Ursula K. Le Guin Das Wunschtal

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Inhaltsangabe zu „Das Wunschtal“ von Ursula K. Le Guin

Hugh ist nicht glücklich in seinem Leben. Der junge Mann zieht zwar häufig um, hat aber das Gefühl, in seinem Leben stecken geblieben zu ...

— Splashbooks

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  • Das Wunschtal, besprochen von Henning Kockerbeck

    Das Wunschtal

    Splashbooks

    04. December 2014 um 16:32

    Das große Thema, dem sich Ursula K. Le Guin diesmal angenommen hat, ist die Heimat oder besser, das Zuhause. Wohin gehöre ich, zu wem gehöre ich? Sowohl Hugh als auch Irene haben schlechte Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen gemacht. Für den jungen Mann bedeuten andere Menschen vor allem Arbeit, Verpflichtungen. Das Schöne an dem magischen Land, das er gefunden hat, ist für ihn "dass er hier alleine war, dass er sich nicht mit anderen Menschen, ihren Bedürfnissen, Ansprüchen, Befehlen auseinandersetzen musste". Die junge Frau wiederum hat in der "richtigen Welt" die Erfahrung gemacht, dass menschliche Nähe zu Verletzungen führen kann. "Liebe ist nur ein anderer Ausdruck dafür, wie man jemanden noch mehr verletzten kann", formuliert sie es. Auch andere Figuren sind in dieser Hinsicht, um es böse auszudrücken, gestört. Hughs Mutter etwa kann es nicht ertragen, in ein leeres, dunkles Haus zurückzukommen. Sie verlangt von ihrem Sohn, dass er nach Feierabend anwesend ist. Das funktioniert aber auch nur eine gewisse Zeit, offenbar bis aus einem neuen Haus ein "Zuhause" geworden ist. Dann ziehen die beiden wieder um, wie schon so oft in den letzten Jahren. Für beide Protagonisten ist das "Wunschtal" ein Rückzugsort, der Platz, an dem sich die Seele von den Schrammen des Alltags erholen kann. Als sie einander dort begegnen, reagiert Irene extrem aggressiv, die Igeldame stellt die Stacheln auf. Hugh hingegen zieht sich enttäuscht noch weiter in sein Schneckenhaus zurück. Im Laufe der Zeit nähern sie sich jedoch einander an. Die Autorin verwendet immer wieder geschickte Bilder, um dieses allmählich wachsende Vertrauen zu zeigen. Wenn die beiden beispielsweise auf einer gemeinsamen Wanderung Rast machen und etwas essen, liegt der schmale Pfad wie eine Grenze zwischen ihnen, über der sie sich die gemeinsamen Vorräte teilen. Interessant ist auch, dass Hughs und Irenes "Wir" ungefähr dann richtig erkennbar wird, als es ein "Ihr" gibt. Die junge Frau beginnt ihr Vertrauen in die Bewohner der bedrohten Stadt zu hinterfragen und wundert sich, welchen Preis sie wohl für ihre Hilfe bezahlen müssen. Rest lesen unter: http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/13003

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  • Rezension zu "Das Wunschtal" von Ursula K. Le Guin

    Das Wunschtal

    Die_Eule

    14. August 2011 um 15:35

    Rallus´ Rezension kann ich mich überhaupt nicht anschließen. In der Tat so wenig, dass ich mich fragen muss, ob er es überhaupt gelesen hat - die Qualitäten von "Das Wunschtal" liegen ja auf einer komplett anderen Ebene als auf der des "Phantastischen" / "Fantasievollen". "Das Wunschland" ist mehr märchenhafte Parabel als action- und spannungsgeladener Fantasyroman, und entsprechen blass ist dementsprechend etwa auch die fantastische Welt gezeichnet. Was kein Mangel ist, sondern sich fast automatisch aus der Konzeption des Buches ergibt. Btw: Wem diese Rezension zu lang ist: Als ziemlich treffend empfand ich die auf epilog.de: http://www.epilog.de/buch/LeGuinUrsula_K_1929/Wunschtal.htm Ursula K. Le Guin schreibt Fantasy und Science Fiction. Und bisher habe ich Aussagen wie etwa Jane Yolen´s "Ursula K. Le Guin ist eine wahre Poetin - ihre Bücher regen Leser zum Denken an und Denker zum Lesen." für eine hoffnungslose Übertreibung gehalten - eben, weil sie in den Genres schreibt, in denen sie schreibt. Nach "Das Wunschtal" muss ich diese meine Überzeugung revidieren. Zum Inhalt: Der junge Hugh steckt fest in einem tristen, trostlosen Leben; sein Horizont reicht nicht weiter als zur Strecke zwischen seinem unglückseligen Job in einem Supermarkt und seinem Zuhause mit seiner psychotischen Mutter. Als er in seiner Verzweiflung einmal ausbricht, gelangt er - man weiß nicht wie - ins Reich der ewigen Dämmerung: Das Ain-land, eine Welt neben der unseren. Dort trifft er auf Irene, die schon seit langer Zeit um jenes Land weiß und sich hier ein zweites Zuhause geschaffen hat. Doch ein Verhängnis hängt über dem stillen, heilig-reinem Ain-land: Seine Bewohner sind verdammt zur ewigen Sesshaftigkeit; aus einem nicht verständlichen Grund ist niemand mehr in der Lage, die Grenzen seiner Stadt zu übertreten. In diesem Verhängnis wird etwas gespiegelt, das sich leitmotiv-artig durch das ganze Buch zieht: Das Festhängen, das Nicht-weiter-können, dies Nicht-aus-noch-ein erscheint hier als eine Art allgemein-menschliches Leiden - wie z.B. einmal Hugh über seine Mutter sagt: "Die Menschen waren äußerst seltsam. Alle. Man konnte nicht behaupten, daß jemand krank war, weil er sich merkwürdig benahm, denn dann waren alle krank. [...] Der Ort, von dem seine Mutter nicht loskam, war das Zuhause, je öfter sie es wechselte, desto mehr saß sie fest [...]." Auch Hugh und Irene hängen fest - aber auf eine andere Weise. Denn sie sind Wanderer zwischen den Welten, und der Ort, von dem sie nicht loskommen, ist die Einsamkeit, zu der sie verdammt sind. Aber gleichzeitig befähigt dieses Grenzgängertum Hugh und Irene zu etwas, dass niemand sonst vermag: Sie können die Grenzen der Stadt überschreiten, und nur sie sind in der Lage, das Übel aufzuheben. Und so machen sie sich auf den Weg und an die Aufgabe, gegen die Isolation der Stadt vorzugehen; und - wer weiß? - vielleicht auch gegen weitere. All diese Zusammenhänge werden aber im Buch gar nicht wirklich expliziert, es ist eine verschwiegene Bedeutung, die unter der Oberfläche am Wirken ist. Und nicht nur auf dieser Ebene schweigt das Buch sich aus: Die meisten Bücher betreiben unter der Hand eine Art Psychoanalyse: Was dem Leser und den Protagonisten im Buch begegnet, ist an sich alles einfach und leicht verständlich, und auch das Erleben der Figuren, ihre Beweggründe und Empfindungen werden in kleine, leicht verständliche und leicht verdauliche Häppchen heruntergebrochen.Und im Nachvollzug dieser einfachen, leicht verständlichen Welt erfährt der Leser: "Ja. So kenne ich die Welt; so ist das Leben." Was ja klar ist; nichts begegnet ihm schließlich, das er nicht verstünde. Es gibt aber auch eine Reihe etwas anspruchsvollerer Bücher, die nicht willens sind, diese Vereinfachung mitzuvollziehen: Die Tatsachen des Lebens und Erlebens werden dem Leser einfachhin und ohne Erklärung in ihrer bloßen Faktizität präsentiert - Golding schreibt zum Beispiel so und auch bisweilen Hemingway, und eben auch (in diesem Buch) Le Guin -, und auch hier erfährt der Leser dieses "Ja". Auch so ist das Leben. Es ist zugegebenermaßen ein etwas größerer Aufwand und Einsatz, den der Leser in das Lesen solcher Bücher stecken muss - aber im Gegenzug bekommt er auch etwas dafür: Figuren und Welt treten nämlich so etwas weiter aus dem Horizont des Lesers heraus und gewinnen eine größere Eigenständigkeit, erlangen mehr und mehr an Realität. "Märchenroman" ist eigentlich eine völlig falsche Kategorisierung für dieses Buch, obwohl seine Strukturen durchaus die eines Märchenromans sind. "Das Wunschtal" ist in der Tat nicht einfach Fantasy, sondern fantastische Höhenkamm-literatur. Wer sich einmal einem solchen Leseeindruck aussetzen will, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt - ich fand es fantastisch und bin noch immer völlig von ihm erfüllt. Lesen!

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  • Rezension zu "Das Wunschtal" von Ursula K. Le Guin

    Das Wunschtal

    rallus

    23. December 2010 um 13:50

    Er fand den Weg aus seiner trostlosen Welt ins Land seiner Träume - jenseits der Wirklichkeit. Hugh entdeckt den Weg aus seiner trostlosen Welt ins magische Land Ain, ein Land der klaren Flüsse und unberührten Wälder. Dort trifft er Irene, die den Weg längst vor ihm gefunden hat, und gemeinsam machen sie sich auf, um das unheimliche Wesen zu besiegen, das Ain durch seine gestaltlose Gegenwart bedroht. Leider im Vergleich zu anderen Fantasywerken von Leguin ein blasses fantasieloses Werk

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