Ursula K. Le Guin The Left Hand Of Darkness

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Inhaltsangabe zu „The Left Hand Of Darkness“ von Ursula K. Le Guin

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  • Rezension zu "The Left Hand Of Darkness" von Ursula K. Le Guin

    The Left Hand Of Darkness

    Marcus_Krug

    30. January 2013 um 21:02

    In ihren Science Fiction Romanen lotet Frau Le Guin nicht unbedingt das technisch-utopische der fernen Zukunft aus, sondern bearbeitet vor dem Hintergrund der „soft science fiction“ andere Bereiche der Wissenschaft (wie zum Beispiel: Psychologie, Soziologie und Anthropologie). Es geht ihr hier nicht um Raumschiffe in fernen Galaxien oder um Sternenkriege, sondern um Geschlechter und Religionen, Stammesbräuche, Tabus und politische Intrigen. Ein Gesandter des Ekumen namens Genly Ai befindet sich auf dem arktischen Planeten Gethen (gethenisch für „Winter“), um mit den dortigen Regierungen und Königen über den Beitritt des Planten zur Ekumen zu verhandeln. Die Ekumen (oder die Ökumene) ist eine interstellare Gemeinschaft die am intellektuellen Austausch von Ideen und Technologien interessiert ist. Das Einzigartige an den Bewohnern Gethens ist, dass sie – gemessen an terranischen Maßstäben – weder Mann noch Frau sind. Sie werden von Ai als geschlechtslos und androgyn beschrieben. Eine weitere Besonderheit ist der monatliche Zyklus (alle 24 bis 26 Tage), in dem sich die androgynen Gethenianer je nach Hormonlage in Männer oder Frauen „verwandeln“. Diese Zeit nennt sich Kemmer und dient der Fortpflanzung oder auch der freien Liebe, der in den sogenannten Kemmer-Häusern nachgegangen werden kann. Die einzige Unterstützung im Königreich Karhide erhält Ai von Estraven, dem Premierminister des Königs Argaven XV. Unter anderem durch diese Parteinahme fällt Estraven beim König in Ungnade und muss vor den Häschern des neuen Premierministers Tibe ins benachbarte Orgoreyn fliehen. Genly Ai folgt ihm später nach und gerät im totalitären Orgoreyn zwischen die Fronten der vom Geheimdienst Sarf kontrollierten Gruppe und der Fraktion, die für Freihandel und den Beitritt zur Ekumen plädiert. Der Geheimdienst, der den Gesandten der Ekumen als Bedrohung wahrnimmt, verfrachtet diesen kurzerhand in eine sogenannte „Freiwillen-Farm“ im äußersten Westen Orgoreyns. Dort wird er bei arktischen Temperaturen zur Arbeit gezwungen und mit Drogen vollgepumpt. Estraven wiederum eilt ihm zur Hilfe und befreit ihn. Um auf der Flucht zurück nach Karhide nicht gesehen zu werden, beschließt man den entbehrungsreichen Weg über den Gorbin Gletscher zu gehen. Auch wenn jetzt hiermit schon die Geschichte um Genly Ai grob umrissen wurde, ist es nicht die Geschichte an sich, die fasziniert. Es ist die Art, wie diese Geschichte erzählt wird – mit den eingewobenen Mythen und Sagen und dem Fokus mehr auf dem Psychologischen, Anthropologischen oder Soziologischen. So mag es scheinen, dass die Figuren etwas zu abstrakt geraten sind. Aber wie bei jeder Geschichte, die Frau Le Guin zu erzählen hat, ist es auch hier so, dass Figuren nur eingespannt werden, um die Geschichte voranzubringen – selten anders herum. So dreht sich auch hier wieder alles um den Subtext und der macht das Lesen dieses Buches zu einer echten Bereicherung!

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