Ursula K. Le Guin Erdsee

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Inhaltsangabe zu „Erdsee“ von Ursula K. Le Guin

Bei manchen Büchern bleibt auch viele Jahre nach dem Lesen, wenn Einzelheiten der Handlung und der Personen längst vergessen sind, der tiefe Eindruck einer bestimmten Atmosphäre bestehen -- einer bestimmten Stimmung, die durch das Buch erzeugt wurde. Der <i>Erdsee</i>-Zyklus von Ursula K. Le Guin könnte eines dieser Bücher sein. Vielleicht läßt sich ein solches Leseerlebnis -- fünfzehn Jahre nach dem ersten Erscheinen der Ausgabe -- jetzt mit dem neu erschienenen Sammelband wiederholen?<p> Tatsächlich macht die Sprache zunächst eher den Eindruck eines Jugendbuches. In schlichten Bildern wird die Geschichte des Jungen Sperber erzählt, der auf der Insel Gont inmitten der Inselwelt <i>Erdsee</i> aufwächst. Als seine ungewöhnlichen magischen Fähigkeiten entdeckt werden, schickt man ihn auf die Zauberschule der Insel Rok. Dort entfesselt er in einem kindischen Zweikampf das namenlose Böse, das erst wieder gebannt werden kann, wenn sein wahrer Name gefunden wird. Jene wahren Namen der Ursprache sind es, die den Zauberern Macht über Dinge, Menschen und Naturgewalten verleihen. Mit dieser Macht heilen sie Dorfziegen, gebieten über Wind und Regen und hüten das empfindliche Gleichgewicht der märchenhaften Inselwelt.<p> Nachdem Sperber im ersten Band seine eigene Macht kennengelernt hat, begegnet er im folgenden der jungfräulichen Priesterin Tenar im dunklen Labyrinth von Atuan. Im dritten Band ringt er als ehrfurchtgebietender Erzmagier um die Rettung von Erdsee, bis er schließlich wieder der ehemaligen Priesterin Tenar begegnet, die auf ihre ganz eigene Art die Welt rettet, abseits von Ruhm und Heldentaten.<p> Mit ihrer einfachen und wunderschönen Sprache trifft Le Guin mitten ins Herz. Die Handlung ist geradlinig, in keinem der Romane findet man mehr als eine Handvoll wichtiger Personen, und doch wirkt die kraftvolle und unaufdringliche Symbolik der Geschichte, die fast greifbare Präsenz der beschriebenen Welt wie ein Rausch auf die Sinne. Keine Frage, <i>Erdsee</i> gehört zu den wenigen wirklich großen Büchern der Fantasy -- damals wie heute. <i>--Birgit Will</i>

Sollte jeder Fan der High Fantasy gelesen haben

— Wortmagie

Mega genial und abgrundtief schlecht

— tob82

Leider habe ich das Buch nicht zu ende gelesen, es fehlte mir da die spannung, die ich vom film her kenne. Trotzdem schöne Geschichte.

— natti_ Lesemaus

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  • Ein Klassiker der High Fantasy

    Erdsee

    Wortmagie

    22. August 2017 um 12:28

    Obwohl ich kürzlich feststellte, dass Frauen in der erwachsenen High Fantasy unterrepräsentiert sind, gibt es doch den einen oder anderen bedeutenden weiblichen Namen, der mit diesem Genre verbunden ist. Ursula K. Le Guin sollte diese Namensliste möglicherweise anführen. Kaum eine andere Autorin kann sich auf die Fahnen schreiben, so viel für die weibliche Fantasy und Science-Fiction geleistet zu haben. Kaum eine andere Autorin wird ehrfurchtsvoll mit Tolkien verglichen. Ihre „Erdsee“-Saga wurde mir vor Jahren von meiner Mutter vermacht. Der Sammelband „Erdsee“ enthält die ersten drei Romane: „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“ und „Das ferne Ufer“. Ich beschloss, alle drei direkt nacheinander zu lesen. Dies sind die Geschichten von Sperber, dessen wahrer Name Ged lautet. Es sind die Abenteuer eines jungen Ziegenhirten, der zum mächtigsten Zauberer in ganz Erdsee wurde. Eine Geschichte erzählt von seiner Jugend, in der er sich der Angst selbst stellte und sie in ihre Schranken wies. Eine weitere berichtet von seinen Wanderjahren, während derer er weit in den Osten reiste, um seinem Land Frieden zu bringen und eine junge Frau kennenlernte, die das Licht in sich trug, obwohl sie für die Dunkelheit geschaffen wurde. Die letzte enthüllt die Kunde seiner schwersten Stunde, als er auszog, das Gleichgewicht des Lebens wiederherzustellen und das Reich der Toten betrat. Es sind Geschichten von Mut, tiefer Freundschaft und unvorstellbaren Opfern. Lauscht ihren Worten und folgt Ged nach Erdsee, in eine Welt, die von Magie geformt wurde und in der Drachen noch immer lebendig sind. Der Auftakt der „Erdsee“-Saga, „Der Magier der Erdsee“, wurde 1968 erstveröffentlicht. Liest man High Fantasy aus dieser Zeit, sollte man darauf vorbereitet sein, dass sie nach anderen Regeln spielt als die modernen Vertreter des Genres. Aktuell liegen handfeste Action und komplexe Intrigengeflechte im Trend; Leser_innen sollen aufgeregt auf der Stuhlkante balancieren und an ihren Fingernägeln kauen, während sie sich fragen, wer als nächstes stirbt. Figuren gewinnen Stück für Stück an Ambivalenz und Realismus, Charakterentwicklung steht im Fokus. Als Ursula K. Le Guin „Erdsee“ zu schreiben begann, herrschten in der spekulativen Fiktion andere Prioritäten. Es ist wichtig, diesen Fakt im Hinterkopf zu behalten, um die altmodische Konstruktion nicht als irritierend zu empfinden. Ich wusste glücklicherweise, dass „Erdsee“ alt ist. Die Erzählweise ist eindeutig anders, weniger auf mitreißende Dramatik ausgerichtet, aber da ich darauf eingestellt war, konnte ich den traditionellen Charme der Romane genießen und mich ihrem ganz speziellen Sog hingeben, der trotz des niedrigen Spannungsbogens entsteht. Die Lektüre erinnerte mich an die vielen Male, als meine Mutter mir selbst Geschichten erzählte. Sie vermittelte mir immer das Gefühl, über ein endloses Repertoire zu verfügen und genau diesen Eindruck weckt auch Ursula K. Le Guin. Es wirkte, als hätte sie „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“ und „Das ferne Ufer“ bewusst aus einer Vielzahl von Geschichten ausgewählt, um ihren Leser_innen einen Querschnitt von Geds Leben zu präsentieren. Es sind lediglich Episoden, die längst nicht alles berichten, was es über ihn zu erfahren gibt. Durch große Zeitsprünge beschreiben sie grob Geds Entwicklung: von einem naiven Jüngling, dessen arroganter Hochmut ganz Erdsee gefährdet, zu einem unerschrockenen Weltenbummler in der Blüte seiner Jahre, zu dem weisen, integren und verantwortungsvollen Erzmagier, der das Schicksal der Welt gestaltet. Jede dieser Geschichten verkörpert eine eigene, individuelle Botschaft – zusammen zeichnen sie das Bild eines bezaubernden, faszinierenden Universums, das – dem Prinzip des Nicht-Handelns des Daoismus folgend – wie kein anderes nach Harmonie und Gleichgewicht strebt. Es ist daher nicht überraschend, dass die Erzählungen aus Erdsee (fast) komplett gewaltfrei sind. Für mich war diese Erfahrung zweifellos ungewöhnlich, aber auch seltsam befreiend. Das Lesen war ohne Anspannung, ohne das Versprechen von Gewalt, angenehm sorglos. Le Guins gemäßigter, würdevoller, leicht zugänglicher Schreibstil unterstreicht diese solide, friedvolle Atmosphäre. Ich mochte die entspannende Ruhe, die „Erdsee“ ausstrahlt, zu der das konventionelle, schlichte Magiesystem, das die Macht der Sprache fokussiert, hervorragend passt. Trotzdem sehe ich das Worldbuilding nicht unkritisch. Es ist positiv, dass Le Guin eine interessante Mischung verschiedener Kulturen und Hautfarben vorstellt. Leider ist ihre Welt jedoch erschreckend sexistisch. Es gibt keine weiblichen Magier; Frauen werden nicht in der Magie geschult, ob sie nun talentiert sind oder nicht. Magisch begabte Frauen können maximal den fragwürdigen Weg einer Hexe einschlagen, was von einer weiblichen Autorin definitiv enttäuschend ist. Von der Grand Dame der spekulativen Fiktion hatte ich mehr erwartet. „Erdsee“ ist unbestritten ein Klassiker der High Fantasy. Liebt man das Genre, sollte man Ursula K. Le Guins Romane meiner Ansicht nach unbedingt lesen, ebenso wie „Der Herr der Ringe“, weil diese Bücher die Anfänge einer literarischen Kategorie darstellen, die sich über die Jahrzehnte stark verändert hat. Es ist gut, zu wissen, welche Werke all die Geschichten von Magie, Drachen und fantastischen Welten, die wir heute kennen, ermöglichten. Obwohl „Erdsee“ wohl niemals zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird, weil es nicht meinen persönlichen Ansprüchen an die HF entspricht, sind die drei Geschichten „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“ und „Das ferne Ufer“ mit ihren unmissverständlichen Botschaften und Motiven zeit- und alterslos. Natürlich mag ich es normalerweise lieber etwas aufregender, zupackender – aber es war nett zu sehen, dass die High Fantasy einst ohne fiese Intrigen und blutrünstige Schlachten auskam.

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  • Mega genial und abgrundtief schlecht

    Erdsee

    tob82

    27. April 2016 um 10:12

    Anmerkung: meine Rezension bezieht sich auf die gesammelte Ausgabe mit 4 Romanen in einem Band.Ich habe das Buch vor zwei Tagen zu Ende gelesen und überlege seitdem, wie ich meine Empfindungen sinnvoll darlegen kann. Ich bin über die Qualität der Gesamtgeschichte innerlich gespalten. Ich denke, das liegt sowohl an den Unterschieden zwischen den vier Romanen als auch an der Heterogenität in den einzelnen Geschichten. Hier erstmal meine Gedanken zu den einzelnen Romanen (es scheint mir wichtig zu wissen, dass 1-3 von 1968 bis 1972 entstanden, Teil 4 dann erst 1990):1. Der Magier der ErdseeHier lernen wir den Hauptcharakter "Sperber" (bzw. "Ged") kennen. Er ist Ziegenhirte auf einer kleinen Insel ("Gont") der Erdsee. Als sein Dorf bedroht wird bemerkt er, dass er über enorme magische Kräfte verfügt. Er geht beim Magier "Ogion" in die Lehre und besucht anschließend die berühmte Zaubererschule auf der Insel "Rok". In seiner Eitelkeit von einem Mitschüler gekränkt, öffnet er ein Tor zur "Welt der Schatten" und ein Schattenwesen greift ihn an und kann nur unter Aufbietung aller Kräfte des amtierenden Erzmagiers von Rok verbannt werden. Er erholt sich, schließt seine Lehre ab und übernimmt eine Stelle auf einer kleinen Insel. Nun nicht mehr durch die Magie von Rok geschützt, muss er sich dem "Schatten" stellen...Band 1 scheint mir typisch für die ganze Geschichte. Es gibt wirklich geniale Momente, in denen man denkt "genauso muss es sein"; auf der anderen Seite hat die Geschichte aber auch einige Längen und ist häufig eher spannungsarm.2. Die Gräber von AtuanHier spielt die komplette Handlung in einem Tempelkomplex, der den Schattenmächten gewidmet ist. Ein junges Mädchen namens "Tenar" (bzw. "Arha") wird zur Hohenpriesterin ausgebildet. Eines Tages findet sie im Labyrinth unter dem Tempel Ged, der gekommen ist, um einen magischen Ring zurück ins Inselreich zu bringen. Sie schließt sich ihm an und gemeinsam können sie knapp entkommen.Band 2 ist für mich mit Abstand der schlechteste. Er ist weder spannend noch ist die Story sonderlich interessant. Hier hätte ich das Buch beinahe zur Seite gelegt.3. Das ferne UferGed ist inzwischen Erzmagier von Rok geworden. Aus verschiedenen Teilen der Erdsee erreichen ihn Meldungen, dass Magie plötzlich nicht mehr funktioniert und sich Dinge nicht mehr "richtig anfühlen". Zusammen mit dem Prinzensohn Arren begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um der Ursache dieser Veränderungen auf den Grund zu gehen. Schließlich stößt er auf den bösen Magier "Cob", der durch seinen Versuch unsterblich zu werden, das Gleichgewicht der Welt auf fatale Weise ins Wanken bringt.Teil 3 ist wieder deutlich besser und hat einige Ähnlichkeit mit dem ersten Band. Auch hier gibt es wieder einige philosophisch-mystische Stellen, die sich zu lesen lohnen, während die gesamte Geschichte doch besser etwas gestreckt worden wäre, um die Spannung zu erhöhen.4. TehanuWir sind wieder auf Gont. Tenar ist mittlerweile in den mittleren Jahren und Witwe. Sie hat ein kleines Mädchen, "Therru" (bwz. "Tehanu"), bei sich aufgenommen, das von seiner "Familie" schwer misshandelt und für tot gehalten zurückgelassen wurde. Ogion liegt im Sterben und beide reisen zu ihm, um ihm in seinen letzten Tagen beizustehen. Auch Ged ist wieder auf Gont. Durch die Ereignisse in Teil drei hat er allerdings seine Macht verloren und ist kein Zauberer mehr. Alle drei sehen sich nun einem harten Alltag gegenüber...Band 4 unterscheidet sich fundamental von den anderen 3 Bänden. Magie spielt hier fast keine Rolle. Es könnte sich genauso gut um eine Nicht-Fantasy-Geschichte handeln. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um eine Art "Alters-Geschichte" handelt. Die Figuren sind in die Jahren gekommen, manche sterben und es geht irgendwie allgemein um Verfall. Trotzdem oder gerade deswegen ist der Band sehr gelungen und einer der besten.Ich bin erst durch die Zeichentrick-Verfilmung auf "Erdsee" aufmerksam geworden. Diese hat den 3. Band als Rahmen, kombiniert aber Elemente und Figuren aus allen Bänden. Ehrlich gesagt, gefällt mir der Film besser als die Romane. Er ist auf konstant hohem Niveau und auch spannend und vereint die besten Elemente der Geschichte. Auch das Mystische wird ganz gut versucht darzustellen (übrigens hat der Band nichts explizit Buddhistisches, sondern eher allgemein Mystisches). Es ist schwer, eine generelle Empfehlung auszusprechen. Ich würde sagen, dass Fans von eher anspruchsvoller Fantasy durchaus reinlesen sollten; wer eher eine spannende, vielleicht actionreiche Story sucht, sollte eher Abstand nehmen (3,(5) Sterne).

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  • Spannende Jugendfantasy-Reihen gesucht (wie Harry Potter, Percy Jackson, Gregor und Co.)

    Daniliesing

    Hi, ich habe in den letzten Tagen mit Begeisterung die Percy-Jackson-Bücher verschlungen, nachdem sie mich lange Zeit nicht so recht interessiert hatten. Natürlich liegen nun auch schon die anderen Bücher von Rick Riordan bereit. Jetzt suche ich nach Nachschub und zwar sollten es bestenfalls mindestens 4-bändige Reihen sein (3 sind auch ok), von denen auch schon mehrere Bände erschienen sind. Eine Mischung aus Fantasy, Abenteuer, Freundschaftsgeschichte und Spannung fände ich toll, so wie es eben auch bei Percy Jackson, Harry Potter oder den Gregor-Büchern von Suzanne Collins der Fall ist. Was ich nicht suche, sind die eher romantischen Mädchenreihen, wo sich das unscheinbare Mädchen in das unfassbar gutaussehende männliche Wesen verliebt, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Auch zu kindlich sollte es nicht sein - beispielsweise war mir "Charlie Bone" dann doch zu einfach gestrickt. Mit "Artemis Fowl" wiederum konnte ich nichts anfangen und auch mit Kai Meyer habe ich es schon häufiger vergeblich probiert. Vielleicht habt ihr ja trotzdem noch ein paar schöne Tipps für mich?

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    • 145
  • Ein zeitloses Meisterwerk

    Erdsee

    booksnstories

    04. November 2013 um 20:19

    auch zu lesen bei booksnstories Im Klappentext des ersten Teils der Erdsee-Chroniken “Der Magier der Erdsee” heißt es “Mit diesem Band beginnt eines der größten Abenteuer der Fantasy” und man urteilte bei vorherigen Auflagen gar “Ein Epos vom Weltrang des ‘Herrn der Ringe’ “. Obwohl dieser Vergleich in der Fantasy-Literatur ebenso inflationär gebraucht wird, wie der Twilight-Vergleich bei Neuerscheinungen der modernen Jugendliteratur – Ursula K. LeGuins hat ein Meisterwerk geschaffen, das bis heute Fantasy-Fans auf der ganzen Welt begeistert und den Vergleich mit Tolkiens heiligem Gral der Fantasy-Literatur nicht zu scheuen braucht. Die oben genannte Ausgabe ist ein Sammelband mit den 4 Romanen “Der Magier der Erdsee”, “Die Gräber von Atuan”, “Das ferne Ufer” und “Tehanu”. Meine Ausgabe ist noch von Knaur, derzeit werden die Erdsee-Chroniken jedoch von Piper verlegt. Ich möchte euch an dieser Stelle erst einmal den ersten Roman “Der Magier von Erdsee” näher vorstellen. Immerhin schon 1968 veröffentlicht, spricht es schon für sich, dass der Roman und seine Nachfolger heute noch immer gelesen werden und erfolgreich sind. Die Erdsee-Welt scheint also etwas Zeitloses und Einzigartiges zu besitzen, fernab von dem, was uns heute als Fantasy-Literatur verkauft wird. Was den Roman und auch seine Nachfolger für mich so faszinierend macht, ist die Fähigkeit der Autorin, mit wenigen Worten eine Welt zu erschaffen, die dermaßen real erscheint, dass man selbst die Magie sofort als etwas Alltägliches akzeptiert. Ohne Beschreibungen, die sich im Detail verlieren, hat man als Leser die Hirteninsel Gont vor Augen, die Zauberschule von Rok, die Ödnis des bitterkalten Nordens und die enendliche Weite des Meeres. Ich kann mich kaum an Bücher erinnern, deren Setting mir so lebhaft vor Augen steht, wie dies bei den “Chroniken von Erdsee” der Fall ist. LeGuin beherrscht die Kunst sich kurz zu fassen, ohne dabei durch ihre Geschichte zu hetzen. Mit knapp 240 Seiten ist “Der Magier der Erdsee” eines der kürzesten Fantasy-Bücher, das ich kenne. Und doch bleiben die große Themen dabei nicht auf der Strecke. Dass jeder Akt aus Hochmut und Stolz geboren Konsequenzen nach sich zieht. Dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, nicht nur Gut und Böse. Dass man auch seine schlechten Charaktereigenschaften als einen Teil von sich akzeptieren muss. Und dass man selbst nur ein verschwindend winziger Teil eines großen Ganzen ist. Eine Buchreihe, die man immer wieder lesen kann, und “Der Magier der Erdsee” ist dabei eines der besten Bücher, das mir je begegnet ist. Pflichtlektüre für jeden, der sich als Fantasy-Fan bezeichnet.

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  • Rezension zu "Erdsee" von Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    Rio

    Oh mein Gott, wer dieses Gesamtwerk als gut bezeichnet, der findet sicherlich auch Hohlbein gut. Buch 1 und 3 lassen sich ordentlich lesen und hätten von mir wahrscheinlich irgendwas zwischen 3 und 4 Sternen erhalten. Die Bücher 2 und 4 über die "Kleine Göttin"machen jedoch alles kaputt. Selten etwas so zähes gelesen. Somit als Gesamtwertung nur zwei Sterne. Ich ziehe wieder einmal meine Konsequenzen daraus und werde mir Fantasy-Bücher, die von Frauen geschrieben -z.T. reicht es auch wenn eine Dame ein Buch nur übersetzt hat - einer ganz genauen Betrachtung unterziehen, bevor ich wieder ein solches Debakel wie Erdsee erleben muss.

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    • 2
  • Rezension zu "Erdsee" von Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    Mozart

    27. July 2010 um 21:22

    Das erste Fantasy-Buch das ich gelesen habe. Immer wieder zu empfehlen. In diesem Band wird die gesamte Geschichte des Erzmagiers von Erdsee erzählt.

  • Rezension zu "Erdsee" von Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    Träumerin

    16. April 2009 um 20:44

    TolleTrilogie, wunderbar ausgedachte Charas und eine Geschichte voll von Magie!

  • Rezension zu "Erdsee" von Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    Popanne

    19. December 2007 um 16:41

    Ganz Okay.

  • Rezension zu "Erdsee" von Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    ginster

    24. June 2007 um 14:50

    Der Erdsee-Zyklus. Wer den Film („Die Chroniken von Erdsee“) gesehen hat und die Bücher nicht kennt, wird vermutlich ein Problem mit den Büchern haben. Sie sind GANZ anders. Der Film ist am ehesten eine Umsetzung des dritten Teils „Das ferne Ufer“. Wer sich neu in Erdsee hineinliest, beginnt bei den Lehr- und Wanderjahren des Jungen Sperber, der später Erzmagier werden wird. So weit, so gut, aber die ersten drei Teile sind ruhige, epische, philosophische Fantasy und ähneln mehr dem „Herrn der Ringe“ als seinen actiongeladenen, moderneren Verwandten. Der nächste Teil im Zyklus, „Tehanu“, zwanzig Jahre später entstanden, leidet im Deutschen sehr unter einer anderen Übersetzerin, einem veränderten Sprachstil und der Tatsache, dass auch die Autorin in den verflossenen Jahren nicht auf einer einsamen Insel gelebt hat – Erdsee wird erwachsen; ein schwieriges Buch. Zum Glück gibt es aber inzwischen den Erzählungen-Band „Das Vermächtnis von Erdsee“, Prädikat: sehr lesenswert und besonders zu empfehlen ist die Geschichte von Irian („Schwebender Drache“), die auch im vorerst letzten Teil des Zyklus eine wichtige Rolle spielt. Mit „Rückkehr nach Erdsee“ ist Ursula K. LeGuin schließlich der farbige, spannende Wurf gelungen, der den Zyklus rund macht und auf mehr hoffen lässt, auch wenn ich bei den welterklärenden Teilen das Gefühl hatte, das sei so noch nicht der Weisheit allerletzter Schluss. Ja, ich gestehe: auch ich finde Erdsee zum Teil ziemlich trocken und langatmig, und die (anfängliche) „Jugendbuchsprache“ sowie die Zeichnung der Charaktere hat mich auch nicht überall vom Hocker gehauen. Tehanu gefällt mir besser, weil gehaltvoller, trotz aller berechtigter Kritik, und die beiden letzten Bände haben mich rein sprachlich mit den Schwächen der Vorgänger versöhnt. Ja, ich empfehle es. Ich mag mythische, ruhige, poetisch-versponnene Fantasy, wo Kriege nicht den Hauptinhalt des Buches bilden und wo Gewalt bestenfalls Mittel zum Zweck ist. LeGuin schreibt klug, menschlich und freundlich, ihre grundlegenden Überzeugungen ähneln meinen eigenen, ich finde die Drachen spannend und ich mag die Protagonisten. Erdsee gehört zu meinen frühen Fantasy-Leseerfahrungen, ich habe es nie bedauert, dorthin abgetaucht zu sein.

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