Ursula Priess Mitte der Welt

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Mitte der Welt“ von Ursula Priess

Eine sehr persönliche Annäherung an die Stadt der Städte Eine Frau ist in Istanbul auf der Suche nach der Mitte der Welt. Was sie findet, sind Geschichten von Menschen, die dort leben: von Alteingesessenen und Neuzugezogenen, von Pionieren, die vergangenen Zeiten nachtrauern, und Glückssuchern, die sich eine Zukunft erhoffen in der Stadt, wo das Gold angeblich auf der Straße liegt. Geschichten von Künstlern und Schriftstellern, von Gemüsehändlern und Antiquitätenverkäufern, von einem Gefängnisarzt, der Ulysses liest, von einem Professor, der gleichzeitig Vermieter ist, von einem Taxifahrer, der die falsche Partei wählt, von einer Fee, die einstmals vom Schwarzen Meer kam. Und vom Geliebten, der die Geliebte Granatapfelblüte nennt – und zum Ende hin fragt: Wirst du später einmal, wenn du über Istanbul schreibst, auch über uns und unsere Liebe schreiben? Und auch von jener Übersetzerin, die weiß: Wer über andere schreibt, sagt am meisten über sich selbst! Ein Buch über Istanbul, über das Schreiben und über die Liebe, »die eben doch sterblich ist; nur in der Erinnerung ewig – oder in Geschichten, falls sie gelingen«.

Leider hatte ich zu hohe Erwartungen.

— Baneful

Stöbern in Romane

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Besondere Personen, besonderer Ort, besondere Geschichte

silvia1981

Das Haus ohne Männer

Eine charmante Geschichte, ein wunderbarer Schreibstil, dennoch hinterlässt es keinen bleibenden Eindruck!

sommerlese

Lola

Bin schon ein bisschen enttäuscht!

Fantasia08

In einem anderen Licht

Macht nachdenklich

brauneye29

Der Meisterkoch

Orientalisches Märchen über einen Geschmacksbeherrscher,der meinen aber nicht vollkommen getroffen hat.

hannelore259

Was man von hier aus sehen kann

Angenehme sehr poetische Lektüre, sehr empfehlenswert #Okapi #MarianaLeky

Katharina_boe

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leider hatte ich zu hohe Erwartungen

    Mitte der Welt

    Baneful

    07. November 2016 um 15:26

    Meine Meinung: Das Buch ist eine Sammlung von Eindrücken, welche von der Autorin während ihres Aufenthalts in Istanbul gesammelt wurden. Sie teilt ihre Erlebnisse, die sie zum Wundern, Lachen oder Nachdenken bringen mit dem Leser. Manchmal haben diese Erlebnisse nichts mit Istanbul und den Menschen, die dort leben zu tun und manchmal ist es so, dass der Zauber Istanbuls die Erlebnisse überscheint und sie dadurch zu etwas Besonderem macht. Wer eine Handlung sucht, wird nicht fündig werden, daher sollte dies bei der Lektüre des Buches klar sein. Da ich in Istanbul viele Jahre gelebt habe und immer noch oft dort bin, um Familie und Freunde zu besuchen, bin ich etwas streng mit dem Buch gewesen. Die Autorin versucht die Stadt zu ehren und das Unfassbare von Istanbul einzufangen, die sie mit ihrer Leserschaft teilen möchte. Leider funktioniert das nicht immer. An einigen Stellen dichtet sie in die türkische Sprache und Kultur etwas hinein, was nicht zutrifft. Das ist zum Teil sicherlich nicht vermeidbar, da sie persönliche Empfindungen mitteilt, die natürlich immer subjektiv sind und die von jedem Menschen anders gefühlt und bewertet werden. Dennoch fehlt mir die Reflexion ihrer Gedanken und es stört mich, dass sie einige Dinge als in Stein gemeißelte Fakten darstellt. Um das Gefühl von Istanbul zu vermitteln benutzt Ursula Priess oft eine blumige Sprache, die wohl poetisch wirken soll und angelehnt an die melonchonischen türkischen Autoren ist. An einigen Stellen schafft sie das, aber meistens ist es mir zu viel des Guten gewesen, da sie sich oft in Beschreibungen verzettelt, was widerum den Lesefluss stört. Meine Bewertung: Von diesem Buch habe ich ganz klar mehr erwartet und war wohl auch strenger, als eine Person, die keine persönliche Bindung zu der Stadt und Kultur Istanbuls hat. Leider wurde ich enttäuscht, aber wer keine allzu hohen Erwartungen hat, könnte das Buch mehr genießen als ich.

    Mehr
  • Mitte der Welt - Erkundungen in Istanbul von Ursula Priess.

    Mitte der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 01:04

    Da hat sich ein BoD Buch in das Programm des btb Verlages verirrt…  Ursula Priess erzählt zusammenhanglos von Bekanntschaften, die sie in Istanbul gemacht hat. Ich habe nicht das Gefühl auch nur irgendetwas über die Stadt oder ihre Bewohner zu erfahren. Und die Geschichten über Gespräche, welche die Autorin mit Bekannten geführt hat, und die nicht dazu gedacht scheinen von Fremden verstanden zu werden, unterhalten mich nur mäßig.  Nur weil Orhan Pamuk den Nobel Preis gewonnen hat, muss man nicht jedes beliebige Buch über Istanbul verlegen.  Wer dieses Buch als unterhaltsame Lektüre erachtet, dürfte entweder mit der Autorin befreundet sein und sich an die beschriebenen Situationen erinnern, oder sich selbst darstellen wollen, denn es fällt dem Leser nur allzu leicht sich in diesem Erzählgewirr zu verirren und manch einen wird das wohl beschämen.  Denn dieses Buch hat keinen erkennbaren roten Faden. Die Episoden sind völlig zusammenhanglos aneinander gereiht. Oft schweift die Autorin in ihrer Erzählung ab und da sie fast keinen ihrer Freunde zwei Mal erwähnt und nicht mal ihrem “Geliebten” einen Namen gibt, weiß man nie genau von wem sie gerade schreibt oder wo sie sich gerade befindet, bis auf das es wahrscheinlich Istanbul ist.  Außerdem bleiben ihre Ausführungen damit sehr unpersönlich und als Leser hatte ich wiederholt das Gefühl einem “Inside-Joke” aufgesessen zu sein. Wer nicht zu Ursula Priess’ damaliger Bekanntengruppe gehört, wird sich mit ihrem Erzählstil schwer tun. Zunächst wird vielleicht erzählt wie sie ins Hamam geht, dann erwähnt sie eine deutsche Freundin, die aber nichts mit diesem Hamam zu tun hat. Schließlich kommt zu den drei Frauen im Hamam noch eine vierte hinzu, die, wie die Autorin schreibt, bewusst unterschlagen wurde, da Priess sich als wahre Osmanin hervortun will. Ich kann nur verwirrt und enttäuscht den Kopf schütteln.  Denn diese Kapriolen machen für mich das Lesen kaputt. Wer schreibt hat auch eine gewisse Verantwortung seinem Leser gegenüber und kann nicht nach Gutdünken Personen verschwinden lassen, nur um am Ende noch einzufügen: Ach ja, und die war auch die ganze Zeit da, hab ich dir extra nicht erzählt. Für manchen mag das erzählerische Raffinesse sein, für mich ist das aber bewusste Irreführung, die mir den Spaß an der Geschichte verdirbt. Ich fühlte mich oft an meine Mutter erinnert, die begeistert von einem Blog redet, in dem eine Deutsche vom Leben in Schweden erzählt. Dieses Format hätte auch zu den literarischen Ergüssen von Ursula Priess gepasst. Denn ich frage mich wieder und wieder, warum muss es gleich ein Buch sein? Aber vielleicht war die Autorin sich dafür zu fein einfach einen Blog zu führen. Erinnerungen sind ihr vielleicht nur das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind, oder sie hat ihre Beziehungen als Literaturwissenschaftlerin ausgenutzt. Leider hat sie sich dabei im Format vergriffen. Wer sich für Istanbul interessiert sollte lieber Pamuk lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Mitte der Welt" von Ursula Priess

    Mitte der Welt

    WinfriedStanzick

    20. May 2011 um 14:55

    „Verrückt macht den Menschen diese Welt Diese Nacht, diese Sterne, dieser Duft Dieser vom Wipfel bis zur Wurzel ganz erblühte Baum“ Dieses Gedicht des als Erneuerer der türkischen Poesie geltenden Lyrikers Orhan Veli Kanik (1914-1950), der in poetischen Versen seine Stadt Istanbul besingt, stellt die heute in Berlin und Norddeutschland lebende Schweizerin Ursula Priess an den Anfang ihrer „Erkundungen in Istanbul“. 2009 war sie mit ihrem Buch „Sturz durch alle Spiegel“ in dem sie ihr Verhältnis und ihre Gesichte mit ihrem berühmten Schriftstellervater Max Frisch beschrieb, einem größeren Publikum bekannt geworden. Nun legt sie, die lange Jahre in Istanbul gelebt hat, mit „Die Mitte der Welt“ eine literarische Hommage an die geschichtsträchtige Stadt Istanbul vor. Und indem sie Geschichten erzählt von den Menschen, die dort leben und arbeiten, Einheimische und solche, die erst seit kurzem dort wohnen, gibt sie immer wieder etwas preis von sich selbst, von ihrer Suche nach der Mitte auch ihrer eigenen Welt. Unzählige Menschen begegnen dem Leser in einem Buch, das sich aufblättert und strahlt wie ein bunter Regenbogen. Es ist ein Buch über die Liebe, sowohl zu dem Geliebten selbst als auch zu der Stadt, zu der er gehört und ein Buch über Gegensätze, wie sie härter nicht sein könnten und die sich in Istanbul zu einem Ganzen verbinden. Ursula Priess resümiert ihre Erfahrung mit den Worten: „Wenn ich gewusst hätte, was in Istanbul auf mich zukommt, wäre ich nicht nach Istanbul gefahren. Und weil ich es heute immer noch nicht weiß, bin ich immer noch hier. Weil vieles hier so ungewiss ist. Die meisten, die hierherkommen, haben keine andere Wahl, als hier ihr Glück zu versuchen. Ja, auch mein Glück liegt auf Istanbuls Straßen.“

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks