Ursula Salentin Anna Amalia

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Inhaltsangabe zu „Anna Amalia“ von Ursula Salentin

Anna Amalia (1739–1807), Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, gilt als das charismatische Zentrum des Weimarer Hofes. Die Nichte König Friedrichs des Großen, die nach dem frühen Tod ihres Mannes seit 1758 das kleine Herzogtum für ihre Söhne regierte, holte Christoph Martin Wieland als Prinzenerzieher in ihre Residenz, unterhielt freundschaftliche Kontakte zu Johann Wolfgang von Goethe und Johann Gottfried von Herder, förderte Dichter und Denker. Nachdem ihr Sohn Karl August 1775 die Regierung angetreten hatte, widmete sich Anna Amalia fast ausschließlich der Pflege und Förderung von Kunst und Wissenschaft und legte damit den Grundstein für die Weimarer Klassik.

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    Anna Amalia

    Sokrates

    13. April 2014 um 21:05

    Das Buch ist eine der wenigen Biographien der Weimarer Fürstin und Regentin Anna Amalia, die als preisgünstiges Taschenbuch erhältlich ist. Bei Schreibstil und Bearbeitung darf daher nicht verwundern, dass beides in relativer Einfachheit gehalten ist und nicht strengen wissenschaftlichen Kriterien gerecht wird – das Buch widmet sich daher eher denjenigen Lesern, die eine ansprechende, wenig schwerfällige biographische Abhandlung über eine historische Persönlichkeit lesen möchten. Salentin gelingt es ganz gut, das Leben der Braunschweiger Adelstochter darzustellen und ihren persönlichen wie politischen Werdegang zu skizzieren. Für Fans der Weimarer Klassik wurde Anna Amalia jedoch erst in den Jahren, in denen sie als nunmehr „Regentin im Ruhestand“ ihren Alters-/Witwensitz beziehen konnte und sich ganz dem eigenen Leben widmen konnte. Hier trat sie als kulturelles Bindeglied des aufstrebenden Weimarer Fürstenhofes / der Weimarer Gesellschaft in Erscheinung und schafft es schließlich, eine Reihe sehr wichtiger Personen nicht nur nach Weimar zu locken, sondern sie auch über Jahre hinweg an den Weimarer Hof zu binden. Namhafte Größen wie Herder, Wieland, Goethe und Schiller gehen bei ihr Aus und Ein, oder sind Teilnehmer ihres bekannten Salons. Insgesamt eine akzeptable Lektüre, wenn man bedenkt, dass es über Anna Amalia wenig vergleichbare biographische Literatur gibt.

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