Ursula Hauser Die Rebellin

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Inhaltsangabe zu „Die Rebellin“ von Ursula Hauser

1946 als Tochter des ehemaligen Gemeindeschreibers von Kilchberg geboren, scheint Ursula Hausers Lebensweg in geordneten Bahnen vorgezeichnet, als sie mit neunzehn ungewollt schwanger wird. Nach der – traumatischen – Abtreibung hält sie ihr enges Umfeld nicht mehr aus. Sie reist nach Amerika, gerät in den Strudel der Anti-Vietnam-Proteste und schließt sich der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung an. Zurück in der Schweiz, engagiert sie sich in der Achtundsechziger-Bewegung und beginnt, Psychologie zu studieren. Ihr Instrument ist das Psychodrama, eine Gruppentherapie, in der konfliktbeladene Situationen szenisch aufgearbeitet werden. 1980 reist die Psychoanalytikerin nach Nicaragua, um die sandinistische Revolution zu unterstützen und den vom Bürgerkrieg traumatisierten und sexuell ausgebeuteten Frauen zu helfen. Dort lernt sie Antonio Grieco kennen, Revolutionär und Weggefährte Che Guevaras. Die beiden verlieben sich, heiraten und leben sechzehn Jahre glücklich zusammen, bis er an den Spätfolgen der Folter stirbt, die er Jahre zuvor im Gefängnis der Militärdiktatur in Uruguay erlitten hat. Seither ist Ursula Hauser eine moderne Nomadin. Unterstützt von schweizerischen NGOs, reist sie in Kriegs- und Krisengebiete, leitet Psychodramagruppen in Flüchtlingslagern und Armenvierteln, entwickelt Frauenprojekte und bildet Ärztinnen, Krankenschwestern und Sozialarbeiter aus – unter anderem im Gaza- streifen, in El Salvador, Nicaragua und Uruguay.

Sehr lesenswerte, spanende Lebensgeschichte!

— Diana182

Eine tolle Frau mit einer spannenden Lebensgeschichte, die mich fesselte und begeisterte.

— misery3103

Hat mir gut gefallen,die Autorin weiß zu erzählen.

— Katzenmicha

Eine spannende und emotionale Biographie einer mutigen Frau. Lesenswert!

— rewareni

Für mich war das ganze Buch ein einziges Abenteuer mit Einblicken in eine für mich ganz fremde Welt

— peedee

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  • Die Rebellin

    Die Rebellin

    Diana182

    19. June 2017 um 15:07

    Dass Cover zeigt eine ältere, sympathische Dame mit einem offenen Lächeln im Gesicht. Bisher war sie mir leider noch nicht bekannt, die Buschbeschreibung klang jedoch sehr ansprechend. Daher wollte ich sehr gerne mehr erfahren. Dieses Leben ist alles andere als Alltäglich und Durchschnittlich. Die Hauptperson berichte von so einigen Höhen und Tiefen in ihrem Leben, welche anderen Leuten schon den Boden unter den Füßen weggerissen hätte- nicht aber Ursula Hauser! Sie lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg, so steinig er auch sein mag. Dieser Lebenswille und das Durchhaltevermögen haben mir sehr imponiert. So habe ich dieses Buch auch fast am Stück verschlungen und wollte mit dem Lesen gar nicht mehr aushören. Frau Hauser wirkt direkt vertraut und sympathisch und die Beschreibung der einzelnen Begebenheiten fand ich sehr interessant und lesenswert. Mein Fazit:Eine tolle, spannende, lesenswerte Geschichte über eine starke Frau, die ihren Weg geht und niemals aufgibt!

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  • Ein Lebenswerk

    Die Rebellin

    solveig

    03. June 2017 um 17:52

      Wie kommt eine junge Frau, aufgewachsen in einem liebevollen, behüteten  Zuhause, dazu, sich aus ihrem sicheren Dasein zu lösen und in politisch und sozial instabile Länder zu begeben? Das erfährt der Leser auf sehr eindringliche Weise in diesem Buch, das den Lebenslauf der  „Rebellin“ Ursula Hauser schildert. Aus vielen Gesprächen, welche die Journalistin Tanja Polli mit ihr geführt hat, entsteht ein klares Porträt der Psychologin, die sich mit ihrem Ausbruch aus dem überschaubaren, konservativen Kilchberg bei Zürich gegen ein bequemes, aber angepasstes Dasein im  „normalen“ Rahmen entschieden hat. Sehr überzeugend erzählt sie von ihrem außergewöhnlichen Leben, ihrem Wunsch und Vorhaben, sozial benachteiligten Menschen und politisch Verfolgten zu helfen. Auf lebendige Weise  berichtet sie, wie es ihr gelang, ihre Ideen umzusetzen und von ihren Erfolgen. In einem Interview erklärt sie ihre wichtigsten Ziele; auf der einen Seite geht es ihr um Hilfe für seelisch und körperlich misshandelte Frauen, aber auch Bemühungen, mit den Enkeln einer vergangenen Diktatur (wie etwa in Uruguay) die Vergangenheit aufzuarbeiten, sind ihr wichtig:  „Zum einen wollte ich dazu beitragen, dass traumatisierte Frauen einen Ausweg aus Depression und Resignation fanden und wieder auf ihre Ressourcen vertrauen konnten… Ich möchte Menschen dazu befähigen, sich in ihrem Kontext zu begreifen, klar zu denken und Selbstverantwortung zu übernehmen.“ Ehrlich und ohne Anmaßung erzählt Hauser von ihren Erfolgen, die sie mit Hilfe des Psychodramas (einer Form der Gruppentherapie) in den unterschiedlichsten Ländern erzielt, und ihrem Engagement in der Ausbildung neuer Therapeuten vor Ort. Und ganz  selbstverständlich führt Ursula Hauser ihr Lebenswerk auch im Alter von 70 Jahren noch fort und setzt sich für ihre Ziele ein, in einem Alter, in dem sich die meisten Menschen bereits im Ruhestand befinden. Tanja Polli versteht es großartig, den natürlichen Ton im Gespräch mit der Psychologin wiederzugeben und den Leser Hausers ehrliche Anteilnahme am Schicksal der Benachteiligten dieser Welt und ihren leidenschaftlichen Einsatz spüren zu lassen. Um das Bild der tatkräftigen Frau zu ergänzen,  lässt die Autorin auch Vertraute aus Hausers Bekanntenkreis zu Wort kommen und schafft ein lebendiges Porträt. Ein wirklich lesenswertes Buch, das zum Nachdenken  -  auch über das eigene Leben  -  anregt.

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  • Die Rebellin-ein außergewöhnliches Leben

    Die Rebellin

    Katzenmicha

    29. May 2017 um 16:54

    1946 als Tochter des ehemaligen Gemeindeschreibers von Kilchberg geboren, Pfadiführerin, angehende Lehrerin. Ursula Hausers Lebensweg scheint in geordneten Bahnen vorgezeichnet, als sie mit 19 ungewollt schwanger wird. Nach der traumatischen Abtreibung hält sie ihr enges Umfeld nicht mehr aus. Sie reist 1967 in ein Rotkreuzlager nach Amerika und fällt dort aus allen Wolken, als sie in New Orleans zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Gay-Szene konfrontiert wird und später in New York schwarze Kinder verhungern sieht. Die junge Frau gerät in den Strudel der Anti-Vietnam-Proteste und schließt sich der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung an. 1968 reist Ursula Hauser in die Schweiz zurück und findet ihren Platz im bürgerlichen Kilchberg nicht mehr. Eine Psychoanalyse rettet sie aus ihrer Krise. Sie studiert selber Psychologie, wird zu einer Pionierin der politisch engagierten Psychoanalyse und beteiligt sich aktiv in den kollektiven Projekten der 68er-Bewegung. Ihr Instrument ist das Psychodrama, eine Gruppentherapie, in der konfliktbeladene Situationen szenisch aufgearbeitet werden. 1980 reist Ursula Hauser nach Nicaragua, um die sandinistische Revolution besser zu verstehen und den vom Bürgerkrieg traumatisierten und sexuell ausgebeuteten Frauen zu helfen, und lernt dort Antonio Grieco kennen, Revolutionär und Weggefährte Che Guevaras. Die beiden verlieben sich, heiraten und leben 16 Jahre glücklich zusammen, bis Grieco an den Spätfolgen der Folter stirbt, die er Jahre zuvor im Gefängnis der Militärdiktatur in Uruguay erlitten hat. Seither ist Ursula Hauser eine moderne Nomadin. Unterstützt von schweizerischen NGOs, reist sie als Psychoanalytikerin in Kriegs- und Krisengebiete, leitet Psychodramagruppen in Flüchtlingslagern und Armenvierteln. Sie entwickelt Frauenprojekte und bildet Ärztinnen, Krankenschwestern und Sozialarbeiter aus unter anderem im Gazastreifen, in El Salvador, Nicaragua und Uruguay. Fazit zum Buch: Ursula Hauser geb 1946 in schweizerischen Kilchberg geboren und erlebt in jungen Jahren eine Abtreibung.Von da hält es sie nicht mehr in der gewohnten Umfeld und sie reist nach San Francisco-da erlebt sie den Anti Viertnam Proteste,in Kapstadt die Arpartheid.Sie studiert Psuychologie.In Nicaragua lernt sie Antonio Grieco kennen und lieben.Nach 16 Jahren stirbt er an einem Herzinfakt.Die Arbeit führt Ursula Hauser immer wieder zu den Kriegs-Krisengebiete diser Welt. Ich habe vorher nichts über Ursula Hauser gehört oder gelesen.Aber das Buch hat mir ihre Geschichte näher gebracht.Sie war engagiert und kontaktfreudig.Ihre Kinderlosigkeit und ihr Verhältnis zu ihren Eltern war immer wieder mal Thema in dem Buch.Das Buch ist gut geschrieben,an Anfang noch etwas zäh,aber von Kapitel zu Kapitel spannender. Vielen Dank dasich das Buch lesen durfte und so mehr über Ursula Hauser kennenlernen durfte.

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  • Ein spannendes Leben

    Die Rebellin

    misery3103

    29. May 2017 um 14:14

    Ursula Hauser wurde 1946 in der Schweiz geboren und verlebte eine glückliche Kindheit. Die einzelnen Stationen ihres bewegten Lebens sind in diesem Buch aufgeführt und nehmen den Leser mit auf eine spannende Reise durch interessante und engagierte Stationen. Die Erzählweise ist sehr mitreißend, weshalb man das Buch schnell liest und jedes Kapitel mit neuem Erstaunen zur Kenntnis nimmt. Zu einer Zeit, in der Frauen noch um Gleichberechtigung kämpfen mussten, führte Ursula Hauser bereits ein sehr spannendes und bestimmt auch gefährliches Leben, in dem sie sich für Frauen in der ganzen Welt - unter anderem im Gazastreifen, El Salvador, Nicaragua und Uruguay - einsetzte. Die Schilderung ihrer Arbeit ließ mich fasziniert weiterlesen. Die spannenden Ereignisse im Leben dieser mutigen Frau, die sich immer auf die Seite der Schwachen stellte, haben mich sehr beeindruckt. Auch heute ist es für sie wichtig, auf Ungerechtigkeiten in der Welt aufmerksam zu machen, den Menschen aufzuzeigen, dass für viele Dinge, die wir uns hier leisten, Menschen in anderen Teilen der Welt ausgebeutet werden.Ich bin froh, dass ich durch dieses Buch Ursula Hauser entdecken durfte, die sehr engagiert und begeisternd durch ihr Leben geht, das für mich als Leserin ein einziges Abenteuer war. Eine mutige und lebenslustige Frau, die so viel erlebte, dass es für zwei Leben gereicht hätte. Eine tolle Frau mit einer spannenden Lebensgeschichte, die mich fesselte und begeisterte.

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  • Ein aufregendes Leben- einer mutigen Frau

    Die Rebellin

    rewareni

    13. May 2017 um 14:58

    ,, Die Rebellin`` - Ein Leben für Frieden und Gerechtigkeit. Die autobiografische Geschichte über Ursula Hauser wurde von Tanja Polli geschrieben und entführt den Leser in eine beindruckende, spannende und emotionale Lebensgeschichte. 1946 geboren, erlebte Ursula eine glückliche Kindheit. Ihr Wunsch anderen zu helfen und gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, lag ihr schon immer im Blut. Als sie im Lehrerseminar schwanger wurde und ihre Mutter Ursula zu einer Abtreibung riet, beeinflusste diese schwerwiegende Entscheidung ihr ganzes Leben. Von diesem Zeitpunkt an reiste sie in viele Länder um anderen zu helfen. Egal ob sie in New Orleans schwarze Kinder unterrichtete oder in Harlem den ärmsten und schwächsten der Gesellschaft half, immer stand für sie die Gerechtigkeit im Vordergrund. Die Rassentrennung in Kapstadt konnte sie genauso wenig akzeptieren wie die Tatsache in ihrer Heimatstadt Zürich, dass man Kindern der Unterschicht keine Chance geben wollte für eine optimale Schulbildung. Ihre unkonventionellen Lernmethoden, waren zwar bei der Obrigkeit nicht beliebt, aber der Erfolg gab ihr schließlich Recht. Als Psychoanalytikerin in Psychodrama ausgebildet gelang es ihr in vielen Ländern der Welt wie in Nicaragua, Kuba oder El Salvador vor allem traumatisierte Frauen, die oft  als Widerstandskämpferinnen gelebt  haben, vergewaltigt und misshandelt wurden, zu unterstützen und zu helfen. Als Antonio, ihr Ehemann, der ebenfalls unter Folter und Misshandlungen jahrelang gelitten hatte, nach 16 Jahren Ehe stirbt, setzte sie trotzdem unermüdlich und mit Hilfe vieler Freunde und Psychoanalytikern auf der ganzen Welt ihre Projekte weiterhin fort. Der Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden sind nicht nur Schlagworte für Ursula Hauser, sondern sie sind für sie zu ihrer Lebensphilosophie geworden. Ich kann die Biographie von Ursula Hauser kaum in richtige Worte fassen, da sie mich zu tiefst bewegt hat. Wenn man das Cover betrachtet sieht man eine fröhliche und gutgelaunte Frau über 70 Jahren. Wenn man ihre Lebensgeschichte gelesen hat, von all den schweren Schicksalsschlägen erfährt und die schrecklichen Bilder vor Augen hat, über die in dem Buch erzählt werden, dann ist es kaum zu glauben, dass Ursula Hauser die Frau auf dem Bild ist, über die in dem Buch erzählt wird. Mutig und immer auf der Seite der Schwächsten, hatte sie es nicht leicht ihren Weg zu finden und diesen auch zu gehen. Die Biographie klingt so unglaublich wenn man bedenkt, wie jung sie war, als sie das erste Mal ihre Heimat Zürich verlassen hatte um in die große weite Welt zu reisen. Ob bei Demonstrationen, Revolutionen oder als Therapeutin für Widerstandskämpferinnen, immer war Ursula Hauser, auch unter Einsatz ihres Lebens,  zur Stelle. Als politisch engagierter Mensch war und ist es für sie nach wie vor wichtig, auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Und das bewusst machen, dass für viele unserer Wohlstandsgüter Menschen in anderen Ländern dafür ausgebeutet werden. Eine bewundernswerte Frau, der ich einfach nur meinen Respekt zollen kann.

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  • Buchverlosung zu "Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld" von Silvia Aeschbach

    Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld

    WoertersehVerlag

    Liebe Lovelybookers,Der Wörterseh Verlag ist neu auch auf Lovelybooks unterwegs. Wer wir sind? Mit unserem Programm setzen wir auf Menschen und deren Geschichten. Auf Lebensgeschichten. Auf Geschichten, die berührend und bewegend aufzeigen, dass im Leben vieles möglich ist. Dann, wenn man den Glauben an sich und die Machbarkeit der Dinge nicht verliert.Um unseren Einstand auf dieser tollen Plattform zu feiern, verlosen wir 20 Buchpakete mit 4 unserer Bestseller. »Älterwerden für Anfängerinnen« (#1 d. Schweizer Bestsellerliste)Die Journalistin, Autorin und Bloggerin Silvia Aeschbach befindet sich mit ihren 55 Jahren in einer Lebensphase, in der sie ein neues Territorium betritt, das sie nicht wirklich als eine Wohlfühloase empfindet. Wie Silvia Aeschbach die Jahre des Umbruchs erlebt, hat sie in ihrem Buch »Älterwerden für Anfängerinnen« sehr persönlich und augenzwinkernd festgehalten. In dreizehn Porträts lässt sie Frauen im Alter zwischen Anfang vierzig und Anfang siebzig zu Wort kommen. Offen erzählen sie, wie sie diese turbulente Zeit erleben und wie sie sich den Veränderungen, die unaufhaltsam kommen, stellen. »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld« (#2 d. Schweizer Bestsellerliste)Panikattacken kommen meist aus heiterem Himmel. Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot – Todesangst. Die Journalistin Silvia Aeschbach war knapp siebzehn, als sie ihre erste Panikattacke erlebte und felsenfest davon überzeugt war, dass sie diese nicht überleben würde. Mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie schildert die Autorin, wie sie an den immer wiederkehrenden Attacken fast verzweifelte, was für eine Erlösung es war, als sie – unzählige Attacken, tausend kleine Tode und viele Jahre später erst – endlich eine Diagnose und einen Namen für ihre Krankheit erhielt, wie sie mit ihrer Angststörung leben lernte und an ihr auch wachsen konnte. Das Buch ist eine unterhaltsame wie packende Lektüre. Mit Panikattacken in den unpassendsten Momenten. In einer Livesendung am Radio beispielsweise. Im Flugzeug. Mitten in einem Robbie-Williams-Konzert. Vor laufender Kamera. Oder aber im selben Raum mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.»Die Rebellin« (#6 d. Schweizer Bestsellerliste)Ursula Hausers Lebensweg scheint in geordneten Bahnen vorgezeichnet, als sie mit neunzehn ungewollt schwanger wird. Nach der – traumatischen – Abtreibung hält sie ihr enges Umfeld nicht mehr aus. Sie reist nach Amerika, gerät in den Strudel der Anti-Vietnam-Proteste und schließt sich der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung an. Zurück in der Schweiz, engagiert sie sich in der Achtundsechziger-Bewegung und beginnt, Psychologie zu studieren. 1980 reist die Psychoanalytikerin nach Nicaragua wo sie Antonio Grieco kennen lernt, Revolutionär und Weggefährte Che Guevaras. Die beiden verlieben sich, heiraten und leben sechzehn Jahre glücklich zusammen, bis er an den Spätfolgen der Folter stirbt, die er Jahre zuvor im Gefängnis der Militärdiktatur in Uruguay erlitten hat. Seither ist Ursula Hauser eine moderne Nomadin. »Giganten« (#20 d. Schweizer Bestsellerliste)Giganten erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Frau, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemienne, entscheiden muss. Wenn ihr neugierig geworden seid, könnt ihr euch für eins der 20 Buchpakete von über den blauen JETZT BEWERBEN Button bewerben.Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Leserunden.

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    • 117
  • Ein Abenteuer

    Die Rebellin

    peedee

    11. May 2017 um 22:56

    Ursula Hauser, geb. 1946 im schweizerischen Kilchberg, erlebt mit 19 Jahren eine traumatische Abtreibung. Sie hält es im gewohnten Umfeld nicht mehr aus und reist nach San Francisco, erlebt dort die Anti-Vietnam-Proteste; weiter nach Kapstadt, wo sie die Apartheid beschäftigt. Später studiert sie Psychologie und insbesondere Psychodrama, eine Gruppentherapie, bei der die konfliktbeladenen Situationen szenisch aufgearbeitet werden. In Nicaragua lernt sie Antonio Grieco, einen Revolutionär, kennen und lieben. Nach 16 Jahren stirbt er an einem Herzinfarkt. Die Arbeit führt Ursula Hauser in verschiedene Kriegs- und Krisengebiete der Welt – immer wieder kommt sie für Zwischenstopps nach Zürich. Das Leben der modernen Nomadin wurde von der Journalistin und Autorin Tania Polli aufgezeichnet.Erster Eindruck: Auf dem Cover eine sympathische, ältere Frau, mit einem netten Lächeln im Gesicht, ein guter Buchtitel – gefällt mir. Auf der Rückseite hat es ein paar Fotos; leider sind sie viel zu klein – schade. Zudem wären weitere persönliche Bilder im Buchinnern schön gewesen.Wer ist Ursula Hauser? Ich muss zugeben, dass sie mir vor dieser Lektüre nicht bekannt war. Ich habe Ursula Hauser durch dieses Buch als sehr offene, engagierte, begeisterungsfähige und kontaktfreudige Frau erlebt. Die traumatische Abtreibung hat ihr Leben nicht nur verändert, sondern auch anhaltend geprägt. Ihre spätere Kinderlosigkeit wird immer wieder angesprochen. Auch die Beziehung zu ihren Eltern ist immer wieder Thema.„Es sind die schwierigen Erfahrungen, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.“ (S. 49)Für mich war das ganze Buch eigentlich ein einziges Abenteuer mit Einblicken in eine für mich ganz fremde Welt. Berührend, dass Ursula Hauser das Buch ihrem Antonio gewidmet hat – der Liebe ihres Lebens. Hauptsächlich wird die Lebensgeschichte aus Ursula Hausers Sicht erzählt. Doch dann hat es Einschübe von Wegbegleitern, die ihre Sicht und ihre Beziehung zu Ursula schildern. Diesen Mix fand ich sehr interessant. Es werden so viele Dinge erzählt, von denen ich keine Ahnung habe oder die von meinem eigenen Leben so weit entfernt sind. Ursula Hauser ist eine Nomadin und ich bin absolut sesshaft. Das Thema Psychodrama wird immer wieder erörtert, aber für mich ist diese Therapie trotzdem nicht wirklich greifbar. Ich kann nicht nachvollziehen, wie diese Gruppentherapie wirklich funktioniert (aber dies ist ja auch kein Psychologie- oder Psychodrama-Lehrbuch). Für mich beeindruckend, wie jemand sich so für etwas engagiert, auch wenn es widrige Umstände sind (z.B. verminderter oder gänzlich fehlender Komfort, wiederholte Einbrüche, Bedrohungen). Von mir gibt es 4 Sterne und meinen herzlichen Dank für dieses Buch.

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    • 4
  • Sie war ihrer Zeit weit voraus

    Die Rebellin

    Mrs. Dalloway

    01. May 2017 um 13:59

    Ich mag den autobiographischen Stil der Ursula Hauser sehr gerne. Sie wurde in der Schweiz geboren und der Lokalkolorit scheint beim Leser sehr gut durch, was mir gut gefällt. Das Dorfleben klang für mich von Anfang an sympathisch.Ihr Leben war alles andere als langweilig, auch in der Kindheit und Jugend schon. Diese Tatsache sorgt auch dafür, dass das Buch durchweg spannend ist und mich an keiner Stelle gelangweilt hat. Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist mein Leben im Vergleich relativ unspektakulär.Die circa 200 Seiten lesen sich ohnehin ratzfatz und die vielen Ortswechsel und spannenden Geschichten tragen dazu bei.Frau Hauser ist ein Vorbild für alle Frauen, auch heute noch. Ich kann ihr Buch nur allen empfehlen, die gerne Bücher über starke weibliche Persönlichkeiten lesen.

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  • Eine bewundernswerte Frau!

    Die Rebellin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. May 2017 um 13:39

    Eine Frau, die sich ohne Angst immer wieder auf neue und schwierige Situationen einlässt. Alles im Sinne der Nächstenliebe, Gleichberechtigung und für den Frieden.
    Hut ab!

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