Maria Brehm, engagierte Lehrerin, kämpft nicht nur mit inneren kritischen Stimmen sondern auch mit dem Drang, Missstände an ihrer Schule zu lösen. In diesem Fall geht es um ihre Schülerin Jana, die verschwunden ist, was anscheinend niemanden zu beunruhigen scheint und die Mitschüler*innen, die etwas zu wissen scheinen, schweigen. #Mobbing - soviel sei verraten. Ansonsten möchte ich nur sagen, dass die Thematik brandaktuell ist. Der Krimi hat viel mit mir gemacht: ich habe mitgefiebert, konnte über den wunderbaren Humor der Autorin schmunzeln, war ärgerlich, weil das Buch so spannend war ;-) und habe am Ende geweint. Meine absolute Empfehlung!
Ursula Pickener
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Ursula Pickener
KaisersKinder
Utopia war gestern: Kriminalroman
Neue Rezensionen zu Ursula Pickener
Maria Brehm ist Berufsschullehrerin. Als ihr Kollege Sven Kaiser ermordet wird, ist keiner so wirklich traurig, ist er doch alles andere als sympathisch und macht ihr und ihren Kolleginnen das Leben schwer. Dank ihres überproportionierten Helfersyndroms und einer Menge eigener Unsicherheiten, verstrickt sich Maria immer weiter in die Geschichte und fängt mehr oder weniger an selbst zu ermitteln und bringt sich dabei in immer größere Schwierigkeiten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben und die Figuren realistisch und äußerst lebensnah. Besonders Marias treuen vierbeinigen Begleiter Pawlow hat der Leser schnell ins Herz geschlossen. Störend hingegen sind Marias „Baustellen“. Nicht nur, dass sie unter den Folgen ihrer nicht einfachen Kindheit leidet und die Trennung von ihrer Partnerin noch an ihr nagt, nein so hat sie auch innere „Stimmen“, die im gesamten Buch durchgehend indirekt mit zu Wort kommen. Auch trifft sie immer wieder Entscheidungen, die kein halbwegs normaler Mensch so treffen würde und dabei glauben, dass es problemlos für ihn ausgehen würde.
Mein Fazit: Ein netter eigentlich gut zu lesender Krimi mit gutem Spannungsbogen, der für mich aber an den ständigen Selbstzweifeln gepaart mit absoluter, blinder Sorglosigkeit, fast schon Dummheit der Protagonistin scheitert. Schade!
Ich lese selten Krimis und schaue auch kaum einen Tatort, denn meistens sind die Handlungen und Personen mir zu unrealistisch und/oder schlecht recherchiert. Natürlich gibt es da die „künstlerische Freiheit“. Trotzdem stört es mich, wenn ich von Ermittlungen lese, die mir abstrus vorkommen. Ich möchte überzeugt werden, vor allem bei Hobbykommissarinnen und -kommissaren. Miss Marple war für mich die erste (bzw. Agatha Christie) und die hat die Latte verdammt hoch gehängt. (Bisher hat kaum jemand bestanden.) Aber die ermittelnde Lehrerin Maria Brehm hat es: Fünf Sterne bzw. Schulnote 1. Es ist der zweite Krimi der Autorin Ursula Pickener – der zweite Fall für Maria Brehm und mein erster Kontakt mit der Lehrerin, die - so spüre ich in jeder Zeile - an der Seele wund ist. Mit einem wissenschaftlichen Blick für biologische Details geht sie durch Leben, verhakt sich in der Schönheit der Natur, analysierend und sensibel. Und so nehme ich ihr auch ab, dass sie, als ihr unbeliebter Kollege Kaiser tot aufgefunden wird, als Vertrauenslehrerin ihrem unter Mordverdacht geratenen Schüler und ihrer ebenfalls verdächtigen Kollegin hilft, Beweise zu vertuschen, bzw. sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt, auch wenn sie sich selbst in Bedrängnis bringt. Denn wer selbst als Kind oft verletzt wird, spürt oft zu spät die Gefahr.
Dass Maria Brehm sich in Menschen und nicht in Geschlechter verlieben kann, finde ich sehr schön und macht sie mir noch sympathischer. Doch spätestens mit der Liebe zu ihrem Hund, hatte sie mich ;-)
Ich habe das Buch gelesen, weil ich Urusla Pickener bei einer Fortbildung bei Till Raether kennengernt habe und sie zu meiner Freude Verlagskollegin wurde. Ich habe es nicht gelesen, um ihr einen Gefallen zu tun, sondern weil ich neugierig war. Schließlich war es Jahre her, dass wir uns trafen. Meine Rezension ist kein Gefallen, kein "Win/Win-Ding". Hier steht mein Name und den setze ich nur unter Texte, die meiner Meinung entsprechen. Ich möchte das ja auch so woanders lesen ;-)
Gespräche aus der Community
Maria Brehms Kollege Sven Kaiser wurde ermordet. Folgt ihr beim Abtauchen in düstere Abgründe des Pädagogen und setzt mit ihr über nach Norderney, wo sie mit ihrem Hund Pawlow die Verfolgung dunkler Gestalten aufnimmt.
Sichert euch eines von 5 E-Books.
(Eine Rezension nach dem Lesen ist Voraussetzung für die Teilnahme.)
Hier meine Rezension
https://www.lovelybooks.de/autor/Ursula-Pickener/KaisersKinder-5266683827-w/rezension/7686694276/
Danke für das Buch. Ich habe es sehr genossen.
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
7 Bibliotheken
1 Merkzettel
1 Leser*innen





