Ursula Prutsch Eva Perón

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Inhaltsangabe zu „Eva Perón“ von Ursula Prutsch

„Don’t cry for me, Argentina“ – durch ihren frühen Tod wurde Eva Perón zur Legende. Andrew Lloyd Webber widmete ihr ein Musical, Madonna verkörperte sie im Kino. Ursula Prutsch erzählt das kurze, aber intensive Leben einer starken Frau aus einfachen Verhältnissen, die zum weltweiten Mythos wurde, und führt dabei zugleich ein in die Geschichte des modernen Argentinien.
Mit nur 33 Jahren starb „Evita“ an Krebs. Trotzdem ging die Gattin des argentinischen Präsidenten Juan Perón als mächtigste Frau Lateinamerikas in die Geschichte ein. Für die einen war sie Feministin, Wohltäterin der Armen und Heilige der Arbeiter, für die anderen eine machtgierige, berechnende Aufsteigerin, die Mildtätigkeit als bloße Show inszenierte. Zur Politik Eva Peróns gehörte es auch zu polarisieren und mit Emotionen zu regieren. Dadurch prägte sie den peronistischen Populismus entscheidend mit. Ursula Prutsch legt nun die erste wissenschaftlich fundierte deutschsprachige Biographie dieser modernen Kunstikone vor.

Eine interessante Biographie, die auch die Schattenseiten der Evita Peron beleuchtet

— Bellis-Perennis

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  • "Don't cry for me Argentina"

    Eva Perón

    Bellis-Perennis

    08. July 2016 um 17:06

    Die Autorin nähert sich dem Mythos Eva „Evita“ Peron mit der gebotenen Vorsicht. Die Frau des argentinischen Präsidenten Juan Peron polarisiert wie keine andere. 1919 in ärmsten Verhältnissen und unehelich geboren setzt Eva Ibarguren (später nennst sie sich nach ihrem leiblichen Vater Duarte) alles daran, Armut und Entbehrung hinter sich zu lassen. Jedes Mittel ist ihr dazu recht, Urkundenfälschung inklusive. Als unbedeutende Schauspielerin lernt sie den damaligen Arbeitsminister Juan Peron kennen, heiratet ihn und damit beginnt der Aufstieg der beiden. Zu Beginn ihrer Herrschaft – kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – floriert Argentiniens Wirtschaft. Das Ehepaar Peron verbessert das Los der Arbeiterklasse. Es werden Gewerkschaften zugelassen (später werden dann die Andersdenkenden verboten), Löhne erhöht, die Arbeitszeit gesenkt, das Recht auf Bildung eingeführt – es scheint, als wäre Argentinien das Paradies auf Erden. Doch je länger die Präsidentschaft Juan Perons dauert, desto restriktiver geht der Herrscher gegen politische Gegner vor. Die aufkommende Wirtschaftskrise macht auch vor Südamerika nicht Halt. Die Perons und ihre Getreuen geben mehr Geld für ihre persönlichen Belange aus, als in der Staatskasse ist. Der paradiesische Zustand endet für einen Großteil der Bevölkerung im Katzenjammer.Evita selbst ist eine ambivalente Figur. Auf der einen Seite hasst sie die Elite, will aber dazugehören. Sie kleidet sich wie die Oberschicht, imitiert sie und kann nie gleichziehen. Sie spaltet die Nation, lässt Gegner des Peronismus verfolgen. Sie spielt sich als „Mutter der Nation“ immer mehr in den Vordergrund.Für mich passt der Spruch „timeo danaos dona ferentes“ („Fürchte die Griechen, wenn sie Geschenke machen“ aus dem Trojanischen Krieg) sehr gut auf sie. Sie schenkt und gleichzeitig öffnet sie die Büchse der Pandora. Sie gibt und verlangt absoluten Gehorsam. Der Personenkult rund um Evita nimmt ähnliche Ausmaße an, wie bei Hitler und Stalin.Als Evita Person, 1952 33-jährig an Krebs stirbt, geht einerseits ein Aufatmen durch die Reihen ihrer (heimlichen) Gegner andererseits beginnt ein Hype um ihre Mystifizierung der schon paranoid anmutet. Bilder der Gottesmutter Maria werden mit ihrem Konterfei gedruckt – manikürte Nägel und Lippenstift inklusive. Ein besonderes Kapitel ist ihrer Einbalsamierung und ihrer Beisetzung gewidmet. Perons Leiche wurde mehrmals umgebettet, im Haus eines Getreuen versteckt, nach Italien verbracht und nach einer mehrjährigen Odyssee, dann doch noch in Argentinien Beigesetzt.Verschiedene Filme und das Musical von Andrew Lloyd Webber, in dem Madonna die Hauptrolle spielt, lassen den Mythos Eva Peron weiterleben.Ich finde diese Biographie sehr aufschlussreich. 

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