Ursula Niehaus Die Stadtärztin

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Inhaltsangabe zu „Die Stadtärztin“ von Ursula Niehaus

Ursula Niehaus hat die aufregende Lebensgeschichte der Agathe Streicher wiederentdeckt und daraus einen kenntnisreichen historischen Roman gesponnen: Im 16. Jahrhundert ist es Frauen versagt, den Beruf des Arztes zu ergreifen. Dennoch träumt die junge Agathe von Kindheit an von nichts anderem. Es gelingt ihr, sich heimlich ein profundes medizinisches Wissen anzueignen und sich 1561 die Erlaubnis zum Arzteid zu erkämpfen. Ihre Heilerfolge werden weit über die Grenzen der Stadt bekannt, zahlreiche Persönlichkeiten ihrer Zeit reisen nach Ulm, um sich von ihr behandeln zu lassen. Doch Agathes Erfolge rufen Feinde und Neider auf den Plan, und schließlich muss sie die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen ihrer Berufung und ihrer großen Liebe …

Ein ruhiges Buch mit sehr schön erzählter Geschichte, sehr eindringlich und detailreich.

— Lanie

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  • Das Leben der historischen Person Agathe Streicher

    Die Stadtärztin

    Girdie

    07. January 2015 um 20:26

    Agathe Streicher, um 1520 geboren, lebt mit ihrer Mutter und den Geschwistern in Ulm. Trotz des frühen Tods vom Vater geht es der Familie aus finanzieller Hinsicht gesehen sehr gut. Bereits als Agathe ein Kleinkind war, wurde ihre älteste Schwester von Verbrennungen, die sie sich in der Küche zugezogen hat, entstellt. Nun muss sie erleben wie ihre wenig ältere Schwester während des Bildersturms in Ulm an den Folgen eines Unfalls verstirbt. Neugierig steht sie in Nähe des Baders der versucht ihre Schwester vor dem Tod zu retten.  Etwas mehr als zwei Jahre später geschieht auf offener Straße erneut ein Unfall, den sie beobachtet. Das Opfer wird auf ihr Einwirken hin in das örtliche Seelhaus gebracht. Hier werden Kranke gepflegt, die sich keine ärztliche Hilfe leisten können.  Agathes Interesse ist geweckt und fortan packt sie gegen das Wissen und den Willen der übrigen Familienmitglieder dort mit an. Ihr Wunsch, Ärztin zu werden, bleibt ihr jedoch zunächst versagt, da ausschließlich Männer studieren und diesen Beruf ausüben dürfen. Sehr viel Wissen eignet sie sich vermutlich durch ihren Bruder an, der Mediziner wird. Und entgegen allen Konventionen und Standesregeln ist es im Jahr 1561 so weit, dass sie den Arzteid auf die Ulmer Ordnung ablegt und als erste Ärztin Deutschland offiziell praktizieren darf.  Wie es dazu kam, erzählt Ursula Niehaus in ihrem  Buch „Die Stadtärztin“.  Nur wenig ist von der historisch verbürgten Person Agathe Streicher bekannt, doch die Autorin füllt das Leben der Ärztin mit so viel Fantasie aus, dass es genauso gewesen sein könnte. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es Agathe mit Intelligenz und Mut ihren Willen meistens durchzusetzen, obwohl ihr Auftreten auch einige Male in der Öffentlichkeit nicht unbedingt positiv auffällt.  Neben der Protagonistin begegnet der Leser noch einigen weiteren bekannten Persönlichkeiten der damaligen Zeit, allen voran Kaspar Schwenckfeld, der mit seiner Lehre Agathe sehr beeinflusst hat.   Nebenbei erfährt der Leser auch sehr viel über die Geschichte und historische Entwicklung der Stadt Ulm im 16. Jahrhundert sowie über die religiösen Auseinandersetzungen zur damaligen Zeit. Einige Fakten hat die Autorin in Bezug auf die Begegnung einiger Personen auch hier wieder mit ihrer eigenen Vorstellung angereichert um den Roman interessanter zu gestalten. Das ist ihr sehr gut gelungen. Außerdem hat Ursula Niehaus die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit gut recherchiert und beschreibt sie an einigen Stellen detailreich, was ich persönlich äußerst interessant fand. Am Ende des Buchs hat die Autorin ein Glossar zusammengestellt mit einigen Begriffen, die heute eventuell nicht mehr unbedingt jedem Leser bekannt sind. Das Buch liest sich locker und leicht.  Die Dialoge werden in aller damals gebotenen Höflichkeit geführt und sind  in unserem heutigen Hochdeutsch abgefasst. Der Roman ist so abwechslungsreich geschrieben, dass keine Längen aufkommen und er durch immer wieder neue Entwicklungen spannend bleibt. Wer gern historische Romane liest ist hier bestens aufgehoben.

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  • Die Stadt-Ärztin

    Die Stadtärztin

    -sabine-

    15. November 2014 um 19:04

    Die Idee, eine historische Figur als Protagonistin zu wählen, ist zwar nicht neu, doch mit „Die Stadtärztin“, in dem sich alles um das Leben der Agathe Streicher dreht, ist ein unterhaltsamer, aber auch lehrreicher historischer Roman entstanden. Das Buch beginnt spannend und man wird direkt ins Geschehen des 16. Jahrhunderts reingeschmissen. Man wird Zeuge, wie Helle, die ältere Schwester Agathes, bei einer Plünderung schwer verletzt wird und die kleine Agathe alles gibt, um ihrer Schwester zu helfen. Da schon erkennt sie ihre Liebe zur Medizin, eine Liebe, die sie fortan in ihrem Leben begleiten wird. Doch zu dieser Zeit gibt es für eine Frau keine Möglichkeit zu studieren, und Agathe sucht sich in ihrer Beharrlichkeit andere Wege, ans Ziel zu kommen. Man begleitet sie über viele Jahre, in der sie in einem Siechenhaus arbeitet, sie aber auch Ärzten, Badern und Chirurgen über die Schultern schauen darf. Das Buch liest sich sehr leicht und angenehm, der Schreibstil ist einfach gehalten und gut verständlich. Zu keinem Zeitpunkt wurde das Buch langweilig oder langatmig. Gerade die Beschreibungen über die Heilkunst des 16. Jahrhunderts fand ich sehr interessant – und dabei wurde sowohl über die Arbeiten eines Studierten, genauso aber über die eines Chirurgen berichtet. Diese Teile sind zwar aufschlussreich, wirken jedoch in ihren Beschreibungen etwas geschönt und gar nicht so schrecklich, wie ich sie mir in meiner Phantasie vorstelle. Denn Kranksein im Mittelalter war sicherlich kein Vergnügen. Die Autorin hat es wirklich geschafft, einen unterhaltsamen Roman zu schaffen, in dem man neben den medizinischen Beschreibungen auch noch einiges über historische Ereignisse und theologische Diskussionen lernt. Denn die Geschichte spielt in der Zeit, in der sich die Schwenkfelder Lehre verbreitete, eine spiritualistische Bewegung, zu der sich auch Agathe bekannte, eine Bewegung, die aber nicht nur Anhänger hatte und somit auch zu Verfolgung und Anfeindung führte. Nicht so gut gefallen hat mir die Atmosphäre im Buch. Ich stelle mir das Mittelalter sehr düster und brutal vor, gerade auch bei medizinischen Handlungen wurde da sicherlich nicht gehadert oder zimperlich mit den Leuten umgegangen. Hier im Buch jedoch wirkte das alles auf mich sehr gutmütig, und das Mittelalter wirkte längst nicht so schrecklich, wie ich es aus anderen Büchern kenne. Auch die Charaktere waren mir an einigen Stellen zu flach gestaltet, manche sogar sehr oberflächlich und an gängige Klischees erinnernd. Agathe ist mir zwar wirklich ans Herz gewachsen und für ihre Zeit eine sicherlich außergewöhnliche Frau, doch auf mich machte sie immer einen lieben, gutmütigen und oft auch naiven Eindruck und vieles schien ihr in den Schoß zu fallen. Dabei denke ich, dass sie ganz schön kämpfen musste für ihre Sache, doch hier im Buch ist mir dieser Kampf leider zu kurz gekommen der Biss, den ich bei Agathe vermute, hat mir leider gefehlt. Trotz der Kritikpunkte hatte ich beim Lesen meinen Spaß und wurde gut unterhalten. Der einfache Schreibstil hat das Lesen leicht und angenehm gemacht, so dass das Buch von mir rasch beendet wurde. Ich gebe dem Buch 3,5/5 Sternen und würde es allen Neueinsteigern in das Genre historischer Roman empfehlen. Mein Fazit Die historische Figur Agathe Streicher, die als erste Ärztin im Mittelalter den Eid ablegte, spielt den Mittelpunkt dieses historischen Romans, der fesselt und spannend ist und interessante Einblicke in das Leben der Agathe Streicher liefert. Das Buch liest sich sehr angenehm durch einen einfachen Schreibstil, mir hat jedoch leider die mittelalterliche Atmosphäre etwas gefehlt. Auch die Charaktere waren mir an manchen Stellen zu flach gezeichnet, hier hätte ich mir mehr Biss gewünscht. Dennoch wurde ich gut unterhalten und habe ganz nebenbei auch noch ein Menge gelernt – denn es geht nicht nur um die Medizin, sondern auch um theologische Debatten und spiritualistische Bewegungen. Ich gebe dem Buch daher 3,5/5 Sternen.

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  • Lerne Agatha Streicher kennen

    Die Stadtärztin

    sarabow

    30. October 2014 um 14:16

    Ich persönlich, bin ja großer Fan von historischen Romanen und vor allem von denjenigen, die von realen Menschen und deren Lebensgeschichte erzählen. Der Roman die Stadtärztin von Ursula Niehaus handelt von dem Leben der Agatha Streicher (1520-1581). Agatha war zu dieser Zeit die einzige niedergelassene Ärztin in Ulm. Frauen war es zu dieser Zeit nicht erlaubt zu studieren geschweige denn in diesem Bereich selbstständig zu arbeiten. Der Roman erzählt von Agathas Kindheit, Schicksalsschlägen und ihrem Traum einmal Menschen zu helfen und Ärztin zu werden. Agatha hat sich durch nichts davon abringen lassen hart an ihren Träumen zu arbeiten und ihren Weg zu gehen, möge er noch so steinig sein. Ich finde es wunderbar und unglaublich interessant wie detailliert die Autorin die Vorgehensweise und Praktiken der Ärzte zu dieser Zeit beschrieben hat. Ebenso sind politische und religiöse Ereignisse in den Roman mit eingeflossen. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und hat es geschafft mich komplett in ein anders Zeitalter zu versetzten.  Ich konnte viel interessantes und wissenswertes aus diesem Roman ziehen. Ein großartiger Historischer Roman und absolut Lesenswert! Roman erscheint am 03.November 2014.

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