Thalamus

von Ursula Poznanski 
4,3 Sterne bei9 Bewertungen
Thalamus
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kuschelige_buechereckes avatar

Interessante und spannende Geschichte, passender Sprecher und toller Stil! Lediglich in der Mitt eine kurze Flaute

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Interessante Entwicklungen treffen auf mysteriöses Geschehen und sind im jugendlichen Thriller-Modus fesselnd verpackt.

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Inhaltsangabe zu "Thalamus"

Der fremde Wille im eigenen Kopf
Nach einem Motorradunfall soll sich der 17-jährige Timo im Rehabilitationszentrum Markwaldhof von seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma erholen. Schnell stellt er fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Wachkomapatient, mit dem er sich das Zimmer teilt, läuft nachts herum, spricht – und droht damit, Timo zu töten, falls er anderen davon erzählt. Und allmählich entdeckt Timo an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind: Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß Dinge, die er nicht wissen sollte …
Die Jury der hr2-Hörbuchbestenliste lobt Jens Wawrczeck als Sprecher, der Ursula Poznanskis spannende Romane den Hörern "mit Herz, Verstand und großem Können" nahe bringt.
(Laufzeit: 12h 8)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844530919
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Der Hörverlag
Erscheinungsdatum:13.08.2018
Das aktuelle Buch ist am 13.08.2018 bei Loewe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ThePassionOfBookss avatar
    ThePassionOfBooksvor 9 Tagen
    Thalamus

    Von Poznanski kannte ich bislang noch nicht sehr viele Werke, aber da sie von Jugendlichen sehr gemocht wird und der Klappentext zu ihrem neuen Buch hochspannend klingt, wollte ich es mir dann noch holen. Gelesen wird das Hörbuch von Jens Wawrczeck und ich muss sagen, dass er hier wirklich großartige Arbeit leistet. Ich empfand seine Stimme als überaus angenehm und konnte ihm mühelos folgen. Auch die verschiedenen Charaktere hat er stimmlich gut dargestellt und man konnte sich jeden einzelnen gut vorstellen. 

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des 17-jährigen Timo, der aufgrund eines schwerwiegenden Unfalls in eine Reha-Klinik eingeliefert wird. Doch nicht nur seine Ergo- und Logopädie machen ihm zu schaffen, sondern auch allerhand merkwürdige Vorfälle, die sich im Markwaldhof ereignen. 
    Gemeinsam mit Timo lebt man sich langsam in der Klinik ein und gewöhnt sich an den dortigen Ablauf. Nach und nach lernt er auch immer mehr andere Patienten kennen und erste Freundschaften entstehen. Hier haben mir besonders Carl sehr gut gefallen, aber auch Mona und Jakob mochte ich richtig gerne. 

    Die Thematik, die die Autorin für diese Geschichte gewählt hat regt zum nachdenken an und hat bei mir viele verschiedene Fragen aufgeworfen, aber auch unterschiedliche Emotionen hervor gerufen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch auf keine Details eingehen, da ich sonst wichtige Elemente der Handlung spoilern und damit auch jegliche Spannung nehmen würde. 

    Aber neben den merkwürdigen Vorfällen, die Timo zu ergründen versucht, erlebt man auch viel aus seinem Therapiealltag und seine, sowie andere Verletzungen werden näher erläutert. Dabei erfährt man einige Hintergrundinformationen und während dem Zuhören kam mir mehr als einmal der Gedanke, dass mir das zum selber Lesen wohl etwas zu ausführlich gewesen wäre. Hier hätte an der ein oder anderen Stelle auch ein wenig Inhalt gekürzt werden können. 

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    kuschelige_buechereckes avatar
    kuschelige_buechereckevor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante und spannende Geschichte, passender Sprecher und toller Stil! Lediglich in der Mitt eine kurze Flaute
    Hinter der Fassade des Markwaldhofes...

    MEINUNG

    GESTALTUNG

    Mir gefällt das Cover ausgesprochen gut. Es hatte sofort mein Interesse geweckt und zeigt, dass man für eine gelungene Gestaltung keine Gesichter auf Büchern braucht!

    VERTONUNG

    Anfangs hatte ich noch meine Probleme mit Jens Wawrczeck als Sprecher. Ich fand einfach, dass er Timo zu jung sprach, etwas zu kindlich für seine 17 Jahre.
    Doch schon nach ein paar Minuten war ich dann mit seiner Stimme warm geworden und denke darüber nach, mir auch noch Poznanskis andere Bücher als Hörbuch zu holen, dieses war für mich das Erste von ihr!

    INHALT

    Auch wenn ich mir durch den Klappentext die Handlung etwas anders vorgestellt habe, mit mehr Fokus auf paranormales, so hat mich das Buch keineswegs enttäuscht!

    Zwar hatte es in meinen Auge um Kapitel 19 rum eine kleine Flaute, in welcher nicht so viel passierte, das war aber spätestens ab Kapitel 23 Schnee von Gestern und die Spannungskurve stieg sehr an! 

    Ich war mir bei der Hälfte des Buches so sicher, wie es wahrscheinlich ausgehen würde, nur um dann am Ende überrascht zu werden! Denn da sind alle Puzzleteile an ihren Platz gefallen und ergeben nun ein in sich geschlossenes und tolles Gesamtbild! Die Charaktere waren so realistisch gestaltet und auch das Setting hob sich erfrischender Weise vom sonst typischen Einheitsbrei des Jugendbuch-Genres der Schulen, Internate und Fantasy-Welten ab!

    FAZIT

    Ein interessantes und spannendes Buch, welches wunderbar vertont wurde und einem gleichzeitig noch wissenswertes mit auf den Weg gibt! Lediglich das Ende hätte in meinen Augen noch dramatischer, bzw. verlustreicher sein können, da das nochmal extra die Emotionen angeheizt hätte und besser zum Gesamtbild der doch eher ''düsteren'' Geschichte gepasst hätte!

    Alles in allem gebe ich ''Thalamus'' sehr gute 4/5 Sternen!

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    MiGus avatar
    MiGuvor 11 Tagen
    Konnte mich wieder begeistern

    Kurze Inhaltsangabe
    Der 17 jährige Timo hat nach einem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.
    Im Reha Zentrum „Markwaldhof“ soll er sich von diesem erholen. Doch dort ereignen sich unheimliche Dinge.
    Zum Beispiel läuft ein Wachkomapatient nachts herum und bedroht Timo.
    und obwohl Timos Sprache eingeschränkt ist entdeckt er an sich neue Fähigkeiten, die ihm Rätsel aufgeben.
    Er kann und weiß Dinge, die er weder können noch wissen sollte.

    Meinung
    Ursula Poznanski kann mich immer wieder mit ihren Handlungsideen begeistern.
    Diesmal hat sie als Kulisse ein abgeschiedenes Reha Zentrum für Patienten mit schweren Hirnschäden gewählt und sorgt mit einem drohenden Sturm und mysteriösen Ereignissen für eine unheimliche und beklemmende Atmosphäre.
    Obwohl der Handlungsaufbau gar nicht so rasant ist, sind es die kleinen Andeutungen und schaurigen Geschehnisse, die diese Geschichte zwischenzeitlich richtig gruselig macht.
    Dabei setzt die Autorin wieder auf Tiefe und viele Details und ermöglicht es so, dass der Zuhörer die Charaktere besser kennenlernt und mit ihnen mitfühlt.
    Es dauert nicht lange, bis man mit den Jugendlichen im Reha Zentrum sympathisiert und mitfühlt.


    Gleichzeitig schafft sie so eine sehr beklemmende Atmosphäre, weil man sich stets der Gefahr bewusst ist, denen diese ausgesetzt sind und löst damit starkes Kopfkino beim Zuhörer aus.
    Die detaillierte Charakterbeschreibung und die einzelnen Schicksale bringt dem Zuhörer die Figuren viel näher.
    Verstärkt wird diese packende Atmosphäre durch Jens Wawrczeck, der diese ungekürzte Lesung vorliest.
    Seine Stimme ist mir bereits aus den anderen Thrillern von Ursula Poznanski vertraut.
    Seine Stärke liegt vor allem darin, mit seiner recht energischen und jung klingenden Stimme, jugendliche Figuren zu vertonen und ihre Glaubwürdigkeit zu intensivieren.
    Auch gelingt es ihm, zum Beispiel Timos Sprachschwierigkeiten hervorzuheben, was die Rolle der Hauptfigur noch glaubwürdiger macht.

    Die Handlung beginnt schon recht tragisch und baut die Spannung dann nach und nach auf.
    Als durchweg hochspannend würde ich sie nicht beschreiben, denn zwischenzeitlich weist sie Längen auf, dafür geht sie aber in die Tiefe und löst ganz guten Nervenkitzel durch eine beklemmende und unheimliche Atmosphäre aus.
    Ich geh auf die Grundidee der Handlung mal nicht ein um Spoiler zu vermeiden aber wieder hat die Autorin es geschafft, mich mit ihrem Ideenreichtum zu faszinieren.
    Die Erklärungen dazu waren trotz der medizinischen Facheinrichtung als Handlungsort weder zu wissenschaftlich noch zu unrealistisch und auch die Auflösung dieser Geschichte finde ich besonders gut gelungen.

    Fazit
    „Thalamus“ konnte mich ebenfalls begeistern. Ein Thriller muss nicht vor Spannung trotzen aber er sollte beklemmend und unheimlich sein. Dies ist der Autorin wieder einmal gelungen und mit Jens Wawrczeck als Vorleser, wird die Geschichte noch fesselnder, als sie es eh schon ist.



     



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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor 12 Tagen
    Nicht mein Thema aber ansonsten solide Unterhaltung

    MEINE MEINUNG (inklusive Spoiler)
    Normalerweise schreibe ich ja ungern detailliert über Inhalte von den Büchern die ich lese. In diesem Fall möchte ich aber mal eine Ausnahme machen. Es sind keine mega Spoiler aber immerhin möchte ich mich mit der Thematik befassen die hinter den mysteriösen Umständen stecken mit denen sich die Hauptfigur Timo herumschlagen muss.
    Zuerst einmal klingt das was Poznanski da als Setting setzt sehr vielversprechend. Ein Junge wacht aus dem Koma auf, kommt in eine Rehabilitationsanstalt und entdeckt das er ungewöhnliche Fähigkeiten hat und Stimmen hört. Das klingt soo gut. Und das ist es in der ersten Hälfte auch. Es gibt kaum Längen, Poznanskis Scheibstil ist gut zu lesen (oder wie in meinem Fall zu hören) und die Figuren sind allesamt sympathisch. Das sich Timo nicht mitteilen kann (sein Sprachzentrum wurde verletzt und er kann sich nicht mehr richtig artikulieren) ist eine signifikante Gegebenheit, die für einige Spannung sorgt. Als dann immer mehr ungewöhnliche Dinge passieren wird dem Leser schnell klar, irgendwas ist in dieser Anstalt gar nicht in Ordnung. Ich für meinen Teil hatte ehrlich gesagt auf einen Mystery Thriller gehofft. Leider entwickelt sich daraus eher eine Sci Fi- Geschichte. Timo und die meisten anderen Patienten sind nämlich mit Nanobots infiziert. Diese sollte eigentlich ihre schweren Traumata heilen aber entwickeln ein Eigenleben und übernehmen immer mehr und mehr die Kontrolle über die vereinzelnden Patienten. Das ist mir, wenn ich ehrlich bin, doch etwas zu abgedreht. Klar, irgendwelche mystischen Kräfte wären auch abgespacet gewesen aber Nanobots? Nee, das gefällt mir gar nicht (Natürlich mag es möglich sein das die Wissenschaft schon auf dem Weg ist solche Bots zu entwickeln aber ich tu mich damit irgendwie schwer). Trotzdem ist die Handlung weiterhin spannend. Auch wenn mir die Thematik nicht gefällt war der Rest des Buches kurzweilig, spannend und teilweise schon auch interessant.  Trotzdem bin ich mit dem Thema an sich nicht so glücklich. Letztendlich ist das aber natürlich auch einfach Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir etwas anders gewünscht. Wer die Bücher von Poznanski mag wird wahrscheinlich auch dieses wieder mögen.

    FAZIT UND BEWERTUNG
    Solide Jugendbuchunterhaltung die anfangs ziemlich überzeugt, mich aber später aufgrund der Thematik etwas hängen gelassen hat. Sympathische Charaktere und eine angenehme Kurzweiligkeit runden ein nicht ganz so rundes Buch trotzdem ab. PS: Gesprochen wird es sehr, sehr gut von Jens Wawrczeck.

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    NiWas avatar
    NiWavor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Entwicklungen treffen auf mysteriöses Geschehen und sind im jugendlichen Thriller-Modus fesselnd verpackt.
    Fesselnde Thriller-Unterhaltung für Jugendliche

    Der siebzehnjährige Timo verunglückt bei einem Motorradunfall. Fortan ist er ans Krankenbett gefesselt. Er kommt ins Reha-Zentrum Markwaldhof, wo er sich von einem schweren Schädelhirntrauma erholen soll. Doch im Markwaldhof geschieht Mysteriöses ...

    "Thalamus" ist ein Jugendthriller von Ursula Poznanski, der, wie erhofft, ausgesprochen zu fesseln weiß.

    Der Jugendliche Timo wird von einem Moment auf den anderen aus seinem gewohnten Leben katapultiert. Er erleidet bei dem Unfall zahlreiche Knochenbrüche und ein schweres Schädelhirntrauma, das unter anderem sein Sprachzentrum lähmt.

    Zur Rehabilitation wird er an den Markwaldhof überwiesen. Hier soll er dank fürsorglicher und kompetenter Betreuung rasch genesen. Timo teilt sich ein Zimmer mit Magnus, einem Wachkomapatienten. Aber nachts spaziert sein Zimmergenosse in der Klinik umher, und droht Timo, ihn zu töten, wenn er jemanden davon erzählt.

    Am Beginn der Geschichte ist man sofort in einer brenzligen Situation. Timo ist mit dem Moped zu seiner Freundin unterwegs. Dank des Klappentexts weiß man schon, dass das Überholmanöver im Regen nicht gut ausgeht, und dennoch habe ich den Atem angehalten.

    Danach liegt Timo im Krankenhaus und wird später in den Markwaldhof überstellt. Gerade das erste Drittel der Geschichte mit den Beschreibungen seiner beschwerlichen Genesung habe ich als sehr glaubhaft und authentisch empfunden. Ich habe mit Timo gefühlt und mich mit ihm ins Leben zurückgekämpft. Außerdem fand ich die Perspektive aus dem Krankenbett interessant, weil es doch mal anders als das übliche Teenie-Leben ist.

    Timo liegt also im Reha-Zentrum, kann sich mit jeden Tag etwas mehr rühren, nur sein Sprachzentrum ist ihm nicht gnädig gestimmt. Er bekommt keinen vernünftigen Laut aus dem Mund, und schafft es kaum, mit anderen zu kommunizieren.

    Eines Nachts wird er von seinem Bettgenossen Magnus bedroht. Zuerst glaubt Timo, dass er sich das nur eingebildet hat, weil Magnus ein Wachkomapatient ist, der bewusstlos im Bett vegetiert. Allerdings nimmt er nach und nach merkwürdige Vorkommnisse im Markwaldhof wahr, und beschließt, ihnen auf den Grund zu gehen.

    Die Thrillerhandlung ist meiner Meinung nach einem Jugendbuch entsprechend umgesetzt. Timo ist auf sich allein gestellt, weil er sich aufgrund mangelnden Sprachvermögens mit niemanden über komplexere Sachverhalte austauschen kann. Im Alleingang stößt er auf unglaubliche Geheimnisse, und stellt fest, seine Freunde aus der Reha sind allesamt in Gefahr.

    Thematisch greift Ursula Poznanski neueste Errungenschaften aus der Neurologie auf, und hat sie spannend und gekonnt in ihrem Roman eingesetzt. Wieder einmal hat sie es geschafft, aktuelle Entwicklungen in einen Jugend-Thriller einzuflechten, sodass es neben reichlich Spannung Stoff zum Nachdenken gibt.

    Mir haben besonders Timos Genesung und seine Freunde im Reha-Zentrum gefallen. Hier hat die Autorin facettenreiche Figuren geschaffen, die ich gerne begleitet habe. Egal ob mit Carl - mit C - oder die Spitzensportlerin Mona, Timo hat Freundschaften für's Leben geschlossen.

    Winziger Kritikpunkt meinerseits ist die überspitzte Darstellung der Bösewichte, und, die Handlung ist mir als Erwachsene einen Hauch zu konstruiert. Hier jammere ich eindeutig auf hohem Niveau, weil es ein packender Jugend-Thriller ist.

    Alles in allem hat mich Ursula Poznanski mit ihrem Jugend-Thriller "Thalamus" überzeugt. Interessante Entwicklungen treffen auf mysteriöses Geschehen und sind im jugendlichen Thriller-Modus fesselnd verpackt. Ein Thriller, der ausgezeichnet zu unterhalten weiß! 

    Kommentare: 6
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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 19 Tagen
    Manche Sprecher retten eine Geschichte

    Meine Meinung zum Hörbuch:

    Thalamus


    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:

    Timo hat einen schlimmen Unfall erlitten, weswegen er eigentlich im Koma liegt und dementsprechend nicht viel machen kann. Doch er wacht wieder auf, kann aber nicht sprechen, denn das ist irgendwie nicht mehr möglich. In seinem Kopf formen die Worte sich richtig, aber wenn sie über die Lippen kommen sollen, sind diese alles andere als verständlich.

    In der Reha bekommt er mit, das er nicht alleine damit ist, solche Schäden im Gehirn können ganz seltsame Wege mit sich nehmen.

    Als er aber auf einmal eine fremde Stimme in sich wahr nimmt, dazu auch noch Dinge mitbekommen darf, die alles andere als natürlich sind, steht fest, hier ist etwas faul. Doch was ist faul und warum verhalten sich manche Doktoren so seltsam?

    Das muss Timo mit Freunden herausfinden.

    Achtung es könnte sein, das ihr geschockt seid über die Möglichkeiten, die euch geboten werden.



    Wie ich das Gehörte empfand:

    Die Geschichte, hätte ich sie nur gelesen, wäre wieder einmal mittelprächtig gewesen, irgendwie altvertraut und doch neu. Auch ist das Buch ähnlich wie schon die anderen Jugendbücher von der Autorin, die stets mit Jugendlichen beginnen, doch dieses mal schafft es das Buch mich dennoch zu fesseln und mich zu berühren. Denn das Thema ist ein Thema das nicht aktueller sein kann, als das es ist.

    Was wäre wenn...?

    Ja das ist eine Frage die man sich oft bei Büchern von der Autorin stellen darf. Was wäre wenn es die Möglichkeit geben würde, mit kleinsten Partikeln etwas wieder so herzustellen, das es so ist, als wäre nie etwas passiert? Doch um das herauszufinden, braucht man Versuchskaninchen und das am besten noch in Form von Menschen. Wer aber stellt sich freiwillig als Opfer her und sagt ok macht was ihr wollt. Keiner. Somit kommen gewisse Unfallopfer gewissen Herren gerade recht.

    Deswegen muss Timo etwas erleben, was er so vielleicht lieber nicht erlebt hätte.

    Wie es mit Timo weiter geht, das verrate ich euch nicht, und auch nicht was weiter passiert, denn das wäre grausam und gemein.



    Charaktere:

    Für mich ist Timo ein sehr starker und schlauer Charakter, vielleicht sogar etwas zu schlau und zu stark, und zu wissbegierig. Einfach ein starker eben. Dagegen sind die Ärzte und auch gewisse Pfleger einfach nur nach außen hin die tollen, die die helfen wollen, doch innen im System da läuft es völlig anders und hier finde ich, das die Autorin sehr gut einfing, das Menschen wirklich abgrundtief sein können, und zwar so tief, das niemand mehr auf den Grund schauen kann.

    Wieso aber ausgerechnet Timo als Versuchskaninchen landet und wieso gewisse Einstufungen passieren und wie Timo selbstbewusst aus dem Schlamassel herausfinden konnte, war für mich einfach zu einfach gelöst und somit sind die Charakter ähnlich gestrickt wie in den anderen Büchern von Ursula Poznanski, was ich etwas schade finde, denn ich brauch einfach mal wieder etwas neues von ihr. So wie sie zum Beispiel ihre Trilogie erschaffen konnte, so etwas hätte ich auch gerne mal wieder in ihren Jugendbüchern.



    Spannung:

    Diese war gegeben, doch wer einfach schon alle Bücher gelesen hat, die die Autorin im Jugendbereich geschrieben hat, erkennt Muster und dadurch kommt es kaum zu Überraschungen. Dennoch fand ich die Geschichte spannend und gerade die Thematik anderen Menschen etwas einzupflanzen, damit diese ganz gesund werden, und sogar alles wieder so hergestellt werden kann, wie es sich gehört finde ich hoch interessant und hochgradig genial.


    Sprecher:

    Ich liebe diesen Sprecher des Hörbuches. Die Geschichte kommt stets als Hörspiel als ein trockenes Hörbuch daher, denn er weiß einfach wie er richtig betonen, richtig seine Spannung und einfach alles passend setzen kann, ich hab auch das Gefühl bei ihm niemals das ein oder ausatmen mitzubekommen, oder das er gehetzt durch die Geschichte durchmarschiert, sondern einfach so, das ich mich mit dem Charakter identifizieren und mitfühlen kann, so als wäre er Timo.

    Genial und saubere Arbeit!



    Empfehlung:

    Wenn ihr Fans von der Autorin seid, ist es ein Muss. Wenn ihr einfach euch unterhalten lassen möchtet und dabei noch der Stimme lauschen möchtet, die einfach herrlich ist, dann schnappt euch das Hörbuch.

    Wenn ihr mehr erwartet, als die Schablonen die wie sonst benutzt werdet, könnte es sein, das ihr gefrustet werdet (so wie ich minimal), dennoch lasst euch hier nicht abschrecken, denn trotz all der Schablonen Arbeit – Standard toller Jugendlicher, böse Menschen, wichtiges Ding damit man anderen Gutes tun kann …. - wird ganz klar auch etwas für sich herausnehmen können, und sei es einfach das man gezielt über neue Heilmethoden nachdenkt, und was für Nutzen und Schaden selbst diese mit sich bringen.


    Bewertung:

    Dank dem tollen Sprecher des Hörbuches kann ich nur vier Sterne geben, für die Geschichte selbst würde ich nur drei Sterne geben. Aber weil die Sprecherstimme so obergenial ist, muss es vier geben.

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    printbalances avatar
    printbalancevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannendes Hörbuch, welches den aktuellen Zeitgeist trifft und in die Zukunft blicken lässt, wohin die moderne Medizin führen kann
    THALAMUS von Ursula Poznanski

    Inhaltsangabe:
    Auf dem Weg zu seiner Freundin Hannah kommt der 17-jährige Timo Römer während eines heftigen Regenschauers mit seinem Motorrad von der Fahrbahn ab und verunglückt dabei schwer. Aufgrund eines Schädelhirntraumas, das er durch diesen Unfall erlitten hat, öffnete ein Chirurgenteam die Schädeldecke des Jugendlichen um den Hirndruck zu senken. Nach der Operation wurde Timo für ca. drei Wochen in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nun langsam aufgeweckt wird. Nur durch diese Maßnahme konnten die Ärzte gewährleisten, dass sich sein Körper ausschließlich auf die Heilung der Verletzungen konzentriert. Nachdem der Jugendliche aus dem Tiefschlaf aufgewacht ist, wird allen erst das Ausmaß dieses schrecklichen Unfalls bewusst: Timo kann weder laufen noch sprechen. Daher überweisen ihn die Ärzte in ein spezielles Rehabilitationszentrum an den Markwaldhof. Dort können die Therapeuten gezielt mit ihm seine Defizite trainieren.
    Nachdem Timo und seine Eltern mit dieser Weiterbehandlung einverstanden sind, wird der Junge umgehend dorthin verlegt. Schnell findet er hier Anschluss zu Jugendlichen, die ebenfalls schwere Verletzungen erlitten haben- unter anderem zu dem schlacksigen Carl, der auch an der Schädeldecke operiert wurde. Während seines Aufenthalts stellt Timo fest, dass er plötzlich Stimmen hört, die vermeintlich gar nicht existieren. Des Weiteren scheint, als hätte er plötzlich Fähigkeiten, die er eigentlich gar nicht haben kann. Alles nur Zufall?
    Als Timo's Bettnachbar, der komatöse Magnus eines nachts vor seinem Bett steht und ihn bedroht, obwohl er dazu körperlich gar nicht in der Lage ist aufzustehen, wird Timo klar, dass er unter Halluzinationen leidet. Dr. Kleist, einer der Chirurgen die ihn am Kopf operiert haben, besucht Timo ab und zu und versucht beruhigend auf ihn einzuwirken. Doch je mehr der Jugendliche die ungewöhnlichen Ereignisse ausblenden möchte, desto häufiger überschlagen sich diese bis plötzlich ein Patient des Markwaldhofes stirbt.
    Timo kann sich nur auf eines verlassen: Die warnende Stimme in seinem Kopf die um Hilfe bittet...

    Eigene Meinung:
    Ich habe mich sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass Ursula Poznanski wieder ein neues Buch geschrieben hat und dieses erneut über den Hörverlag vertont wurde. Das Cover mit dem Titel "THALAMUS" lässt ahnen, dass die Autorin nun in tiefere Sphären eindringt- nämlich in den Kopf des Protagonisten Timo Römer.
    Die Thematik die Poznanski dieses Mal behandelt fand ich sehr spannend und entspricht dem aktuellen Zeitgeist der modernen Medizin. Man erkennt sofort, wie die Autorin ihre Idee bis auf das Maximum des Möglichen ausreizt, was gleichzeitig faszinierend aber auch sehr beängstigend auf den Leser bzw. Zuhörer wirken kann. Poznanski hat es meiner Meinung nach erneut geschafft, aus einer scheinbar tragischen aber normalen Situation ein Gewirr aus skrupellosen und extremen Handlungen zu konstruieren, sodass am Ende des (Hör)-Buches definitiv die Person zum Nachdenken animiert wird.
    Fazit: Ein spannungsgeladenes und authentisches Meisterwerk, welches den aktuellen Zeitgeist trifft und in die Zukunft blicken lässt, wohin die moderne Medizin führen kann.
    Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

    Kommentare: 3
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    AnniSilbers avatar
    AnniSilbervor 8 Tagen
    extremehappys avatar
    extremehappyvor 25 Tagen

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