Urs Widmer Herr Adamson

(25)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(5)
(14)
(5)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Herr Adamson“ von Urs Widmer

Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten – es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit –, neben sich einen Rekorder, und spricht seine Geschichte mit Herrn Adamson auf Band. Ein Buch über den Tod, erzählt in einer herzerwärmenden Heiterkeit.

Ein schönes modernes Märchen über den Tod. Viel kitsch und undurchschaubar bis zum Ende.

— Fritz_Nitzsch
Fritz_Nitzsch

Stöbern in Romane

Kraft

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

Bibliomania

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Tod begegnet uns. Und wenn wir Glück haben, schon mit 8

    Herr Adamson
    Fritz_Nitzsch

    Fritz_Nitzsch

    18. April 2017 um 13:58

    Der 94-jährige Protagonist der Geschichte erzählt seiner Enkelin Annie auf Band die Geschichte seines Lebens. Oder die Geschichte seines Todes. Als 8-jähriger lernte er seinen Vorgänger kennen, den Skandinavier Herrn Adamson. Dieser weist ihn in die Geheimnisse der Toten ein und erzählt ihm von seinem Schicksal, dass er seinen eigentlichen Sohn und seine Enkelin nie kennen lernen durfte, da dieser aus einer Affäre mit der Frau des Archäologen Heinrich Schliemann stammte. Über Umwegen erfüllt der Protagonist Herrn Adamson dessen Wunsch, seiner Enkelin ein Geschenk in Form eines Koffers zu machen. Dieser soll sein Geheimnis enthüllen. Die Enkelin, Anthropologin mit dem Schwerpunkt der Geschichte der Navajos teilt hierbei das Interesse des Protagonisten, der sich als junger Mann die Mühe machte, die Diné-Sprache der Navajos zu lernen. Ein Ausblick. Ein schicksalhafter.Eine traurige Geschichte über das Leben, dessen Ende bekanntlich der Tod ist. Zugleich wird hierbei aber die These vertreten, dass auch der Tod das Ziel des Lebens ist. Alles läuft auf das Erkennen der eigenen Sterblichkeit hinaus. Hierbei kann sich der Protagonist als glücklicher Mensch wissen, da er diese Erfahrung schon mit 8 Jahren machen durfte, indem er eben seinen Vorgänger kennenlernte. Märchenhaft erzählt, zu kitschig und unzusammenhängend, wie das Leben ist. Störend sind die undurchsichtigen Episoden, wie der viel zu lange Trip des 8-jährigen ins Reich der Toten und dessen Rettung. Die Botschaft trifft aber ins Schwarze.

    Mehr
  • Rezension zu "Herr Adamson" von Urs Widmer

    Herr Adamson
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    13. February 2011 um 00:40

    „Ich laufe heute noch, wie Carl Lewis damals, die hundert Meter in zehn Komma null. Minuten halt, nicht Sekunden.“ Einen Tag nach seinem 94. Geburtstag sitzt ein Mann in einem herrlichen Garten und erinnert sich. Seine Erinnerungen spricht er auf Band. Und was für Erinnerungen das sind! Mit 8 Jahren, im Jahre 1946, lernt der Mann Herrn Adamson kennen, und das prägt sein ganzes Leben. Mit Herrn Adamson erlebt er spannende Dinge. Ungewöhnliche Dinge. Denn schließlich ist Herr Adamson bereits tot. Und auch der Junge steigt in die Welt der Toten hinab… Warum der Junge den toten Herrn Adamson sehen kann? Herr Adamson ist genau in dem Augenblick gestorben, in dem der Junge geboren wurde. Und später, wenn der Junge einmal stirbt, wird Herr Adamson ihn begleiten. Eine schöne Idee ist das, die zu einer inhaltlich und sprachlich schönen Geschichte um Freundschaft, Leben und Tod wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Herr Adamson" von Urs Widmer

    Herr Adamson
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    26. September 2009 um 22:02

    "Gestern bin ich vierundneunzig Jahre alt geworden". Wir schreiben das Jahr 2032. So beginnt das Buch, in dem unser Erzähler schon auf der zweiten Seite auf seinen 8. Geburtstag zurückblendet. Uns werden aus der Erinnerung des Hochbetagten, dem sich mit Hilfe der symbolischen Geschenke auf die letzte Reise Vorbereitenden, erst Mal die Begegnungen mit Herrn Adamson geschildert. Diese haben ihn geprägt wie keine anderen in seinem Leben. Herr Adamson wirkt kauzig. Es stellt sich heraus, dass nur unser Bub ihn sieht, und ihn Kraft der Liebe als Begleiter gewinnt. Herr Adamson, ein netter Einfall, ist in just jener Sekunde gestorben, in der Horst auf die Welt gekommen ist. So als ein periodischer Begleiter mit Auftrag, nicht ein Schutzengel jedoch, einer von dem man noch was lernen und erfahren kann. Herr Adamson geht in der ersten Zeit nicht ganz uneigennütz vor. Vor ein paar Jahren erst gestorben, hat er noch eine offene Rechnung und braucht unseren Jungen zur Beschaffung von Informationen und einem mysteriösen Koffer. Dieser wird hinterlegt. Und dann könnte es ruhiger weitergehen im Leben (bzw. Tot sein) der beiden. Doch das tut es nicht. Der Bub ist gwundrig (wie sollte er nicht, er ist acht), und es folgen Erlebnisse, die ihn zum Tod, zum Leben zurück, aber dann auch von Herrn Adamson weg führen. Urs Widmer erzählt uns eine wunderbare Geschichte vom Leben, Sterben, dem ganzen Lebensbogen, der Verquickung von Schicksal und Vorsehung, dem sanft herbeigeführten Zufall, sozusagen. Es geht auf, aber erst am Ende des Lebens. Soviel Geduld muss sein. Und zwischendurch darf jeder seine Erfahrungen machen, auch zauberhafte, mysteriöse, glück- und angesterfüllte Momente gehören dazu und haben ihren eigenen Charme. Die Geschichte verarbeitet viele lustige, humorvolle Einfälle Widmers. Sie beschränkt sich im Erzählbogen auf jene Episoden, die direkt oder indirekt mit Adamson zu tun haben. Und das ist schon anregend genug. Ich fand das Buch mal ganz was anderes.. Mich hat die Geschichte total gefesselt.. War extrem spannend und zugleich super geschrieben. Tolles Buch =)

    Mehr