Ursula Sarrazin Hexenjagd

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Inhaltsangabe zu „Hexenjagd“ von Ursula Sarrazin

Eine Lehrerin zwischen allen Fronten Jahrzehnte lang unterrichtete Ursula Sarrazin als Grundschullehrerin, zuletzt im Berliner Stadtteil Westend. Dort wurde sie Opfer einer beispiellosen Mobbingkampagne, die sie in den vorzeitigen Ruhestand trieb. Ihr mit Spannung erwartetes Buch ist ein erschütternder Erfahrungsbericht und zugleich ein engagierter Beitrag zur aktuellen Schul- und Bildungsdebatte. Sie spricht aus, welchem Druck Lehrer heute ausgesetzt sind, welche Fehler Behörden, Politiker, Kollegen und Eltern im wichtigsten gesellschaftlichen Bereich - der Erziehung - tagtäglich machen. Ursula Sarrazin prangert die Gleichgültigkeit der Schulbehörden gegenüber dem aufreibenden Lehreralltag an und wehrt sich vehement gegen die Auslagerung elterlicher Verantwortung an das Bildungssystem: „Wir Lehrer können nicht alle gesellschaftlichen Defizite beheben. Schule ist damit überfordert.“ Sie formuliert aber auch Lösungswege, die alle um ein Ziel kreisen: das nachhaltige Wohl der Kinder. Ein aufrüttelnder Tatsachenbericht Debattenbuch zur deutschen Bildungsmisere

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  • Rezension zu "Hexenjagd" von Ursula Sarrazin

    Hexenjagd

    JuliaB

    30. January 2013 um 19:09

    In „Hexenjagd“ berichtet Ursula Sarrazin, die Frau von Ex-Senator Thilo Sarrazin, von ihren Erlebnissen der letzten Jahre als Grundschullehrerin in Berlin. Als engagierte Lehrerin, die sich nicht scheut, Klartext zu sprechen, stemmt sie sich gegen das seit Jahren sinkende Leistungsniveau. Dabei gerät sie zwangsläufig immer wieder mit Eltern aneinander, die ihr „hochbegabtes“ Kind mit entsprechenden Noten bedacht sehen wollen, ungeachtet der tatsächlichen Leistung. Bei diesen Konflikten kann sie immer weniger auf die Hilfe der harmoniebedachten Schulleitung zählen, der die Lehrerin längst zu anstrengend und unbequem geworden ist. Mit Schikanen wird versucht, sie ruhigzustellen. Da Ursula Sarrazin nicht klein beigibt, beginnt eine systematische Mobbing-Kampagne, wobei aus kleinlichen Vorfällen ein Disziplinarverfahren konstruiert wird. Als dann auch noch die öffentliche Debatte um das stark polemisierende Buch ihres Mannes hochkocht, nehmen auch die Medien Ursula Sarrazin immer stärker ins Visier... Als Ehefrau eines polemisierenden Politikers steht man nun mal im Rampenlicht und wird mit den umstrittenen Thesen seines Mannes in Verbindung gebracht, ob man das will oder nicht. Aber egal wie sehr man Thilo Sarrazin verabscheuen mag, ist das kein Freipass für Mobbing gegen seine Frau. Wenn auch nur die Hälfte der Schilderungen in diesem Buch stimmt (und daran zweifle ich nicht, denn ich gehe davon aus, dass sowohl Ursula Sarrazin als auch der Verlag da vorsichtig waren, schon um sich gegen Verleumdungsklagen abzusichern), dann hat diese Frau in den vergangenen Jahren eine unglaubliche Hetzjagd erleben müssen, für die es keine Entschuldigung gibt. Ich bin indirekt mehrmals mit Mobbing konfrontiert worden und weiß, wie viel Kraft es kostet, sich ständig gegen solche Schikanen zur Wehr zu setzen, und ich bewundere Frau Sarrazin dafür, wie ausdauernd sie gegen diese Angriffe gekämpft hat. Insofern finde ich es verständlich, dass sie nach ihrem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Schuldienst diese hinterhältige Mobbing-Kampagne öffentlich macht. Allerdings hat das Buch ein ganz gewaltiges Manko. Mobbing besteht nun mal aus vielen kleinen Angriffen, die das Opfer zermürben sollen. Leider zermürben sie aber auch den Leser, denn Ursula Sarrazin schildert alle diese Vorfälle sehr ausführlich und teilweise mehrfach. Dazu kommt die eher schlichte, schwerfällige Sprache, die auch nicht für Lesegenuss sorgt. Deshalb ist „Hexenjagd“ hauptsächlich für Leute interessant, die sich ein Bild vom Phänomen „Mobbing“ machen wollen oder die sich im Detail für Missstände im (Berliner) Schulwesen interessieren. Bei allen anderen dürfte dieses ziemlich langatmige Buch dagegen auf wenig Begeisterung stoßen.

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  • Rezension zu "Hexenjagd" von Ursula Sarrazin

    Hexenjagd

    agent-I

    01. November 2012 um 14:39

    Habe mir echt mehr erhofft, aber das Buch ist leider nur eine einzige Abrechnung mit gemeinen Kollegen, Eltern und Vorgesetzten... schade, aber ein "Name" macht eben noch keinen Autor/in...l

  • Rezension zu "Hexenjagd" von Ursula Sarrazin

    Hexenjagd

    WinfriedStanzick

    28. September 2012 um 11:11

    Diesem Buch von Ursula Sarrazin wird leider dasselbe Schicksal beschieden sein, wie dem erstem ihres Mannes Thilo. Lösen doch der Name und der Titel von vornherein so viele Reflexe aus, dass eine unvoreingenommene Würdigung des Buches wohl kaum möglich sein wird. Ursula Sarrazin beschreibt darin nicht nur ihre persönliche Geschichte mit der Schulbürokratie in Berlin, die besonders nach der Veröffentlichung des umstrittenen Bestsellers ihres Mannes eskalierte, sondern sie hat bemerkenswerte Beobachtungen gemacht über den Berliner Schulalltag und die an ihm beteiligten Gruppen: • die Kinder • Noten • die Eltern • der Lehrer • die Schulleitung • die Schulkaufsicht An vielen Stellen, immer wieder vermischt mit treffenden Analysen, wird das Buch zur Abrechnung von Frau Sarrazin mit ihren ehemaligen Kollegen. Einiges davon war mir gut nachvollziehbar, anderes fand ich überflüssig. Wer genau hinschaut, wird schon bald immer wieder herauslesen können, dass Ursula Sarrazin nicht ganz unschuldig war an der Eskalation der Anschuldigungen gegen sie. Ein Beispiel: ein Vater beschwert sich, sie habe seinen Sohn im Unterricht mit einer Blockflöte geschlagen. Der Vorwurf ist unbegründet. Aber wie kommentiert Frau Sarrazin ihn: "Dafür wäre mir meine Flöte zu schade". Diese Schilderungen der unzähligen privaten Fehden und dem dazugehörenden Schriftverkehr haben mich bald gelangweilt, weil selten so wie hier so gut zu beobachten ist, dass zum Mobbing immer zwei gehören. Dennoch ist das Buch ein wertvoller Beitrag zu den Problemen in unserem derzeitigen Bildungssystem. Nur: in dieser Verpackung wird sie niemand ernst nehmen.

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