Ursula Hahnenberg Teufelstritt

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Inhaltsangabe zu „Teufelstritt“ von Ursula Hahnenberg

Als Julia Sommer die Stelle der Försterin im Ebersberger Forst bei München antritt, hofft sie auf einen beruflichen und privaten Neuanfang. Doch Julias Chef, der Waldbesitzer Ludwig Voss, ist ein unsympathischer Macho, der der jungen Frau mehr als einmal zu nahe tritt. Dann zerreißen eines Morgen zwei Schüsse die Stille des Waldes – und anstelle eines gewilderten Hirsches findet Julia Ludwigs Leiche ... Trotz aller Unschuldsbeteuerungen wird sie schnell zur Hauptverdächtigen, vor allem für die verschworene Dorfgemeinschaft. Also stellt Julia selbst Nachforschungen an. Doch der eigentliche Täter liegt schon wieder auf der Lauer – und die Försterin steht zwischen ihm und seinem nächsten Opfer ...

Merkwürdig handelnde Hauptperson. Handlung nicht stimmig und nicht sehr spannend.

— frauendielesen
frauendielesen
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  • Themen
  • Geheimnisse der Vergangenheit

    Teufelstritt
    ChristianeL

    ChristianeL

    28. January 2017 um 14:51

    Der Krimi führte mich in eine fremde Welt, die eines katholischen, bayerischen Dorfs, in dem es Zugezogene schwer haben. So auch Julia, die sich ihren Neuanfang im Ebersberger Forst sicher einfacher vorgestellt hat. Schließlich war schon ihr Vater hier Förster. Doch die Dorfgemeinschaft steht Julia, ihrem Sohn und ihrer Großmutter skeptisch gegenüber und ist nur zu schnell bereit, in ihr die Mörderin ihres Chefs zu sehen. Nach und nach entdeckt Julia immer mehr Geheimnisse, die weit in die Vergangenheit reichen. Beharrlich folgt sie den Spuren, auch wenn sie dabei viele Menschen vor den Kopf stößt und sich und ihre Familie in Gefahr bringt. Ursula Hahnenberg erzählt eine sehr spannende Geschichte, die besonders gegen Ende an Fahrt aufnimmt, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Vor allem interessierte mich die Frage, wie die bitteren Tagebucheinträge wohl mit Julias Geschichte zusammengeführt werden. Sehr gelungen fand ich die Beschreibungen des Arbeitsalltags einer Försterin und sympathisierte mit Julias Sicht auf ihren Beruf und der Ablehnung gegenüber Großwildjägern. Allen, die einen Krimi mit einer starken und gradlinigen Heldin in einem untypischen Beruf suchen, lege ich Teufelstritt ans Herz.

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  • Unterhaltsam

    Teufelstritt
    Muschel

    Muschel

    25. November 2016 um 09:50

    Dieser Krimi von Ursula Hahnenberg war schnell und fluessig zu lesen. Er hat mich gut unterhalten, aber mehr auch nicht. Eine nette Krimigeschichte fuer zwischendurch.

  • Gelungenes Debüt, das Lust auf weitere Fälle macht

    Teufelstritt
    dubh

    dubh

    05. September 2016 um 16:22

    Julia hat es geschafft: sie ist nach etlichen Jahren als Försterin in "ihren" Wald zurückgekehrt - dem Wald, für den schon ihr Vater verantwortlich war. Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Großmutter bewohnt sie nun das zum Forstamt dazugehörige Haus und lebt sich gerade in die altvertraute Gegend ein.Doch nichts ist für die Alleinerziehende junge Frau so einfach wie gedacht, denn ihr neuer Chef, der Waldbesitzer Ludwig Voss, ist ein großspuriger, unsympathischer Chauvi, der auch Julia durchaus schon zu nahe getreten ist.Als Julia eines Morgens mit ihrem Gewehr auf der Lauer liegt, hallen zwei Schüsse durch den stillen Wald - die Försterin vermutet den Wilderer, der schon seit geraumer Zeit sein Unwesen treibt, doch als sie zum Ort des Geschehens kommt, findet sie Ludwig Voss...Dank einiger ungeschickter Handgriffe und unbedachter Aussagen wird Julia schnell zur Hauptverdächtigen in diesem Mordfall - zumal ihr jemand sehr geschickt Beweise unterzujubeln versucht. Als die Dorfgemeinschaft gegenüber der eigentlichen "Einheimischen" auch feindseliger reagiert, beschließt Julia, eigene Nachforschungen anzustellen...Sehr gelungen schildert die Autorin Ursula Hahnenberg die dörfliche Gemeinschaft, die nicht nur tratscht und klatscht, sondern sich auch relativ zügig auf ein vermeintlich klares Feindbild einschwört. Da ich selbst aus einem Dorf stamme, empfand ich die Gruppendynamik als sehr realistisch - eine Tatsache, die mich fast schon gruseln lässt. Abgesehen davon habe ich die eingestreuten Details aus Julias Arbeit sehr gerne gelesen, denn ich mag Wald unheimlich gerne, kenne mich mit Forstarbeit aber überhaupt nicht aus.Überhaupt hat mir der flüssige, bildhafte Stil der Autorin sehr zugesagt, denn gemeinsam mit einer guten Spannungskurve sorgt er dafür, dass der relativ schmale Krimi schnell gelesen ist. Aber nicht ohne vorhin die Abgründe mancher Menschen offenzulegen - vor allem die kurzen Tagebuch-Passagen habe mich wirklich erschüttert.Da ich die etwas kantige Julia Sommer als Hauptperson nicht unbedingt auf Anhieb sympathisch fand, tut der Sache keinen Abbruch - in meinen Augen muss man Hauptfiguren nicht immer sofort ins Herz schließen. Für mich birgt dieser Charakter allerdings jede Menge Potential!Kurzum, ein tolles Debüt, das meine Vorfreude auf weitere Fälle schürt.4,5 von 5 Sternen

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Nur teilweise überzeugender Försterkrimi

    Teufelstritt
    chris_ma

    chris_ma

    21. August 2016 um 17:14

    Mal was ganz anderes, dachte ich mir bei diesem Krimi und war sehr neugierig drauf. Da ja bei Krimis meist viel über Gegend beschrieben wird, in der der Krimi spielt, hatte ich mich besonders darauf gefreut. Doch leider wurde ich hier echt enttäuscht. In dem ganzen Krimi fehlt mir der Ortsbezug und die Beschreibung der Gegend teilweise voll und genau deshalb tue ich mich schwer mich hier wohlzufühlen. Eigentlich hat die Geschichte viel Potential. Julia eine junge Försterin findet ihren Chef den Waldbesitzer Ludwig Voss erschossen im Wald. Sie wird in die Ermittlungen selbst verwickelt, da ihr Verhalten schon ungewöhnlich ist. Auch das Dorf kann Julia nicht leiden und stempelt sie gleich als Mörderin ab. Um ihre Unschuld zu beweißen begibt sich Julia auf der Suche nach dem wahren Mörder. Julia findet heraus, dass ihr Chef kein Heiliger wahr, ganz im Gegenteil. Doch wem gegenüber war er so grausam, das dieser zu einem Mord fähig war ? Der Pfarrer war der beste Freund des Opfers und irgendwie scheint er ein Spiel zu spielen nur welches oder ist er letztlich der Mörder ? Letztlich kommen noch ein paar Figuren aus Ludwig Voss Leben hinzu. Klingt ja alles ganz spannend, aber leider war das Buch für mich ein auf und ab. Gefallen haben mir die Dialoge von Julia und der Oma. Die Rolle der Oma ist der Autorin gut gelungen. Gefesselt und gleichzeitig ein Highlight in dem Krimi war für mich der zweite Handlungsstrang der in dem Buch eingebaut war. Auch der drittletzte Teil war ganz in Ordnung. Ich möchte hier nicht zu viel verraten aber letztlich spielt die Grausamkeit darin eine große Rolle die auch letztlich zum Mörder führt. Auch der Titel des Buches wird hier erklärt. Teufelstritt. Das was immer wieder zu den abs in dem Buch geführt hat war die Kommissarin ebenso das immer wieder komische und somit oft unlogische Verhalten Julias gegenüber der Kommissarin. Ein durchschnittlicher Krimi ist es letztlich für mich gewesen, der einige Höhepunkte aber auch genauso viele Tiefen hatte. Ich vergebe deshalb 3 von 5 Sterne.

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  • Spannung pur! Toller Krimi

    Teufelstritt
    Ninchen2

    Ninchen2

    21. August 2016 um 11:44

    Wenn die Stille des Waldes gestört wird...Als Julia Sommer die Stelle der Försterin im Ebersberger Forst bei München antritt, hofft sie auf einen beruflichen und privaten Neuanfang. Doch Julias Chef, der Waldbesitzer Ludwig Voss, ist ein umsymphatischer Macho, der der jungen Frau mehr als einmal zu nahe tritt. Dann zerreißen eines Morgens zwei Schüsse die Stille des Waldes - und anstelle eines gewilderten Hirsches findet Julia Ludwigs Leiche...Trotz aller Unschuldsbeteuerungen wird sie schnell zur Hauptverdächtigen, vor allem für die eingeschworene Dorfgemeinschaft. Also stellt Julia selbst Nachforschungen an. Doch der eigentliche Täter liegt schon wieder auf der Lauer - und die Försterin steht zwischen ihm und seinem nächsten Opfer... Die Geschichte beginnt direkt mit der Försterin Julia. Sie ist nach langer Zeit in ihren Heimatort Grafenried zurückgekehrt und hat die Stelle der Försterin angenommen. Im Wald hört sie plötzlich 2 Schüsse in der Ferne. Sie muss natürlich nachsehen was dort ggf. "erlegt" wurde um ein eventuell von Wilderern angeschossenes Tier nicht unnötig leiden zu lassen. Dass sie dann aber ihren Chef Ludwig Voss tot auffindet, schockiert sie selber, auch wenn Sie mit diesem nicht allzu gut zu Recht kam. Im Laufe der weiteren Kapitel kristallisiert sich heraus, dass nicht nur die Polizei, sondern auch die eingeschworene Dorfgemeinschaft der festen Überzeugung ist, dass Neuzugang Julia ihren Chef ermordet hat. Sie wird geschnitten und bekommt immer wieder Drohungen zu hören und zu lesen. Als dann auch noch herauskommt, dass Ludwig mit einer antiken Waffe ermordet wurde, die sie ihm geliehen hatte, steht für Julia fest, dass sie jemand nicht leiden kann. Denn ihre verliehene antike Waffe ist seit der Tat verschwunden. Wer ist der Mörder von Ludwig Voss? Ist es die berechnende Witwe Tanja Bogdanova? Ludwigs Sohn Tom Voss, der Dorfpfarrer oder doch jemand anderes aus der Dorfgemeinschaft? Und welche Rolle spielt Julias Ex-Mann und das Geheimnis über den 30 Jahre zurückliegenden Unfalltod ihrer Eltern?Bereits in der Vorschau bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mich das Cover neugierig gemacht hat. Der Klappentext hörte sich nach guter Unterhaltung an und so wanderte das Buch noch vor dem Erscheinungstermin direkt auf meine Wunschliste. Ich war sofort und von Anfang an in der Story gefangen, der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Figuren sind unheimlich toll beschrieben. Julia mochte ich von Anfang an und habe mit ihr gefiebert und gelitten. Einzig die Figur der Polizistin war mir doch recht unsympathisch, darf aber in der Geschichte keinesfalls fehlen. Eine solche Person braucht eine Story um interessant zu bleiben. Kurzum handelt es sich hier um einen wirklich tollen Krimi der mich von Anfang bis Ende gut unterhalten hat. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten. Sollte es in Zukunft weitere Geschichten über die Försterin Julia geben, werde ich diese auf jeden Fall lesen. Autorin: Ursula Hahnenberg Titel: Teufelstritt Format: Taschenbuch ISBN: 978-3-442-48415-7Verlag: Goldmann

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  • Leserunde zu "Teufelstritt" von Ursula Hahnenberg

    Teufelstritt
    Goldmann_Verlag

    Goldmann_Verlag

    Als eine junge Försterin im Ebersberger Forst, nahe München, eine Leiche entdeckt, zersplittert die Idylle des beschaulichen Örtchens – nach und nach verwandelt sich der Dorfalltag in ein alptraumhaftes Szenario…Macht mit bei einer hochspannenden Leserunde mit Ursula Hahnenberg zu ihrem neuen Krimi „Teufelstritt“ - 20 druckfrische Exemplare warten auf euch! Schreibt uns, was euch am Genre des Regionalkrimis so fasziniert und warum ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet. Zum Inhalt: Zwei Schüsse zerreißen die morgendliche Stille im Wald. Doch anstelle des erwarteten gewilderten Hirsches findet die junge Försterin Julia Sommer eine menschliche Leiche – die ihres Chefs und Waldbesitzers Ludwig Voss. Schnell gerät sie ins Visier der Ermittler, denn jemand hat sie von der Leiche weglaufen sehen, obendrein hat sie Schmauchspuren an den Händen und Voss‘ Blut an ihrer Kleidung. Da ihr niemand glaubt, beschließt Julia ihre Unschuld selbst zu beweisen und den wahren Täter zu finden. Bei ihrer Recherche stellt sie fest, dass in dem scheinbar so idyllischen Dorf nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Bald schon häufen sich seltsame Zwischenfälle in ihrem Alltagsleben – und je näher sie der Wahrheit hinter Ludwig Voss‘ Tod kommt, desto gefährlicher wird es für die junge Försterin …Kurzvita:Ursula Hahnenberg, Jahrgang 1974, lebt mit ihrem Mann, zwei Jungs und zwei Katzen in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Sie studierte Forstwissenschaften, entschied sich dann aber für das Leben als Schriftstellerin. Heute ist sie als freie Autorin und Lektorin tätig und schreibt neben Büchern auch Artikel und Kolumnen. Momentan arbeitet sie an Julia Sommers nächstem Fall. Mehr Informationen zur Autorin gibt es unter www.ursula-hahnenberg.de.

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    • 313
  • Eine Försterin steht unter Verdacht...

    Teufelstritt
    lesebiene27

    lesebiene27

    13. August 2016 um 16:08

    Inhalt: Försterin Julia ist im Wald auf der Jagd unterwegs, als sie Schüsse hört und kurz darauf ihren toten Chef findet. Durch unglückliche Umstände wird sie schnell zur Tatverdächtigen, was die Stimmung innerhalb des Dorfes auf eine negative Art anstachelt. Die junge Frau sieht sich dadurch gezwungen selber Ermittlungen anzustellen, was sie nicht nur weiter in Bedrängnis der Polizei und Einwohner bringt, sondern auch den wahren Täter auf sie aufmerksam macht. Meine Meinung: Die Protagonistin Julia ist mir leider nicht vollends sympathisch geworden. Ich finde es anstrengend, dass sie ohne Rücksicht auf Verluste und Gefühle permanent laut (teils sogar der Polizei gegenüber) schwere Anschuldigungen gegen andere ausspricht. Dabei sind diese zum Teil nicht einmal begründet, sondern beruhen lediglich auf einem Bauchgefühl von Julia. Auch ihr unkooperatives Verhalten gegenüber der Polizei konnte ich nicht nachvollziehen. Somit ist es auch kein Wunder, dass sie bald schon selber ins Visier der Polizei und des Täters gerät. Dies erhöht allerdings die Spannung des Buches, was somit einen Vorteil darstellt. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt locker und stimmungsvoll und kann auf diese Weile gekonnt Spannung erzeugen – auch wenn ich nicht wirklich in seinen Bann gezogen wurde. Auch die Tagebuch-Passagen haben mir gut gefallen. Gleich zu Beginn hatte ich zwar schon den Verdacht, um wen es sich bei den darin genannten Personen handelt, doch es bleibt weiterhin spannend zu erfahren, wie es weiter geht. Einzig der Prolog passt meiner Meinung nach nicht zu der Geschichte. Zwar wird erst im Laufe des Buches klar, in welchem Zusammenhang dieser steht – doch ist er überflüssig und könnte daher gut wegfallen. Das Ende passt gut zum Rest der Geschichte, wobei es mir ein bisschen zu konstruiert gewirkt hat. Fazit: Mit „Teufelstritt“ hat die Autorin Ursula Hahnenberg ein sehr stimmungsvolles Buch veröffentlicht, welches auf ca. 290 Seiten eine interessante und spannende Geschichte erzählt. Das Debüt lässt sich gut lesen. Ich hoffe, dass ich noch mehr von der Autorin lesen kann und dass sich das Verhalten der Protagonistin künftig ändert, damit die Lesefreude nicht getrübt wird. Von mir gibt es 4 von 5 Lesesternen.

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    • 7
  • Gelungenes Debüt!

    Teufelstritt
    mordsbuch

    mordsbuch

    10. August 2016 um 13:56

    BuchinfoTeufelstritt - Ursula HahnenbergTaschenbuch - 320 Seiten - ISBN-13: 978-3442484157Verlag: Goldmann Verlag - Erschienen: 20. Juni 2016EUR 9,99KurzbeschreibungAls Julia Sommer die Stelle der Försterin im Ebersberger Forst bei München antritt, hofft sie auf einen beruflichen und privaten Neuanfang. Doch Julias Chef, der Waldbesitzer Ludwig Voss, ist ein unsympathischer Macho, der der jungen Frau mehr als einmal zu nahe tritt. Dann zerreißen eines Morgen zwei Schüsse die Stille des Waldes – und anstelle eines gewilderten Hirsches findet Julia Ludwigs Leiche ... Trotz aller Unschuldsbeteuerungen wird sie schnell zur Hauptverdächtigen, vor allem für die verschworene Dorfgemeinschaft. Also stellt Julia selbst Nachforschungen an. Doch der eigentliche Täter liegt schon wieder auf der Lauer – und die Försterin steht zwischen ihm und seinem nächsten Opfer ...Bewertung„Teufelsritt“ ist der Debütroman von Ursula Hahnenberg.Die Geschichte dreht sich rund um die toll ausgearbeitet Hauptprotagonistin Julia, die als Försterin arbeitet. Durch die gute Recherchearbeit der Autorin kann sie alles detailliert wiedergeben, so dass man sich als Leser alles bildlich genau vorstellen kann.Obwohl Julia ihre ganz eigene Art hat, war sie mir durchweg sympathisch. Ich mag Protagonisten mit Ecken und Kanten, und davon hat Julia viele.Gekonnt baut Ursula Hahnenberg die Spannung auf, indem sie immer wieder falsche Fährten legt. Für mich löste sich das Rätsel um den Täter wirklich erst am Ende des Buches.Fazit: Gelungenes Debüt! Absolut empfehlenswert! 

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  • Tief im Wald: Teufelstritt - Ursula Hahnenberg

    Teufelstritt
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    08. August 2016 um 21:58

    Julia Sommer ist Försterin im Ebersberger Forst. In dem Forst, in dem einst ihr Vater Förster war, bevor er mit Julias Mutter und Julia im Wagen verunglückte und Julia Waise wurde. Ihre Oma Martha hat sie damals aufgezogen und nun wohnt das Weibergespann, gemeinsam mit Julias Sohn Florian im alten Haus der Familie. Doch der Neuanfang im erzkatholischen Dorf hat auch Nachteile: nicht nur der Kindergarten hat Schwierigkeiten mit dem nicht-getauften Florian, sondern auch das Dorf beäugt skeptisch die „Förstersliesel“. Besonders schwer macht es ihr allerdings ihr Chef, Ludwig Voss. Ein unangenehmer Mensch, der Julia auch schon körperlich bedrängt hat und der für die Jagd schwärmt. Als Julia dann Ludwig Voss erschossen im Wald findet, ist sie nicht nur die Hauptverdächtige, sondern macht auch noch alles falsch was man falsch machen kann. Ich finde es immer wieder schön, selbst aus einem Krimi, der nicht den Anspruch hat ein politischer oder sozialkritischer Krimi zu sein, noch etwas zu lernen. So hat Julia Sommer bzw. die Autorin mir die Försterei näher gebracht. Wie wichtig es ist, neue Baumbestände zu pflanzen, alte Baumbestände zu erhalten, nicht wahllos Tiere zu schießen oder auch die Waldbrandgefahr im Auge zu haben. So ein Wald macht ganz schön Arbeit und Julia Sommer ist im Wald in ihrem Element. Der Wald und dessen Ruhe bedeuten ihr alles, abgesehen natürlich von ihrem Sohn und ihrer Oma. Sie ist ein zurückhaltender Mensch, der misstrauisch gegenüber Fremden ist und nur schwer Kontakt schließt. So hat sie auch erst eine Freundin im Ort gefunden, Teresa, und ist sonst mit sich, ihrer kleinen Familie und ihrem Wald zufrieden. Leider wird ihr dieser Charakterzug zum Nachteil, als sie verdächtigt wird, Ludwig Voss erschossen zu haben. Am Tatort fasst sie alles an, läuft dann weg um Hilfe zu holen und wird von zwei Nordic Walkerinnen gesehen – fortan ist man weder bei der Polizei noch im Dorf zimperlich mit ihr. Zumal Julia kurz vorher mit Voss Streit hatte, sie es sich mit dem Pfarrer und der Feuerwehr verscherzt hat und auch noch die Tatwaffe die alte Waffe ihres Vaters ist – die sie Voss ohne Überlassungsschein einfach gegeben hat. Nun hätte es vielleicht Mittel und Wege gegeben, die Polizei milde zu stimmen, doch Julia verhält sich äußerst unkooperativ und verstrickt sich so immer mehr in die Geschichte und die Stimmung im Dorf heizt sich auf. Während man in der Erzählung Julia folgt, gibt es noch Einwürfe aus einem Tagebuch. Dieses wurde von einer Frau geführt, die in ihrer Ehe, die sie anfangs als Erlösung aus dem Elternhaus glaubte, die Hölle auf Erden wird. Die Einträge sind sehr aufwühlend und zeigen ein verdecktes Familiengeheimnis. Das Miträtseln, wie zwei Erzählstränge zusammen gehören, macht mir in Krimis immer noch am meisten Spaß, wobei man relativ schnell herausfinden konnte, wer die Tagebuchschreiberin war, allerdings noch lange nicht, wer der Täter / die Täterin ist. Die beiden Stränge zu verbinden und die Familiengeschichte zu entschlüsseln um den Täter zu erraten, die aufgeheizte Stimmung im Dorf, die bis zum Mobbing reichte, der drohende Sorgerechtsstreit, welcher über Julia hängt wie eine Gewitterwolke -  das alles hat für Spannung gesorgt. Die Försterei und der Wald waren für die lehrreichen und erholsamen Momente im Buch. Unglücklicherweise hat mir allerdings Julia Sommer nicht so zugesagt – viele ihrer Aktionen waren mir unverständlich – unlogisch und zum Teil selbstschädigend. Sie hat sich mit ihrer Art das Leben selbst schwer gemacht, dabei war der Mord ja eigentlich genug Aufregung. Leider blieben auch die im Klappentext versprochenen Nachforschungen aus – denn der Fall löst sich irgendwie nach und nach selbst auf, Julia hat damit nur wenig zu tun – schade, denn hier wäre noch Potential gewesen. Fazit: Ein spannender Krimi mit Einblick in die Försterei und einer aufgeheizten Dorfatmosphäre, aber leider mit einer Hauptfigur, die mir nicht so zusagte. Ein Lesevergnügen, aber eins mit noch Potential nach oben!

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  • Solider, spannender Regio-Krimi ... must read !!!!

    Teufelstritt
    Fluse

    Fluse

    04. August 2016 um 18:25

    Mittlerweile gibt es ja schon eigene Regale mit Regiokrimis, die mich allesamt überhaupt nicht reizen. Daher bin ich um dieses Buch hier lange herum geschlichen und konnte mich nicht entscheiden, ob ich dieses Buch in die Regioschublade stecke oder es als einen deutschen Krimi einordne. Ich habe mich dann für dieses Buch entschieden und ich kann sagen, ich hab es nicht bereut. Julia, Mutter und Enkelin, lebt nach 30 Jahren ihren Traum. Sie übernimmt das Amt des Försters in ihrem alten Heimat"hafen", nachdem sie als Kind ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hat. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, sie beginnt, sich einzuleben. Das Dorf meidet sie zwar, trotz der Tatsache, dass sie ja eigentlich eine Einheimische ist. Davon lässt sich sich nicht entmutigen und geht ihren Weg ... wäre da nicht der widerliche Voss, ihr Chef und die immer wiederkehrenden Wildereien im Forst. Gerade als sie wieder Schüsse hört und der Sache nun endlich ein Ende bereiten will fällt sie fast über ihren Chef, der tot, erschossen, im Wald liegt. Nun beginnt für Julia eine Odyssee ... es passieren immer wieder Dinge, die Julia mehr und mehr zur Hauptverdächtigen machen ... und da geschieht ein weiterer Mord ...Ein schneller, gut zu lesender, bildhafter Krimi, mit viel Platz für Spekulationen, mit Wendungen und nachvollziehbaren Charakteren und einem Ende, welches keine offenen Fragen hinterlässt. Man darf sich auf die Fortsetzung freuen.

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  • Der Mord im Forst

    Teufelstritt
    twentytwo

    twentytwo

    02. August 2016 um 20:14

    Der Wilderer im Ebersberger Forst ist der Försterin Julia Sommer schon länger ein Dorn im Auge. Sie liebt ihren Wald und würde alles für ihn tun. Erst kürzlich hat sie ihre Stelle hier angetreten, die früher ihr Vater inne hatte und den sie als Kind bei seiner Waldarbeit oft begleitet hat. Nun wohnt sie wieder im alten Forsthaus, das zugleich ihr Elternhaus war. Seit ihrer Scheidung ist sie alleinerziehende Mutter und um wenigstens etwas Familiengefühl zu haben, hat sie ihre Großmutter zu sich genommen. Doch die vermeintliche Idylle trügt und von der Dorfgemeinschaft weht ihnen ein eisiger Wind entgegen. Als dann auch noch ihr Chef, Ludwig Voss ermordet wird, fängt die Gerüchteküche erst richtig an zu brodeln und sie wird zur Mörderin abgestempelt.Um ihre Unschuld zu beweisen, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Sache in die Hand zu nehmen und selbst nach dem Todesschützen zu suchen. Als ihr plötzlich ein zweiter Mord angehängt wird, droht die Geschichte zu eskalieren und sie muss sich schwer zusammenreißen um nicht aufzugeben.FazitEin spannender Fall um eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, mit einer düsteren Vergangenheit bei der vieles totgeschwiegen wurde. In Verbindung mit interessanten Informationen über Forst- und Waldwirtschaft ist „Teufelstritt“ das gelungene Debut eines soliden Regionalkrimis.

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  • Top Krimi

    Teufelstritt
    Kerstin_Behrens

    Kerstin_Behrens

    01. August 2016 um 10:28

    Nach erklärendem Beginn um die Situation der Protagonistin Julia nimmt die Geschichte mit dem Mord an ihrem Arbeitgeber Fahrt auf. Wie in der dörflichen Pampa üblich, gesellen sich dem Drama um den Mord und Julia als - in den Augen der Kripo - mögliche Täterin noch allerlei Lästermäuler hinzu, die dafür sorgen, dass Julia und ihre kleine Familie es schwer haben in der Zeit. Obendrein sorgt ein Wilderer für Aufruhr in Julias Forst - und unglücklicherweise schlägt er immer dann zu, wenn Julia ihn zwar hören aber nicht stellen kann. Die zunächst unterschiedlichen Stränge - Ludwig (der Ermordete), seine "Verlobte", ihr Bruder, Ludwigs Sohn Tom - Julia, Oma Martha, Florian (Julias kleiner Sohn) - der Wilderer - die Lästerweiber und die Dorfrüpel, deren einer der Wehrführer der örtlichen freiwilligen Feuerwehr ist - der strunzige Pfaffe und seine Haushälterin - die verhuschte Teresa, die überall hilft und sich Julia förmlich, ja, fast schutzsuchend, aufdrängt - und last but not least die Kripobeamten - finden sämtlich in der Figur Julias ihren Anknüpfungspunkt. In bemerkenswerter Weise schafft es die Autorin, dass der mitdenkende Leser zunächst alle beteiligten Figuren auf ihre möglichen Motive Ludwig zu ermorden abklopft, aber in keiner der Figuren auf Anhieb den Mörder zu erkennen vermag. Es könnten alle gewesen sein - oder keiner von ihnen. Motive gibt es hinreichend. Erst als ein Tagebuch ins Spiel kommt, das in einem zweiten Erzählstrang Licht in das Dunkel der Vergangenheit bringt, lichtet sich der Nebel der Mutmaßungen. Dieses Tagebuch verknüpft mit der gekonnten, stilsicheren Erzählung im Hauptstrang führt den Leser schließlich zum einzig möglichen Täter: heureka! In einem furiosen Finale gipfelt diese Geschichte aus düsterer Vergangenheit, totschweigender Gegenwart und am Ende zwei Morden und lässt den Leser atemlos, aber erleichtert zurück.

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  • Spannung im Forst eines kleinen Dorfes ...

    Teufelstritt
    MarjaLethe

    MarjaLethe

    29. July 2016 um 20:31

    Mit "Teufelstritt" veröffentlicht die Autorin Ursula Hahnenberg ihren ersten Kriminalroman. Wir begleiten die junge Försterin Julia Sommer, die gemeinsam mit ihrem Sohn Florian und ihrer Großmutter zurück in das gemeinsame Heimatdorf kehrt; dort tritt sie eine Stelle als Försterin an. Angestellt ist sie bei dem rüpelhaften Ludwig Voss, der zu Beginn des Romans tot aufgefunden wird. Julia findet die Leiche und wird schnell des Mordes verdächtigt - sowohl von der Polizei als auch von den anderen Dorfbewohnern. Nach und nach geschehen immer wieder kleine, mysteriöse Dinge, die dazu führen, dass Julia auf eigene Faust ermitteln möchte. Schon bald bekommt der Mordfall allerdings eine ganz persönliche Bedeutung für die junge Frau und die gefährliche Jagd nach dem Mörder nimmt ihren Lauf ...Ganz besonders macht diesen Roman die schöne und gut durchdachte Aufmachung. Das Cover ist sehr ansprechend und bringt die Mischung aus Sommerstimmung und Krimi perfekt rüber! Der Roman ist strukturell in zwei Ebenen aufgeteilt; die eine Handlungsebene, die auch den Großteil des Romans einnimmt, erzählt die Geschichte von Julia Sommer und ihren Erlebnissen in der Gegenwart. Die andere Ebenen besteht aus Tagebucheinträgen, die von einem düsteren Familiengeheimnis berichten. Diese "Zwischenkapitel" bieten einen sehr guten Einblick in die Abgründe einer Familie - das hat definitiv zur Spannung beigetragen! Sowohl die eingefügten Gedankenströme als auch die "normalen" Kapitel haben eine angenehme Länge, was dazu beiträgt, dass sich das Buch flüssig und leicht lesen lässt. Ein anderer Aspekt, der zum Lesefluss beitrug, ist der lockere und vor allem bildhafte Schreibstil.  Allerdings fiel mir der Einstieg in jedes Kapitel etwas schwer, an einigen Stellen war der Anfang einzelner Kapitel recht holprig. Das mag unter anderem daran gelegen haben, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln mir nicht immer so schlüssig erschienen. Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr sommerlich, trotzdem kam bei mir als Leserin eine mysteriöse, etwas düstere Stimmung auf.Sehr interessant ist außerdem, dass Ursula Hahnenberg die Geschichte verschiedener Heiliger und Schutzpersonen aufgreift. (So beispielsweise eine Art Heldengeschichte des Heiligen Florians.)Das führt mich zu einem weiteren Aspekt des Romans, der mich persönlich sehr überzeugen konnte; das Thema Religion und der Umgang mit verschiedenen Glaubensformen wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt - hauptsächlich in Form von Gesprächen zwischen Mutter und Sohn. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn wird generell sehr gut dargestellt. Dazu gehört auch die Thematisierung der Problematik alleinerziehender Elternteile - in diesem Falle der Mutter. Allerdings gab es leider auch einige Aspekte, die mich nicht überzeugen konnten. Damit meine ich hauptsächlich die nicht ganz ausgereifte Ausarbeitung der Charaktere. An vielen Stellen bleiben die Figuren des Romans etwas blass; vor allem hat mich jedoch gestört, dass die Figuren oftmals sehr irrational handeln, was sie wenig authentisch wirken lässt. Auch hat mich gestört, dass Julia Sommer von den Dorfbewohnern ohne ersichtlichen Grund verdächtigt wird.Insgesamt ein spannender Kriminalroman, der aber noch Luft nach oben lässt!

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  • Waldesruh? Von wegen!

    Teufelstritt
    krimiundkeks

    krimiundkeks

    26. July 2016 um 19:24

    Ein Krimidebüt mit Luft nach oben Im Rahmen einer Leserunde konnte ich den ersten Krimi von Ursula Hahnenberg, "Teufelstritt", lesen. Während Setting und Handlung durchaus gelungen und spannend sind, hat mich die Hauptfigur des Krimiromans, der in Bayern spielt, leider nicht überzeugen können. Die junge Försterin Julia Sommer hat eine neue Stelle im Ebersberger Forst angetreten. In diesem Forstamt hat schon ihr Vater gearbeitet, bevor er gemeinsam mit Julias Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, und es war Julias großer Wunsch, in den Ort zurückzukehren. Sehr zur Freude ihrer Großmutter, die froh ist, Enkelin und Urenkel Florian bei sich zu haben. Von Florians Vater lebt Julia getrennt, der neue Job ist also auch ein privater Neuanfang. Alles könnte so schön sein: Julias geliebter Wald, ein Beruf, der ihr Freude macht, Sohn und Großmutter - wäre da nicht ihr Chef Ludwig Voss. Immer wieder gerät sie mit dem unsympathischen Waldbesitzer aneinander, er bedrängt sie sogar.  An einem Morgen, als Julia gerade einen Rehbock schießen will, fallen zwei Schüsse in Julias Nähe. Sie vermutet, dies sei der Wilderer, der seit längerer Zeit im Eberswalder Forst wahllos auf Wild schießt. Statt eines illegal geschossenen Tieres findet Julia zu ihrem Entsetzen jedoch ihren Chef auf dem Waldweg. Erschossen. Vor seinem Wagen. Vom Mörder keine Spur. Die junge Förstern gerät ins Visier der Ermittler, Hauptkommissarin Baumgartner und Kommissar Winkler: Zum einen bietet des schwierige Verhältnis zwischen Julia und ihrem Chef mehr als ein Mordmotiv, zum anderen macht sie sich durch ihr eigensinniges Verhalten während der Ermittlungen immer verdächtiger. Denn die Försterin stellt ihre eigenen Ermittlungen an. Sie recherchiert in Ludwig Voss' Privatleben, versucht, den Pfarrer des Ortes auszufragen und legt sich mit den Dorfbewohnern an. Im Laufe der Handlung kommt sie auch hinter das Geheimnis, das sich um den Tod ihrer Eltern rankt und findet Schockierendes aus Ludwigs Familiengeschichte heraus… Alles in allem bietet der Krimi spannenden Stoff und einen kniffeligen Mordfall. Besonders der "Schlussspurt" ist voller Action und lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Leider wirkt die Figur der Julia Sommer auf mich alles andere als sympathisch, was sich negativ auf das ganze Buch auswirkt. Ihre Ermittlungen auf eigene Faust erscheinen eher unrealistisch, generell ist ihr Verhalten von unlogischen Handlungen geprägt. Warum hat sie von Beginn an einen regelrechten Hass auf die Polizisten und kooperiert nicht mit ihnen? Wenn sie unschuldig ist, kann sie auch vernünftig die Fragen der Beamten beantworten. An manchen Stellen war ich richtig genervt von Julia und hätte ihr gerne gesagt "Mädel, beruhig dich! Warum bist du so zickig und bockig?" Allgemein fällt es mir eher schwer, mich auf Krimis einzulassen, deren "zivile" Hauptfiguren sich in Polizeiermittlungen einmischen. Ein paarmal haben es Autoren schon geschafft, mich umzustimmen und zu überzeugen. Das ist Ursula Hahnenberg leider nicht gelungen. Dennoch bietet ihr Krimidebüt spannende Unterhaltung für Leser, die kein Problem damit haben, die Ermittler eher in einer Nebenrolle zu sehen. Den Folgeband würde ich wahrscheinlich der Neugierde halber lesen, um zu sehen, ob sich die Figur der Julia Sommer noch weiterentwickeln kann und wenn ja, in welche Richtung… Sehr gelungen ist die Beschreibung des Waldes und des Berufes der Försterin. Hier wird deutlich, dass Autorin Ursula Hahnenberg selbst studierte Forstwissenschaftlerin ist und ihr Fachwissen rund um Forst, Wild und Jagd geschickt unterbringen kann.

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