Ursula Mahr Wer glaubt denn, dass ich weine

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Inhaltsangabe zu „Wer glaubt denn, dass ich weine“ von Ursula Mahr

Die Eltern wollen Ursula nicht haben und so zieht die vom Leben frustrierte und dominante Großmutter, die ihre Unfähigkeit mit Schlägen zu kompensieren versucht, das Kind mit harter Hand auf. Die Ängstlichkeit und Unsicherheit wächst, als Ursula miterleben muss, dass ihre Eltern sich scheiden lassen, der Vater den Kontakt bald gänzlich zu seinem Kind abbricht, aber die Mutter wieder heiratet, und zwar einen Schläger und Sadisten, von dem sie zwei Söhne bekommt. Einer von ihnen nimmt sich später das Leben. Ursula wird von der Großmutter nicht geschont. So muss sie bereits als Kind schwer arbeiten oder sie bei einem Besuch in die damalige Irrenanstalt Ochsenzoll begleiten. Später, als Jugendliche, wird sie völlig allein gelassen mit ihrer an Krebs erkrankten, sterbenden Tante. Aber es gibt auch gute und lustige Momente in Ursulas Leben, was sich zum Beispiel in ihrer Liebe zu Tieren äußert. Die Großmutter ist der einzige feste Bezugspunkt im Leben des Kindes. Doch die versucht das Selbstbewusstsein der Heranwachsenden zu untergraben, indem sie ihr immer wieder deutlich sagt, dass sie fade und unscheinbar und zu nichts nütze ist. Und natürlich geht später auch Ursulas Ehe in die Brüche, ihrer einzigen wirklichen Liebe, der eine unruhige Zeit folgt, in der sie von Beziehung zu Beziehung schlittert, ohne auch nur einmal zuzulassen, dass von ihrer Seite Gefühle ins Spiel kommen. Denn sie kennt ja die Männer: ein Vater, der sie nicht mehr kennen will, ein charakterlich farbloser Großvater, der sein Geld lieber bei Pferderennen verwettet, anstatt es seiner Familie zukommen zu lassen, ein gewalttätiger Frauenschläger als Stiefvater und zwei Brüder, zu denen sie nie eine enge Beziehung aufbauen konnte. Und nicht zuletzt ein Ehemann, dem sie in ihrer häufig hilflosen Sprachlosigkeit nie gerecht werden konnte und der sie schließlich betrügt und verlässt. Sie reist viel und führt sie nach ihrer überwundenen Krebserkrankung und vielen weiteren OPs ein Leben, dem sie zumindest Zufriedenheit abringt.

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