Urs Widmer Herr Adamson

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Inhaltsangabe zu „Herr Adamson“ von Urs Widmer

Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten – es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit –, neben sich einen Rekorder, und spricht seine Geschichte mit Herrn Adamson auf Band. Ein Buch über den Tod, erzählt in einer herzerwärmenden Heiterkeit.

Ein schönes modernes Märchen über den Tod. Viel kitsch und undurchschaubar bis zum Ende.

— Fritz_Nitzsch

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  • Urs Widmer | HERR ADAMSON

    Herr Adamson

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 10:15

    INHALT: In dem Augenblick der Geburt, so der Grundgedanke, stirbt ein anderer, der Vorgänger, dessen Aufgabe es später ist, seinem Nachfolger an dessen Todestag zu erscheinen und den Weg zu weisen. Der letzte Pate, sozusagen. Herr Adamson ist der Vorgänger des Erzählers Horst, genannt Mick, der ihn an einem Freitag nach seinem 94. Geburtstag erwartet, weil er ihn schon kennt. Als Mick acht Jahre war hat sich Herr Adamson ihm schon gezeigt, weil er noch Dinge zu erledigen hatte, bei denen er die Hilfe eines Lebenden brauchte. Durch diesen Umstand bekommt Mick eine Aufgabe, eine Bestimmung, der er sein Leben lang folgt. FORM: All das ist unaufgeregt und einfühlsam geschrieben. Widmer kippt auch nicht in religiösen oder esoterischen Pathos, was man bei einem solchen Thema befürchten könnte. Im Gegenteil: Die Lebensgeschichte von Mick ist unterhaltsam und skurril, allzeit begleitet von einem stillen, feinen Humor. FAZIT: Eine herzerweichende kleine Geschichte über den Tod und die Bestimmung eines Menschenlebens. Ein typischer Widmer – fünf Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Der Tod begegnet uns. Und wenn wir Glück haben, schon mit 8

    Herr Adamson

    Fritz_Nitzsch

    18. April 2017 um 13:58

    Der 94-jährige Protagonist der Geschichte erzählt seiner Enkelin Annie auf Band die Geschichte seines Lebens. Oder die Geschichte seines Todes. Als 8-jähriger lernte er seinen Vorgänger kennen, den Skandinavier Herrn Adamson. Dieser weist ihn in die Geheimnisse der Toten ein und erzählt ihm von seinem Schicksal, dass er seinen eigentlichen Sohn und seine Enkelin nie kennen lernen durfte, da dieser aus einer Affäre mit der Frau des Archäologen Heinrich Schliemann stammte. Über Umwegen erfüllt der Protagonist Herrn Adamson dessen Wunsch, seiner Enkelin ein Geschenk in Form eines Koffers zu machen. Dieser soll sein Geheimnis enthüllen. Die Enkelin, Anthropologin mit dem Schwerpunkt der Geschichte der Navajos teilt hierbei das Interesse des Protagonisten, der sich als junger Mann die Mühe machte, die Diné-Sprache der Navajos zu lernen. Ein Ausblick. Ein schicksalhafter.Eine traurige Geschichte über das Leben, dessen Ende bekanntlich der Tod ist. Zugleich wird hierbei aber die These vertreten, dass auch der Tod das Ziel des Lebens ist. Alles läuft auf das Erkennen der eigenen Sterblichkeit hinaus. Hierbei kann sich der Protagonist als glücklicher Mensch wissen, da er diese Erfahrung schon mit 8 Jahren machen durfte, indem er eben seinen Vorgänger kennenlernte. Märchenhaft erzählt, zu kitschig und unzusammenhängend, wie das Leben ist. Störend sind die undurchsichtigen Episoden, wie der viel zu lange Trip des 8-jährigen ins Reich der Toten und dessen Rettung. Die Botschaft trifft aber ins Schwarze.

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  • Rezension zu "Herr Adamson" von Urs Widmer

    Herr Adamson

    Gospelsinger

    13. February 2011 um 00:40

    „Ich laufe heute noch, wie Carl Lewis damals, die hundert Meter in zehn Komma null. Minuten halt, nicht Sekunden.“ Einen Tag nach seinem 94. Geburtstag sitzt ein Mann in einem herrlichen Garten und erinnert sich. Seine Erinnerungen spricht er auf Band. Und was für Erinnerungen das sind! Mit 8 Jahren, im Jahre 1946, lernt der Mann Herrn Adamson kennen, und das prägt sein ganzes Leben. Mit Herrn Adamson erlebt er spannende Dinge. Ungewöhnliche Dinge. Denn schließlich ist Herr Adamson bereits tot. Und auch der Junge steigt in die Welt der Toten hinab… Warum der Junge den toten Herrn Adamson sehen kann? Herr Adamson ist genau in dem Augenblick gestorben, in dem der Junge geboren wurde. Und später, wenn der Junge einmal stirbt, wird Herr Adamson ihn begleiten. Eine schöne Idee ist das, die zu einer inhaltlich und sprachlich schönen Geschichte um Freundschaft, Leben und Tod wird.

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  • Rezension zu "Herr Adamson" von Urs Widmer

    Herr Adamson

    BeautyBooks

    26. September 2009 um 22:02

    "Gestern bin ich vierundneunzig Jahre alt geworden". Wir schreiben das Jahr 2032. So beginnt das Buch, in dem unser Erzähler schon auf der zweiten Seite auf seinen 8. Geburtstag zurückblendet. Uns werden aus der Erinnerung des Hochbetagten, dem sich mit Hilfe der symbolischen Geschenke auf die letzte Reise Vorbereitenden, erst Mal die Begegnungen mit Herrn Adamson geschildert. Diese haben ihn geprägt wie keine anderen in seinem Leben. Herr Adamson wirkt kauzig. Es stellt sich heraus, dass nur unser Bub ihn sieht, und ihn Kraft der Liebe als Begleiter gewinnt. Herr Adamson, ein netter Einfall, ist in just jener Sekunde gestorben, in der Horst auf die Welt gekommen ist. So als ein periodischer Begleiter mit Auftrag, nicht ein Schutzengel jedoch, einer von dem man noch was lernen und erfahren kann. Herr Adamson geht in der ersten Zeit nicht ganz uneigennütz vor. Vor ein paar Jahren erst gestorben, hat er noch eine offene Rechnung und braucht unseren Jungen zur Beschaffung von Informationen und einem mysteriösen Koffer. Dieser wird hinterlegt. Und dann könnte es ruhiger weitergehen im Leben (bzw. Tot sein) der beiden. Doch das tut es nicht. Der Bub ist gwundrig (wie sollte er nicht, er ist acht), und es folgen Erlebnisse, die ihn zum Tod, zum Leben zurück, aber dann auch von Herrn Adamson weg führen. Urs Widmer erzählt uns eine wunderbare Geschichte vom Leben, Sterben, dem ganzen Lebensbogen, der Verquickung von Schicksal und Vorsehung, dem sanft herbeigeführten Zufall, sozusagen. Es geht auf, aber erst am Ende des Lebens. Soviel Geduld muss sein. Und zwischendurch darf jeder seine Erfahrungen machen, auch zauberhafte, mysteriöse, glück- und angesterfüllte Momente gehören dazu und haben ihren eigenen Charme. Die Geschichte verarbeitet viele lustige, humorvolle Einfälle Widmers. Sie beschränkt sich im Erzählbogen auf jene Episoden, die direkt oder indirekt mit Adamson zu tun haben. Und das ist schon anregend genug. Ich fand das Buch mal ganz was anderes.. Mich hat die Geschichte total gefesselt.. War extrem spannend und zugleich super geschrieben. Tolles Buch =)

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