Ursula Neeb Das Geheimnis der Totenmagd

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Totenmagd“ von Ursula Neeb

In der Nacht von Allerseelen beobachtet der Totengräber ein dunkles Ritual. Am Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Der Verdacht fällt auf ihn, er soll gehenkt werden. Nur seine Tochter Katharina ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie sucht den wahren Mörder und gerät dabei immer tiefer in den Sog einer Bruderschaft, die Meister Tod verehrt ...

Tolle Geschichte spannend erzählt! TOP!

— Applebee
Applebee

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Handlung spitzt sich in Richtung Totenkult zu. Spannend - nichts für schwache Nerven!

— Synapse11
Synapse11

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    Das Geheimnis der Totenmagd
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    26. September 2014 um 19:30

    Inhalt: Die Totenwäscherin Katharina erleidet einen schweren Schicksalsschlag: Ihr Vater, der Totengräber, soll einen Mord begangen und die Leiche geschändet haben. Dies sagt zumindest sein Geständnis nach tagelanger Folter aus. Katharina will dies nicht glauben und ermittelt eigenständig … Scheibstil: Normalerweise mag ich historische Romane, besonders dann, wenn ich etwas von ihnen lernen kann. Leider hat mir die Geschichte um die Totenmagd rein gar nichts gebracht, außer: ein furchtbar schnulziger Satzbau mit vielen Füllwörtern und ein inszenierter Plot. Ursula Neeb hat sich bemüht viele historische Dinge in ihren Roman einzuarbeiten und hat gut recherchiert (langer Quellnachweis am Ende des Buches), aber mit dem Schreiben hapert es einfach etwas. Charaktere: Katharina, die nur aus Liebe zu ihrem Vater, den besten Freund desselbigen geheiratet hat. “Onkel Rupp” – wie sie ihren Mann nennt, nimmt dies auch alles so hin und die beiden leben nebeneinander her. Für mich eine eigenartige Kombination und nicht nachvollziehbar. Die Brüder des Todes waren für mich eine Sekte, ohne Sinn und Verstand, liefen sie ihrem “Meister” hinterher – gut ggf. war das so, aber ich konnte auch dies nicht glauben. Die Charaktere und ihre Rollen waren mir zu lieblos und fremd, dass ich keinen Zugang gefunden habe. Cover: Das Cover ist interessant und macht neugierig auf das Geheimnis der Totenmagd. Fazit: Mit weniger schnulzigen Sätzen und Lückenfüllern hätte mir das Buch sicherlich besser gefallen. So fand ich es zu lang (200 Seiten weniger wären total ok gewesen) und vergebe nur 2 Sterne.

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  • Vielleicht unterhaltsam, aber nicht fesselnd

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Danni89

    Danni89

    21. July 2014 um 14:21

    Im Frankfurt des Jahres 1509 arbeitet die Tochter des örtlichen Totengräbers Katharina Bacher als Totenwäscherin; ein Beruf, der nicht gerade als ehrbar angesehen wird. Jedoch setzt Katharina ihr verpönter Berufsstand weniger zu, als ihre unglückliche Ehe mit dem Nachtwächter Ruprecht. Als sie eines Tages von der Hurenkönigin mit der Waschung einer tot aufgefundenen Gildenschwester, der Hübscherin Hildegard Dey, beauftragt wird, stellt Katharina fest, dass diese nicht, wie von den Stadtbütteln konstatiert, ertrunken, sondern erdrosselt worden ist. Wenig später wird ihr Vater, der Totengräber Heinrich Sahl, in der Nacht von Allerseelen Zeuge eines unheimlichen Rituals auf dem Friedhof und findet am darauffolgenden Tag die Leiche einer jungen Frau, der Patriziertochter Mechthild Stockarn, im Beinhaus. Auch sie scheint ermordet worden zu sein und der Verdacht fällt schnell auf den Totengräber. Nur Katharina ist davon überzeugt, dass ihr Vater unschuldig ist und setzt alles daran, den wahren Mörder zu finden. Neben den Erlebnissen von Katharina ist der erste Teil das Romans immer wieder durchzogen von Berichten eines jungen Mönches, der das Manuskript der Offenbarung Jakobus fand, und von Aufzeichnungen über "König Tod", einem Mann, der die Pest überlebte und auszog, um die Menschen den Tod zu lehren ... "Das Geheimnis der Totenmagd" stellt wohl eine Mischung aus historischem Kriminal- und Liebesroman dar, was meiner Meinung nach hätte besser gelingen können, da ich finde, dass sich hier gerade diese beiden Ebenen der Geschichte teilweise gegenseitig etwas im Weg stehen: Für einen "schönen" Liebesroman kommt dieser Aspekt zu kurz und kann ohne eine tiefere Ebene zu erreichen als äußerst kitschig und vorhersehbar abgestempelt werden. Auch durch diese schnulzigen Episoden schafft es der Roman zumindest bei mir nicht, ein Gefühl der Spannung aufzubauen. Zwar erscheint der Verlauf der Geschichte durchaus interessant und plätschert so vor sich hin, aber als fesselnden Pageturner würde ich das Buch keinesfalls bezeichnen. Schließlich noch ein Satz zum Schreibstil: Die Autorin versteht sich darin, eine Atmosphäre zu schaffen und alles detailreich zu umschreiben, ohne dass es einem dabei allzu langatmig vorkommt, aber nach rund 400 Seiten könnte man sich vielleicht auch mal nach dem einen oder anderen Satz ohne Adjektiv sehnen. Insgesamt kann ich den Roman als vielleicht etwas seichte, aber dennoch unterhaltsame Lektüre im historischen Gewand empfehlen, solange man seine Erwartungen nicht allzu hoch schraubt. Wenn man allerdings auf der Suche nach einer mitreißenden Kriminalgeschichte ist, würde ich weiter suchen.

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  • Grandiose Millieustudie

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Eliza08

    Eliza08

    18. August 2013 um 20:14

    „Das Geheimnis der Totenmagd“ erzählt die Vorgeschichte zu der „Hurenkönigin“-Reihe von Ursula Neeb. Der Totengräber Heinrich Sahl beobachtet in der Nacht von Allerseelen ein dunkles Ritual auf dem Friedhof. Am nächsten Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Es dauert nicht lange und schon wird er selber des Mordes an der Patrizierin bezichtigt. Einzig seine Tochter Katharina, die sich ihren Lebensunterhalt als Totenmagd verdient, glaubt an seine Unschuld. Doch als Heinrich Sahl unter den Qualen der Folter gesteht, muss Katharina mitansehen wir ihr Vater hingerichtet wird. Sie will unbedingt den wahren Mörder suchen und gerät in einen Strudel von Intrigen und einer gefährlichen Bruderschaft. Ursula Neebs Roman zeichnet sich in besonderer Weise durch die stimmungsvolle Recherche aus. Man erkennt zweifellos die Liebe der Autorin zu dieser Zeit. Das Sittengemälde Frankfurts ist äußerst gelungen und zieht einen in den Bann. Besonders gut hat mir gefallen, dass Standesunterschiede nicht von allen Beteiligten immer herausgekehrt wurden, sondern man sich auch niedrig gestellten Personen „normal“ verhält.  Die Freundschaft zwischen Katharina und der Schwester der Ermordeten stellt sicherlich eine seltene Erscheinung in der damaligen Zeit da, dennoch denke ich, dass auch einige Menschen damals schon erkannt haben, dass man zusammen mehr erreichen kann, als einer alleine. Wer gerne einen historisch fundierten Roman lesen möchte ist hier auf jeden Fall richtig, auch die Liebesgeschichte hält sich in Grenzen, sodass der Roman durchaus auch für Männer geeignet ist ;-)

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    mienchen112

    mienchen112

    17. June 2012 um 11:13

    Ich habe nun schon einige Bücher gelesen, aber bei diesem fällt mir eine Einschätzung bzw. Beurteilung sehr schwer. Inhalt: Die Geschichte spielt sich in Frankfurt im 16.Jh. ab. Der Vater der Totenwäscherin Katharina wird einem Mord bezichtigt, den er gar nicht begangen hat. Er gesteht unter Folter und wird zum Tod verurteilt, obwohl er die Mörder gesehen hat, es aber nicht beweisen bzw. glaubwürdig berichten kann. Nur seine Tochter glaubt ihm und versucht den wahren Mörder zu finden. Unterstützung erfährt sie von einem Nachbarn, einem angehenden Maler der sich in Katharina, die Totenmagd verliebt hat. Bei ihren Recherchen bekommt sie dann auch Hilfe von Anna der Schwester der Toten. Die Hinrichtung ihres Vaters kann sie nicht mehr verhindern, sie muss sogar zusehen und bricht zusammen. Vom Medicus der Stadt wird sie medizinisch versorgt. Und verfällt so langsam den Machenschaften des Arztes. Erst als es fasst zu spät ist wird ihr bewusst wer hinter der ganzen Sache steckt. Meister Tod, wer ist das und was ist der Grund, ist es ein tiefer fanatischer Glaube? Nein, es ist „nur“ ein gewöhnlicher Serienmörder. Am Ende sind alle aus dem Kreis - Meister Tod – gezwungene Selbstmörder und der Kopf, der Medicus wird von Anna mit der Armbrust erschossen. Beurteilung: Ich lese sehr gern historische Romane, ich verschlinge sie regelrecht, auch Biographien aus dieser Zeit interessieren mich sehr. Bei guten Romanen bewerte ich auch nicht den geschichtlichen Hintergrund ob das nun alles korrekt ist oder nicht. Die Leseprobe war wirklich gut, ich war beeindruckt. Das hat leider sehr nachgelassen. Als Krimi, naja man wusste von Anfang an wer an den Morden beteiligt ist. Also Spannung nicht wirklich. War aber jetzt auch nicht so schlimm. Die Liebesgeschichte die wohl am Rand mit ablaufen sollte, passierte eigentlich erst auf den letzten 5 Seiten, empfand ich allerdings als realitätsfremd, würde so nie passieren. Fazit: Abraten vom Lesen würde ich jetzt nicht, aber wer was Anspruchsvolles sucht sollte sich ein anderes Buch nehmen. Als Urlaubslektüre kann ich es "empfehlen".

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Seidenhauch

    Seidenhauch

    09. December 2011 um 12:50

    Das Geheimnis der Totenmagd ist ein spannender und sehr unterhaltsamer historischer Roman, der im Jahre 1509 in Frankfurt am Main spielt. Katharina ist die Totenwäscherin und die Tochter des Totengräbers Heinrich Sahl. Als sie zur Totenwäsche an einer Hure gerufen wird, entdeckt sie Würgemale am Hals der Toten. Eine Suche nach dem Mörder beginnt jedoch nicht, schließlich handelt es sich bei der Toten nur um eine Hure. Wenige Tage später erspäht Heinrich Sahl in der Nacht vermummte Gestalten, die ein seltsames Ritual abhalten. Im Suff bekommt er es mit der Angst zu tun und verbarrikadiert sich in seiner Hütte und schwört dem Alkohol ab. Als er am nächsten Morgen die ausgeblutete Leiche einer jungen Patriziertochter im Beinhaus entdeckt wird ihm bewusst, dass der Alkohol ihm keinen Streich gespielt hat. Er meldet den Tod unverzüglich dem Pfarrer, der daraufhin einen Inquisitor mit der Aufklärung des Mordes an der jungen Frau betreut. Kurz darauf wird er als Verdächtiger verhaftet und soll zu Tode verurteilt werden... Katharinia weiß um die Unschuld ihres Vaters und versucht alles daran zu setzen, diese zu bewiesen, aber gerät dabei immer tiefer in den Sog einer ominösen Todesbruderschaft und muss schon bald um ihr eigenes Leben bangen... Ursula Neeb hat sich mit ihrem Roman viel Mühe gegeben und erschafft lässt das Mittelalter in unsere heutige Zeit zurück kehren. Als Leser begibt man sich auf eine spannende und aufregende Reise in Katharinas Leben und nimmt an ihrem Leben als stiller Beobachter teil. Am Ende des Buches befindet sich ein umfangreiches Glossar, welches ich jedoch so gut wie gar nicht in Anspruch nehmen musste, da sich das Meiste von selbst erklärte. Der Schreibstil ist gut verständlich und flüssig. Die Beschreibungen der Gegend und der Bräuche sind realistisch, sprich wahrheitsgemäß und ohne Wertung, dargestellt. Auch die Folterungen und die anschließende öffentliche Hinrichtung des Totengräbers ist ebenso realistisch beschrieben: bestialisch und ekelerregend - so wie es der Zeit entsprach. Mit der Einbindung der Bruderschaft des Todes und das Treiben dieser ominösen Truppe gewinnt der Roman an Stärke und verleiht ihm eine kriminelle und spannende Handlung. Die Bruderschaft ebnet den Menschen den Weg ins Königreich des Todes, wo sich der 'wahre' Mensch erst entfalten kann , wenn er sich von der Last des Fleisches loslöst, so behauptet es der Meister... Sehr gut fand ich, dass sich dieser Roman nicht auf das Christentum und die allgegenwärtige Macht der Kirche stützt, sondern vielmehr das Leben der geächteten Bevölkerungsgruppe im Mittelalter darlegt. Fazit: Ein spannender und unterhaltsamer historischer Thriller mit einer überaus lehrreichen Botschaft: Das Leben ist schrecklich und schön.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Synapse11

    Synapse11

    17. November 2011 um 18:11

    Nur die Liebe ist stärker als der Tod Inhalt: “Hübscherin” Hildegard Dey wird tot in einem Wassergraben gefunden. Keiner scheint sich für den Tod einer hure zu interessieren, geschweige ihn aufklären zu wollen. Nicht so die “Hurenkönigin” und die Totenmagd, welche sicher sind, dass Hildegard keines natürlichen Todes gestorben ist. Dann beobachtet der Totengräber ein Friedhofsritual. - Welchen Zusammenhang hat dies mit der Leiche, die am nächsten Morgen gefunden wird? Der Totengräber gerät in Verdacht und soll hingerichtet werden. Nur seine Tochter die Totenmagd weis mehr und versucht ihn zu retten. Sie muss den wahren Mörder finden - ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Totenmagd ahnt nicht, dass der wahre Mörder sie längst beobachtet und ihr nach dem Leben trachtet. Meine Meinung: Das Buch ist historischer Roman, Kunstgeschichte, Krimi, Thriller und Liebesgeschichte in einem Band. Durch Vorhersagen auf Geschehen in späteren Kapiteln wird die Spannung schon früh aufgebaut. Ursula Neeb versteht es ihre Leser zu fesseln. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Im Buch spitzt sich die Handlung recht schnell in Richtung Totenkult zu. Leser, die an Schilderungen von Folter und Totenritualen gefallen haben, werden das Buch mögen. Meiner Meinung nach enthält das Buch zu viele Aussagen, die Tod, Angst, Folter, Qualen und Rituale etc. verherrlichen. Andererseits wird dem Leser dadurch die ganze Bandbreite bewusst, wozu Aberglaube, Verführung, Irrlehren und dergleichen führen können. Doch auch der Sieg der Wahrheit über übelste Intrigen etc. wird in diesem Buch hervorgehoben. Die Einfügungen “König Tod” und “Aufzeichnungen eines jungen Mönchs” ergänzen den Zusammenhang der Handlung und geben Hintergrundinformationen zum Geschehen. Meist steigt dabei auch die Spannung, weil der Leser mehr zu wissen scheint als die Protagonisten. Wer Hochspannung liebt, sollte das Buch unbedingt lesen! Die letzten 100 Seiten sind nochmal Hochspannung pur! Für den Täter hatte ich mir allerdings eine drastischere Strafe erhofft. Im Buch dreht sich fast alles, getreu dem Titel, um das Thema Tod und Mord. Dabei wird jedoch nur schwach deutlich, worin das Geheimnis der Totenmagd besteht. Da muss man schon “zwischen den Zeilen” lesen. Es zieht sich durch den größten Teil der Handlung, aber eher unterschwellig. Meine Lieblingstextstelle: “Ein ernsthafter Künstler lernt nie aus. Alles andere wäre Anmaßung.” (S. 131) Fazit: Hier liest man nicht nur, hier ist man mittendrin im Geschehen! Eine spannende Urlaubslektüre für Leser, die nicht nur unterhalten werden wollen. Ein Muss für jeden, der Nervenkitzel liebt!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    elliehwinter

    elliehwinter

    21. August 2011 um 14:54

    Frankfurt, 1507 – die Pest ist in der Stadt und macht vor niemandem Halt. All die Ereignisse in diesem Jahr haben noch zwei Jahre später Einfluss in der hessischen Stadt. Heinrich Sahl ist der Totengräber der Stadt und seine hohen Verluste während der Pest spült er mit reichlich Branntwein hinunter, was ungeahnte Folgen mit sich bringt. Seine Tochter Katharina Bacher – eine schöne, kluge und beherzte junge Frau – hilft ihm bei der Arbeit so gut sie kann. Doch als sie nach dem Tod einer Prostituierten feststellt, dass diese ermordet worden ist, wird sie in einen Strudel von Ereignissen gezogen, die alle zum Meister des Todes führen. Der Beginn des Buches hatte mich derart gefesselt, dass ich den Roman kaum aus der Hand legen konnte. Neeb versteht es ihre Leser in den Bann zu ziehen und eine Geschichte spannend, logisch und gut durchdacht wiederzugeben. Obwohl die Figuren der Handlung teilweise stark zu durchschauen sind und die Wendungen oft vorhersehbar, konnte ich mit allen Handlungsträgern gut mitfühlen. Im ersten Teil des Romans sind mir besonders die Teile von „König Tod“ und die „Aufzeichnungen eines jungen Mönchs“ in Erinnerung geblieben, denn sie lassen sich noch nicht gänzlich in die Haupthandlung einschließen und sind dadurch mysteriös und aufschlussreich zugleich. Leider kann Neeb diesen ausgezeichneten Anfang zu keinem guten Ende führen: Im zweiten Teil des Romans flacht die Handlung zunehmend ab, denn die Figuren verbleiben eintönig in ihren Rollen und die Ereignisse sind sehr vorhersehbar. Auch die Menschen, die der Meister des Todes um sich geschart hatte, bleiben blass – ihre Motive für das Beitreten einer solchen Bruderschaft bleiben oberflächlich. Es fehlt der Einblick in die Nebenfiguren, die im ersten Teil des Romans so außerordentlich gut gelungen waren. Auch die Liebesgeschichte zwischen Katharina Bacher und ihrem Maler Florian Hillgärtner erweist sich oberflächliche Beziehung mit vielen Klischees. Insgesamt ist dieser historische Roman ein sehr gut recherchiertes Werk, dass vor allem zu Beginn den Leser fesselt und Spannung erzeugt. Selbst durch die Nebenfiguren erhält man einen Einblick in Gesellschaft und Alltagsleben der damaligen Zeit. Das Glossar des Romans ist eine Bereicherung für jeden historisch interessierten Leser. Fazit: Ein gelungener Roman mit kleinen Schwächen.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2011 um 08:13

    Zum Inhalt: Frankfurt, 1509: Eine starke Frau sucht nach einem unheimlichen Mörder… In der Nacht von Allerseelen beobachtet der Totengräber ein dunkles Ritual. Am Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Der Verdacht fällt auf ihn, er soll gehenkt werden. Nur seine Tochter Katharina ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie sucht den wahren Mörder und gerät dabei immer tiefer in den Sog einer Bruderschaft, die Meister Tod verehrt... Cover: Das Cover dieses Buches ist, wie bei erstaunlich vielen historischen Romanen, ziemlich Nichts aussagend. Die gezeichneten Häuser im Hintergrund sollen wohl die historischer Stadt Frankfurt darstellen und die Frau im Vordergrund die Totenmagd Katarina. Was sie jedoch mit der Schale, die sie auf den Boden stützt, genau macht, ist mir nicht klar. Auch habe ich dazu keinen Bezug im Buch gefunden. Einzig das sandfarbene Braun gefällt mir ganz gut. Und ich frage mich, was der Vermerk: „Historischer Roman“ noch auf dem Cover soll. Ich denke, das ist für den Betrachter auch so klar. Charaktere: Die Hauptcharakterin Katarina war mir am Anfang eigentlich richtig sympathisch. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die mit offenen Augen und erhobenen Haupt durch das Leben geht. Ich konnte auch verstehen, dass sie alles daran setzt, ihren Vater vor dem Tod zu bewahren, obwohl das in meinen Augen ein relatives hoffnungsloses Unterfangen war. Im zweiten Teil des Buches hat sie mich dann einfach nur noch genervt. Überhaupt wirklich mögen tue ich nur zwei Personen im Roman: den Maler Florian und die aus einer Patriziafamilie stammende Anna. Ansonsten konnten mich sowohl die Protagonisten, als auch die Antagonisten nicht überzeugen. Ich hatte oft das Gefühl 08/15 Charaktere präsentiert zu bekommen, die zwar einigermaßen gut und tiefgründig beschrieben waren, mit denen ich mich aber nicht identifizieren konnte. Sie machten eher den Eindruck auf mich, als stammten sie aus einem „Katalog der Charaktere“ stammen – Mikrowellenessen, das man nicht groß vorbereiten muss, warm macht und schon ist es da. So viel dazu. Schreibstil: Ich muss zugeben, dass sich die Autorin wenigstens mit der Sprache einigermaßen bemüht hat. Ich hatte tatsächlich das Gefühl 600 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt worden zu sein. So wie in diesem Roman spricht heute kein Mensch mehr. Die Sprache klingt irgendwie alt und ist auch ein wenig ungewohnt, lässt sich dennoch gut verstehen. Zwar besitzt Ursula Neeb einen flüssigen Schreibstil, aber an Beschreibungen des alten Frankfurts fehlt es doch erheblich. Auch empfand ich es nicht als so angenehm zu lesen, wenn sie Gespräche beschrieb, anstatt die Personen selbst reden zu lassen. Ein paar Mal mag das ja passen, aber in der Häufigkeit, in der das in diesem Buch vorkommt, ist es einfach störend, langweilig und nimmt der Geschichte auch einen Teil ihrer Dynamik. Mein Fazit: Man muss dieses Buch nicht gelesen haben und vor allem muss man es nicht beenden und kann es, genau wie ich, getrost weglegen und nach einer spannenderen Lektüre suchen. Den Einstieg fand ich noch ganz gut. Die Haupcharakterin Katarina war mir sympathisch, genau wie der junge Meisterschüler Florian und die Hurenkönigin, die übrigens im restlichen Buch nicht mehr heraussticht. Doch dann fing die Handlung an, sich zu ziehen und ich war eigentlich ziemlich gelangweilt. Auch konnte mich die Geschichte nicht mehr ganz so fesseln, wie am Anfang. Manche Textstellen habe ich einfach übersprungen und trotzdem nicht viel verpasst. Irgendwann im zweiten Teil habe ich dann beschlossen, nur noch das Ende zu lesen und kam zu dem Schluss: Es lohnt sich nicht mich noch durch das letzte Drittel zu quälen. Es ist überhaupt ein Wunder, dass ich so weit gekommen bin . Also ich kann das Buch allerhöchstens als Schlaftablette empfehlen, jedoch sollten all diejenigen, die keine Einschlafprobleme haben, ihre Finger davon lassen.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Nijura

    Nijura

    12. August 2011 um 20:05

    Sekten anno 1507 Der Totengräber Heinrich Sahl beobachtet nachts auf dem Friedhof ein geheimnisvolles Ritual. Tags darauf findet er eine tote Frau im Beinhaus. Kurz darauf wird er verhaftet und des Mordes an der jungen Frau beschuldigt. Seine Tochter Katharina glaubt an die Unschuld ihres Vaters und wendet sich an Anna Stockarin, die Schwester der Ermordeten. Die beiden schließen schnell Freundschaft und versuchen dem wahren Täter auf die Spur zu kommen. Da verschwindet Katharina… Die Totenmagd Katharina und die Patrizierin Anna waren mir auf Anhieb sympathisch. Allerdings fand ich Katharinas Wandel etwas befremdlich und kann ich auch nach Auflösung des Geschehens nicht wirklich nachvollziehen. Anna erschien mir etwas zu selbstbewusst für die damalige Zeit. Ich denke nicht, dass Frauen so viel Freiheiten hatten, wie in dem Buch dargestellt wird. Die unwirtlichen Lebensverhältnisse der unteren Gesellschaft werden recht genau geschildert und man kann sich gut in diese hineinversetzen. Die Geschichte entwickelte sich mit der Zeit ganz anders als ich erwartet hatte. Die Zwischenkapitel „König Tod“ und „Die Aufzeichnungen des jungen Mönchs“ waren sehr interessant und aufschlussreich. Etwas verwirrt hat mich, dass scheinbar keine Delinquenten im Kerker saßen, finde ich etwas unwahrscheinlich für so eine große Stadt wie Frankfurt. Am Ende hätte ich gerne eine genauere Erläuterung zu der Bruderschaft gehabt, leider sind nur Quellenhinweise vorhanden, die annehmen lassen, dass es diese wirklich gab. Etwas gestört haben mich die oftmals verwendeten Wörter „insistieren“ und „konstatieren“. Laut Wikipedia gibt es das Verb konstatieren erst seit dem 18. Jahrhundert. Dennoch hat mich der spannende historische Roman gut unterhalten und ich kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Caro1893x

    Caro1893x

    03. August 2011 um 21:29

    Zum Inhalt: Die junge Totenmagd Katharina ist hell entsetzt. Ihr Vater, der noch nie etwas Böses getan hat, wird verdächtigt eine junge adlige Frau ermordet zu haben. Sie ist felsenfest von seiner Unschuld überzeugt und versucht diese auch zu beweisen. Da ihr Vater aber aufs Übelste gefoltert wird, gesteht er schließlich die Tat und wird zum Tode verurteilt. Obwohl dieses Urteil in wenigen Tagen vollstreckt werden soll, versucht Katharina weiterhin seine Unschuld zu beweisen und den wahren Schuldigen zu finden. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Dann taucht plötzlich noch eine Leiche auf. Niemand will die Verbindung zum Tod der jungen Adeligen herstellen, obwohl beide auf gleiche Art getötet wurden. Denn dann müssten die werten Herren ja zugeben, dass Katharinas Vater nicht der Täter sein kann. Plötzlich gerät Katharina selbst in tödliche Gefahr und scheint verloren. Meine Meinung: Puuuh, es fällt mir gar nicht so leicht meine Meinung in Worte zu fassen. Als ich die Leseprobe auf Vorablesen.de gelesen habe fand ich sie gut, aber nicht super. Ich hatte gehofft, dass die Geschichte noch ein bisschen besser wird und da ich eigentlich sehr gerne historische Romane lese und bisher fast immer Glück mit den Geschichten hatte, habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Als ich es dann aber angefangen habe musste ich mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen. Ich hab ein oder sogar zwei Bücher dazwischengeschoben und das Buch immer wieder weggelegt. Als ich dann dran geblieben bin, habe ich es zwar sehr schnell durchgehabt, was aber nicht an der tollen Geschichte lag, sondern eher daran, dass ich es schnell hinter mich bringen und ein anderes Buch anfangen wollte. Der Grund dafür lag vielleicht an folgenden Tatsachen. In "Das Geheimnis der Totenmagd" hat mir fast alles gefehlt, was mir sonst in historischen Romanen richtig gut gefällt. Zunächst einmal brauche ich in einem historischen Roman einfach eine Liebesgeschichte. Manche mag das stören, ich freue mich da jedes Mal drüber, vorallem weil man sich meistens denken kann, dass die Protagonisten am Ende auch zusammenkommen werden. Hier gibt es zwar auch eine Liebesgeschichte, die läuft jedoch nur sehr sehr am Rande mit und findet praktisch nur auf den letzten 5 Seiten statt. Das war schon mal der erste Punkt der mich gestört hat. Zum anderen hat mir stellenweise auch die Spannung gefehlt. Die endlos lange Fahrt durch den Schnee, die banalen Gespräche mit Katharinas Freundin.Naja! Ab und zu wurde es dann wirklich auch spannend und die Stellen habe ich auch sehr gerne gelesen. Aber den Flair, den Bücher von Iny Lorentz oder auch Sabine Ebert bei mir hervorgerufen haben, konnte ich hier nicht finden. Ich weiß durchaus, dass es sich bei Lorentz&Ebert nicht um hohe Literatur handelt, aber genau das gefällt mir so an ihren Büchern. Sie haben liebenswerte Protagonisten, denen zwar die ganze Zeit Steine in den Weg gelegt werden, die am Ende aber ihre Feinde besiegen und glücklich sind. Ich will gar nicht bestreiten, dass das teilweise bei "Das Geheimnis der Totenmagd" auch der Fall ist. Natürlich gibt es auch hier Gut und Böse und der Protagonistin wird ihr Weg schwergemacht, aber irgendwie bin ich mit Katharina überhaupt nicht warm geworden und ich habe deswegen auch nicht so richtig mit ihr mitgefiebert. Einzige einer der Nebencharaktere ist mir ein bisschen ans Herz gewachsen. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll, aber ein gewisses Gefühl, das sonst historische Romane bei mir auslösen hat hier einfach gefehlt! Zudem hat mich der Titel "Das Geheimnis der Totenmagd" etwas irritiert. Ich konnte bis zum Ende nicht wirklich feststellen, was denn jetzt Katharinas ominöses Geheimnis ist. Dass sie ihren Mann nicht liebt? Eine bekannte Tatsache. Dass sie ihren Mann betrügt? Ok, schon ein Geheimnis, aber nennt man deswegen ein Buch so? Mir ist das bis zum Ende nicht klar geworden und deswegen finde ich den Titel einfach unglaublich schlecht gewählt. Für mich passt er überhaupt nicht zu der Geschichte, die stellenweise zur Pestzeit spielt und von einer Gruppe von Geißlern handelt. Hier hätte man deutlich besser wählen können! Ich will damit wirklich nicht sagen, dass das komplette Buch schlecht ist. Es hat wie alle anderen historischen Romane, die ich bisher gelesen habe, einen sehr leicht zu lesenden Schreibstil und lässt sich gut in einem Rutsch runterlesen. Man muss nicht viel denken und kann beim Lesen abschalten. Nur leider war es eben teilweise nicht wirklich spannend und fesselnd und ein gewisses Flair hat mir auch gefehlt. Fazit: Naja, ein historischer Roman, der sich gut lesen lässt, aber nicht aus der breiten Masse raussticht und eigentlich nicht wirklich etwas Besonderes bietet.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Nefret

    Nefret

    Frankfurt am Main, 16. Jahrhundert: Der Totengräber Heinrich Sahl findet eine Frauenleiche. Schnell wird er beschuldigt, der Mörder zu sein. Unter Folter gesteht er. Seine Tochter Katharina, Totenmagd, versucht seine Unschuld zu beweisen. Mit "Das Geheimnis der Totenmagd" legt die Archivarin Ursula Neeb ihren neusten historischen Roman vor. Während dem Roman anzumerken ist, dass die Autorin Ahnung hat, wovon sie schreibt, hatte ich mir bei der Handlung und der Personenentwicklung mehr erwartet. Da ziemlich schnell klar ist, wer und was sich hinter dem Mord verbirgt, hält sich die Spannung in Grenzen. Bei der Handlung hätte ich mir gewünscht, dass sich Ursula Neeb an das Prinzip "Weniger ist mehr" gehalten hätte. Leider versucht sie zu viel in "Das Geheimnis der Totenmagd zu packen: Krimi, Liebesroman, historischer Roman mit Frauen, die sich behaupten müssen, Verschwörungen, Gesellschaftskritik... Dadurch wird zu viel nur leicht angerissen und keine Emotionen geweckt. Schade, die ersten Kapitel waren wirklich verheißungsvoll.

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    • 3
    Nefret

    Nefret

    01. August 2011 um 19:04
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    nihnih

    nihnih

    20. July 2011 um 21:46

    Das Buch >Das Geheimnis der Totenmagd< hat mich gut unterhalten. Es war einfach und flüssig zu lesen. Obwohl Begriffe, die auch hinten im Buch im Glossar erklärt werden und Redewendungen der damaligen Zeit verwendet wurden, hat man keine Probleme der Geschichte zu folgen und einzutauchen. Man findet sich gut mit der ,,alten'' Sprache zurecht. Dadurch und den genauen Beschreibungen der Lebensumstände bekommt man einen guten Einblick in das Frankfurt des Jahres 1509. Die Hauptfigur Katharina Bacher ist unglücklich in ihrer Ehe und hat einen nicht hoch angesehenen Job als Totenwäscherin. Dazu wird ihr Vater, der einzige, der ihr von der Familie übrig geblieben ist, die anderen sind an der Pest verstorben, des Mordes an einem Mädchen beschuldigt. Durch die harten Folterungsmethoden des Inquisitors Ottenschläger gesteht Heinrich Sahl, obwohl unschuldig und wird zum Tode verurteilt. Erfolgreich kann er aber den Beschuldigungen gegen seine Tochter stand halten und sie schützen. Katharina kämpft bis zum Schluß für die Freisprechung ihres Vaters. Mit Hilfe von Anna Stockarn, der Schwester des Opfers, macht sie sich auf die Suche nach dem Täter. Durch Beobachtungen die Katharinas Vater in der Mordnacht gemacht hatte, ist Anna eine Verbindung aufgefallen. Vor ihrem Tod hatte sich Mechthild sehr verändert, sie hatte sich einer religiösen Gruppe angeschlossen, die den Meister Tod verehrt. In anderen Erzählsträngen wird davon erzählt, wie sich diese Bruderschaft zusammen schließt und ihren Kult verbreitet und auslebt. Katharina und Anna werden gute Freundinnen. Zudem steht ihr der junge Künstler Florian Hillgärtner, der für sie Gefühle hegt zur Seite. Dabei geraten sie selbst in Lebensgefahr. Ursula Neeb hat in ihrem Roman alle Ansichten und Rollen gut eingearbeitet. Familie, Liebe, Religion, Schmerz und Spannung. Die Hauptpersonen wurden überlegt und symphatisch dargestellt, auch die boshaften Personen wurden genau beschrieben. Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, konnte ich es nicht aus der Hand legen und hatte in einem Rutsch dann schon die ersten 200 Seiten gelesen. Die Autorin versteht es, einen in den Bann zu ziehen. Man möchte unbedingt erfahren, wie es weiter geht. Das Geheimnis der Totenmagd war ein spannender gut ausgearbeiteter historischer Roman. Interessant war die Darstellung der Bruderschaft des Todes. Das Bild der Kirche und ihre Einflüsse wurden realistisch dargestellt. Brutal die Folterungen und Hinrichtung. Ein absolut empfehlenswertes Buch, nicht nur für Liebhaber von historischen Romanen.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    calla

    calla

    11. July 2011 um 06:16

    Inhalt: Frankfurt im 16. Jahrhundert.... Die junge Hübschlerin Hildegard Dey wird tot in einem Straßengraben gefunden. Der Stadtbüttel und auch ein verständigter Arzt stellen den Tod fest ohne die Leiche genauer zu untersuchen. Einzig die Totenmagd Katharina Bacher, Tochter des städtischen Totengräbers, bemerkt Würgemale am Hals der Hübschlerin und findet in ihrer Hand einen verräterischen Stofffetzen der nur dem Mörder gehören kann. Mit ihrem Verdacht wendet sich Katharina an die Hurenkönigin Ursel Zimmer die ihren Einfluss beim Magistrat geltend macht und weitere Ermittlungen einfordert. Wie sich rausstellt ist Hildegard nicht das einzige Opfer des kaltblütigen Mörders der sich in besten Kreisen zu bewegen scheint. Werden sie den Mörder finden bevor noch weitere Frauen sterben müssen? Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan historischer Romane und dieser hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Die Covergestaltung finde ich sehr gelungen. Es sticht aus der Menge der historischen Romane hervor die meist nur einen Frauenkörper ohne Kopf und ohne Beine zeigen und bei denen man sich nach dem Lesen der Geschichte einfach fragen muss wie diese mit dem Cover zusammenpasst. Hier hingegen enthält das Cover sogar einen Hinweis auf den Schauplatz der Geschichte. Der Roman spielt im 16. Jahrhundert in Frankfurt und man merkt deutlich, dass Frau Neeb Geschichte studiert hat denn die Lebensumstände und auch der Schauplatz Frankfurt wurden sehr detaillgetreu beschrieben und geben der spannenden Geschichte einen historisch glaubhaften Rahmen. Frau Neebs sehr lebendiger und ausdrucksstarken Erzähl- und Schreibstil hat mich regelrecht begeistert. Die Romanfiguren werden sehr anschaulich beschrieben und bleiben zu keiner Zeit oberflächlich. Selbst Figuren denen der Leser nur am Rand begegnet werden gut beschrieben und bekommen einen ausdrucksvollen Charakter. Mit Katharina Bacher hat Frau Neeb eine sehr sympathische Protagonistin geschaffen die sich trotz der harten Lebensumstände dieser Zeit und ihres Berufs eine jugendliche Naivität beibehalten hat die sie einfach sehr liebenswürdig erscheinen lässt. Fazit: Dieses Buch hat alles um ein echter Bestseller zu werden: Eine sehr spannende Geschichte die von einer Autorin geschrieben wurde die ihr Handwerk wahrlich versteht. Für mich ein echtes Buchhighlight in diesem Jahr!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Fannie

    Fannie

    24. June 2011 um 20:34

    "Das Geheimnis der Totenmagd" erzählt die Geschichte der Totenwäscherin Katharina Bacher aus Frankfurt am Main. Sie kommt einem Mord an einer Hübscherin (so nannte man damals die Prostituierten) auf die Schliche und schon bald darauf ereignet sich ein weiterer Mordfall: Katharinas Vater Heinrich Sahl, der Totengräber, findet im Beinhaus eine übel zugerichtete tote Patrizierin. Durch die tatkräftige Unterstützung eines gewissenlosen Inquisitors wird der unschuldige Totengräber für den Tod dieser Frau verantwortlich gemacht, grausam gefoltert und letztlich hingerichtet. Doch seine Tochter kämpft weiter, um den wahren Mörder ausfindig zu machen. Zur Seite steht ihr dabei die Schwester der Ermordeten. Für die Totenmagd beginnt ein Kampf um Leben und Tod... Schon die Leseprobe von "Das Geheimnis der Totenmagd" hat mich sehr gefesselt - und es gelingt der Autorin Ursula Neeb, diese Spannung auch im gesamten Buch aufrechtzuerhalten. Der Leser wird von Anfang an in den Bann der düsteren Stimmung des Herbstes 1509 gezogen. Sprachgewaltig berichtet Ursula Neeb von allerlei Riten und Bräuchen um das Thema Tod, Hinrichtung und vom Leben im Mittelalter. Das Sprichwort "Lesen bildet" trifft bei diesem großartig recherchierten Buch wirklich zu. Heute nicht mehr oder nur selten verwendete Begriffe, die jedoch typisch für das Mittelalter waren, hat die Autorin in einem Glossar erläutert. Mein Fazit: Ein faszinierender, teils kirchenkritischer Mittelalter-Krimi mit Herzschlag-Finale!

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Totenmagd" von Ursula Neeb

    Das Geheimnis der Totenmagd
    Elodie

    Elodie

    22. June 2011 um 08:04

    Im Buch "das Geheimnis der Totenmagd" werden verschiedene Figuren eingeführt und miteinander verzwirnt. Die erste Tote, eine Badefrau, wurde erwürgt und die Totengräberin Katharina meldet dies offiziell. Bei der zweiten Toten, einer Hübscherin, ist sie vorsichtiger und informiert die Hurenkönigin über den Zustand. Näher rückt ihr das Geschehen, als ihr Vater ein unheimliches Ritual beobachtet und am nächsten Tag eine ausgeblutete Frau findet. Schnell gerät er unter Verdacht und wird verhört. Katharina macht sich daran, Fakten zu sammeln, Spuren zu verfolgen und alles gegen die Zeit. König Tod hat seinen Auftritt und schildert seinen Werdegang. Besonders die Zeit eines Pestausbruches formte die Menschen. Diese Szenen haben mir absolut super gefallen, denn gerade solche Schreckenszeiten habe ich bisher noch nicht oft in Büchern angetroffen. Die Aufzeichnungen eines jungen Mönches führen einen weiteren Protagonisten ein, dessen Schicksal mit dem der anderen sich kreuzen wird. Mit dem Prolog wird eine Szene, die erst im Verlaufe der Geschichte ihren Platz hat, vorweggenommen. Das fand ich unpassend und reisserisch. Ebenso wirkte die Wahl des Datums wie Allerseelen zu stark konstruiert, hat es doch keinen direkten Zusammenhang mit der Geschichte und dient auch nur dem blendenden Effekt. Ebenfalls effektheischerisch finde ich den Titel, denn die Totenmagd hat vieles, aber ein Geheimnis habe ich keines gefunden. Diese Punkte haben für mich den Lesegenuss leicht geschmälert. Gefallen haben mir die sprachliche Anlehnung an die damals gesprochene Ausdrucksweise. Ich fand die Menge gut. Wäre die Sprache durchgezogen worden, wäre das Buch für mich nicht lesbar gewesen. So aber haben die Stellen die Atmosphäre angereichert und ein Gespür für diese Zeit gefördert. Auch die ganzen Örtlichkeiten waren durch das Lesen erlebbar, ich konnte richtig in die Gassen dieser Zeit eintauchen. Die Folterszenen waren für meinen Geschmack etwas zu ausführlich. Der Spannungsbogen war da, hat mich aber nicht immer gleich intensiv packen können. Die Geschichte der Totenmagd wird flüssig erzählt, man kann dem Verlauf der Geschichte gut folgen und wird mit interessanten Details jener Zeit verwöhnt. Toll habe ich die Wahl der Akteure gefunden. Gerade das Leben der einfacheren Leute ist mir nicht so zugänglich und bekannt (Burgen und Schlösser die heute besichtigt werden können erzählen meist die Geschichte ihrer Herrscher), so dass ich mit solchen Bücher eine andere Seite der Geschichte kennenlernen kann. Für mich war das Buch schön zu lesen, es hat mir gefallen, auch wenn eine leichte Distanz zur Handlung zurückbleibt.

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