, getrennt von ihrer Familie, durchmachen musste.
    Dabei hat sie das perfekte Maß an Details gewählt um ihre Geschichte nachvollziehbar zu beschreiben. Sie hat sich auf das Wichtigste beschränkt um nicht zu weit auszuholen, hat aber gleichzeitig ausreichend tiefgehend beschrieben um dem Leser deutlich zu machen, wie ein Leben als Kamalari aussieht zu beschreiben.

    Der Schreibstil ist wie dafür gemacht um eine solch schockierende Geschichte zu erzählen. Mit viel Gefühl taucht sie den Leser in eine Welt ein, wie sie für uns völlig unvorstellbar scheint. Durch ausdrucksstarke Ausführungen schafft sie es den Leser vom Ernst der Lage zu überzeugen und regt zum Denken an. Aber nicht nur während des Lesens macht man sich als Leser immer wieder Gedanken zu diesem Thema, denn dies ist ein Buch das auch nachträglich seine Wirkung hat. Noch lange nach dem Beenden dieses Buches kreisten meine Gedanken immer wieder um ihre außergewöhnliche und schockierende Geschichte.

    Mit diesem Buch ist Urmila Chaudhary ein besonderes Werk gelungen, das auf seine Weise einzigartig ist und somit auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam macht. Ein Buch das man gelesen haben sollte, um sich selbst auf die Verhältnisse in Nepal aufmerksam zu machen.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Tialda

    Tialda

    08. April 2011 um 12:54

    x Autorin: Urmila Chaudhary
    x (Original-) Titel: Sklavenkind
    x Genre: Gegenwartsliteratur/Erfahrungen
    x Erscheinungsdatum: 14. März 2011
    x 328 Seiten
    x Knaur Verlag
    x ISBN: 3426654970
    x Erste Sätze: Klirrende Kälte. Sie lag knisternd auf den braunen Reisfeldern an diesem Maghi-Tag in Raptizone, dem fruchtbaren Tiefland von Nepal. Dicker, weißer Nebel breitete sich über der Ebene aus, wie fast jeden Morgen im Winter. Die Feuchtigkeit sammelte sich auf meinen Wimpern, kleine Tropfen liefen mir in die Augen und an meiner Nase hinunter. Ich zog meinen Schal so fest es ging um mich, aber trotzdem zitterte ich.

    Klappentext:

    „Ich werde nicht eher aufgeben, bis die letzte Kamalari befreit ist.“

    Mit sechs wurde sie als Kamalari in die Sklaverei verkauft. Elf Jahre lang musste sie hart arbeiten, wurde geschlagen, schikaniert und gedemütigt. Aber Urmila Chaudhary gab nicht auf.

    Nach ihrer Befreiung machte sie es sich zur Aufgabe, für die Rechte der Sklavenmädchen zu kämpfen, und ist so zur Hoffnungsträgerin der Kamalari geworden. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam zu machen.

    Rezension:

    Bei diesem Buch hat mich schon das Vorwort der Schauspielerin Senta Berger vollkommen in seinen Bann gezogen. Sie erzählt von ihrem Besuch in Nepal und wie es dort aussah. Danach geht es dann endlich mit Urmilas Geschichte los, die aus ihrer Sicht geschildert wird.

    Dabei ist die Geschichte in grobe Titel unterteilt, die man im Inhaltsverzeichnis sehen kann. Es beginnt mit dem Ende ihrer Kindheit, als sie von ihrem Bruder mit gerade mal 6 Jahren verkauft wird und einer Frau namens Sita von deren Vater als Dienstbotin geschenkt wird.

    Nach einigen Jahren wird sie von Sita an deren Tante weitergegeben, die Urmila „Cruel Ma’am“ nennt, da diese Frau einfach nur mies mit ihr umgeht. Schließlich schildert sie ihre Rettung und wie sie heute lebt.

    Ich finde, dieses Buch ist einfach großartig geschrieben. Man erfährt viel über den Landstrich in Nepal, aus dem sie kommt, über die Witterung dort, die Politik und vor allem über das Leben und die Sitten der Tharu, der Volksgruppe, der sie angehört. Sie erzählt sehr detailiert, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann und es geradezu vor Augen sehen kann.

    Außerdem lernt man recht viele nepalesische Worte und auch einige aus dem Wortschatz der Tharu. Diese sind kursiv gedruckt und man kann sie am Ende des Buches im Glossar nachschlagen. Dort, am Ende des Buches, findet man auch noch ein Nachwort von Nathalie Schwaiger, die Urmila zu dem Buch verhalf und einen Artikel über das Kinderhilfswerk Plan International, die den Kamalari-Mädchen, wie Urmila eines war, in Nepal helfen.

    „Sklavenkind“ regt zum nachdenken an, denn man bekommt vor Augen geführt, was wir im Endeffekt für ein privilegiertes Leben führen. Wir leben in einem Land, in dem es selbstverständlich ist, dass Mädchen mit Jungen auf einer Stufe stehen und in dem jeder zur Schule gehen darf, bzw. sogar muss.

    Fazit:

    Ein Buch über eine starke junge Frau, das aufklärt und zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Eisnelke

    Eisnelke

    06. April 2011 um 20:49

    Urmila lebt in einem Dorf in Nepal. In ärmlichen Verhältnissen wächst sie auf und merkt bereits in frühester Kindheit, was es heißt ein Mädchen in einer Gesellschaft zu sein, welche Jungen als Stolz der Familie ansehen. Als Urmila 6 Jahre alt ist wird sie beim Neujahrsfest, dem Maghi-Fest, für wenige Rupien als Kamalari verkauft. Von da an beginnt eine grausame Zeit voller Arbeit, Demütigungen und Entbehrungen. Jede Maharani (steht für “Herrin”) sorgt dafür, dass Urmila von früh bis spät den Haushalt schmeißt und die Kinder versorgt. Die junge Kamalari möchte zur Schule gehen und aus der Sklaverei ausbrechen. Als sie von einer Organisation hört, welche sich gegen das System der Kamalari wehren, möchte Urmila dabei sein. Mit viel Mut kehrt sie nach mehr als 10 Jahren zu ihrer Familie zurück und schafft es mit Engagement Präsidentin der Hilfsorganisation zu werden. Auch in die Schule darf sie nun gehen.

    Dieses Buch gibt Einblick in die Kultur Nepals und in die Ungerechtigkeiten, welche seit vielen in diesem Land herrschen. Urmila Chaudhary ist eine unglaublich starke Frau, die einen wahnsinnig starken Willen hat. Sie will lernen und das Kamalari-System stoppen. Die junge Frau hat mit ihrer Organisation bereits viel erreicht. Eine beeindruckende Geschichte, die man unbedingt lesen sollte.

    Da im Buch einige Eigenwörter verwendet werden, findet man im hinteren Teil eine Art Vokabelliste. Ein Vorwort von Senta Berger sowie ein Nachwort von Nathalie Schwaiger runden das Ganze ab.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Sophia!

    Sophia!

    04. April 2011 um 22:39

    "Obwohl ich als Mensch geboren wurde, war mein Leben bisher nicht eines Menschen würdig."
    _
    Die erschreckende, aufrüttelnde Geschichte der Urmila Chaudhary macht auf menschenunwürdige Lebenssituationen aufmerksam, wie sie leider auch inmitten unserer heutigen, modernen und aufgeklärten Welt anzutreffen sind.
    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr verbringt die kleine Urmila eine glückliche Kindheit, obwohl ihre Familie in relativer Armut leben muss. Ein akuter Mangel an medizinischer Versorgung veranlasst den Bruder des Mädchens zum Handeln. Entgegen der Bitten der Mutter beschließt er, seine kleine Schwester für 4000 Rupien (das sind 40 Euro) als Kamalari zu verkaufen. Von nun an ist sie eine Sklavin und kein Mensch mehr.
    Urmilas Leidensweg beginnt nun damit, dass sie nicht nur aus ihrer gewohnten Umgebung fortgerissen wird, sondern sich auch noch einem Kindheitstrauma stellen muss. Seit sie sich erinnern kann, leidet Urmila unter einer panischen Angst vor Wasser. Ihr Onkel wurde von den reißenden Strömen eines Flusses mitgerissen und ist auf diese Art tragisch verstorben. Der einzige Weg aus dem Dorf führt durch eben diesen Fluss.
    _
    Nach dem anstrengenden Fußmarsch stellt das Mädchen fest, als Hochzeitsgeschenk verkauft worden zu sein. Im Alter von sechs Jahren muss sie paradoxerweise Kinder verpflegen, darunter eines das jünger ist als sie selbst. Auch anstehende Hausarbeiten fallen in Urmilas Aufgabenfeld, sodass sie oft von 05.00 Uhr in der Früh bis 23.00 Uhr am Abend arbeiten muss. Zusätzlich wird sie von den Kindern der Familie verhöhnt und geschlagen oder von anderen Erwachsenen mit heißem Wasser verbrüht, die so angestaute Aggressionen an ihr auslassen. Die Erlebnisse bis 2009, dem Jahr ihrer Befreiung, sind unvorstellbar. Es ist erschütternd einen solchen Text zu lesen mit dem Wissen, dass es sich hierbei nicht um Fiktion, sondern um real existierende Missstände handelt.
    _
    Im Vorwort berichtet Senta Berger über die Eindrücke ihres ersten Aufenthaltes in Nepal. Im Unterschied zu kleinen Jungen sehen Mädchen sehr verwahrlost aus und haben oft zerrissene, schmutzige oder aber auch gar keine Kleidung. Zudem müssen sie ununterbrochen schwere Arbeiten verrichten. Der geringe Wert der Mädchen, der scheinbar unter dem eines Tieres liegt, hat die Schauspielerin sehr bewegt. Genau aus diesem Grund setzt sie sich bis heute gegen diese Ungerechtigkeit ein. Die Organisation Plan International hilft Kamalari-Mädchen und setzt sich für deren Rechte ein. Urmila ist heute Präsidentin und Sprecherin des Komitees ehemaliger Kamalari.
    _
    Fazit: Ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Unvorstellbare Schicksalsschläge, vielfältiges Leid, bewegende Momente.

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  • Rezension zu "Sklavenkind" von Urmila Chaudhary

    Sklavenkind
    Peter_Maier

    Peter_Maier

    17. March 2011 um 21:18

    Das Buch berichtet in einer klaren Sprache über das Schicksal von 'Sklavenkind' Urmila Chaudhary.
    Die Geschichte macht Hoffnung und zeigt, warum der Kampf um Freiheit und um Bildung so wichtig ist.
    Die Autorin verzichtet darauf, wie so oft den Zeigefinger zu erheben, sondern transportiert eine enorme, positive Kraft.
    Eine anrührende Geschichte, die mich sehr bewegt hat.
    Ich kann dieses Buch nur empfehlen, da es sich nicht nur um ein lokales, sondern ein weltweites Problem handelt, und es sogar in unserer westlichen Gesellschaft Parallelen gibt.

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