Ursel Schäfer

 3,8 Sterne bei 84 Bewertungen

Lebenslauf

Thomas Piketty ist Direktor an der École des hautes études en sciences sociales und Professor an der École déconomie in Paris. Sein Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" wurde in 40 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 2,5 Millionen mal verkauft. Im September erscheint sein neues Buch "Eine kurze Geschichte der Gleichheit".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ursel Schäfer

Neue Rezensionen zu Ursel Schäfer

Cover des Buches Kaiserinwitwe Cixi (ISBN: 9783896674180)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Kaiserinwitwe Cixi" von Jung Chang

dunkelbuch
Kaiserinwitwe Cixi (1835–1908) war die bedeutendste Frau in der chinesischen Geschichte.

Das Mädchen aus einfachen Verhältnissen wird als Konkubine für den chinesischen Kaiser ausgewählt, sie bekommt einen Sohn und übernimmt 1861 nach des Kaisers Tod selbst die Regierungsgeschäfte. Fast ein halbes Jahrhundert lang wird Cixi die Geschicke des Reichs lenken, sich als Schlüsselfigur einer Zeitenwende im Reich der Dynastien entpuppen: Im Westen lange als rückwärtsgewandte Despotin verschrien, tritt sie in Jung Changs Biografie in völlig neuem Licht auf: als die Frau, die in China die Modernisierung voranbrachte. 

Die fundierte Studie eines entscheidenden Moments der Zeitgeschichte – Chinas Weg in die Moderne – und das detaillierte Porträt einer schillernden Figur, verfasst von einer weltweit anerkannten Expertin für die Geschichte Chinas.

Wer sich für die Geschichte Chinas interessiert, wird hier mehr als fündig.

Cover des Buches Das Kapital des Staates (ISBN: 9783593516875)
B

Rezension zu "Das Kapital des Staates" von Mariana Mazzucato

belanahermine
Kann es wirklich ohne Staat gehen?

Inhalt

In einer Einleitung stellt Frau Mazzucato ihr Anliegen vor und führt in das Buch ein. Danach ist der Stoff in 10 Kapitel eingeteilt, die verschiedenste Facetten einer möglichen Unternehmereigenschaft des Staates diskutieren. Dabei geht es vornehmlich um die Aufgabenfelder, die sinnvollerweise vom Staat zu übernehmen wären, weil sie von privatwirtschaftlichen Unternehmen wegen zu hohen Risikos oder zu wenig Profitaussichten nicht übernommen werden wollen, aber von irgendjemandem ausgefüllt werden müssen. Es geht allerdings gleichermaßen darum, wie der Staat für sein Engagement angemessen an positiven Auswirkungen zu beteiligen wäre.

Am Ende des Buches finden sich 29 Seiten Literaturverzeichnis, 11 Seiten Anmerkungen und 8 Seiten Register zum besseren Zurechtfinden im Buch.

Subjektive Eindrücke

Das Buch vertritt Thesen, die in der westlichen, äußerst liberalen Wirtschaftswelt wohl weniger auf Gegenliebe stoßen werden. Jedoch ist die Argumentation recht schlüssig, dass ohne eine zielgerichtete Übernahme bestimmter (z. B. Hochrisiko-) Aufgaben durch den Staat diese einfach nicht übernommen werden, was unvertretbar wäre. Das Buch enthält auch etliche Beispiele, wie solche Beteiligungen/Übernahmen des Staates an großen Projekten bereits sehr erfolgreich verlaufen sind.

Die Texte sind verständlich und gut lesbar geschrieben. Den Argumentationen kann man gut folgen.

Fazit

Ein wichtiges Buch, das neben dem Mantra der libertären Wirtschaft auch andere Perspektiven zulässt und plausibel darstellt, dass sie erfolgreich sein können.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/catgeory/rezension/

Cover des Buches Warum? (ISBN: 9783593507453)
Moni2506s avatar

Rezension zu "Warum?" von Peter Hayes

Moni2506
Ein breit aufgestelltes Sachbuch über den Holocaust

„Warum? Eine Geschichte des Holocaust“ von Peter Hayes ist ein Sachbuch, dass sich anhand von 8 Fragen mit dem Holocaust beschäftigt. Erschienen ist das Buch 2017 im Campus-Verlag. 


Normalerweise schreibe ich eine eigene Zusammenfassung, aber diesmal übernehme ich den Klappentext vom Campus-Verlag: 

Warum geschah der Holocaust, die Ermordung von Millionen jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus? Peter Hayes ist der erste Historiker, der die Frage nach dem Warum ins Zentrum eines Buches stellt. Hayes spannt den Bogen von den Ursprüngen des Antisemitismus bis hin zur Bestrafung von NS-Verbrechern nach 1945. So gelingt ihm ein kluger und präziser Überblick über die Vernichtung der europäischen Juden. Ein eindrucksvolles Buch, an dem künftig nicht vorbeizukommen sein wird. 


Im letzten Jahr konnten mich neben Science-Fiction auch Sachbücher für sich begeistern und so mache ich auch in diesem Jahr damit weiter. Beim Lesen erfordern diese Bücher eine etwas andere Herangehensweise, finde ich, denn diese lassen sich nicht mal eben nebenbei weg lesen, haben mir bisher aber meist neue Erkenntnisse gebracht. 

Das Buch beschäftigt sich mit dem Holocaust und stellt die Frage nach dem Warum. Unterteilt ist das ganze in 8 Fragen, die sich mit jeweils einem Teilaspekt beschäftigen. Der Klappentext gibt bereits einen guten Aufschluss über die Themen, die in diesem Buch behandelt werden. Es wurde unglaublich viel Wissen zum Thema zusammengetragen und man merkt, dass sich der Autor ausführlich damit beschäftigt hat. Hierzu sollte allerdings erwähnt werden, dass es sich um einen emeritierten Professor für Geschichte und Deutsch sowie Holocaust Studies an der Northwestern University handelt. 

Ich habe sehr viele neue Informationen für mich aus diesem Buch mitgenommen, anderes war mir bekannt, wurde aber mit neuen Zahlen und Fakten untermauert. Manche Kapitel waren einfacher für mich zu lesen, manche schwerer, manche Kapitel haben mich einfach nur wütend gemacht. 

Neben den oben genannten Themen beschäftigt sich das Buch beispielsweise auch damit, warum niemand von außen geholfen hat und ab wann die Vorgänge ins Ausland gedrungen sind. Manchmal stellt das Buch provokative Fragen wie, warum sich die Juden nicht gewehrt haben. Bei diesem Kapitel hatte ich tatsächlich ein wenig Angst was da kommt, aber das hat sich dann relativ schnell gelegt. 

In das letzte Kapitel mit den Lehren, die wir daraus ziehen können und ob das nochmal passieren kann, hatte ich tatsächlich mehr Hoffnung gesetzt. Ich musste dann feststellen, dass sich das Buch an ein amerikanisches Publikum richtet und da wurde mir dann fast ein wenig zu viel relativiert. Hier muss ich nochmal auf die Suche gehen, ob ich etwas finde, dass sich im speziellen an unsere geschichtliche Verantwortung im Zusammenhang mit diesem Thema richtet. 

Ich habe meine Ausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung erworben und da ist der Klappentext ein wenig anders und spricht zum Beispiel auch an, dass sich oftmals reflexartig von dem Thema distanziert wird und dieses Buch das überwinden möchte. In Teilen hat es das erfüllt. Das Buch spricht viele wichtige Mechanismen an, bei denen es auch heute noch wichtig ist, dass uns diese bewusst sind. Ich habe in diesem Buch einiges gelesen, dass mich an so manch andere heutige Situationen erinnert und was mir ein bisschen Angst macht für die zukünftige Entwicklungen. 


Fazit: Ein Buch mit unheimlich viel Faktenwissen, das thematisch breit aufgestellt ist und einen tiefen Einblick in den Holocaust zulässt und manches Mal sehr schmerzvoll zu lesen ist. Leider richtet sich das Buch an ein amerikanisches Publikum und so konnte es mir kein befriedigende Antwort auf die Frage nach unserer geschichtlichen Verantwortung geben.

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