Ursula Neeb Der Teufel vom Hunsrück

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Inhaltsangabe zu „Der Teufel vom Hunsrück“ von Ursula Neeb

Im Jahre 1581 bricht der Gelehrte Martin Molitor zu einer Reise nach Trier auf. Seine Schwester Sybille ist voller Sorge. Es ist kein Geheimnis, dass ein Serienmörder an der Mosel sein Unwesen treibt und viele Wanderer nicht zurückkehren. Als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden und Martin verschollen bleibt, bricht Sybille gegen die Widerstände ihrer Familie auf und will die Wahrheit ergründen. Sie trifft auf den Schriftenhändler Sebastian Wildgruber und verliebt sich unsterblich in ihn. Gemeinsam mit Sebastian beginnt Sybille, das grausame Rätsel um den Teufel vom Hunsrück zu entwirren.

Leider etwas enttäuschend!

— ChattysBuecherblog
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    Der Teufel vom Hunsrück
    engineerwife

    engineerwife

    12. June 2016 um 17:46

    Nach ein bisschen Stöbern muss ich feststellen, dass es zu diesem Buch doch recht unterschiedliche Bewertungen und Rezensionen gibt. Ich muss sagen, mich persönlich hat das Buch sehr beeindruckt. Die Geschichte bewegt sich auf drei Zeitebenen, die einen Zeitraum von insgesamt 15 Jahren abdecken. Man muss anfangs beim Lesen ganz genau darauf achten, in welcher der drei Ebenen man sich gerade befindet, später ergibt es sich eigentlich von selbst. Für mich persönlich war der Kern des Romans das Schalten und Walten, oder sollte man besser sagen das „Wüten“, des unheimlichen Christman Gniperdoliga, auch „Groperunge“ genannt, der der Überlieferung nach innerhalb von rund dreizehn Jahren mehr als neunhundert Menschen ermordete. Natürlich sind die Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit recht spärlich, so dass sich die Autorin hier sicher einigen Spekulationen hingibt, aus denen sie aber eine rundum gelungene, spannende Geschichte zaubert. Immer wieder habe ich als Leserin mitgelitten, besonders natürlich mit der armen Maria aus Boppard, die sich doch eigentlich nur mit ihrem Verlobten vereinen wollte und in die Fänge des Serienmörders gerät. Aber auch das Schicksal der sympathischen Sybille, die verzweifelt ihren verschollenen Bruder sucht, geht einem ans Herz. Sie hat einen ausgesprochen starken Willen und einen Dickschädel, den sie mehr als einmal gegen die Wand fährt. Das Ende der Geschichte ist bald vorhersehbar, dennoch hielt mich das Buch bis zum Schluss in Atem. Ich kam nicht umhin, bei Christman einige Parallelen zu der Romanfigur Jean-Baptiste Grenouille aus Das Parfum von Patrick Süskind zu ziehen, der jedoch neben Groperunge fast wie ein Waisenkind wirkt. Es ist erschreckend, angsteinflößend und trotzdem auf eine perfide Weise faszinierend, was die Psyche mit manchen Menschen anstellt. Wer leicht zu Albträumen neigt, sollte vielleicht auf diese Lektüre verzichten.

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  • Mein Leseeindruck

    Der Teufel vom Hunsrück
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Als großer Fan historischer Romane ist mir natürlich die Autorin, Ursula Neeb, längst bekannt. Als ich von ihrem neuen Werk erfahren habe, wusste ich, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen. Gesagt - getan. Schon der Prolog hat mich fasziniert. [Achtung Spoiler] Diese Angst, die bereits auf den ersten Seiten verbreitet wird, hatte mich total neugierig gemacht. Wer war diese Frau? Was ist mit ihr passiert? Das Buch teilt sich dann in zwei Teile. Teil 1: Das böse Handwerk und Teil 2: Die Todesermittlerin Der erste Teil beginnt am 29. Oktober 1566 in der Umgebung von Kerpen. Dort lernt der junge Förstersohn Christman den Fremdem Peter Nitsch kennen. Christmann, ungesellig und menschenscheu ist dem Teufel treu. In dem Fremden sieht er einen Gleichgesinnten und schließt sich ihm an. Zeitsprung Frankfurt am Mai, 29. April 1581: Die Patriziertochtee Sibylle Molitor erfährt von einem Herold, dass ihr Bruder verschwunden ist. Er wollte zu einem Kongress nach Trier, um einen Vortrag zu halten. Jedoch ist er dort nicht angekommen. Sybille, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Bruder hat, beginnt ihn zu suchen.   Der zweite Teil befasst sich mit der Aufklärung der Mordes. Aber mehr möchte ich jedoch nicht verraten.   Die Autorin lässt den Leser an einer spannenden und (un)wirklichen Geschichte rund um den größten deutschen Serienmörder aller Zeiten teilhaben. Ist es nun Wahrheit, Sage oder einfach nur eine Erfindung? Auch das Nachwort der Autorin lässt Zweifel offen. Einerseits taucht der Name Christman Gniperdoliga in Datenbanken auf, wiederum gibt es keine Belege für seine Taten. Auch dieses trägt zur Spannung bei.   Anfangs dachte ich noch, huch...schreibt Frau Neeb nun etwa eine Vampirgeschichte, aber nach und nach wurde deutlicher, welche Absicht tatsächlich dahinter steckte.   Die Geschichte an sich hat mir recht gut gefallen, jedoch hatte sie meines Erachtens deutliche Hänger. Deshalb war der Lesefluss und Lesespass seitenweise doch etwas getrübt.   - Fazit -   Wer Schauergeschichten mag, wird mit diesem Buch gut bedient sein. Wer jedoch auf einen historischen Roman hofft, wird wohl eher enttäuscht werden. Für mich war es eine mittelmäßige Geschichte. Interessante Story, die man jedoch auch auf 30 Seiten erzählt hätte. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.

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