Ursula Niehaus

 4 Sterne bei 134 Bewertungen
Autorin von Die Seidenweberin, Das Heiligenspiel und weiteren Büchern.
Ursula Niehaus

Lebenslauf von Ursula Niehaus

Ursula Niehaus wurde 1965 in Köln geboren. Sie stammte aus einer Buchhändlerfamilie, machte eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau und ein anschließendes Studium in Wirtschaftswissenschaften. Da Niehaus ein besonderes Interesse an Stoffen besaß machte sie sich nach ihrem Studium mit einem Stoffgeschäft in Köln selbstständig. Durch berufliche Veränderungen ihres Mannes musste sie das Geschäft jedoch wieder aufgeben. Dies führte dazu das Niehaus ihren familiären Ursprung mit ihrer Leidenschaft zu Stoffen kombinierte und 2007 ihr erster historischer Roman »Die Seidenweberin« erschien, der sofort großen Anklang fand. Mittlerweile arbeitet Niehaus als freie Autorin und lebt zusammen mit ihrem Mann in Ingelheim am Rhein und in Sardinien.

Alle Bücher von Ursula Niehaus

Die Seidenweberin

Die Seidenweberin

 (70)
Erschienen am 12.09.2011
Das Heiligenspiel

Das Heiligenspiel

 (28)
Erschienen am 04.10.2011
Die Tochter der Seidenweberin

Die Tochter der Seidenweberin

 (13)
Erschienen am 04.05.2015
Die Stadtärztin

Die Stadtärztin

 (13)
Erschienen am 10.01.2017
Das Heiligenspiel: Roman

Das Heiligenspiel: Roman

 (1)
Erschienen am 22.04.2010
Die Seidenweberin

Die Seidenweberin

 (5)
Erschienen am 13.10.2009
Das Heiligenspiel

Das Heiligenspiel

 (4)
Erschienen am 11.03.2009

Neue Rezensionen zu Ursula Niehaus

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Rezension zu "Das Heiligenspiel" von Ursula Niehaus

Tolle Idee, aber recht langatmig
melina_manzvor 4 Jahren

Zur Inhaltsangabe brauche ich sicherlich nichts mehr zu schreiben, wurde hier schon zur Genüge getan.
Das Cover ist nicht überragend, aber trotzdem stimmig. Es hat mich zumindest dazu bewegt, den Klappentext zu lesen.
Die Idee zum Roman finde ich sehr gut, mal was anderes. Den Schreibstil der Autorin finde ich eigentlich nicht schlecht, nur verzettelt sie sich im Laufe der Geschichte in so viele (meiner Meinung nach unwichtige) Nebenschauplätze, dass es irgendwann anstrengend und zäh wird. Hier hätte der Lektor gerne den "Kürzungsstift" anlegen können, das hätte der Story sicherlich gut getan.

Fazit: Tolle Idee, die man aber viel besser und spannender hätte umsetzen können.

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Girdies avatar

Rezension zu "Die Stadtärztin" von Ursula Niehaus

Das Leben der historischen Person Agathe Streicher
Girdievor 4 Jahren

Agathe Streicher, um 1520 geboren, lebt mit ihrer Mutter und den Geschwistern in Ulm. Trotz des frühen Tods vom Vater geht es der Familie aus finanzieller Hinsicht gesehen sehr gut. Bereits als Agathe ein Kleinkind war, wurde ihre älteste Schwester von Verbrennungen, die sie sich in der Küche zugezogen hat, entstellt. Nun muss sie erleben wie ihre wenig ältere Schwester während des Bildersturms in Ulm an den Folgen eines Unfalls verstirbt. Neugierig steht sie in Nähe des Baders der versucht ihre Schwester vor dem Tod zu retten. 
Etwas mehr als zwei Jahre später geschieht auf offener Straße erneut ein Unfall, den sie beobachtet. Das Opfer wird auf ihr Einwirken hin in das örtliche Seelhaus gebracht. Hier werden Kranke gepflegt, die sich keine ärztliche Hilfe leisten können.  Agathes Interesse ist geweckt und fortan packt sie gegen das Wissen und den Willen der übrigen Familienmitglieder dort mit an. Ihr Wunsch, Ärztin zu werden, bleibt ihr jedoch zunächst versagt, da ausschließlich Männer studieren und diesen Beruf ausüben dürfen. Sehr viel Wissen eignet sie sich vermutlich durch ihren Bruder an, der Mediziner wird. Und entgegen allen Konventionen und Standesregeln ist es im Jahr 1561 so weit, dass sie den Arzteid auf die Ulmer Ordnung ablegt und als erste Ärztin Deutschland offiziell praktizieren darf. 
Wie es dazu kam, erzählt Ursula Niehaus in ihrem  Buch „Die Stadtärztin“.  Nur wenig ist von der historisch verbürgten Person Agathe Streicher bekannt, doch die Autorin füllt das Leben der Ärztin mit so viel Fantasie aus, dass es genauso gewesen sein könnte. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es Agathe mit Intelligenz und Mut ihren Willen meistens durchzusetzen, obwohl ihr Auftreten auch einige Male in der Öffentlichkeit nicht unbedingt positiv auffällt.  Neben der Protagonistin begegnet der Leser noch einigen weiteren bekannten Persönlichkeiten der damaligen Zeit, allen voran Kaspar Schwenckfeld, der mit seiner Lehre Agathe sehr beeinflusst hat.  
Nebenbei erfährt der Leser auch sehr viel über die Geschichte und historische Entwicklung der Stadt Ulm im 16. Jahrhundert sowie über die religiösen Auseinandersetzungen zur damaligen Zeit. Einige Fakten hat die Autorin in Bezug auf die Begegnung einiger Personen auch hier wieder mit ihrer eigenen Vorstellung angereichert um den Roman interessanter zu gestalten. Das ist ihr sehr gut gelungen. Außerdem hat Ursula Niehaus die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit gut recherchiert und beschreibt sie an einigen Stellen detailreich, was ich persönlich äußerst interessant fand. Am Ende des Buchs hat die Autorin ein Glossar zusammengestellt mit einigen Begriffen, die heute eventuell nicht mehr unbedingt jedem Leser bekannt sind.

Das Buch liest sich locker und leicht.  Die Dialoge werden in aller damals gebotenen Höflichkeit geführt und sind  in unserem heutigen Hochdeutsch abgefasst. Der Roman ist so abwechslungsreich geschrieben, dass keine Längen aufkommen und er durch immer wieder neue Entwicklungen spannend bleibt. Wer gern historische Romane liest ist hier bestens aufgehoben.

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tigerbeas avatar

Rezension zu "Die Tochter der Seidenweberin" von Ursula Niehaus

Rezension zu "Die Tochter der Seidenweberin" von Ursula Niehaus
tigerbeavor 4 Jahren

Fygen hat sich in diesem Roman nach dem Tod von ihrem Mann Peter zurückgezogen und arbeitet nun als Vertreterin einer Handelsgesellschaft. Sie reist nach Valencia, da sie sich von ihrem Handelspartner dort bei einer Lieferung Rohseide übervorteilt fühlt. Dort lernt sie ihren neuen Mann kenne und lebt fortan mit ihm in Valencia. Sie bekommt von ihm eine Werkstatt eingerichtet und arbeitet wieder als Seidenweberin. Ihre Tochter Lisbeth übernimmt nun Fygens Betrieb und wird Lehrherrin für ihre geliebte Seidenweberei. Sie kämpft zusammen mit ihrem Mann gegen die soziale Ungerechtigkeit in diesem Gewerbe. Dadurch macht sie sich nicht nur Freunde, sondern auch Feinde, die vor nichts zurückschrecken.

Wie man aus dem Titel schon entnehmen kann, ist dies Buch die Fortsetzung von "Die Seidenweberin". Und dies sollte man hier wirklich beherzigen und mit dem ersten Band beginnen, denn die Geschichte baut stark aufeinander auf. "Die Tochter der Seidenweberin" ist sehr schön geschrieben, flüssig und leicht verständlich zu lesen. Die Seidenweberei wird in allen Facetten sehr gut beschrieben, man hat als Leser das Procedere sehr bildlich vor Augen und sieht die Farben förmlich leuchten. Aber auch die Nachteile werden hier deutlich gemacht: der beißende Geruch, den die Arbeiterinnen ertragen müssen und deren Ausbeutung sind hier auch angesprochen. Auch der Anhang des Buches ist sehr lesenswert: es werden Informationen zu den Geschehnissen gegeben, die in der Vergangenheit real existenten Personen werden erläutert und es gibt ein Vokabular mit den damals geläufigen Begriffen. 

     

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