Ursula Gilbert , Michael Klein 111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss

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Inhaltsangabe zu „111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss“ von Ursula Gilbert

Im 19. Jahrhundert als Sehnsuchtsort der Romantiker entdeckt, ist das Siebengebirge, jahrhundertealte Kulturlandschaft am Rhein und ältestes Naturschutzgebiet Deutschlands, heute Anziehungspunkt für jährlich Abertausende Wanderer, Freizeitsportler und Kultursuchende. Das Tor zum UNESCO-Welterbe Mittelrhein birgt weit mehr als 111 sehenswerte Orte, von denen die spannendsten, spektakulärsten und romantischsten hier vorgestellt werden. Sie sollen Lust machen, an der (gebirgseigenen) Autobahnausfahrt »Siebengebirge« der A 3 Köln–Frankfurt abzufahren oder sich dieser legendären Landschaft vom Rhein aus zu nähern.

Wirklich toll und abwechslungsreich. Informativ und überraschend und jeder Ort mit eigenem Farbfoto!

— danielamariaursula
danielamariaursula

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    111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    16. December 2016 um 09:53

    Ganz ehrlich, Sachbücher langweilen mich schnell und außerdem stelle ich hohe Anforderungen an die Struktur und Nachvollziehbarkeit. Hier konnte mich jedoch alles (bis auf eine Kleinigkeit) überzeugen: Die Idee dieser Reihe ist es 111 besondere Orte in einer Stadt/Region zu benennen, einen jeden mit einem aussagekräftigen Bild zu versehen, Interessantes, Historisches, Amüsantes oder Althergebrachtes eventuell auch mit Anekdoten abgerundet zu präsentieren, fernab des allseits bekannten. Das Cover dieser Sehenswürdigkeitenreihe ist in ihrer Schlichtheit sehr prägnant und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die typischen großen weißen Lettern sind hier vor einem hellgrünen Hintergrund und der typische Königswinterer Esel signalisiert den Eingeweihten auf den ersten Blick wohin die Reise geht. Für Siebengebirgsunkundige ist der Esel ein schöner Blickfang, frei nach dem Motto Tiere und Kinder gehen immer! Zudem wird die möglichst genaue Anschrift, die Erreichbarkeit (sogar unter Angabe der Straßenbahnlinie) und die Öffnungszeiten (ganz wichtig und oft in anderen Büchern vergessen!) angegeben. Als Anhang sind 3 Übersichtskarten, in denen die 111 Orte mit blaumarkierten Nummern versehen sind farbig abgebildet. Eine große Übersichtskarte und zwei die genauer auf Bad Honnef und die nahe Umgebung sowie Königswinter mit seiner nächsten Umgebung vereinfachen es, sich die genaue Örtlichkeit vorzustellen und individuelle Touren zusammen zustellen. Er werden dem Leser keine Routen vorgegeben, sondern dem Individualentdecker alles an die Hand gegeben, was er braucht, um so viele Places of Interest auf einmal zu erkunden, wie ihm gerade der Sinn steht und es das Wetter zulässt (nicht ohne Grund sind auch die Schutzhütten, in denen Wanderer sich vor plötzlich aufkommenden Starkregen und Unwettern im Siebengebirge unterstellen können und unter diesen Hütten gibt es durchaus auch Bemerkenswerte). Geschichte war mir in der Schule immer zu trocken, obwohl ich mich eigentlich für viel interessieren und begeistern kann. Historische Fakten sollte man für mich schon besser in Romanform verpacken, damit ich dazu einen Bezug erhalte und nicht so schnell abschalte. Den Autoren ist es jedoch wirklich gelungen, mich zu packen. Gut, ich habe nicht alle 111 Orte hintereinander gelesen, sondern immer mal wieder einige hintereinander über 2 Monate verteilt, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen. Ich mag einfach gerne Bücher die ich zwischendurch lesen kann, um zwischen 2 Romanen den Kopf frei zubekommen. Um aus einer Geschichte aussteigen zu können, ehe ich in die nächste einsteigen kann. Das geht mit diesem Buch wunderbar. Man kann auch einfach zwischendurch gut darin stöbern, z.B. um Wartezeiten zu überbrücken, ohne zu merken wie die Zeit verfliegt. Oder man nimmt es spontan in die Hand, wenn das Wetter gerade gut ist und man noch eine Ausflugsinspiration benötigt. Man findet immer wieder etwas Neues, Interessantes und auch Überraschendes. So war z.B. Alexandre Dumas 1838 in Königswinter ehe er 1844 d’Artagnan ausrufen ließ „Einer für alle, alle für einen!“. So zum Beispiel Ort Nr. 65 das Haus der 7 Schwerter. 1813 zog sich Napoleon nach der Schlacht bei Leipzig mit seinen Armeen an den Rhein zurück. Der 28 Jährige freiheitsliebende und romantische Major von Boltenstern, Heißsporn im Geheimauftrag Seiner Majestät des Königs von Preußen, war dies ein Dorn im Auge. Er gründete eine ca. 2.000 Mann starke Bürgerwehr in Königswinter mit der Losung: Einer für alle, alle für einen!“ Ihr Zeichen waren die 7 Schwerter. Als in der Sylvesternacht 1813 General Blücher bei Kaub über den Rhein ging, wollte von Boltenstern mit seinem Pferd durch den Rhein schwimmen, um die Franzosen anzugreifen. Seine Verbündeten sollten von der Insel Grafenwerth für Ablenkung sorgen. Der Plan mißlang, von Boltenstern wurde noch im Rhein erschossen. Die Geschichte wurde jedoch noch lange in der Gegend erzählt. So war Alexandre Dumas 1838 in Königswinter ehe er 1844 d’Artagnan ausrufen ließ „Einer für alle, alle für einen!“. Noch heute ist diese Losung unvergessen, ein Klassiker! Diese und ähnliche Anekdoten (im Buch ist sie ausführlicher und ansprechender dargestellt, dies war nur eine sinngemäße Widergabe zu Erläuterungszwecken) beleben diese 111 z.T. in ziemliche Vergessenheit geratenen Orte. Andere sind leider nicht jederfrau zugänglich, wie z.B. der Blick aus dem Fenster der Herrentoilette von Dabei sind die historischen Fakten fundiert recherchiert, denn die Autoren verstehen ihr Geschäft. Ursula Gilbert studierte Anglistik, Kunstgeschichte und Geschichte in Bonn und Stirling. Zur Geschichte ihrer Heimatregion Siebengebirge hat sie mehrere Bücher herausgegeben und diverse Artikel veröffentlicht. Ihre Fotos haben bereits Eingang in verschiedene Kalender gefunden. Michael Klein wurde 1966 in Bonn-Beuel geboren. Der Autor und Referent befasst sich gemeinsam mit seiner Frau mit der Literaturgeschichte zur Zeit der Rheinromantik im 19. Jahrhundert. Als Liebhaber des Siebengebirges und bekennender Rheinländer veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze zur Region. Dabei überzeugen die ausgewählten Orte durch ihren Abwechslungsreichtum und die Texte zeugen sowohl von der Liebe der Autoren zur Gegend als auch zur Geschichte. Dieser Band ist wirklich sehr gut durchdacht und strukturiert (auch wenn ich noch nicht verstanden haben, nach welchem Prinzip die 111 Orte nummeriert wurden). Die Bilder sind sowohl ungewöhnlich, als auch wirklich ansprechend und ausdrucksstark. Es wird nicht einfach auf irgendwelche Internetseiten hingewiesen, damit man sich seine Fakten zusammensuchen muß, das Wissenswerte für die Anwendung ist stets aufgeführt. Da kann ich nur sagen: Klare Kaufempfehlung! 111 Überraschungen sind gewiß! Es wird nicht mein letzter Band dieser Serie sein und hoffe noch auf einen zum Ahrtal! 5 von 5 Sternen.

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