Ursula Muscheler

 3.7 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Ursula Muscheler

Ursula Muscheler, promovierte und praktizierende Architektin, lebt in Düsseldorf. Zahlreiche Veröffentlichungen, bei Berenberg u.a. "Gruppenbild mit Meister. Le Corbusier und seine Mitarbeiter" (2014) und zuletzt "Das rote Bauhaus. Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern" (2017).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms

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Erscheint am 30.11.2019 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Ursula Muscheler

Cover des Buches Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms (ISBN:9783406686016)

Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms

 (5)
Erscheint am 30.11.2019
Cover des Buches Möbel, Kunst und feine Nerven (ISBN:9783937834504)

Möbel, Kunst und feine Nerven

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Erschienen am 14.03.2012
Cover des Buches Sternstunden der Architektur (ISBN:9783406592157)

Sternstunden der Architektur

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Erschienen am 15.09.2009
Cover des Buches Gruppenbild mit Meister (ISBN:9783937834740)

Gruppenbild mit Meister

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Erschienen am 20.08.2014

Neue Rezensionen zu Ursula Muscheler

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Rezension zu "Mutter, Muse und Frau Bauhaus: Die Frauen um Walter Gropius" von Ursula Muscheler

Ohne Frauen kein Bauhaus
aus-erlesenvor einem Jahr

Walter Gropius ist der Mann des Bauhaus. 2019 ist das Jahr des Bauhaus und somit auch sein Jahr. Dessau, Berlin und Weimar werden das Bauhaus und Walter Gropius feiern wie selten zuvor eine Kunstrichtung. Ursula Muscheler stellt in ihrem Buch die Frauen um den großen Künstler und Architekten. Und davon gab es mehrere. 
Schon als Kind verstand es Walty, wie er von seiner Großmutter Luise genannt wurde, die Menschen um ihn herum zu beeindrucken, zu beeinflussen und in seinen Bann zu ziehen. Der sprichwörtliche silberne Löffel im Mund, golden war er dann doch nicht, erlaubte es ihm die Welt kennenzulernen und zu studieren. Allerdings war sein Handgelenk nur allzu locker, sobald diese sich einer  Geldbörse näherten. Nachschub von zuhause musste zwar flehentlich erbeten werden, doch der monetäre Fluss verebbte nicht. 
Auch bei den Frauen hatte er bemerkenswertes Glück. Alma Mahler war die erste, die ihm verfiel. Noch als Frau Mahler, Gattin des berühmten und gefeierten Komponisten, wurde ihre Affäre schlussendlich doch aufgedeckt. Als Gustav Mahler schwer erkrankte – zwischenzeitlich hatte er Wind von der Affäre bekommen, ließ sich allerdings von Alma beschwichtigen – beendete Alma die Liaison. Walter Gropius wurde eingezogen und zog „bester Stimmung“ in den Krieg. 1915 wiederum flammte die Liebe wieder auf. Wieder Alma. Hochzeit und Nachwuchs waren die Folge, doch die Beziehung hielt nicht lang. Er im Krieg, sie im sich wandelnden Wien. Er mit Kameraden im Schützengraben, sie mit Oskar Kokoschka im Austausch. Als Gropius mitbekommt, dass sein Kind nicht von ihm ist, reicht er die Scheidung ein. Und kurze Zeit später steht er dem Bauhaus in Weimar vor. Das nennt man wohl Bilderbuchkarriere.
Walter Gropius war den Frauen immer zugetan, sie ihm nicht minder. Lily Hildebrandt, Maria Benemann und Ilse, die dann doch noch seinen Namen tragen durfte, waren für ihn die wichtigsten Begleiterinnen. Zugegeben hat er das nie. Doch die Briefe an ihn, von ihm, zeichnen ein eindeutiges Bild. 
Ursula Muscheler rückt Frauen in den Vordergrund, die es gewohnt waren im Hintergrund zu agieren. Einzig Alma Mahler, Alma Werfel war es vergönnt schon zu Lebzeiten das Korsett des Schweigens durchzuschneiden. Walter Gropius und die Frauen, oder sollte es heißen Walter Gropius im Leben der Frauen? Die Frage könnte nur einer abschließend beantworten. Doch der wird den Mantel des Schweigens über sein Leben legen und ihn liegen lassen. Ursula Muscheler erhascht den einen oder anderen Blick darunter und zieht mit Eloquenz und Eleganz so manches Geheimnis darunter hervor.

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