Urs Augstburger Als der Regen kam

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Inhaltsangabe zu „Als der Regen kam“ von Urs Augstburger

Die Liebe meiner Mutter

Mauro schöpft Verdacht, dass es im Leben seiner erkrankten Mutter jemanden gab, von dem er nichts weiß. Die Geschichte einer verratenen Liebe, die eine letzte Chance erhält, und ein berührender Roman um das große Thema Vergessen.

Als sich die Alzheimererkrankung seiner Mutter Helen verschlimmert, kehrt Mauro an den Ort seiner Jugend zurück. Es ist die Zeit des Jugendfestes, bei dem sich die jungen Liebenden des Städtchens ein Versprechen für die Zukunft geben - das im Sommer 1956, als seine Mutter daran teilnahm, noch einer Verlobung gleichkam. Auch in Mauro weckt das alte Ritual schmerzhafte Erinnerungen. Erst nach und nach begreift er, dass hinter ihren zusammenhangslosen Worten mehr steckt und beschließt, dieses Geheimnis zu lüften.
Die berührende Geschichte einer verratenen Liebe, die eine letzte Chance erhält.

'Das Buch über Liebe und Erinnerung lässt den Leser trotz der traurigen Geschichte hoffnungsvoll zurück.' SPIEGEL ONLINE

"Eine beinahe märchenhafte Geschichte mit großer Liebe zum Detail, ohne Angst vor großen Gefühlen. Ein schönes Buch." St. Galler Tagblatt

Ich bin mit dem Roman nicht warm geworden!

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  • Als der Regen kam

    Als der Regen kam

    Sumsi1990

    23. July 2016 um 22:12

    Inhalt:Helen hat Alzheimer. Als ihr Umzug ins Heim ansteht, reist ihr Sohn Mauro zu seiner Mutter in die alte Heimat zurück. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Jugendfestes im Ort wird klar, dass Helens Langzeitgedächtnis ihr immer wieder Erinnerungen schenkt. Während der gemeinsam Zeit erfährt der Sohn so einige Geheimnisse seiner Mutter und arbeitet auch seine eigene Vergangenheit auf.Schreibstil:Das Buch ist den der dritten Person geschrieben, wechselt jedoch die Zeiten und Sichtweisen der Protagonisten.Es ist in ca. 15seitige Kapitel gegliedert und bringt teilweise eine etwas schwere und zähe Erzählweise mit. Ich persönlich finde, dass die Wechsel der Zeiten und Sichtweisen in diesem Roman eher hinderlich sind (obwohl ich diese normalerweise gern mag). Ich habe lang "den roten Faden" hier nicht gefunden.Fazit:Nachdem ich das Buch schon einmal nach ca. 20 Seiten wieder weggelegt habe, habe ich mich diesmal phasenweise einfaxh durchgequält!Aufgrund der Thematik Alzheimer habe ich diesen Roman gekauft, muss jedoch dringend davon abraten dies als Kaufanreiz zu nehmen. Es ist dringend davon abzuraten, dass jemand ein Buch über diese Krankheit schreibt, der anscheinend nie in engem Kontakt zu betroffenen Personen gestanden ist. Es handelt sich definitiv um keine Krankheit, die zu romantisieren ist! Weiters ist die Geschicht sowas von unrealistisch, wenn man eine Ahnung hat wie sich die Krankheit entwickelt!Dessen ungeachtet muss ich sagen, dass mich dieser Roman einfach nicht berührt hat. Gerade bei einem solche emotialen Thema sollte einem die Geschichte nicht derart gleichgültig sein!Das Buch ist nicht komplett schlecht. Für mich wirkt es nur viel zu bemüht, um authentisch zu sein!

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  • Wo das Glück wohnt

    Als der Regen kam

    TochterAlice

    21. November 2015 um 12:39

    findet man zuweilen erst sehr spät im Leben heraus, doch solange man lebt, besteht die Hoffnung, dass man es schafft. Und zuweilen gelingt es auf die ein oder andere Art und Weise - dies die Botschaft des Schweizer Autors Urs Augstburger in seinem Roman "Als der Regen kam". Mauro besucht nach mehr als zwei Jahren seine Mutter. Inzwischen hat sich vieles verändert - ihre Alzheimererkrankung, beim letzten Besuch noch in ihren Anfängen und von Mauro nicht als solche erkannt, ist weit, weit fortgeschritten. Nun lebt sie in einem Heim und erkennt ihren eigenen Sohn nicht mehr. Geheimnisvoll wird die Story zunächst durch die regelmäßigen Besuche von Pius, der zögert, sich Mauro zu zeigen. Zudem erfolgt die Einführung eines zweiten Erzählstrangs mit den Protagonisten Alina - einem kleinen Mädchen - und Jakob, einem alten Mann. Wie hängen die beiden Geschichten zusammen? Durch die schrittweise, sehr langsame Annäherung an die Auflösung wird die Spannung des Lesers sehr gesteigert und löst sich auf teilweise unerwartete Art und Weise. Das große Thema des Romans sind die Einsamkeit und die Erinnerungen, in die jeder der Protagonisten auf seine Art gefangen ist. Die Wendungen des Lebens zeigen, dass tatsächlich der Schlimmste aller Schrecken der Mensch in seinem Wahn ist. Das schmerzhafte, in unserer Gesellschaft immer präsenter werdende Thema Alzheimer und Demenz, mit dem hier sehr behutsam umgegangen wird, macht dieses Buch gleichfalls lesenswert und rundet die in sich überaus stimmige und abgeschlossene Geschichte ab. Ein wenig geschmälert jedoch wird das Lesevergnügen durch den Stil des Autors, der aus meiner Sicht nicht unbedingt von großartigem erzählerischen Können und Geschick zeugt. Augstburgers "Als der Regen kam" gemahnt von der inhaltlichen Ausrichtung, den vermittelten Werten her an den großartigen Roman "Léon und Louise" seines Landsmannes Alex Capus, auch wenn er diesem - der Autor möge mir verzeihen - bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Doch neben Diamanten muss es auch Halbedelsteine geben und so empfehle ich dieses Buch dennoch allen, die einen stimmungsvollen Schicksalsroman auf gehobenem Niveau zu schätzen wissen.

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  • Als der Regen kam

    Als der Regen kam

    HK1951

    01. May 2015 um 09:35

    "Als der Regen kam" von Urs Augstburger ist ein sehr gutes Buch, das einem auch nach dem Lesen nicht mehr aus dem Kopf geht. Das Thema Alzheimer ist ja leider immer aktueller, man liest in Zeitschriften viel darüber, es gibt Dokus etc. - von daher war ich sehr gespannt, wie der Autor das in einem Buch umsetzen wird. Teilweise fand auch ich das Buch recht anstrengend zu lesen, aber es lohnt sich durchaus, wenn man "dran bleibt". Mauro kann zunächst schlecht damit umgehen, dass sich seine Mutter durch die Demenz immer weiter von ihm entfernt und fühlt sich regelrecht hilflos. Doch als er entdeckt, dass er längst nicht alles aus ihrem Leben weiß, wird er neugierig und langsam nähert er sich an. Ihr, der Krankheit... Da ich auch Erfahrung mit einem Demenzkranken habe, weiß ich, wie schwer das für die betroffenen Familienmitglieder ist und ich finde, diesen Zwiespalt zwischen "Ich möchte helfen" und "Ich kann einfach nicht mehr..." hat Augstburger nicht nur gut "eingefangen", sondern auch gut an den Leser gebracht. Volle Punktzahl gibt es von mir aber dennoch nicht, weil ich das Lesen, wie schon erwähnt, streckenweise zu anstrengend fand, da hat sich der Autor meiner Meinung nach etwas "verloren" unnötigerweise. Alles in allem hat sich das Buch aber das Prädikat "gut" und damit die drei Sterne verdient.

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  • Alte Liebe

    Als der Regen kam

    Starbucks

    28. September 2014 um 14:03

    Urs Augstburgers Buch „Als der Regen kam“ war schon lange auf meiner Wunschliste, da das hochbrisante Thema ‚Alzheimer‘ doch immer Rätsel aufgibt, vor allem, wenn man selbst Patienten kennt und vielleicht hofft, diese dann besser zu verstehen bzw. Erklärungen zu bekommen. Dies tut der Roman von Augstburger aber ganz klar nicht. Zum Inhalt: Helen Nesta ist an Alzheimer erkrankt und lebt im Pflegeheim. Ihr Sohn Mauro kommt nur in die Heimat zurück, weil er die Wohnung der alten Dame ausräumen muss. Es ist die Zeit des Jugendfestes, das auch bei der alten Dame, die scheinbar nur in der Vergangenheit lebt, Erinnerungen weckt, Erinnerungen an eine Liebe, die dem Sohn völlig unbekannt ist. Nachdem er viele merkwürdige Dinge in der Wohnung von Helen gefunden hat, ist klar, dass es Geheimnisse im Leben seiner Mutter gibt, denen er gern auf den Grund gehen möchte. Das Buch umfasst genau den Zeitraum des Jugendfestes. Am Ende des Festes wird das Geheimnis gelüftet sein. Aber nicht nur Helens Leben wird sich ändern, auch Mauro, der auch in seiner Vergangenheit stöbert, wird ein anderer sein. Meine Meinung: Eigentlich geht es in diesem Roman nicht um die Alzheimererkrankung der alten Dame; diese wird lediglich genutzt, um die Handlung des Buches zu verrätseln. Sie ist meines Erachtens damit nicht Mittelpunkt des Romans, sondern nur Mittel zum Zweck. Meine Erwartungen waren da einfach anders gelagert, was man dem Autor natürlich nicht ankreiden kann. Der Roman ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, was geschickt gelöst wurde, denn nur so kann der Autor seine Handlung verrätseln, verschleiern. Allerdings versteht man das Gefasele von Helen sicher erst, wenn man den Roman ein zweites Mal liest und das Ende kennt. Ein zweites Mal möchte ich ihn aber nicht lesen, denn er hat mich nicht gefesselt. Ich habe das Buch trotz seiner Kürze auch zwischendurch weggelegt und habe zu einem anderen Roman gegriffen. Zum Teil ist der Verlauf der Handlung am Ende etwas unglaubwürdig. Durch die Perspektivenwechsel fiel es mir auch anfangs etwas schwer, dem Handlungsverlauf zu folgen. Es gibt auch viele Rückblicke, die man ebenso noch einordnen muss. Dennoch ist das Buch ein literarisch sehr hochwertiger Roman. Ich habe mich aber emotional nicht berührt gefühlt und konnte mich nicht mit den Protagonisten anfreunden. Keine der Figuren hat mich wirklich bewegt. So ist nicht viel von meinen großen Erwartungen geblieben, und ich kann dem Roman damit leider nur drei Sterne geben. 

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  • Granatblüte und Eichenblatt

    Als der Regen kam

    dicketilla

    02. March 2014 um 14:13

    Mauro Nesta kommt nach Jahren wieder in seine Heimatstadt, um die Wohnung seiner an Demenz erkrankten Mutter Helen aufzulösen. Der Schweizer Ort ist geschmückt zum jährlichen Jugendfest, dem Fest der Erinnerung. Der Zustand seiner Mutter hatte sich verschlechtert, und in einer nur ihre verständlichen Welt scheinen Momente des Erinnerns zu keimen. Mauro beginnt , nachdem er ein für ihn unbekanntes Foto in der Wohnung der Mutter entdeckte, nach dem Kadetten darauf zu forschen. Und dabei kommen immer wieder Erinnerungen seiner Kindheit, Jugendzeit auf. Seine Mutter , Tochter des einflusseichen Bellards im Ort, tauschte einst mit ihrer Jugendliebe Jakob, einem Jazzmusiker , Eichenblatt und Granatblüte, was einem Versprechen fürs Leben galt. Doch diese Liebe durfte es nicht geben, in den Fünfzigern, in denen Vorurteile und noch immer der alte Geist regierte. So heiratete sie aus Trotz einen italienischen Gastarbeiter , und dadurch wurden sie zu Außenseiter, und Mauro musste eine Kindheit voller Beschimpfungen erleiden. “Nicht immer war der Enkel des Königs ein Prinz.” (S.41) Der Leser darf Helens verworrenen Erinnerungen folgen, die wie ein Puzzle durch die Handlung gleiten. Und Mauro setzt sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander, in denen viele schmerzhafte Dinge wieder herauf beschworen werden. Und da sind noch Pius und Jakob , einst die besten Freunde, doch wo eine Frau beider Herz entflammt, bleibt oftmals wenig davon zurück. Eine Geschichte, die das Herz berührt, aber auch zornig macht, in Anbetracht der Ungerechtigkeit die den Liebenden widerfährt. Aber auch ein Zeugnis einer Zeit in der Engstirnigkeit und Vorverurteilung im Mittelpunkt steht. Wieder eine Geschichte, die so schnell nicht vergessen wird.  

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  • Regen

    Als der Regen kam

    Luc

    17. November 2013 um 18:10

    Als Mauro Nesta zurück in den Ort seiner Kindheit zurückkommt, bekränzen die Einwohner gerade die Strasse. Die Stadt macht sich schick. Das Jugendfest wirft seine Schatten voraus. In Mauro keimen ungute Erinnerungen auf. Mauro weiss nur zu gut, was hinter der schönen Fassade steckt. Die Enge, Hartherzigkeit und Grausamkeit lauert in den Gassen, um sich alkoholschwanger Bahn zu brechen. Das ist nicht sein Fest. Das sind auch nicht, die Menschen mit denen er zusammenleben möchte. Er ist aus einem anderen Grund aus Italien in die Schweiz gereist, wo er für die Einheimischen nur ein Stück Ausländerdreck ist. Seine Mutter ist an Alheimer erkrankt. Er geht sie im Pflegeheim besuchen. Anschließend muss er ihre Wohnung auflösen. Die Situation überfordert ihn. Die Mutter wirkt verwirrter, als er es sich vorgestellt hatte. Ihre Wohnung ist ein Sammelsurium von Absonderlichkeiten. Es scheint, als hätte sie die Vergangenheit in den vier Wänden bewahrt. Auf dem Festplatz betritt Helen Nesta den Tanzboden. Plötzlich beginnt sie mit einem unbekannten Liebhaber zu tanzen. Anders kann Mauro die Situation nicht interpretieren. Sie tanz auch ganz sicher nicht mit seinem Vater, einem italienischen Einwanderer, der inzwischen verstorben ist. Hatte seine Mutter ein Geheimnis? Mauro Nesta forscht nach. Vielleicht kann ihm Pius Kobelt weiterhelfen. Schließlich scheint der alte schwerkranke Herr nicht von der Seite der Mutter zu weichen.   Meinung:   Als der Regen kam ist kein Alzheimer Roman, die Krankheit bleibt ein interessanter Nebenaspekt der Geschichte. Vielmehr ist der Roman eine tragische Liebes- und Lebensgeschichte. Hass, kleingeistige Enge und Verleumdung stürzen auf die Liebenden herab, deren ärgster Feind das Alter und der Tod wird. Bisweilen möchte man Mauro mit der Nase auf die Zusammenhänge stoßen, damit ein Happy end möglich wird. Daraus bezieht der Roman seine Größe. Urs Augstburger wählt eine etwas betuliche, manchmal lyrische, immer griffige und um Exaktheit bemühte Sprache, die zunehmend an Tempo gewinnt. Im zweiten Teil des Buches entsteht ein regelrechter Lesesog, durch die spannenden Ereignisse. Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie gut durchdacht der Roman ist und dabei noch intensiv Gefühle herüberkommen, die völlig Kitschfrei transportiert werden. Auch die Figurenzeichnung gelingt tadellos. Gerade bei den Personen, die sich lange im Hintergrund der Geschichte aufhalten, entfalten sich geschlagene Persönlichkeiten, die man am Liebsten in den Arm nehmen möchte. Oder monströse Mächtige, die eigentlich hinter Gitter gehören. Als der Regen kam ist kein oberflächlicher Unterhaltungsroman. Urs Augstburger hat die Tiefe der Meister!  

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  • *VOLL*Wanderbuch: Als der Regen kam - Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Mina - Das Irrlicht

    »Wer liebt, vergisst nicht.« Helen ist an Alzheimer erkrankt. Doch an dem Tag, an dem das jährlich stattfindende Jugendfest beginnt, bricht sie plötzlich aus ihrer Isolation aus. Sie tanzt mit einem unsichtbaren Geliebten über das verlassene Parkett. Ihr Sohn Mauro schöpft Verdacht, dass es im Leben seiner Mutter jemanden gab, von dem er nichts weiß. Die Geschichte einer verratenen Liebe, die eine letzte Chance erhält. In dem beschaulichen Städtchen herrscht Ausnahmezustand: Es ist die Zeit des Jugendfests. Überall werden Kränze geflochten, Blumen gesteckt, die letzten Vorbereitungen getroffen. Alles ist geprägt von Ritualen, Tänzen und Gesängen. Der Tausch von Eichenblatt und Granatblüte ist ein Versprechen, das im Sommer 1956, als Mauros Mutter Helen daran teilnahm, noch einer Verlobung gleichkam. Doch davon, und von dem damit verbundenen Geheimnis, ahnt Mauro nichts. Er ist an den Ort seiner Jugend zurückgekehrt, um sich um seine demenzkranke Mutter zu kümmern. Erst nach und nach versteht er, dass hinter ihren zusammenhangslosen Worten mehr steckt, und er beschließt, das Geheimnis zu lüften ... Eine berührende Liebesgeschichte und das große Thema »Demenz« in einem Roman.   Ich fand das Buch sehr schön... Das Buch der Regeln…. 1) Behandelt das Buch pfleglich. 2) Jeder hat 3 Wochen Zeit, um das Buch zu lesen und dann an den nächsten Leser weiter zu schicken. 3) Sollte es bei Euch zeitlich eng werden, sagt einfach rechtzeitig Bescheid, da haben wir alle Verständnis. 4) Bitte erfragt selbständig die Adresse eures Folge-Lesers 5) Sollte das Buch verloren gehen, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. 6) Jeder verpflichtet sich, hier kundzutun, wenn das Buch angekommen ist bzw. weitergeschickt wurde. Am besten benutzt Ihr den "Thema folgen"-Button links oben, dann verliert Ihr das Thema auch nicht aus den Augen.  7) Widmet Ihr mir was rein? Oder macht ne Notiz? Fänd ich super! ******************* TeilnehmerInnen (mindestens 3 – maximal 10): verschickt am 02.08.2012 1. buchstabentraeume erhalten am 07. Aug 2. gamaschi erhalten am 13. Aug 3. Mikki erhalten am 02.September 4. Marakkaram erhalten am 25. September 5. anyways - erhalten 6. /  7. / 8. chatty68 - erhalten 9. melanie_reichert - erhalten ~zurück an Mina~

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    • 92

    Mina - Das Irrlicht

    30. April 2013 um 12:40
  • "Wer liebt, vergisst nicht"

    Als der Regen kam

    19angelika63

    04. April 2013 um 05:24

    Klappentext Helen ist an Alzheimer erkrankt. Doch an dem Tag, an dem das jährlich stattfindende Jugendfest beginnt, bricht sie plötzlich aus der Isolation aus. Sie tanzt mit einem unsichtbaren Geliebten über das verlassene Parkett. Ihr Sohn Mauro schöpft Verdacht, dass es im Leben seiner Mutter jemanden gab, von dem er nichts weiß. Die Geschichte einer verratenen Liebe, die eine letzte Chance erhält. Dieses Buch beschreibt mit einer unbeschreiblichen Intensität die Gefühle und das Leben der Protagonisten. Ein Buch der leisen, zärtlichen und aber auch grausamen Töne. Da ist Helen in ihrer Welt mit ihrer Krankheit. Es liest sich nicht leicht, da manche Sätze mittendrin aufhören, so wie die Gedanken bei Alzheimer Patienten springen. Man spürt die Verzweiflung, die Sehnsucht und die Fragen, die ihr nie jemand beantwortet hat. Mauro, der nicht weiß wie er mit der Krankheit von Helen und Helen selber umgehen soll. Aber auch seine eigene Verzweiflung am Leben und der Suche nach der einen wahren Liebe. Jakob, der Helen über alles liebt und sie auf schmerzlichste Weise verliert und dabei auch fast sein Leben. Pius, auch er liebt Helen über alles. Doch er trägt ein Geheimnis mit durch sein Leben, das ihn am Leben zerbrechen lässt. Lindita, die Pflegekraft von Helen. Eine Frau, die sich mit Hingabe ihrem Beruf widmet. Der Pflege von Demenzkranken Menschen. Mit Urs Augstburger lese ich einen zweiten Autor, der eigentlich nur für Thriller und Krimis bekannt ist, die ich jedoch nicht gelesen habe. Aber auch ihm ist, wie Rita Falk ein ganz großer Spagat gelungen. Dieses Buch hat mich so berührt, weil es so zärtlich mit seinen Protagonisten umgeht. Die Beschreibungen und Szenen sind so wundervoll beschrieben, dass ich oft den Eindruck hatte, ich sitze daneben und mir erzählt jemand aus seinem Leben. Ich bin erschütter über die Dinge, die ich erfahre aus einer Zeit, in der Frauen/ Mädchen noch kein selbstbestimmtes Leben führen durften. In der die Regeln der Eltern „Gesetz“ waren. Ich bin glücklich und auch ruhiger, wenn ich lese, wie Helen in ihrer Welt lebt. Sie ist glücklich. Sie vermisst nichts. Das nimmt mir irgendwie die Angst vor dieser Krankheit. Ich verstehe vieles besser. Ich danke Herrn Augstburger für diesen großartigen Roman, für die liebevollen, zärtlichen und glücklichen Stunden mit Helen, Mauro, Jakob, Pius und Lindita. Für mich persönlich hat das Buch ein offenes Ende, ein Ende, das mich träumen lässt, dass Helen irgendwann einen lichten Moment hat und erkennt, dass ihre große Liebe nach all der Zeit endlich bei ihr ist!!! ♥♥♥

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Anni1609

    06. January 2013 um 12:17

    Geschichte über das Vergessen Inhalt: Helen Nesta ist schwer demenzerkrankt und kann deshalb nicht mehr allein zu Hause leben. Sie hat einen Sohn, Mauro Nesta, der von der Stationsleitung des Pflegeheimes, Lindita Bardhecay, benachrichtigt und um Auflösung der Wohnung von Helen gebeten wird. Bei Ankunft in der Heimat wird Mauro bereits bewusst, dass er sehr wenig vom Leben seiner Mutter weiß. In der Wohnung von der demenzkranken Helen hinterlassene Symbole und Spuren kann er zunächst nicht deuten, aus Handlungen seiner Mutter wird er nicht schlau und beschließt somit, Ermittlungen über die Vergangenheit der Mutter anzustellen. Er ahnt dabei nicht, dass ein Freund der Mutter aus der Vergangenheit ihm bereits auf den Fersen ist und seinerseits auch eine Begegnung plant. Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Jugendfestes lichtet sich allmählich der Vorhang und Mauro kommt der Wahrheit endlich auf die Spur. Beurteilung: Der Hintergrund des Romans ist vor allem die Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen im Jahr 1956, die aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten stammen. Zudem sind die Nachwehen des 2. Weltkriegs durch politische Unruhen immer noch zu spüren. Vetternwirtschaften im Bürgeradel gehören zur Tagesordnung. Der Autor baut auf diesem Fundament die Handlung seines Romans auf, der zum Großteil in der Gegenwart, im Jahr 2012, in einem kleinen Schweizer Ort mit schöner Altstadt spielt. Die Vergangenheit spielt allerdings eine große Rolle. Urs Augstburger gestaltet den Ablauf sehr spannend, vor allem aufgrund wechselnder Erzählperspektiven. Grundsätzlich lässt er verschiedene Charaktere die Handlung aus der 3. Person schildern. Eine Ausnahme macht er, indem er die Gedanken von Helen aus der Perspektive einer Ich-Erzählerin schildern lässt. Diese Gedanken sind zudem noch visuell durch kursiven Druck vom übrigen Text abgegrenzt. Der Leser erfährt über die verschiedenen Erzähler stets bruchstückhaft neue Informationen und Wendungen in der Handlung. Somit steigt beim Leser die Spannung auf den nächsten Abschnitt und damit auch die Spannung auf die Erzählperson, die folgen wird. Der Aufbau des Romans ist schlüssig, vor allem dadurch, dass der Autor stets zum richtigen Zeitpunkt die für den Leser notwendigen Informationen bereitstellt, die zum Verstehen benötigt werden. In der Gegenwart ist der Roman zeitlich und auch inhaltlich chronologisch aufgebaut. Allerdings werden auch Zeiten aus der Vergangenheit geschildert, woraus zeitlich und auch inhaltlich Sprünge resultieren. Der Großteil des Romans findet während des Jugendfestes in der Altstadt des Schweizer Städtchens statt. Die wichtigsten Personen des Romans sind Helen Nesta und ihr Sohn Mauro. Von besonderer Brisanz sind auch die Figuren Pius Kobelt, der Helen stets im Pflegeheim besucht, und Jakob Matter, der nach 50 Jahren in das Städtchen zurück gekehrt ist. Die Hintergründe und auch Zusammenhänge zwischen diesen Personen, werden dem Leser im Laufe der Handlung erläutert, natürlich zum Spannungsaufbau nur nach und nach. Die Dialoge sind für den Leser gut nachvollziehbar und stets mit viel Inhalt versehen. Sie arten nicht aus und sind nie zu langatmig. Der Autor drückt sich während des gesamten Romans sehr gewählt aus. Es mutet fast einer lyrischen Sprache an. Er verwendet zur leichteren Verständlichkeit „normale Satzlängen“ und verzichtet auf Verschachtelungen. Der Großteil ist somit leicht verständlich. Einzig die Gedanken von Helen Nesta stellen für den Leser eine Schwierigkeit in Bezug auf das Verständnis dar. Der Roman ist flüssig und leicht zu lesen. Die Spannung wird beim Leser von Beginn an aufrecht erhalten, da auch dieser gemeinsam mit Mauro stets neue Informationen über das Leben von Helen Nesta aufdecken möchte. Der Leser sympathisiert sehr schnell mit Mauro und würde ihm am liebsten behilflich sein bei seiner detektivischen Arbeit. Die verschiedenen Handlungsstränge, hervorgerufen durch die verschiedenen Erzählperspektiven, finden im Laufe der Handlung zueinander, bis sie am Ende des Romans komplett zu einem Strang verschmolzen sind. Überraschende Wendungen gibt es in dem Roman nicht viele, allerdings erfährt der Leser einige Überraschungen, die durch Mauro aufgedeckt werden. Größtenteils ist der Ablauf aber vorhersehbar, was nicht schlimm ist. Das Ende des Romans ist für den Leser gut verträglich, obwohl es eher offen gehalten ist und es sich um kein Happy-End handelt. Trotzdem löst sich beim Leser die Anspannung, die sich auf den letzten Seiten entwickelt hat und er kann das Buch zufrieden zur Seite legen. Auf das Ende wurde von Seiten des Autors im letzten Teil des Romans sukzessive hingearbeitet. Der Roman ist kein wirklicher Liebesroman, sonder eher in die Kategorie der anspruchsvollen Literatur einzuordnen. Er regt den Leser stark zum Nachdenken an. Es handelt sich nicht um die typische „Urlaubslektüre“. Das Cover des Romans ist sichtlich gut ausgewählt worden und wunderschöne gestaltet. Die Bedeutung erschließt sich dem Leser allerdings erst im Laufe des Buches. Zu Beginn ist zudem ein Interview mit dem Autor abgedruckt, das auf den folgenden Roman einstimmt. Das Buch ist im Hardcover erschienen. Meiner Meinung nach ist die äußere Gestaltung rundum gelungen. Fazit: Ich würde diesen Roman uneingeschränkt weiterempfehlen – somit absolute Leseempfehlung!!! Diese herzergreifende Geschichte über Mutter und Sohn, wobei der Sohn so viel Neues über das Leben der Mutter erfährt, ist ein absolutes Muss für jeden Bücherfan. Zudem ist dieser Roman überhaupt nicht kitschig, geht aber trotzdem ans Herz!

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Sky

    31. December 2012 um 00:52

    Das Jugendfest, das alle verbindet Das Jugendfest war von jeher der Höhepunkt eines jeden Jahres in dem kleinen schweizerischen Städtchen. Die Vorbereitungen wurden auch dieses Jahr wieder getroffen, alle werden darauf vorbereitet und auch soll es wieder der Tag werden an dem die Granatblüte gegen den Eichenzweig getauscht wird und sich die Liebenden ihre Herzen versprechen. Es ist der Tag an denen Paare zusammenfinden und es ist der Tag, der die Menschen in eine festliche Illusion hebt. Helen hat schon viele solcher Jugendfeste hinter sich gebracht und heute fällt es ihr schwer die Erinnerungen zurückzuholen. Die Alzheimer raubt ihr immer mehr an Vergangenem, Fähigkeiten und das Gedächtnis an die Personen, die ihr nahe stehen, verblasst. So erkennt sie auch ihren eigenen Sohn Mauro nicht mehr, als dieser aus Italien zurück in das Städtchen reist. Doch auf einmal scheint eine Erinnerung bei Helen aufzuleben, als sie mit ihrem Sohn durch die Stadt streift, wo die Vorbereitungen des Jugendfestes in vollem Gange sind. Sie tanzt über das leere Parkett mit einem Unbekannten, gedankenverloren und seit langem wieder lächelnd. Aber es scheint nicht der Vater von Mauro zu sein, mit dem sie diesen Tanz getanzt hat und Mauro beschließt ihre Vergangenheit zu erforschen. Er stößt dabei auf eine Liebe, die nicht sein durfte, einem Boot aus der Rinde eines Baumes, Schildkröten und auf eine traurige Geschichte über Herzen, die verraten wurden. Urs Augstburger hat ein Gespür für die kleinen und doch so schwerwiegenden Dinge im Leben. Mit „Als der Regen kam“ hat er einen Roman geschaffen der Liebe, Verrat, Entwicklungen und Wertevorstellung mitunter verbindet. Seine berührende Geschichte rund um Helen entführt in eine schweizerische Idylle, deren moralische Vorstellungen nicht immer so edel und harmonisch waren wie sie optisch scheint. Im Kleinen geht es um versteckten Rassismus, verkappten Vorstellungen, der bitteren politischen Differenzierung und die Suche nach der richtigen Heimat. Darüber thront die melancholische Liebesgeschichte, die sich dem Leser mit jedem weiteren Fragment offenbart und dann mit all ihren vergessenen Momenten, trügerischen Erscheinungen beim Lesen eigene hingebungsvolle Gefühle auslöst. Ohne Pathos und in prachtvollen Bildern bringt uns Urs Augstburger mit jeder Zeile näher zu seinen Protagnisten, die mit ihrer Menschlichkeit und Ehrlichkeit den Leser beeindrucken. Je tiefer man hineinsinkt in die Handlung umso klarer zeichnen sich die Figuren ab und enthüllen das ganze Drama dahinter. Mit Hilfe seinem bildkräftigen Schreibstil und als auktorialer Erzähler, lässt er uns, indem er die Perspektiven der Hauptfiguren einnimmt, deren Vergangenheit, Gegegenwart und Gedankenwelt beleuchtend, um die sich das Dilemna spannt, hineinfühlen und schafft dadurch eine Dichte, die einen atemberaubend zurücklässt. Die Authentizität findet sich auch in der Krankheit Helens wieder. Mit der poetischen Sprache und menschlichen Feingefühl wird auf die Krankheit eingegangen und wird zudem in ein künstlerisches Licht gerückt. Ohne zu viel Dramatik daherkommend, so dass der Leser von ihr nicht geblendet wird. Er bleibt frei von der Krankheit, wird nicht von ihr eingenommen und trotz allem spielt sie die große Rolle und bleibt doch eine Art Nebenfigur. Aus diesen Fundament baut Urs Augstburger Zusammenhänge, die sich über die 50er Jahre im schweizerischen Städtchen bis in die heutige Zeit greifen. Psychologisch ausgefeilt und mit viel Auge für die Detailfreude entsteht eine Geschichte, die den Leser nicht kalt lassen kann. Augstburger proträtiert die Entwicklung eines Städtchens und bringt die Gastarbeiterproblematik und den damit verbundenen schweizerischen Rassismus nuancenartig hervor. Schlicht und still wandert man auf den Wegen in „Als der Regen kam“ und verliert sich aus einer Mischung aus Melodram und Heimatroman, die sich durch seine starke Tiefe und den akzentuierten Momenten auszeichnet. So schnell man angefangen hat, desto mehr verheddert man sich, schreitet weiter durch das Städtchen, lässt sich verzaubern von alten Traditionen und verführen von der Liebe und findet im Schatten versteckt, die finsteren Moment, die Doppelbödigkeiten und die zweifelhafte Moral zwischen Einfluss und geliebten heimatlichen Tradtionen. Und zum Abschluss findet er ein krönendes Ende, welches alle Fragen klärt und uns mit vielen Gedanken und noch mehr Gefühlen zurücklässt. Fazit „Als der Regen kam“ ist ein tiefgründiger Roman voller Facetten und einer kräftigen, poetischen Sprache. Urs Augstburger gelingt ein Heimatroman und gleichzeitig ein Melodram ohne Kitsch und Klischees, aber umso mehr Tiefe. Ein stiller Roman, der aufgrund seiner Ruhe umso tiefer und dichter erscheint. Wunderschön und einzigartig!

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Schneewittchen94

    15. December 2012 um 18:14

    In dem Buch „Als der Regen kam“ geht es um die an Alzheimer erkrankte Mutter Helen Nesta. Als es ihr immer schlechte geht, reist ihr Sohn Mauro Nesto zu ihr, doch sie erkennt nicht einmal ihn und versinkt in ihrer Apathie, während Mauro nichts für sie tun kann. Jedoch bricht sie an dem Tag des in dem Dorf berühmten Jugendfest aus ihrer Isolation heraus und beginnt zu tanzen. Mauro begibt sich nun auf die Suche nach Helens Geheimnis, das es in ihrer Vergangenheit zu geben scheint und stößt dabei auf eine verratene Liebe... Zunächst einmal muss ich dieses umwerfende Cover erwähnen, das mir wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Leider hat mich die Geschichte in diesem Buch nicht in einen solchen Bann gezogen. Beim ersten „Anlauf“ habe ich das Buch sogar abgebrochen, da ich irgendwie nicht in die Geschichte reinkam. Ich wurde mit der Thematik und vor allem mit dem Protagonistin überhaupt nicht warm und die Handlung war mir einfach viel zu ruhig und unspektakulär. Nichtsdestotrotz wollte ich dieser Geschichte unbedingt noch eine zweite Chance geben. Als ich es dann nach einigen Monaten wieder zur Hand nahm und es ein zweites Mal las, konnte sich meine Meinung jedoch leider auch nicht ändern. Wie beim ersten Mal wurde ich nicht so recht mit der Geschichte warm und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nur so vor sich „hindümpelt“. Dementsprechend konnte es mich trotz der sehr emotionalen und berührenden Thematik nicht bewegen. Auch trotz der relativ großen Schrift und den nicht all zu vielen Seite, war es kein kurzweiliger Lesevergnügen und es kam keine Spannung auf. Gerade die wirren Gedanken der an Alzheimer erkrankten Helen waren für mich sehr anstrengend und nicht sonderlich interessant zu lesen. Nichtsdestotrotz möchte ich das Buch nicht nur schlecht machen. Ich denke, dass dieses Buch einfach nicht das richtige für mich persönlich war, aber für andere Leser genau das richtige sein könnte - gerade für Menschen, die mit der Thematik vertraut sind und sehr ruhige Bücher, ohne viel Spannung mögen. Es bleibt viel Platz für eigene Interpretationen und „zwischen den Zeilen lesen“. Die Ausdrucksweise ist teilweise sehr metaphorisch und regt zum Nachdenken an. Außerdem ist – neben dem tollen Design, das ich bereits erwähnte – dem Buch auch anzurechnen, dass es zu Beginn ein Interview mit dem Autor gibt. Es ist auch ein multimediales Buch und so kann man sich zu dem jeweiligen Kapitel einen passenden Kurzfilm anschauen. Deshalb mein Fazit: Sicherlich ein schönes und bewegendes Buch – nur nicht für mich.

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    anyways

    07. November 2012 um 20:14

    Jahrzehnte nach seiner etwas überstürzten Flucht aus der Enge seiner schweizerischen Heimatstadt, kehrt Mauro, der Halbitaliener, zurück. Sofort überfällt ihn seine eigene Vergangenheit, denn es ist Jugendfest. Ein Fest das seit Jahrhunderten in der Kleinen Stadt gefeiert wird, und für jeden Bewohner etwas Besonderes ist. Obwohl Mauro keine sehr guten Erinnerungen an dieses Fest hat, kann er sich dessen Magie nicht entziehen. Für seine Mutter hatte das Fest vor vielen Jahren weitaus dramatischere Ereignisse, nur erzählen kann sie diese nicht mehr, sie sind verschlossen, denn Helen leidet an Alzheimer. Umso neugieriger ist Mauro auf ihre Geschichte. Die Stimmung dieses Buches als melancholisch zu beschreiben, wäre eher noch geschmeichelt. Es ist sehr Gedanken lastig, zu viele Andeutungen, Interpretationen und daraus resultierenden Fehlinterpretationen vergangener Feste bestimmen es. Eine gewisse Lieblosigkeit aller Protagonisten stellt sich für mich dar, obwohl der Autor garantiert ganz anderes bezweckt. Schon allein die Tatsache das der Sohn, nicht schon beim Ausbruch ihrer Erkrankung bei ihr ist, sondern erst zwei Jahre später kommt, um dann auch gleich alle Zelte für sich und für sie abzubrechen lässt mich an eine Gleichgültigkeit denken. Mich hat weder die Geschichte für sich eingenommen, noch das der Autor mich durch sympathische Akteure an das Buch fesseln konnte. Dieses Buch verspricht soviel mehr als das es hält.

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    gst

    30. October 2012 um 18:04

    Schon seit Jahrhunderten gibt es im Schweizer Brugg das Jugendfest. An seinem Ablauf orientiert sich diese Geschichte. Es ist für Kinder und Erwachsene ein Höhepunkt im Jahresablauf. Für die einen, weil sie sich von der Stimmung, den Reigen und Tänzen das erste Mal vereinnahmen lassen, für die anderen, weil Erinnerungen an frühere Zeiten zum Greifen nahe kommen. Auch Mauro Nester, der wegen seiner an Alzheimer erkrankten Mutter in das Städtchen zurückkommt, erliegt eigenen Erinnerungen. Als Kind eines italienischen Vaters war er ein Außenseiter, weshalb er seiner Heimat auch den Rücken gekehrt hat. Seine Mutter kam aus einer angesehenen Familie, hat den Ort nie verlassen und doch gegen die Engstirnigkeit der Menschen rebelliert. Als Kind war ihm das nie bewusst, doch nun als Erwachsener entdeckt er nach und nach Mutters Geheimnisse, die sie ihm wegen ihrer Krankheit aber nicht mehr erläutern kann. Mühsam nähert er sich an, versucht herauszufinden, was aus Mutters großer Liebe geworden ist. Das Buch beginnt ruhig, führt den Leser gemächlich in die Thematik ein. Im Mittelteil – während des Festes – nimmt es allmählich Fahrt auf, um zum Schluss in einem wahren Feuerwerk zu enden. Mir gefällt, wie die Alzheimerkrankheit „behandelt“ wird. Auch wenn sie den gesamten Roman prägt, steht sie nicht im Mittelpunkt des Geschehens. Da spielen schon eher Charaktereigenschaften von Menschen die Hauptrolle. Der Leser erfährt, was unerfüllte Liebe für Abgründe haben kann und dass Treue nichts mit Enthaltsamkeit zu tun haben muss.

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Marakkaram

    07. October 2012 um 14:20

    ********** Ein kleines Juwel *************** In vielen vorangegangenen Rezensionen hab ich immer wieder über Probleme mit dem Schreibstil und vor allem der Sprache gelesen. Und ich muss sagen, gerade der Schreibstil und, ja, fast schon die Poesie der Sprache sind es, was dieses Buch zu etwas ganz Besonderem macht. Ein kleines Juwel, das gar nicht so klein ist, mit seinen 288 Seiten. ************ Und ja, auch ich habe verhältnismässig lange gebraucht, es liest sich nicht zackzack in einem Rutsch weg. Und ja, es liegt am Schreibstil. Aber wiederum genau diese Sprache hat mich von der allerersten Sekunde in ihren Bann gezogen. Damit schafft der Autor es, so eine Wucht an kleinen, wunderschönen Momentaufnahmen und Gefühlen zu transportieren, dass man einfach in diesem Buch versinken möchte. ************* Für mich eine der schönsten Liebesgeschichten, verpackt in die Erinnerungsfetzen einer demenzkranken Frau, Ihrem Sohn, der nach Hause kehrt und langsam begreift, dass es in der Vergangenheit seiner Mutter ein Geheimnis gibt und zweier alten Freunden, die sich nach über 50 Jahren der Vergangenheit stellen. Jeder mit seinen eigenen Erinnerungen, seinen Gefühlen und jeder für sich und auf seine eigene Art und Weise. ************ Für mich eines der besten Bücher des Jahres.

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  • Rezension zu "Als der Regen kam" von Urs Augstburger

    Als der Regen kam

    Mikki

    14. September 2012 um 12:04

    "Wer liebt, vergisst nicht" Als ich diesen Satz auf dem Rücken des Buches gelesen habe, war ich neugierig und habe mich freudig auf den Inhalt gestürzt. Allerdings wurde ich doch recht schnell ausgebremst, denn der Schreibstil ist wirklich ein wenig Gewöhnungsbedürftig. Die Erzählung wechselt immer mal wieder zwischen den Personen, Jakob, Mauro, Pius und Hellen in und her. Am schwierigsten zu verstehen ist definitiv Hellen in ihrer eigenen Gedankenwelt ... wenn man sich allerdings erstmal ein bisschen hinein gefunden hat, ist es ganz wundervoll. Das Geheimnis um den unsichtbaren Tänzer wird immer weiter aufgebröselt und je weiter man liest desto leichter wird es ... zumindest habe ich das so empfunden. Durch das kleine Mädchen Alina bekommt die Sache, bei all ihrer Traurigkeit trotzdem die nötige Leichtigkeit und man kann sich in die Charactere einfühlen und mit ihnen langsam, Schritt für Schritt die Geschichte um Helen und ihren heimlichen Geliebten entdecken ... Insgesamt fand ich die Geschichte, nach den kleinen Anlaufschwierigkeiten wirklich wunderschön, ein bisschen Romanze und eigentlich auch eine großartige kleine Tragödie.

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