Ursula K. Le Guin

 3.8 Sterne bei 601 Bewertungen
Autorin von Erdsee, Der Magier der Erdsee und weiteren Büchern.
Ursula K. Le Guin

Lebenslauf von Ursula K. Le Guin

Die Königin der Fantastik und des feministischen Science-Fiktion: Ursula Kroeber Le Guin wurde am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien, USA geboren. Sie studierte Literatur und spezialisierte sich hierbei insbesondere auf die Renaissance. Den Magistergrad erhielt sie an der Columbia University. Seit 1962 lebte sie als Schriftstellerin in Portland und unterrichtete dort bis zu ihrem Tod am 22.01.2018 an einer Universität. Mit ihrem Roman „Winterplanet“ wurde sie einer internationalen Leserschaft bekannt. Für ihre Bücher hat sie viele Auszeichnungen erhalten. Darunter mehrfach als erste Frau den Nebula Award und den Hugo Award, die beiden wichtigsten internationalen Preise für Science Fiction Literatur. Ihre "Erdsee-Chroniken" und ihre "Hainish-Reihe" hat die Fans des Fantasy und Science Fiktion in ihren Bann gezogen. Auch Kinderbücher hat sie verfasst. Zuletzt lebte sie in Portland, Oregon mit ihrem Mann und vielen Katzen.

Alle Bücher von Ursula K. Le Guin

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Erdsee

Erdsee

 (188)
Erschienen am 01.01.1995
Der Magier der Erdsee

Der Magier der Erdsee

 (84)
Erschienen am 01.01.2002
Rückkehr nach Erdsee

Rückkehr nach Erdsee

 (30)
Erschienen am 01.09.2004
Die linke Hand der Dunkelheit

Die linke Hand der Dunkelheit

 (27)
Erschienen am 14.04.2014
Das Vermächtnis von Erdsee

Das Vermächtnis von Erdsee

 (27)
Erschienen am 01.03.2005
Planet der Habenichtse

Planet der Habenichtse

 (21)
Erschienen am 01.01.1976
Freie Geister

Freie Geister

 (14)
Erschienen am 26.01.2017

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Neue Rezensionen zu Ursula K. Le Guin

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Freie Geister" von Ursula K. Le Guin

Klassische Sciencefiction
Nespavanjevor 8 Monaten

Hauptcharakter in – Freie Geister – ist Shevek, ein Physiker auf Anarres, der an der Entwicklung einer Theorie arbeitet, die es ermöglichen würde, mit Überlichtgeschwindigkeit zu Reisen und zu Kommunizieren. Nachdem seine Arbeit auf Anarres nicht so sehr gewürdigt wird, wie er es sich vorstellt, versucht er mit Wissenschaftlern auf Urras die Theorie zu vollenden. Allerdings wird der Kontakt auf seinem Heimatplaneten, mit Menschen auf Urras als Verrat betrachtet.

 

Freie Geister ist die neue Übersetzung von Ursula K. Le Guins Roman – The Dispossessed - wurde bereits viermal ins Deutsche übersetzt: Planet der Habenichtse, Die Enteigneten und zu guter Letzt eben jenes vorliegende Buch, das 1974 den Hugo, und im Jahr darauf den Nebula und den Locus Award gewonnen hat. Die drei gelten als die wichtigsten Auszeichnungen englischsprachiger Science-Fiction und Fantasyromanen. Der Roman behandelt so viele Themen gleichzeitig: Krieg, Liebe, Feminismus, Kapitalismus, Philosophie und viele mehr, die hier aber den Rahmen sprengen würden. In Abwechselnden Kapiteln und verschiedenen Handlungssträngen, wird die Geschichte rund um Shevek und seine Theorie erzählt, dabei lernt man den Hauptcharakter und die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Systeme auf den beiden Planeten kennen.

 

Dieses Buch gehört zum Hainisch Zyklus, dem einige Romane und Kurzgeschichten von Le Guin angehören. Leider sind einige Titel des Gesamtwerkes von Le Guin vergriffen und gehören genauso wie – Freie Geister – neu entdeckt und übersetzt. Vielleicht bringt ja jemand einen Schuber mit dem jeweiligen Zyklus heraus. Ich würde es sehr begrüßen.

 

Generell finde ich es sehr begrüßenswert, dass man sich auch älteren Romane, egal welchem Genre widmet und neu auflegt. Der geneigte Leser kommt mit Romanen in Kontakt die dem jeweiligen Zeitgeist entsprechen und in dessen Kontext man sie auch lesen sollte. Würde man solch einen Roman auch heute noch veröffentlichen? Ich vermute eher nicht. Wer hier einen actiongeladenen Science-Fiction-Roman erwartet wird enttäuscht. Freie Geister reiht sich in eine Reihe mit Aldous Huxleys – Schöne neue Welt oder der Marstrilogie von Kim Stanley Robinson ein. Wer diesen Büchern etwas abgewinnen kann, wird auch Freie Geister mögen.

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Alaiss avatar

Rezension zu "Freie Geister" von Ursula K. Le Guin

Eine Reise durch zwei unterschiedliche Lebenswelten
Alaisvor 9 Monaten

Einst brach auf dem kapitalistisch geprägten Planeten Urras eine Revolution aus, doch statt die dortige Gesellschaft umzuwälzen, siedelten die Revolutionäre, die sich Odonier nennen, auf den nahen Planeten Anarres um. Viele Jahre blieb der Kontakt zwischen beiden Welten auf das Nötigste beschränkt. Auf Anarres entwickelte sich eine herrschaftsfreie Gesellschaft, die auf Solidarität gründet und in der Namen und Arbeitseinsätze über ein Computersystem vergeben werden, was oft dazu führt, dass Familien auseinandergerissen werden. Der Wissenschaftler Shevek ist überzeugter Odonier und doch empfindet er die Grenzen, die ihm seine Welt setzt, als immer enger. So bricht er eines Tages nach Urras auf …
Le Guin erzählt ihren Roman in zwei einander abwechselnden und eng miteinander verflochtenen Erzählsträngen: In dem einen begleitet der Leser Shevek auf seiner Reise nach Urras, jenem Planeten, von dem einst seine Vorfahren kamen und auf dem Shevek zum ersten Mal in seinem Leben Vögel singen hören wird, denn diese Tiere gibt es (wie viele andere) nicht auf Anarres. Aber er wird auch mit den unangenehmeren Seiten von Urras, mit Gier, Unterdrückung und brutaler Gewalt konfrontiert werden … Der zweite Erzählstrang handelt auf dem kargeren Planeten Anarres und beschreibt Sheveks Leben und Werdegang vor seiner großen Reise …
Eine ideale Welt findet sich in diesem Roman nicht; keine der beiden Gesellschaften wird als hundertprozentig gelungen dargestellt, auch wenn das Gesellschaftssystem von Anarres im Vergleich zu dem von Urras deutlich gerechter wirkt.
So spannend dieser Roman in seinen gesellschaftlichen Fragestellungen ist, brauchte ich zum Lesen doch auch viel Zeit und Ruhe, da ich ihn sehr anspruchsvoll fand. Auch wenn viel geschieht, ist er eben eher auf Gesprächen als auf einer Action-Handlung aufgebaut.
Zum Schluss hätte ich gerne noch mehr erfahren - wie es den Menschen in anderen Gegenden von Urras ergeht, wie es mit einigen der Hauptpersonen weitergeht - und doch finde ich das Ende, so wie es ist, gelungen. Ein sehr lesenwerter Roman!

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miahs avatar

Rezension zu "Freie Geister" von Ursula K. Le Guin

Freie Geister
miahvor einem Jahr

Inhalt:
Vor vielen Jahren hatten einige Menschen Urras verlassen, um auf Anarres eine neue Heimat zu finden. Die Unterschiede in den Lebensweisen sind groß. In Zeiten nahender Veränderungen reist der Physiker Shevek von Anarres nach Urras und sucht den Dialog mit den dortigen Wissenschaftlern. Doch nichts ist so wie es zunächst scheint...

Meine Meinung:
Normalerweise lese ich eher selten Science Fiction-Werke, aber ich bin sehr froh, dass mir dieses Buch eher durch Zufall in die Hände fiel. Es ist keine leichte Lektüre. Ich musste mich zum Teil sehr konzentrieren und auch einige Passagen mehrfach lesen, da die beschriebenen Welten komplex sind.

Die behandelten Themen haben nichts an Aktualität verloren und regen auf jeden Fall zum Nachdenken an. Der Roman stellt eigentlich alles infrage, worauf sich die heutige Gesellschaft gründet. Auf Anarres herrschen ganz andere Vorstellungen von Gerechtigkeit, Besitz, Partnerschaft, Erziehung, etc., insbesondere auch im Vergleich zu Urras. Die Menschen auf Anarres stammen ursprünglich vom Planeten Urras. Vor mehr als hundert Jahren siedelten sie sich auf Anarres an und gründeten dort eine neue Gesellschaft.

Die Handlung wechselt in jedem Kapitel von Welt zu Welt und springt gleichzeitig auch von der Gegenwart in die Vergangenheit. In der Gegenwart reist der Physiker Shevek nach Urras, um dort den Dialog mit den Wissenschaftlern zu suchen. Er will in seiner Forschung vorankommen und erhofft sich dies durch einen Austausch mit Menschen, die ihn verstehen. Doch schon bald stellt sich die Frage nach den Motiven der Urrasier. Shevek gerät schnell zwischen die Fronten.

In der Vergangenheit geht es um Sheveks Leben auf Anarras. Die Handlung beginnt bereits in seiner Kindheit und zeigt seinen Lebensweg zum ehrgeizigen Physiker. Es ist schwer für ihn, Gleichgesinnte zu finden, um über die von ihm aufgestellten hochkomplexen Theorien diskutieren zu können. So kommt es zu seiner Reise nach Urras. Am Ende des Buches schließt sich so ein Kreis, denn die Kapitel über Anarres enden mit dem Beginn der Kapitel über Urras.

Der Autorin gelingt es, spannend über Politik und Physik zu schreiben. Immer wieder gibt es längere Passagen, die die Welt auf Anarres oder Urras näher beschreiben. Beide sind dem Leser fremd, alles ist neu, man muss sich erst orientieren. Aber auch physikalische Themen spielen eine Rolle, denn damit beschäftigt sich Shevek hauptsächlich. Diese Passagen empfand ich zum Teil als schwierig, denn sie erforderten meine ganze Konzentration. Nichtsdestotrotz ist der gesamte Roman hochinteressant und gut geschrieben.

Der Schreibstil ist recht komplex und anspruchsvoll. Das Buch ist daher nicht immer einfach zu lesen. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich mich eingefunden hatte, aber die Mühe lohnt sich definitiv. Denn je weiter ich vorankam, desto besser ließ sich das Buch lesen.

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Zusätzliche Informationen

Ursula K. Le Guin wurde am 21. Oktober 1929 in Berkeley (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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