Ursula Poznanski Aquila

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Inhaltsangabe zu „Aquila“ von Ursula Poznanski

Wenn die eigene Erinnerung trügt Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was? "Mit faszinierender, wunderbarer Sicherheit wechselt Laura Maire die Tonlagen und Stimmungen – oft zwischen zwei Atemzügen, ganz unangestrengt und rätselhaft beiläufig." (Jury Deutscher Hörbuchpreis 2014) (1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 53)

Spannend und toll zum Miträtseln!

— Tine_1980
Tine_1980

Mein erstes Buch der Autorin und ich bin mit meinem Erlebnis sehr zufrieden. Hier und da hätte es ein wenig mehr sein dürfen, aber ich habe

— Buechersalat_de
Buechersalat_de

Spannend bis zum Ende!!!

— RineBine
RineBine

Leider etwas von der Story enttäuscht.Für mich war einiges Unlogische.Dennoch spannend erzählt + die Sprecherin macht einen tollen Job!

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

toll erzähltes Hörbuch mit einer sehr spannenden Geschichte, die den Hörer packt und erst am Ende wieder loslässt.

— Sabriiina_K
Sabriiina_K

Fesselnd dank rätselhafter Ereignisse mit einer gewissen Bedrohlichkeit ohne aber düster oder brutal zu werden; passende Wahl der Sprecherin

— katha_dbno
katha_dbno

Die Sprecherin des Hörbuches rettete mich, nachdem die Geschichte für mich die schlechteste von der Autorin ist

— Seelensplitter
Seelensplitter

Echt super! Mal wieder ein richtig toller Thriller von Ursula Poznanski! Großartig vorgelesen von Laura Maire!

— CorniHolmes
CorniHolmes

Ein Hörvergnügen durch und durch! Konstante Spannung vom Anfang bis zum Ende! Alles stimmig - selbst die Sprecherin passt perfekt zu Nika

— 12Andrea91
12Andrea91

Es hat sich wieder einmal gezeigt, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für mich stimmt hier einfach alles.

— HappySteffi
HappySteffi

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    Aquila
    Tine_1980

    Tine_1980

    24. September 2017 um 17:53

    Als Nika ziemlich verkatert erwacht, bemerkt sie zuerst gar nicht, dass ihr zwei Tage fehlen. Auf der Suche nach ihrem Haustürschlüssel und ihrem Handy stößt sie auf eine geheimnisvolle Nachricht auf dem Badezimmerspiegel. Doch wer hat sie geschrieben und wo ist eigentlich ihre Mitbewohnerin Jenny? Erst durch die Morgennachrichten erkennt sie, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Doch fehlt ihr die Erinnerung an die letzten zwei Tage. Irgendetwas Schreckliches muss passiert sein, aber was?   Die Bücher von Ursula Poznanski waren für mich meist gut durchdacht und spannend. So hat mich dieses Hörbuch mit seiner Thematik sehr angesprochen. Der Autorin ist hier wieder ein toller Jugendthriller gelungen, der den Hörer von Beginn an mit in die Geschichte zieht, als wäre man ein stiller Zuschauer. Die Gefühlswelt von Nika wird anschaulich beschrieben, man kann die Verzweiflung spüren, wenn man einen Filmriss hat ist es das eine, aber wenn man ein schlechtes Gefühl hat, die Mitbewohnerin verschwunden ist und dann noch eine weibliche Leiche gefunden wird, ist es doch noch etwas ganz anderes. Als sie nach und nach versucht die Notizen des Zettels, den sie gefunden hat, zu verstehen, kann man die aufsteigende Panik regelrecht nachfühlen. Auch als nach und nach die Bruchstücke ihrer Erinnerung wieder auftauchen, ist die Geschichte noch immer sehr spannend, weil es in kleinen Happen serviert wird und man kann als Hörer/Leser wunderbar mit rätseln. So werden die Geheimnisse immer etwas weiter entschlüsselt und man hatte bis zum Ende immer wieder falsche Rückschlüsse gezogen und ich fand das Ende gut gewählt. Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet, bei manchen war man misstrauisch, andere hat man ins Herz geschlossen. So war mir Nika von  Anfang an sympathisch. Bei manchen Protagonisten hat man erst nach und nach erfahren, wie sie wirklich hinter ihrer Fassade als Menschen waren. Auch die Örtlichkeiten waren detailliert und anschaulich beschrieben und man hat sich Siena gut vorstellen können. Die Hörbuchsprecherin Laura Maire hat hier eine super Leistung erbracht. Die Stimmungen wurden von ihr gut eingefangen und die italienischen Sätze, wie auch das „stammeln“ von Nika, da ihr italienisch recht schlecht war, wurden toll vorgelesen. Sie hat eine angenehme, ruhige Stimme, der man gut lauschen kann.   Die Autorin hat hier wieder einen sehr guten Jugendthriller geschaffen, der einen vom Anfang bis zum Ende mit fiebern lässt und mit vielen Irrungen und Wirrungen punkten kann. Die Sprecherin ist super gewählt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, der Geschichte zu lauschen.

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  • Gute Idee, aber die Umsetzung??

    Aquila
    extremehappy

    extremehappy

    21. September 2017 um 16:12

    Dieses Buch lässt mich ein wenig ratlos zurück.Von der Idee war ich sehr angetan und hoffte auf ein rasantes Rätselraten-Spiel unter der Sonne Italiens, natürlich auf der Suche nach der Antwort auf die altbekannte Frage "Who dunnit?"Rückblickend betrachtet bin ich eher enttäuscht von Poznanskis neuestem Werk. Ich lese alle ihre Bücher kurz und klein, schon seit Erebos, aber hier frage ich mich, ob sie sich nicht noch ein wenig Zeit lassen und das Buch überarbeiten hätte sollen...Das Buch fängt recht spannend an, die Protagonistin Nika wacht eines Tages auf und hat einen 4-Tages-Filmriss. Handy/Ausweis/elektronische Geräte fehlen ebenfalls in der Wohnung, zudem hat sie eine fiese Wunde im Gesicht, eine Warnung an ihrem Badezimmerspiegel und ist in der Wohnung eingeschlossen. Ihre Mitbewohnerin ist unauffindbar. Was ist passiert und was hat Nika damit zu tun?Nach und nach erinnert oder erfährt Nika immer mehr Puzzleteile, was geschehen ist. Den Weg zur Auflösung empfand ich aber als äußerst zäh: Es wird nonstop beschrieben, was Nika gerade tut. Jetzt schläft sie in ihrer Wohnung, heute ist sie bei dem und dem Bekannten, jetzt geht sie zur Uni, da trifft sie die und die. Jetzt wird sie von der Polizei verhört usw. Sie irrt gefühlt von A-Z herum. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass man als Leser die Protagonistin nicht eine Sekunde "verlässt", also in der Erzählung keine Zeitsprünge drin sind - aber aus diesem Grund hat sich die Handlung sehr gezogen, finde ich.Die Auflösung, die ich nicht spoilern werde, war zwar möglich, aber irgendwie nicht sonderlich befriedigend. Alles passte zum Schluss so gut ineinander. Mit ihr war ich leider auch nicht glücklich. Und so gibt`s 3-4 Sterne für das Buch.Die Sprecherin musste ich übrigens auf schneller stellen. Sonst hätte ich wohl auch ewig für das Buch gebraucht. Sie hat aber sonst sehr gut interpretiert, vor allem die italienischen Stellen waren super gelungen!Wer meine ausführliche Meinung zu dem Hörbuch hören möchte, kann gerne mal in meinen Lesemonat August 2017 reinschalten:http://buecherreich.net/buecherreich-113-mein-lesemonat-august-2017

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  • Konnte mich fesseln...

    Aquila
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    20. September 2017 um 13:07

    Lang, lang ist mein letztes Hörbuch her. Ich glaube, ich habe dieses Jahr dann erst zwei geschafft zu beenden. Aquila hat mich neugierig gemacht. Ich liebe die Stimme von Laura Maire, daher war schnell klar, dass ich dieses Hörbuch auf jeden Fall haben muss. Das Cover finde ich okay. Es hat mich jetzt nicht mega angesprochen, passt aber zum Inhalt. Nika studiert seit einigen Wochen in Siena, Italien. Sie hat sich wahnsinnig auf diese Zeit gefreut und die ersten Wochen vor allem mit Sightseeing verbracht. Sie hat ein nettes Zimmer bei Jenny gefunden und eigentlich könnte es nicht perfekter sein. Sie haben schnell Freundschaften geschlossen, auch unter den deutschen Mitstudenten. Die kleine Gruppe unternimmt viel gemeinsam, natürlich kommt auch das Feiern nicht zu kurz. Doch an diesem Tag ist alles anders, denn Nika erwacht in der Wohnung und ist allein. Keine Spur von Jenny, die Wohnung ist abgeschlossen und Nika hat keine Ahnung, was sie die letzten zwei Tage gemacht hat. Nika begibt sich auf die gefährliche Suche nach ihren Erinnerungen...Ich war von Beginn an direkt im Hörbuch vertieft. Der Spannungspegel war gleich so hoch und ich konnte mich diesem Sog nicht entziehen. Die Autorin hat viele kleine Details versteckt für den Hörer/Leser und ich habe versucht wirklich nichts zu überhören. Ich versuche selbst immer gerne Hinweise zu sammeln, um selbst die Wahrheit vor den Protagonisten zu kennen . Ich war sooooo gespannt auf das Ende, meine Güte. Irgendwann hat mich das fast genervt. Hier kann ich ungeübten Hörern eher zu dem Buch raten. Mich hätte das fast umgebracht. Ich hätte gerne mal ins Ende geschnuppert oder selbst gerne weiter gelesen, das geht schneller als Hörbuch. Ich habe aber bis zum bitteren Ende ausgehalten. Nika hat mir gut gefallen. Obwohl mir ihr Handeln manchmal sehr gegen den Strich ging. Das ist wie in einem Horrorfilm, wenn die Leute ins Dunkle gehen, obwohl wir alle wissen, was dort passiert. Wisst Ihr was ich meine? Ganz schlimm! Da möchte man die Prota einfach nur schütteln. Warum gehst du nicht zur Polizei? Warum versteckst du diesen Hinweis? Was ist nur los mit dir? Genau so ging es mir öfter. Die Charaktere sind bis auf Nika wenig belichtet, was aber auch Sinn macht, schließlich soll man ja bis zum Ende keine Ahnung haben von der Wahrheit. Hier und da hätte ich mir mehr gewünscht, aber alles in allem mochte ich die Geschichte. Einzig beim Ende hätte ich mir mehr "Boom" gewünscht. Soooo eine tolle Geschichte, dagegen war das Ende ein wenig "mau" finde ich persönlich. Ich kann ja nicht sagen warum, dann spoiler ich. Hört oder lest einfach selbst hinein. Laura Maire als Sprecherin hat wieder vorzüglich gearbeitet. Sie versteht es großartig, den unterschiedlichen Charakteren Leben einzuhauchen und Gefühle an den Hörer zu übertragen. Absolut großartig!Mein erstes Buch der Autorin und ich bin mit meinem Erlebnis sehr zufrieden. Hier und da hätte es ein wenig mehr sein dürfen, aber ich habe wirklich auf das Ende "gewartet" und so sollte es doch bei einem guten Thriller sein, oder? 

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  • Spurensuche in Siena

    Aquila
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    18. September 2017 um 14:34

    Inhalt: Die 19-jährige Nika studiert erst seit einigen Wochen in Siena. Eines Morgens wacht sie ziemlich verkatert auf und hat die Erinnerung an die letzten Tage komplett verloren. Ihre Mitbewohnerin ist nicht da und Nika kann weder ihr Handy noch ihren Schlüssel finden. Die Haustür ist abgeschlossen und an den Badezimmerspiegel hat jemand eine Drohung geschmiert. Was ist passiert?Meine Meinung: Der Beginn des Buches hat mir gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte mich in Nika hineinversetzen. Wie schlimm muss es sein aufzuwachen, verstörende Dinge zu finden und sich an nichts erinnern zu können?! Leider geht es nicht so fesselnd weiter. Obwohl es durchaus einige spannende und interessante Passagen gibt, zieht sich die Handlung ziemlich in die Länge und wirkt oft sehr konstruiert. Nikas Alleingänge sind für ein 19-jähriges Mädchen, das neu in einem fremden Land ist und die Sprache kaum sprechen und verstehen kann, kaum zu verstehen. Je näher ich der Auflösung, bzw. dem Ende kam, desto unglaubwürdiger und verworrener fand ich die Geschichte. Auch von der Beschreibung und der Atmosphäre des mittelalterlichen Sienas hatte ich mir mehr versprochen.Nika gefiel mir als Protagonistin ganz gut, auch wenn ich ihre Handlungen und Gedanken sehr oft nicht nachvollziehen konnte. Die anderen Charaktere wirkten auf mich eher farblos.Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist allerdings wieder sehr flüssig und das Hörbuch wurde von Laura Maire super gelesen!Fazit: Das Buch ist ein Jugendbuch (14-17 Jahre empfohlen), deshalb möchte ich nicht zu viel kritisieren. Allerdings haben mir „Saeculum“ und „Erebos“, auch Jugendbücher von U: Poznanski, besser gefallen. Mir fehlten bei „Aquilar" die Spannung und der SchwungVielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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  • Aquila

    Aquila
    Freakajules

    Freakajules

    17. September 2017 um 16:09

    "Aquila" ist nach "Erebos" das zweite Buch, das ich von Urusla Poznanski lese. "Erebos", das in vielen Rezensionen als Top-Titel und bestes Jugendbuch der Autorin gilt, hatte mich einfach nur enttäuscht – zu hoch waren die Erwartungen und zu flach die Geschichte. Trotzdem wollte ich der Autorin noch eine Chance geben, weil sie von vielen Lesern gefeiert wird und ich ein riesen großer Konsument dieses Genre bin. Diesmal wollte ich nicht allzu viele Erwartungen in ihr neues Werk stecken und letztlich fand ich das Buch auch in Ordnung. Den Hype darum kann ich trotzdem nicht verstehen.Der Klappentext hat natürlich einige Fragen aufgeworfen, die ich unbedingt beantwortet haben wollte: Was ist mit Nika passiert? Wer hat die Nachricht an ihren Spiegel geschrieben? Was ist mit Jenny passiert und wieso kann Nika sich an nichts erinnern? Der Einstieg in die Geschichte ist sehr vielversprechend, der Plot ist weitesgehend logisch aufgebaut und viele Fragen werden beantwortet – meiner Meinung nach waren viele Antworten allerdings sehr vorhersehbar. Trotzdem denke ich, dass die Geschichte super interessant hätte werden können, denn sie ist sehr weitschweifend, hat doch die ein oder andere Wendung und verschiedene Spannungsbögen, die sich bei mir zwar nicht in absolute Wow-Momente entladen haben, aber doch recht gut aufgebaut waren. "Aquila" bietet ein sehr großes Versteck- und Verwirrspiel. Wird eine Frage beantwortet, tauchen tausend andere auf. Wird endlich eine Entscheidung, eine Situation klarer, hat man trotzdem nicht das Gefühl, der Lösung näher zu kommen.Wie gesagt: Die Geschichte hätte super interessant sein können, doch mir persönlich hat sich der Plot ein bisschen zu sehr gezogen. Nika dreht sich meist im Kreis, stellt sich sehr oft die gleichen Fragen, obwohl sie doch weiß, dass sie mit diesem Ansatz nicht weiterkommt, will jedem vertrauen, aber irgendwie doch nicht, was die Geschichte sehr viel zäher wirken ließ, als sie eigentlich war. Dazu kommt noch die Liebesgeschichte, die zwar meiner Meinung nach hätte nicht unbedingt sein müssen, aber zumindest ein bisschen mehr Charme in die Geschichte gebracht hatte. Es wirkte doch alles zäh wie Kaugummi, gerade, weil ich das Gefühl hatte, dass Nika nicht aus ihren Fehlern lernt und sie sich immer wieder nur im Kreis dreht – nicht, weil die Geschichte es so will, sondern weil Nika sich einfach nicht entwickelt oder entwickeln will.Ihre Empfindlichkeiten während des Romans konnte ich zwar gut verstehen, waren mir für die Eigenschaften einer Hauptprotagonistin, die ja oft auch die Heldin ist, weil sie das Rätsel löst, doch zu einfältig und zurückhaltend. Sie ist verwirrt und unsicher, verlässt sich lieber auf andere, fragt viel um Hilfe und macht aus allem ein Geheimnis, statt offen und ehrlich alle Karten auf den Tisch zu legen und somit eine wirkliche Grundlage für andere zu legen, sie zu unterstützen. Ich kann nicht sagen, dass mir Nika nicht sympathisch war, aber besonders oder eingängig war sie leider auch nicht. Zumal ein paar Kleinigkeiten Nika auch unglaubwürdig erscheinen ließen, zum Beispiel, dass sie nach Italien geht, um zu studieren, aber selbst kaum ein Wort italienisch spricht und dass sie angeblich ein fotografisches Gedächtnis hat, aber die meisten Lösungen ihr von anderen präsentiert werden, anstatt durch ihre eigene Nachforschungen oder eigene Gedanken. Nikas Gegenpart Jenny fand ich dagegen wahnsinnig interessant. Da fand ich es fast schon ein bisschen schade, dass sie nur eine Randfigur ist, relativ leicht in den Hintergrund gerät und bei Nikas undurchsichtiger Suche nach der Wahrheit sehr leicht untergeht. Sie hat mich mühelos fesseln können durch ihre tiefgründige, verrückte Art, was mich nach Nikas einseitigem Charakter sehr überrascht hat.Auch wenn ich mir geschworen hatte, meine Erwartungen zurückzuschrauben, hatte ich mich doch sehr auf die Kulisse von Siena gefreut. Zwar ist es schon eine Weile her, aber ich war selbst schon in Siena. Für mich war es damals eine atemberaubende Reise in diese Stadt und auf dieses Feeling habe ich mich absolut gefreut. Ich tauche einfach viel zu gerne, in meinen Büchern nach Italien ab und so wollte ich es auch hier haben. Aber das komplette Feeling, das Setting und die italienischen Gepflogenheiten gingen fast komplett unter und bei mir kam da geradezu gar nichts an. Mir persönlich war das bis auf die Contraden und dem Name einfach zu austauschbar.Loben möchte ich zum Schluss aber doch den Schreibstil von Ursula Poznanski. Ich habe zwar "nur" das Hörbuch gehört, aber auch da wurde deutlich, dass sie definitiv mit Worten umgehen und sie auf jeden Fall spannend schreiben kann. Leider ging das in "Aquila" aufgrund der Langatmigkeit der Handlung unter, aber trotzdem schreibt sie flüssig und angenehm. Ein, zwei Gänsehaut-Momente hatte ich dann doch schon, als ich abends alleine im Bett lag und Nika durch das nächtliche Siena gefolgt bin. Auch Laura Maire fand ich als Sprecherin für das Hörbuch gut gewählt. Ihre Stimme hat einfach super zu Nika gepasst, weswegen ich sie mir wesentlich besser vorstellen konnte. Eine gute Wahl!Fazit"Aquila" ist für mich ein Jugendbuch, das vom Aufbau der Handlung und von der Spannung zwar in Ordnung geht, aber meiner Meinung nach auch kein Top-Werk ist. Ich habe schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und mich auch nach der Auflösung gesehnt, aber besonders atemberaubend und fesselnd war es für mich aufgrund der oben aufgeführten Gründe leider nicht. Sehr schade.

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  • Rezension zu "Aquila - HB"

    Aquila
    Zsadista

    Zsadista

    10. September 2017 um 15:51

    Als Nika wach wird, geht es ihr gar nicht gut. Eigentlich dachte sie, sie hätte überhaupt nicht viel getrunken gestern beim Feiern. Schnell findet sie heraus, dass es gar nicht Sonntag, sondern Dienstag ist. Ihr fehlen ganze zwei Tage in ihrer Erinnerung. Was ist nur mit ihr los? Als sie dann im Badezimmer in den Spiegel sieht, sind es gleich zwei Tatsachen, die sie erschrecken lässt. Zum einen steht da eine nicht gerade nette Botschaft und zum anderen sieht sie grauenhaft aus. Was ist nur in den zwei Tagen passiert? Und wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Zufällig findet sie dann einen Zettel, der wirklich verwirrende Sätze enthält. Doch alles hat Nika selbst geschrieben. Was hat sie damit nur gemeint? Und langsam setzt sich dann jedes Teilchen des Puzzles zusammen. „Aquila“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ursula Poznanski.Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Die Sprecherin Laura Maire hat eine wirklich gute Stimme und hat das Hörbuch absolut genial vorgelesen. Die Story selbst zieht sich etwas dahin. Nika ist eine recht nervige und unglaubwürdige Person. Sie ist für ein Semester in Italien Kunst studieren, kann jedoch kaum ein Wort italienisch. Dazu hat sie angeblich ein fotografisches Gedächtnis, was hier in dem Roman absolut nicht glaubwürdig ist. Sie will von jedem Antworten, gibt aber selbst keine. Ihre Handlungen konnte ich ihr die meiste Zeit irgendwie nicht abnehmen. Im ganzen Roman sind soweit keine Personen, die mir sympathisch waren. Die meisten Personen empfand ich einfach unglaubwürdig. Da es sich hier um eine ungekürzte Fassung handelt, kann ich nicht einmal vermuten, dass wichtige Teile ausgelassen wurden. Deswegen verstand ich zB die Situation von dem „Skorpionmann“ nicht. Er hätte zuerst einmal gar nichts zu befürchten gehabt, weil er gar nicht persönlich oder mit Namen gekannt wurde. Faszinierend fand ich am Ende die Person von Jenny. Sie war wirklich etwas Besonderes. Mehr verrate ich darüber nicht, sonst müsste ich spoilern. Die Liebesgeschichte fand ich auch total überflüssig. Vor allem das alles am Ende. Ich frage mich da nur, wie kann man da nur so blöd sein. Wirklich, ich konnte nur mit den Augen rollen und mit dem Kopf schütteln. Mir fehlte auch die Aufklärung, was jetzt wirklich am Ende mit den einzelnen Personen passierte. Eine richtige Auflösung habe ich irgendwie vermisst. Dazu das ganze „ich war ein Arsch“ aber wir haben uns jetzt trotzdem alle „lieb“ Gehabe.Normal wäre das Buch ein direkter Kandidat für 2 Sterne. Da mir die Person Jenny aber gefallen hat und die ein oder andere Rätsellösung recht gelungen war, vergebe ich hier doch noch die 3 Sterne. Wirklich weiter empfehlen kann ich den Roman jedoch nicht. Er war mir einfach zu unglaubwürdig und hatte zu wenig Spannung.

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  • Du weißt nicht was Wahrheit oder Lüge ist – denn du kannst dich nicht erinnern

    Aquila
    Sabriiina_K

    Sabriiina_K

    03. September 2017 um 15:04

    Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich ein großer Fan von Ursula Poznanski bin. Ich finde ihren Schreibstil wirklich packend und ihre Geschichten immer unheimlich gut durchdacht und aufbereitet. Es stand für mich deshalb schnell klar, dass ich auch ihr neustes Werk unbedingt lesen bzw. hören wollte. Die Wahl fiel dieses Mal auf das Hörbuch, weil ich gerade schon einige Bücher und ein Hörbuch immer gut für die Lesepausen geeignet ist. Bereits kurz nach dem Reinhören merkt man schnell den tollen Schreibstil von Ursula Poznanski. Man startet direkt ohne große Vorerklärungen und ellenlange Beschreibungen mitten in der Geschichte. Ich fand das wirklich gut, denn so passt es auch zum Inhalt der Geschichte. Man lernt nämlich Nika kennen, eine junge Studientin, die gerade ein Auslandssemester in Sienna in Italien absolviert. Sie wacht morgens plötzlich in ihrem WG Zimmer auf und kann sich an die letzten zwei Tage nicht mehr erinnern. Der Hörer ist am Anfang ebenso ahnungslos und begibt sich gemeinsam mit Nika auf die Suche nach ihren Erinnerungen. Schnell wird klar, dass da wohl noch so einiges passieren wird, denn es verschwinden Menschen, Drohungen und ein großes Rätsel tauchen auf und irgendwie scheint sich die Schlinge um Nikas Hals immer mehr zuzuziehen noch bevor sie weiß, wo sie da eigentlich hineingeraten ist. Die Storyidee finde ich wirklich sehr spannend und auch die Umsetzung gefällt mir richtig gut. Denn es bleibt bis zum Schluss sehr spannend und als Hörer fiebert man so richtig mit. Das liegt vor allem auch daran, dass Nika ein relativ unkomplizierter Charakter ist. Ich wurde sehr schnell mit ihr warm wurde und konnte direkt Sympathien für sie entwickeln. Sie war mit ihrer überforderten Art angesichts der Geschehnisse wirklich sehr authentisch. Während ihren Nachforschungen zu den letzten zwei Tagen zeigte sie aber auch immer wieder ihre starken Charakterzüge. Sie ist nämlich auch ein Mädchen, die weiß was sie will und dir ihre Pläne auch in die Tat umsetzt und die nicht locker lässt, bis sie die Antworten hat, nach denen sie sucht. Was mir allerdings an ihren Charakterzügen im Laufe der Geschichte nicht so gut gefiel, waren ihre Naivität und ihr unüberlegtes Handeln. Ich konnte zu Beginn viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, denn meiner Meinung nach ergaben sich aus vielen negativen Situationen Weitere, die so gar nicht hätten entstehen müssen. Doch dann hätte es vermutlich diese Geschichte auch nicht gegeben, wenn ihre Handlungen besonnener gewesen wären.Ob es ein Happy End für Nika gibt müsst ihr selbst natürlich lesen bzw. hören. Ich kann euch nur versichern, dass dieses Hörbuch durchweg sehr spannend ist und auch bis zum Ende hin spannend bleibt. Es werden zwar Rätsel gelöst, doch mit jeder Antwort scheinen auch gleichzeitig fünf neue Fragen aufzutauchen. Diese bleiben dann zum Glück aber nicht unbeantwortet. Spätestens am Ende werden alle Fragen beantwortet und alle diffusen Situationen so aufgelöst, dass ein rundes Bild der Geschehnisse entsteht. Gelesen wird dieses Hörbuch von Laura Maire. Ich finde, dass Lauras Stimme ausgesprochen gut zu diesem Hörbuch passt. Sie gibt Nika zu ihrer Stimme auch einen tollen Charakter und verleiht ebenso vielen Nebencharakteren, auf die man im Laufe der Geschichte trifft, durch ihre Stimmfarbe und die Sprechweise ganz individuelle Wesenszüge. Besonders die italienischen Akzente sind ihr dabei gut gelungen. So wurden für mich auch die Atmosphäre des Settings in Sienna sowie die Stimmung in den einzelnen Situationen noch einmal deutlich realistischer und greifbarer. Man konnte Nikas Gefühle und Stimmungen sehr gut miterleben und war einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde voll dabei. Mein persönliches Fazit:Ein wirklich toll erzähltes Hörbuch mit einer sehr spannenden Geschichte, die den Hörer packt und erst am Ende wieder loslässt. Für mich hat alles gepasst, bis auf Nikas unüberlegte Handlungen, die mich einfach stellenweise zu sehr genervt haben. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Hörbüchern! Diese und viele weitere Rezensionen findest du wie immer auf meinem Blog:https://komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/Und auf meiner FB Seite: https://www.facebook.com/Komm-mit-ins-B%C3%BCcherwunderland-1203991562958598/Ich freue mich immer sehr über neue Gesichter! :) 

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  • Opfer oder Täter?

    Aquila
    katha_dbno

    katha_dbno

    27. August 2017 um 12:46

    Rezension auf Buntes TintenfässchenGeschichte und Erzählstil:Ich muss es sicherlich nicht nochmal betonen, dass ich ein absoluter Fan von Ursula Poznanski und ihren Büchern bin. Bisher waren ihre Werke meiner Meinung nach immer überdurchschnittlich gut, weshalb ich mit der Lektüre ihrer Neuerscheinungen nie ein großes Risiko eingehe. "Aquila" hat diese Einschätzung erneut bestätigt. Lesern, die normalerweise extreme und/oder verstörende Thriller lesen, wird "Aquila" möglicherweise vergleichsweise harmlos erscheinen, aber für mich als Gelegenheitsthrillerleserin war es genau das richtige Maß an Nervenkitzel. Dem Geschehen haften eine gewisse Grausamkeit und psychotischer Wahnsinn an, aber man kann es gut verdauen - zumindest hatte ich keine Albträume nach dem Lesen. Das liegt daran, dass zwar ein kryptisches Verbrechen, eine spannende Spurensuche sowie eine Verfolgungsjagd im Zentrum stehen, es aber immer wieder "lichte" Momente gibt, in denen der Fokus auf alltäglichen (zwischen-)menschlichen Komplikationen liegt. Dadurch ist zwar stets eine mysteriöse, bedrohliche Aura präsent, aber die Story ist nicht düster oder blutig-brutal. Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Jugendthriller handelt, finde ich das durchaus angemessen. Zur Spannung tragen zwei Aspekte bei. Zum einen die Rekonstruktion der Ereignisse der vergangenen Tage basierend auf den wenigen rätselhaften Hinweisen, die Nika zur Verfügung stehen und sie auf eine abenteuerliche Suche durch Siena schicken. Zum anderen - was ein wiederkehrendes Element in Poznanskis Romanen ist - steht immer die Frage im Raum, wem sie trauen kann, wobei sie auch die Reliabilität ihres eigenen Gedächtnisses anzweifelt. Beides hat dafür gesorgt, dass mein Interesse an der Geschichte nicht abgeebbt ist und meine Aufmerksamkeit ständig gefordert war, damit ich kein (möglicherweise wichtiges) Detail verpasse.Anders als bei anderen Thrillern zögert Urusla Poznanski die Auflösung des Verbrechens nicht bis zum Ende des Romans hinaus. Schon nach dem zweiten Drittel wird man als Leser erleuchtet (sofern man nicht schon seine eigenen, richtigen Schlüsse gezogen hat). Wer jetzt denkt, dass damit die Spannung zum Erliegen kommt, der irrt sich. Im Gegenteil resultiert daraus ein anders gearteter Nervenkitzel: der Beweis von Nikas Unschuld. Denn auch wenn sie die meisten Puzzleteile zusammengesetzt hat, stehen alle Zeichen gegen sie. Sämtliche Spuren führen zu ihr, weshalb man es dem zuständigen Kommissar kaum verübeln konnte, dass er entsprechende Schlüsse zieht.Getragen wird die Geschichte hauptsächlich von Nika, aber mit vorschreitender Handlung auch von ihrer Mitbewohnerin Jenny, die vermisst wird. Nika verfügt über die Persönlichkeitsmerkmale, die für einen Jugendthriller geeignet sind. Sie kombiniert die jugendliche "Ich bin nur einmal jung und will was erleben"-Mentalität mit einer gewissen erwachsenen Reife. Zudem handelt sie meistens clever und gut überlegt, wenngleich sie gelegentlich auch emotional reagiert - was sie nur umso sympathischer macht. Ihre Gedankengänge wurden immer ausgesprochen authentisch und nachvollziehbar dargelegt, sodass ich zuweilen das Gefühl hatte, in ihrem Kopf herumzuspazieren. Dadurch hatte ich auch keine Schwierigkeiten, eine gewisse Nähe zu ihr aufzubauen,w as natürlich super ist. Zu Jennys Person erfährt man eigentlich nur in der Retrospektive etwas, allerdings genügt das für ein umfassendes Bild von ihr. Ich will nicht allzu viel zu ihr sagen, nur so viel: Sie ist ein facettenreicher Charakter, der für einige Überraschungen gut ist. Für ein wenig amouröses Gefühlschaosist durch diverse männliche Nebenfiguren auch gesorgt, wenngleich dieser Aspekt (zum Glück) nie die Handlung dominiert. Wer einen romantischen Subplot in Thrillern weniger zu schätzen weiß, dürfte sich davon also nicht (allzu) gestört fühlen.Ich möchte außerdem noch positiv hervorheben, wie penibel Poznanski (oder das Lektorat) darauf geachtet hat, dass die Sprachbarriere nicht vernachlässigt wird. Man kennt das ja aus Filmen: Zwei Leute unterschiedlicher Muttersprachen kommunizieren problemlos miteinander, obwohl sie sich - mangels eines gemeinsamen Sprachschatzes - überhaupt nicht verstehen dürften, aber keiner geht darauf ein. Hier spielen die Kommunikationsdifferenzen immer wieder eine Rolle, weshalb extra eine Dolmetscherin bei den Gesprächen zwischen Nika und dem commissario herangezogen wird, damit sämtliche Informationen ohne Verlust ausgetauscht werden können. Ohne sie läuft nichts. Wann immer Nika außerdem mit nicht deutsch- oder englischsprechenden Einheimischen in Kontakt tritt, greift sie auf ihre laienhaften Italienischkenntnisse zurück. Wie gsagt, ich fand es toll, dass man das konsequent mitbedacht und in die Story eingearbeitet hat.Sprecherin:Mit Laura Maires Stimme bin ich bei Hörbüchern bereits seit geraumer Zeit vertraut. Überwiegend empfinde ich sie als äußerst angenehm, da man ihr ihre Professionalität anmerkt. Sie verleiht den Sätzen durch angemessene Betonung die richtige Gewichtung, hetzt nicht durch den Text (auch wenn sie an den spannungsgeladeneren Passagen auch mal das Tempo etwas anzieht) und hat auch sonst eine für Hörbücher geeignete Stimme (soll heißen: sie ist vergleichsweise melodisch und nervt mich nicht). Lediglich die Stellen, wenn sie die ständig wiederkehrenden Textzeilen aus dem Nirvana-Song "Smells Like Teen Spirit" gesungen hat, war ich weniger begeistert. Ich schätze es sehr, dass sie Melodie und Lyrics möglichst anschaulich vermitteln wollte, aber mir persönlich wäre es lieber gewesen, man hätte darauf verzichtet. Das hat allerdings meine Gesamtbewertung nicht negativ beeinflusst (schließlich kann nun mal nicht jeder super singen).FazitUrsula Poznanski hat mich mal wieder nicht enttäuscht: "Aquila" ist eine spannend erzählte, dynamische Verbrechensgeschichte, die einen selbst zum Miträtseln animiert und mich fast durchweg fesseln konnte. Laura Maire hat ihre Arbeit als Sprecherin gewohnt professionell und storyadäquat ausgeführt. Insgesamt ein tolles, gut umgesetztes (Hör-)Erlebnis.

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  • Dank sei der Sprecherin des Hörbuches das ich durchhielt

    Aquila
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    27. August 2017 um 11:43

    Meine Meinung zum Jugendbuch:AquilaAufmerksamkeit und Erwartung:Diesen Punkt erläutere ich euch auf meinem Blog.Inhalt in meinen Worten:Nika hat ihr Gedächtnis verloren, und ausgerechnet ihre Mitbewohnerin Jenny wird tot aufgefunden und die Hauptverdächtige kann nur Nika sein. Was ist passiert und warum hat sie seltsame Botschaften auf einem Zettel stehen? Diese Frage muss Nika nicht nur sich selbst, sondern auch der Polizei beantworten, weswegen klar ist, sie muss wieder an ihr Gedächtnis heran und heraus finden, was wirklich passiert ist.Nicht nur damit Sie endlich wieder an zu Hause denken kann und sich selbste sicher wieder fühlen kann, nein auch um wieder die Unschuld zu fühlen, die sie durch die Gedächtnisverlustgeschichte verloren hat.Wer, was und welches Geheimnis trägt Nika mit sich herum.Das kann und soll euch am besten Aquila erzählen.Wie ich die Geschichte empfinde:Leider konnte mich Ursula nicht mehr überzeugen, die fremde Stadt im fremden Land hätte Ursula viel besser zum Einsatz bringen können, die Geschichte ist mit einigen Punkten versehen, die mehr als Unglaubwürdig sind und es ist oft monoton. Das Ende ist für mich zu sehr an den Haaren heran gezogen, Hauptsache irgendein Ende gefunden, aber ob es realistisch und irgendwie auch nachvollziehbar ist, daran hat die Autorin nicht gedacht.Das empfinde ich als Gemeinheit. Seitdem Ursula Poznanski durch ihre ersten Jugendbücher so bekannt geworden ist, lässt sie in ihren Geschichten nach. Nicht nur das. Sie baut irgendwie sehr ähnliche Schemas auf. Liebe - Flucht - irgendein Aufhänger - fremde Länder und Städte - schnelles Ende mit zu wenig Realitätssinn.Finde ich erschreckend und für mich wirkt es, als würde Ursula nur noch begrenzt sich mit den Jugendbüchern die Sie schreibt auseinander setzen, finde ich traurig, denn ich weiß durch ihre ersten Bücher das Sie anders kann. Sie kann fesseln, sie kann spannende Geschichten erzählen und weiß eigentlich wie Sie Ihre Leser entführen und überraschen kann, leider blieb das nun mit diesem Buch und den beiden davor auf der Strecke liegen, und ich weiß nicht, ich wünsche es mir aber, dass Ursula wieder zu ihrer "alten" Form findet. Was lief in Saeculum und Erebos anders, so das es für mich glanzvolle Bücher waren? Liegt es daran, dass diese noch kein Schema X hatten und somit mich abholen und überraschen konnten? Weil die Autorin noch nicht bekannt war, und sich dadurch noch mehr und intensiver in ihre Geschichten begab?Hörbuch:Das Buch legte ich irgendwann genervt zur Seite und war froh, dass ich das Hörbuch hatte, denn so hatte ich die Chance der Geschichte bis zum Ende zu folgen, die mich leider gerade am Ende noch einmal umso mehr enttäuschte.So hat aber die Stimme der Hörbuchsprecherin mich einfach überzeugt und mich durchhalten lassen. Laura Maire weiß wie Sie ihre Hörer an sich bindet, ihnen klar macht, bleib da, verpass nicht den Schluss. Ich finde es klasse, wie Sie Nika Leben einhauchte und mit ihr zusammen von Anfang bis zum Ende durch geschritten ist und klar stellte, da kommt noch etwas. Letztlich kann Laura Maire ja nichts dafür, dass ich die Geschichte nicht gut empfand.Sie hat auf jeden Fall das Buch gerettet und ich kann nur empfehlen, euch die Stimme der Sprecherin einmal anzuhören und euch selbst davon zu überzeugen, ob Sie es kann. Ich finde Ja!Fazit:Liebe Ursula, auch wenn du evtl meine Worte nicht schön empfindest, und dieses mal die Geschichte auf dem letzten Platz der Bewertung deiner Bücher, meinerseits ist, so muss ich sagen, ich weiß das du es besser kannst, das du mich in Erebos und Saeculum wunderbar unterhalten hast, und das ich als ich diese beiden Bücher gelesen hatte, nicht mehr aufhören konnte und wollte, es wäre so schön, wenn du wieder zu dieser Form findest, ich wieder einmal von dir in die positive Richtung überrascht werden würde und ich somit wieder eine Autorin hätte, die ich damals toll fand und vielleicht bald wieder toll finden werde.Ich finde es dennoch gut, dass in diesem Buch ein Augenmerk auf die Partydrogen geworfen wird, denn somit warnt die Autorin davor, das man mit Medikamenten und Drogen nicht spielen darf, dennoch hat dieser Punkt mehr Potenzial, als die Autorin nutzte, und deswegen ist dieses Buch das Buch was ich als letztes empfehlen würde von den Jugendbüchern, die Ursula geschrieben hatte. Wer gerne selbst einen Blick zu Ursulas Büchern werfen möchte, dem empfehle ich Erebos, Saeculum, dicht gefolgt von ihrer Trilogie und danach Elanus, gefolgt von Layers und nun dieses Buch. So würde ich die Bücher in etwa bewerten. Das beste war einfach Erebos, mit dem die Autorin mich mitreißen konnte. Ich habe die Bücher nicht in der richtigen Erscheinungsform wieder gegeben, sondern inwieweit mich die Bücher überzeugen und begeistern konnten.Bewertung:Ich bin kein Freund von zwei Sternen, gerade weil ich damit der lieben Laura Maire unrecht tue, denn Sie hat mich insoweit gerettet, das ich bis zum Ende durchgehalten habe.So bewerte ich einerseits die Geschichte mit nur zwei Sternen, die Hörsprecher-Leistung jedoch mit vier Sternen, warum ich letztlich drei Sterne geben möchte.

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  • Super spannend und einfach nur klasse!

    Aquila
    CorniHolmes

    CorniHolmes

    20. August 2017 um 13:12

    Seit Erebos bin ich ein riesengroßer Ursula Poznanski Fan! Ihren neuen Werken fiebere ich immer ganz eifrig und ungeduldig entgegen, da ihre Bücher so gut wie immer zu meinen Monats- wenn nicht sogar Jahres-Highlights gehören. Weil ihre Bücher bisher immer großartig als Hörbücher umgesetzt worden sind, wollte ich auch bei Aqulia unbedingt beides haben, Buch und Hörbuch. Aqulia wird von der grandiosen Sprecherin Laura Maire gelesen, die schon seit längerem zu meinen Lieblingssprechern gehört. Ein Buch von Ursula Poznanski, gelesen von Laura Maire, keine Frage, hier war meine Vorfreude besonders groß!Eines Morgens erwacht die Studentin Nika in ihrer Wohnung und stellt zu ihrem Schrecken fest, dass sie an die letzten beiden Tage keinerlei Erinnerung hat. Im Badezimmer entdeckt sie auf dem Spiegel eine seltsame Nachricht. Wer hat die geschrieben? Was hat sie zu bedeuten? Wo sind ihre Schlüssel, ihr Pass und ihr Handy? Was ist nur passiert, warum kann sich Nika nicht an die letzten zwei Tage erinnern? In ihrer Hosentasche entdeckt die 19-jährige dann auch noch einen Zettel, auf welchem in ihrer Handschrift lauter merkwürdige Notizen stehen wie „Halte dich fern von Adler und Einhorn“ und „Das Blut ist nicht deines“. Was hat das nur zu bedeuten? Und wo ist eigentlich Nikas Mitbewohnerin Jenny? Diese ist wie vom Erdboden verschluckt. Nika beginnt durch Siena zu streifen, auf der Suche nach Hinweisen, die ihre Erinnerungen zurückkehren lassen. Es muss etwas Schreckliches passiert, da ist sich Nika sicher, nur was?Mit Aqulia ist Ursula Poznanski mal wieder ein richtig toller Jugendthriller gelungen! Diese Frau kann einfach schreiben und sie ist eine wahre Meisterin darin, uns Leser bzw. Zuhörer gleich schon zu Beginn mit ihren Sätzen zu fesseln und miträtseln zu lassen. Auch die Themen, die sie aussucht, sind immer sehr interessant und spannend.Hier also ist der Schauplatz Siena in Italien. Ich war noch nie dort gewesen, aber dank der detaillierten Beschreibungen der Autorin konnte ich mir von der Stadt ein sehr genaues Bild machen.Auch die Gefühle von Nika werden wunderbar beschrieben. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht, können uns von ihren Gedanken und Gefühlen also ein super Bild machen und uns problemlos in sie hineinversetzen. Mir war Nika sofort richtig sympathisch gewesen. Ihre Sorgen, Ängste und Verwirrtheit wirken vollkommen authentisch und wie Nika stehen auch wir Zuhörer vor lauter Rätseln und tappen bis zum Schluss in Dunklen.Ich hatte beim Zuhören jede Menge Spaß und habe eifrig mitgerätselt. Der Zettel mit den seltsamen Notizen wirft lauter Fragen auf und mir hat es sehr gut gefallen, wie Nika Stück für Stück den Sinn dieser Notizen entschlüsselt hat und sich an immer mehr erinnern konnte.Auch die weiteren Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Diese hat Ursula Poznanski perfekt ausgearbeitet, auch wenn mir nicht alle sympathisch waren. Vielen misstraut Nika und ihre Skepsis habe ich nur zu oft geteilt. Auf ihrer Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen hat Nika das Gefühl, immer weniger Menschen trauen zu können und ganz auf sich alleine gestellt zu sein. Diese ständige Angst und diese Ungewissheit, was nur in diesen zwei Tagen passiert ist, bauen eine hervorragende Spannung auf und ich hatte beim Zuhören oft eine richtig Gänsehaut.Vorgelesen wird dieser tolle Hörspaß einfach nur großartig! Laura Maire hat mir hier mal wieder gezeigt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingssprechern zählt. Mit ihrer sehr angenehmen und ruhigen Stimme verleiht sie diesem Hörbuch eine einzigartige Atmosphäre und mir hat sie ein super Hörerlebnis geboten. Besonders toll fand ich ja, wie gut Laura Maire die italienischen Sätze liest. Da Aqulia ja in Italien spielt, ist es nur zu realistisch, wenn auch mal Sätze in der Landessprache gesprochen werden. Laura Maire hat diese echt klasse hinbekommen. Und auch die Sätze von Nika sind ihr sehr gut gelungen. Ihr Italienisch ist nämlich ziemlich schlecht und dies verdeutlicht Laura Maire mit ihrer Aussprache echt super!An der Story habe ich wirklich überhaupt nichts zu bemängeln. Aqulia zählt sogar nun zu meinem Lieblingsthrillern von Ursula Poznanski, wobei es Erebos nicht toppen konnte. Dieses Buch wird wohl vermutlich immer mein Lieblingswerk der Autorin bleiben.Das einzige, was ich bei dem Hörbuch zu bemängeln habe, ist die MP3-CD. Ich finde es natürlich klasse, dass auch Aquila wieder eine ungekürzte Lesung ist, nur hätte ich es schöner und sinnvoller gefunden, die Lesung auf zwei MP3-CDs zu verteilen und nicht nur auf einer. Diese hat nämlich 227 Tracks und wenn man gerade mittendrin ist und mal unterbrechen muss, ist man, wenn man wieder weiterhören möchte, erst einmal wie lange am Vorspulen, bis man wieder beim richtigen Track angelangt ist. Die Länge der einzelnen Tracks ist perfekt, mich hat nur eben die Menge auf einer einzelnen CD gestört.Das ist aber auch wirklich mein einziger Kritikpunkt. Das Hörbuch hat mir echt super gut gefallen und ist definitiv mein Hörbuch-Highlight des Monats, wenn nicht sogar des Jahres. Für einen Poznanski Fan ist Aqulia auf jeden Fall ein absolutes Muss, egal ob nun Buch oder Hörbuch. Und die, die noch nichts von der Autorin kennen und mit Aqulia beginnen, warne ich besser vor: Nach Aquila wird der Heißhunger auf Ursulas Poznanskis andere Jugendthriller geweckt sein, garantiert!Fazit: Mega klasse! Mal wieder hat mir Ursula Poznanski gezeigt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingsautoren gehört. Mit Aqulia ist ihr erneut ein richtig spannender Jugendthriller gelungen, der mich bis zum Schluss mit seinen vielen überraschenden Wendungen gefesselt hat. Auch Laura Maire hat mir wieder bewiesen, dass sie ganz eindeutig zu meinen Lieblingssprechern zählt. Sie liest Aquila einfach grandios und hat mir ein super Hörvergnügen beschert. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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  • Aquila von Ursula Poznanski

    Aquila
    12Andrea91

    12Andrea91

    18. August 2017 um 19:23

    Inhaltsangabe: Das Hörbuch handelt von der 19-jährigen Nika die Kunstgeschichte studiert und seit acht Wochen ihr Auslandssemester in Siena, Italien absolviert. Trotz ihrer schlechten Sprachkenntnisse findet sie schnell Anschluss zu ihren Kommilitonen und ihrer Mitbewohnerin Jenny. Oft gehen die jungen Leute alle zusammen aus und genießen das Nachtleben- wie auch an jenem Samstag, den 22. April. Nika und ihre Studienkollegen beschließen im Bella Vista Social Pub ein bisschen zu feiern- wobei für das deutsche Mädchen bereits nach einem Mojito und zwei Gläsern Wein der Abend beendet ist. Als Nika in ihrer Wohnung auf dem Bett mit ihrer verschmutzten Kleidung wach wird, stellt sie entsetzt fest, dass sie an die vergangene Nacht keinerlei Erinnerung mehr hat. Umgehend eilt Nika ins Bad und dort trifft sie der nächste Schlag. Mit roter Zahnpasta steht auf ihrem Badezimmerspiegel ganz groß "letzte Chance" geschrieben. Auch ihr Spiegelbild macht ihr große Sorgen, denn ein langer Kratzer in einem geschwungenen Bogen der von der Schläfe abwärts bis unter das Ohr geht ziert ihr Gesicht. Umgehend sucht sie das Zimmer von ihrer WG-Genossin auf, um sie nach den Geschehnissen der letzten Nacht zu befragen. Jedoch war Jenny's Zimmer leer, das Bett unberührt und von ihr keine Spur. Nicht nur ihre Mitbewohnerin war nicht da, sondern auch ihr eigenes Handy, der Pass, ihr Netzkabel und Akku vom Notebook waren verschwunden. Und zu allem Übel stellte sie noch fest, dass sie in der Wohnung eingesperrt und ihr gesamter Schlüsselbund auch nicht mehr vorhanden ist.  Die junge Studentin die zwar verängstigt ist, sich aber dennoch an eine harmlose Erklärung klammert, setzt sich zur Beruhigung auf das Sofa um ein wenig durch die italienischen Programme zu zappen. Als sie bei einem Nachrichtenkanal hängen bleibt sieht sie die Datumsanzeige. Fälschlicherweise ist der nächste Tag kein Sonntag wie Nika zu Anfang angenommen hat, sondern bereits Dienstag der 25. April, also 2,5 Tage später- ein Filmriss mit gravierenden Folgen. Zum Glück konnte Nika sich aus der eingesperrten Wohnung befreien und versucht nun der Sache auf den Grund zu gehen. Nachdem Jenny tagelang unauffindbar bleibt, steht Nika unter Verdacht mit deren Verschwinden etwas zu tun zu haben.  Warum kann sich Nika an nichts mehr erinnern? Wo ist Jenny und warum will die Polizei Nika plötzlich festnehmen? Eigene Meinung: Von Ursula Poznanski habe ich schon einige Jugendthriller gelesen- zuletzt Elanus. Dieses Hörbuch war eine ungekürzte Lesung, die ich wahnsinnig gut fand. Die Geschichte war von Anfang an so fesselnd, dass ich am liebsten 12 Stunden non stop diese durchgehört hätte.  Nika, die mit ihren 19 Jahren sehr selbstbewusst sein muss um in einem fremden Land - deren Sprache sie nicht gut kann - ein Auslandssemester zu absolvieren war mir von Anfang an sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen, da sie so vielseitig ist und immer versucht den richtigen Weg zu gehen. Ursula Poznanski lässt die Inszenierung an einem tollen Ort spielen, nämlich in Siena in der Toskana. Durch die bildhafte Beschreibung der Orte, bei denen Nika sich die Spur nach ihrem Gedächtnis begibt, klingt sehr interessant und faszinierend- was der Geschichte einen mystischen Flair gibt. Auch die Mentalität- vor allem von den jungen Italienern kommt gut zur Geltung. Einige Gesprächsfetzen wurden bei dem Hörbuch auch nicht ins Deutsche übersetzt, dennoch konnte man den Sinn gut nachvollziehen und so auf dem Sprachlevel von Nika bleiben. Die Spannung war bis zum Schluss konstant vorhanden, tolle Umgebung mit schöner Atmosphäre, gut durchdachtes Ende und das alles mit einer liebenswerten Protagonistin! Laura Maire's Stimme war perfekt besetzt. Sowohl die Aussprache als auch die Stimmlagen der einzelnen Protagonisten waren extrem professionell von ihr gesprochen worden. Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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  • [Hörbuch-Rezension] Aquila von Ursula Poznanski

    Aquila
    HappySteffi

    HappySteffi

    18. August 2017 um 13:38

    MP3 CDVerlag: der HörverlagUngekürzte Lesung; 11h 53minErscheinungstermin: 14. August 2017ISBN-10: 3844527052Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 JahreKlappentextAls Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?AutorUrsula Poznanski (Autorin)Ursula Poznanski, 1968 in Wien geboren, arbeitet als Journalistin für eine Reihe medizinischer Fachzeitschriften. Seit 2003 veröffentlicht sie auch Kinderbücher. Für Die allerbeste Prinzessin erhielt sie den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2005 und stand auf der Auswahlliste für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Ihr Cyberthriller Erebos wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet. Ende 2011 erschien ihr zweiter Jugendroman, der Thriller Saeculum.Laura Maire (Sprecherin)Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie "Verdammt verliebt". Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in "Raum" (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der "Twilight"-Reihe. Daneben war sie immer wieder in "How I Met Your Mother" zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller "Schattengrund" von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr "virtuoses Sprach-Spiel" noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.CoverDas Cover zu Aquila ist wieder einmal wirklich gut gelungen. Dominant sind Farben wie Gelb, Rot und Schwarz, wobei letztere die Silhouette eines Adlers bildet. In seinem Flügel befindet sich der in gelb gehaltene Titel und der Name der Sprecherin. Überhalb des Adlers befindet sich der Name der Autorin, der in einer sehr dekorativen Art eingerahmt wurde. Ohne viel über den Inhalt des Hörbuches auszusagen ist dies ein Cover, das mir Lust auf die Geschichte macht.MeinungIn Aquila geht es um Nika. Eine junge Frau, die zum Studieren nach Italien gezogen ist und dort mit ihrer Mitbewohnerin Jenny eine Wohnung teilt. Nicht ungewöhnlich also, das die beiden öfter zum Feiern unterwegs sind. Doch als Nika eines Morgens aufwacht und sich nicht mehr an die letzten beiden Tage erinnern kann, zudem noch ihr Handy und Schlüssel fehlen scheint sich alles geändert zu haben. Und wo war eigentlich ihre Mitbewohnerin?Zusammen mit Nika steigt man in die Geschichte ein. Das Mädchen wird grade erst wach und so erlebt man auch als Hörer genau mit, wie alles beginnt. Da sie zu dem Zeitpunkt nicht weiß, wie sie dort hin gekommen ist oder was zuletzt passiert ist, ist man auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin und so entsteht direkt zu Anfang eine gewisse Spannungshaltung. Da aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird, kann man ihre Zerstreutheit und ihre Gefühlssprünge hautnah miterleben und erfährt durch ihre Gedankengänge sehr viel über die Beziehung zu Jenny und anderen Charakteren. Nika als Protagonistin hat mir mit kleinen Einschränkungen gut gefallen. Ich mag ihre Art, die Ruhelosigkeit, ihren Drang zu erfahren was passiert ist. Auch ihre Art, sich selber einmal zu überdenken finde ich klasse. Was mich ein wenig gestört hat, war ihre Skepsis. Es gibt ein paar Stellen, wo ich mich gefragt habe, warum sie da nicht mit offenen Karten gespielt hat. Dies ist allerdings ein kleiner Kritikpunkt. Eine Liebesgeschichte spielt in Aquila nur eine untergeordnete Rolle, die eigentlich kaum der Rede wert ist. Für mein Empfinden ist das klasse. Eine ausufernde Liebesstory hätte die Spannung hier nur zerrissen und hätte die Protagonistin für mich weniger glaubhaft gemacht. Durch das gesamte Buch zieht sich wieder Poznanskis grandioser Schreibstil. Sie schafft es einfach mich mit ihren Büchern von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen. So spannend und lebhaft wie sie erzählt, ist es immer wieder ein Erlebnis in einer ihrer Geschichten zu versinken. Vor der Sprecherin kann ich nur den Hut ziehen. Es ist toll, wie sie der Geschichte Leben eingeflößt hat. Die Charaktere sind schon nach kurzer Zeit gut voneinander zu unterscheiden, ohne sich merkwürdig anzuhören und auch auf die Dauer des Hörbuches ist ihre Stimme sehr angenehm und ich habe ihr gerne zugehört. Insgesamt kann ich nur jedem, dem Erebos oder Elanus schon gefallen hat dringlichst Aquila ans Herz legen. Und ebenso jedem anderen, der eine spannende, gut erzählte Geschichte sucht. FazitEs hat sich wieder einmal gezeigt, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für mich stimmt hier einfach alles. Angefangen von der Grundstory, über die Charaktere bis hin zur Sprecherin. 

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