Urs Richle Das taube Herz

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Inhaltsangabe zu „Das taube Herz“ von Urs Richle

Eine abenteuerliche Geschichte über den Menschheitstraum, eine denkende Maschine zu bauen Die tragische Geschichte eines Schweizer Uhrmachergenies, dessen Automat am französischen Hof den berühmten Schachautomaten des Baron von Kempelen besiegt – eine Parabel über den Traum des Menschen, die Schöpfung zu vervollkommnen. Jean-Louis Sovary ist ein Kind des 18. Jahrhunderts und als Sohn des Schweizer Jura von klein auf fasziniert von Uhren und ihrer Mechanik. In einem dubiosen Atelier in der Nähe von Genf kann er seine Begabung ausleben und wird zum Fälscher der besten Uhrwerke seiner Zeit. Dies bleibt auch dem französischen Orgelbauer und Automatensammler Montallier nicht verborgen, der ihn nach Paris lockt. Hier soll er im Geheimen einen raffinierten Automaten bauen, mit dem Montallier den berühmten Schachtürken des Baron von Kempelen besiegen will. Doch das geht nicht ohne ein geniales menschliches Gehirn, das Montallier in dem Mädchen Ana gefunden hat. Und Jean-Louis macht die Erfahrung, dass selbst die ideale Kombination von Maschine und Hirn unvollständig ist – ohne ein empfindendes Herz. Philosophisch-hintergründig und unterhaltend erzählt.

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  • Zwischen Mechanik und Psychologie

    Das taube Herz
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    12. September 2013 um 10:33

    Kurzinhalt Mir fällt es wirklich schwer etwas über die Handlung zu sagen, ohne alles schon vorweg zu nehmen. Ich finde selbst der Klappentext (vor allem an der Innenseite) erzählt einem fast zu viel. Deshalb möchte ich nur dazu sagen, dass es um Jean-Louis, einem aufstrebenden Schweizer Uhrenmacher  des 18.Jh. geht. Doch auch sein Genie stößt an seinen Grenzen, als er den Auftrag erhält einen Automaten zu bauen, der Technik und Mensch vereint und dafür die Hilfe der außergewöhnlichen Ana de la Tour benötigt.   Fazit Ich habe dieses Buch praktisch blind gekauft, weil mich eigentlich an diesem Buch alles angesprochen hat. Ich fand den Titel interessant, unterstrichen von dem Cover und der Klappentext. Irgendwie hatte ich gehofft, dass dieses Buch ein wenig so wie der „Nachtzirkus“ werden könnte – das ist leider nicht der Fall. Zwar ist dieses Buch „erwachsen“ und tiefgründig (also eher nichts für Jugendliche), aber es konnte mich nicht fesseln. Allein schon die Sprache – sie ist nicht wirklich alt, aber auch nicht gerade leicht zu lesen. Ich fand es sogar ziemlich anstrengend. Außerdem fand ich viele Szenen sehr ziehend. Das liegt daran, das wirklich sehr viele Beschreibungen und Passagen sich auf die Mechanik im Allgemeinen und die von Uhrenwerken bezieht. Ich mag die Physik, aber das war mir einfach zu viel, es interessiert mich auch einfach nicht wie eine Spieluhr funktioniert, solange sie es eben tut. Wirklich interessant und gerne gelesen habe ich eigentlich nur die Kapitel, die sich um Ana und damit um das psychologische und zwischenmenschliche drehen. Deshalb fällt es mir schwer dieses Buch zu bewerten, weil es wohl schlichtweg nicht meine Thematik ist und ich mich stückweit fast ein wenig durch quälen musste, es an anderer Stelle aber gar nicht schlecht fand. Dieses Buch ist also für alle, die tiefgründige und ruhige Geschichten mögen und ein großes Interesse an der Mechanik haben. Und zu diesen Menschen zähle ich leider nicht.

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  • Der grosse Traum von der intelligenten Maschine

    Das taube Herz
    claude20

    claude20

    13. June 2013 um 19:20

    Jean-Louis Sovary weiß bereits als er 10 Jahre alt ist, was er machen will, wenn er erwachsen ist. Er ist fasziniert von der Mechanik der Uhren und überlegt schon früh, wie er die Glocken der Kirche in seinem Heimatort automatisieren könnte. Aber sein Vater will ihn auf die Jesuitenschule schicken, damit er ein Priester werden kann. In der Schule lernt er schnell, dass es wichtig ist die Naturwissenschaften zu studieren, um seinen Berufswunsch etwas näher zukommen. Na Beendigung seiner Studien verschlägt es Jean-Louis nach Genf und hier kann es seine Begabung als Uhrenmacher ausleben. Er wird zum Fälscher und entwirft die besten Uhrenwerke seiner Zeit. Dies bleibt dem französischen Orgelbauer Blaise Montallier nicht verborgen. Er lockt Jean-Louise zu sich nach Hause und sperrt ihn in seinem Keller ein. Er verlangt, dass Jean-Louise ihn einen Schachautomaten baut, der den Schachautomaten von Kempelen schlagen kann. Aber das ist nicht so einfach. Wie soll es gelingen einen Automaten mit Intelligenz auszustatten? Das Buch ist wirklich sehr interessant, wenn man sich für die Schweizer Uhrmacher-Geschichte und für die Automatengeschichte des 18. Jahrhunderts interessiert. Der Schreibstil ist sehr ansprechend und gut zu lesen. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Ich konnte mir wirklich gut vorstellen, wie Jean-Louise im Keller an dem Schachautomaten arbeitet. Leider hat mich das Ende des Buches dann doch ein wenig enttäuscht. Ich hatte das Gefühl hier fehlt noch etwas. Warum war die Geschichte plötlzich zu Ende? Wo war der Rest? Aber das hat mein Lesevergnügen dann doch ein bisschen betrübt. © claude

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  • Rezension zu "Das taube Herz" von Urs Richle

    Das taube Herz
    Zebrafink

    Zebrafink

    06. November 2010 um 08:23

    "Das taube Herz" spielt Mitte des 18. Jahrhundert zur Zeiten neuer Erfindungen und der Auklärung. Die Menschen streben danach, alles erklären und nachbilden zu wollen. In diesem Fall intelligente Automaten. Jean-Louis Sovary träumt seit Kindheit davon Uhren und Automaten zu bauen. Doch sein Vater will es anders und schickt ihn ins Kloster. Dort bekommt er zwar eine gute Ausbildung aber nicht in seinem Sinne. Nach seiner Klosterzeit sucht er sich einen Job bei einem Uhrenfälscher. Ana de la Tour ist die Tochter eines Adeligen. Sie ist seit frühster Kindheit autistisch aber keiner erkennt dies. Sie wird zu hunderten Ärzten geschickt und dort mit merkwürdigen Therapien gequält. Nach dem Tod ihrer Eltern und der einzigen Pflegemutter, die mit ihr umgehen konnte, kommt sie ins Kloster. Dort entdeckt ein Arzt ihr außergewöhnliches Talent zum Schachspiel. Er lässt sie gegen viele Herausforderer antreten und sie gewinnt jedes einzelne Spiel, oft auch parallel. Der Orgelbauer Montallier liebt auch Automaten und er will den Österreicher von Kempelen des Betruges überführen. Von Kempelen ist der Erfinder des Schachtürken. Einem Automaten, der gegen die besten Schachspieler antritt und viele besiegt. Montallier vermutet einen eingebauten Menschen im Automaten, der die Führung übernimmt, kann das aber nicht beweisen. Also will er von Kempelen mit einem eigenen Automaten herausfordern. Dazu entführt er Ana de la Tour und Jean-Louis Sovary. Sperrt sie zusammen in einen Keller und fordert, dass Jean-Louis den Automaten baut und Ana ihn bei der Herausforderung steuert. Neun Monate bauen sie an dem Automaten. In den neun Monaten verlieben sie sich auch. Am Ende kommt es zum Showdown und die beiden Automaten spielen gegeneinander. Aber zur Überführung des Betrügers von Kempelen kommt es nicht, da Ana verschwindet. Der Beginn ist etwas schleppend, aber zur Mitte nimmt der Roman schwung auf und wird noch ganz spannend.

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