Ursula Niehaus Die Tochter der Seidenweberin

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter der Seidenweberin“ von Ursula Niehaus

Köln zu Beginn des 16. Jahrhunderts: Die Zunft der Seidmacherinnen wird von einigen vermögenden Frauen beherrscht, die ihre ärmeren Amtskolleginnen ausbeuten und um ihr Brot bringen. Nachdem sich die erfolgreiche Seidenweberin Fygen Lützenkirchen nach dem Tod ihres Mannes aus dem Geschäft zurückgezogen hat, sieht sich ihre Tochter Lisbeth nun allein der schwierigen Aufgabe gegenüber, ihre Weberei gegen die Konkurrenz zu behaupten. Auch aus den eigenen Reihen schlagen ihr Neid und Missgunst entgegen, dennoch macht sie es sich zum Ziel, Anstand und Gerechtigkeit in die Zunft zurückzubringen. Doch der Preis, den sie und ihre Familie dafür zahlen, ist hoch, denn um des eigenen Vorteils willen schrecken ihre Amtsgenossinnen sogar vor Verleumdung und Mord nicht zurück … Ursula Niehaus hat um die reale Person der Seidmacherin Lisbeth Ime Hofe eine farbige und kenntnisreiche Geschichte gesponnen.

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  • Rezension zu "Die Tochter der Seidenweberin" von Ursula Niehaus

    Die Tochter der Seidenweberin
    tigerbea

    tigerbea

    03. December 2014 um 20:31

    Fygen hat sich in diesem Roman nach dem Tod von ihrem Mann Peter zurückgezogen und arbeitet nun als Vertreterin einer Handelsgesellschaft. Sie reist nach Valencia, da sie sich von ihrem Handelspartner dort bei einer Lieferung Rohseide übervorteilt fühlt. Dort lernt sie ihren neuen Mann kenne und lebt fortan mit ihm in Valencia. Sie bekommt von ihm eine Werkstatt eingerichtet und arbeitet wieder als Seidenweberin. Ihre Tochter Lisbeth übernimmt nun Fygens Betrieb und wird Lehrherrin für ihre geliebte Seidenweberei. Sie kämpft zusammen mit ihrem Mann gegen die soziale Ungerechtigkeit in diesem Gewerbe. Dadurch macht sie sich nicht nur Freunde, sondern auch Feinde, die vor nichts zurückschrecken. Wie man aus dem Titel schon entnehmen kann, ist dies Buch die Fortsetzung von "Die Seidenweberin". Und dies sollte man hier wirklich beherzigen und mit dem ersten Band beginnen, denn die Geschichte baut stark aufeinander auf. "Die Tochter der Seidenweberin" ist sehr schön geschrieben, flüssig und leicht verständlich zu lesen. Die Seidenweberei wird in allen Facetten sehr gut beschrieben, man hat als Leser das Procedere sehr bildlich vor Augen und sieht die Farben förmlich leuchten. Aber auch die Nachteile werden hier deutlich gemacht: der beißende Geruch, den die Arbeiterinnen ertragen müssen und deren Ausbeutung sind hier auch angesprochen. Auch der Anhang des Buches ist sehr lesenswert: es werden Informationen zu den Geschehnissen gegeben, die in der Vergangenheit real existenten Personen werden erläutert und es gibt ein Vokabular mit den damals geläufigen Begriffen.       

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  • Rezension zu "Die Tochter der Seidenweberin" von Ursula Niehaus

    Die Tochter der Seidenweberin
    rocejamki

    rocejamki

    16. April 2011 um 09:12

    Inhalt: Köln um 1500, die Fygen hinterlässt ihrer Tochter Lisbeth ihre Seidenweberei sowie 4 Lehrmädchen. Fygen selbst reist nach Valencia und Lisbeth ist nun auf sich gestellt. Leicht fällt es ihr nicht den Betrieb laufen zu lassen, immer wieder gibt es ungeahnte Probleme. Doch nicht nur die Arbeit macht Lisbeth zu schaffen, auch ihr Privatleben ist nicht rosig. Doch Lisbeth gibt nicht auf, sie kämpft für ihr eigenes Glück. Meine Meinung: Die Tochter der Seidenweberin ist der Nachfolger von Ursula Niehaus Roman : Die Seidenweberin. Auch wenn es hier um Lisbeth, die Tochter der Seidenweberin Fygen geht, so verlässt uns Fygen jedoch nicht ganz. Immer wieder hat der Leser noch die Chance an ihrem Leben teil zu nehmen. Schwerpunkt ist jedoch Lisbeth und ihre Arbeit als Seidenweberin. Der Roman baut auf geschichtlichen Fakten auf und wurde von der Autorin erstklassig und realitätsnah umgesetzt. Farbenfrohe und ehrliche Charaktere sorgen für eine angenehme Reise ins mittelalterliche Köln , in dem sich heimische sicher besonders wohl fühlen. Für mich , aus dem Oberbergischen, teilweise auch in Köln aufgewachsene, ist dies ein besonderes Extra, da ich mich dort sehr gut auskenne und meine wahre Freude an der Reise durch diese tolle Stadt im Mittelalter hatte. Allerdings hätte ich mich über ein wenig mehr Kölsch im Dialog gefreut. Dies ist natürlich eine Gefahr für Leser die Kölsch nicht verstehen. Von daher verstehe ich das Fehlen natürlich vollkommen. Lisbeth wird als starke, jedoch immer stärker werdene Frau dargestellt. Weltoffen und emanzipiert meistert sie ihr Leben ohne Kompromisse, zeigt jedoch ab und zu auch mal menschliche Schwäche. Das macht Listbeth zu einer liebenswerten Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr authentisch dargestellt und machten sich schnell bei mir beliebt, einige auch durch ihren Charakter unbeliebt, aber dennoch genau passend. Die Handlung ist sehr verständlich, es dreht sich vieles um die Kunst des Seidenwebens und den Vertrieb und Handel der Seide. Doch auch Liebeleien, Freundschaft, Mord und Betrug kommen nicht zu kurz. Immer wieder nimmt die Geschichte eine ungewisse Handlung und dies zieht sich bis zum Ende hin. So kommt es zu keinem Spannungsabbau und ich hatte wirklich Probleme, das Buch aus der Hand zu legen. Auf den letzten Seiten gibt es noch einen Glossar zum Nachschlagen unbekannter Worte, was ich sehr positiv fand. Mein Fazit: Ein wunderbar ergreifender Roman, der den Leser die Liebe und Leidenschaft der Autorin zu der Stadt Köln und den Stoffen spüren lässt. Ergreifend authentisch und einfach sympathisch.

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