Ursula Waage

 4.2 Sterne bei 22 Bewertungen
Ursula Waage

Lebenslauf von Ursula Waage

Geboren 1928 in Breslau. 1945 erlebte sie als sechzehnjährige Schülerin, 85 Tage in der Festung Breslau eingeschlossen, das Ende des II. Weltkrieges mit den Folgeerscheinungen Besetzung der Stadt durch sowjetische Streitkräfte und Ansiedlung polnischer Bürger. Bis zur Vertreibung im April 1947 arbeitete sie überwiegend als Bauhilfsarbeiterin und Haushaltshilfe in ihrer Heimatstadt, die nun Wroclaw heißt. Nach der Vertreibung nach Sachsen musste zunächst der Lebensunterhalt als Sprechstundengehilfin,Werkstatt- und Ladenhilfe sowie Bürokraft gesichert werden. Später wurde im Abendstudium an der Fachschule für Industrie-Ökonomik Plauen der Abschluss als Wirtschaftler erworben. Bis zum Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess im Jahre 1988 war sie in Leipzig auf ökonomischem Gebiet tätig.

Alle Bücher von Ursula Waage

Kreuzwege am Oderstrom

Kreuzwege am Oderstrom

 (22)
Erschienen am 26.08.2010
Kreuzwege und Parallelen am Oderstrom

Kreuzwege und Parallelen am Oderstrom

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Erschienen am 09.03.2010
Tiere sind auch nur Menschen

Tiere sind auch nur Menschen

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Erschienen am 01.06.2007
Bleib übrig

Bleib übrig

 (0)
Erschienen am 01.04.2004

Neue Rezensionen zu Ursula Waage

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Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage

Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage
KleineLeseeckevor 6 Jahren

Die Autorin Ursula Waage erzählt in „Kreuzwege am Oderstrom“ die Geschichte von zwei Frauen, deren Lebenswege sich in jungen Jahren unwissentlich bei der Arbeit auf einem Rollfeld kreuzen, die sich aber erst Jahre später kennenlernen.

Einerseits erfährt der Leser etwas über die junge Danuta, die mit ihrer Familie in Breslau wohnt und dort den Zweiten Weltkrieg erlebt. Angst, Tod und Zwangsarbeit sind dabei die ständigen Begleiter der Familie.

Andererseits lernt man die Deutsche Ulrike kennen, die in Breslau mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen auswächst, aber dennoch viel Liebe von ihren Eltern erhält.

Bei „Kreuzwege am Oderstrom“ handelt es sich um einen Zeitzeugenbericht, in dem die Autorin ihre eigene Vergangenheit autobiographisch schildert. Da es sich um einen Bericht handelt, ist die sprachliche Gestaltung entsprechend nüchtern und sachlich und trotzdem kann man das Leid und die Angst der Protagonisten gut nachvollziehen. Die eingestreuten geschichtlichen Fakten runden das Ganze ab und sorgen dafür, dass man auch selbst noch etwas lernt bzw. sein Geschichtswissen auffrischt. Andererseits ist das Buch deshalb auch keine Lektüre, die man nebenbei lesen kann, sondern nur in Ruhe und mit Zeit.

Ursula Waages Bericht hat mich tief bewegt und mir einen Einblick in das Leben von Menschen gewährt, die den Zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Ich kann es nur jedem empfehlen, „Kreuzwege am Oderstrom“ zu lesen, da es zutiefst berührend, lehrreich und interessant liest. Ich finde sogar man sollte solche Bücher auf die Lektüreliste von Schulen setzen.

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Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage

Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Dieser Zeitzeugenbericht erzählt die Geschichte zweier gleichaltriger Frauen, deren Lebenswege sich zwar kreuzen, die sich aber erst im hohen Alter kennenlernen.

Ihr Leben beginnt in Breslau. Die Polin Danuta stammt aus einer eher wohlhabenden Familie, die im Krieg alles verliert und in die Zwangsarbeit getrieben wird. Die Deutsche Ulrike wächst in ärmlichen aber behüteten Verhältnissen auf und wird später umgesiedelt. Ihre Familie lebt daraufhin in verschiedenen Besatzungszonen.

Das Buch ist weitgehend autobiographisch, wobei die Autorin das Pseudonym Ulrike wählt und dadurch eine gewisse Distanz schafft. Dadurch ist auch der Schreibstil eher nüchtern, fast emotionslos. Emotionen werden zwar durch die Ereignisse transportiert, aber insgesamt liest es sich eher wie ein geschichtliches Sachbuch. Dadurch ist mir das Lesen nicht immer leicht gefallen.

Manche Ereignisse nur sehr knapp, andere dafür sehr ausführlich beschrieben. Trotzdem ist das Buch sehr interessant und ich finde es wichtig, möglichst viel über diesen Zeitabschnitt zu lesen um wenigstens ansatzweise zu verstehen, was damals passiert ist und warum es passieren konnte.

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Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage

Rezension zu "Kreuzwege am Oderstrom" von Ursula Waage
connelingvor 6 Jahren

In Kreuzwege am Oderstrom handelt es sich um die Geschichte zweier junger Frauen, die im Krieg in Breslau gelebt haben, sich jedoch erst im hohen Altern kennen lernen.
Die Polin Danuta wächst wohlbehütet in der Nähe von Breslau mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder auf. Im Oktober '39 ändert sich dann alles, die Gestapo verhaftet ihren Vater und will ihn zusammen mit anderen Männern hinrichten. Wegen der Mutter wird der Vater nicht hingerichtet, er kommt ins Konzentrationslager nach Dachau.
Danuta kommt als Zwangsarbeiterin nach Breslau und muss dort arbeiten.
Die Deutsche Ursula/Ulrike wächst mit ihren drei Geschwistern und Eltern in einfachen und ärmlichen Verhältnissen in Breslau auf. Trotz der einfachen Verhältnisse stehen sie sich nahe, die Mutter gibt ihren Kindern Liebe und Geborgenheit und ist für sie da wenn sie kann. Auch Ursula hat an einem Rollfeld in Breslau gearbeitet, wie Danuta, allerdings nicht als Zwangsarbeiterin. Ursula und ihre Familie landen nach dem Krieg in Deutschland.
Beide Frauen waren Zeitzeugen und stellten sich damit der Öffentlichkeit. Sie lernen sich bei einer Fernseh-Dokumentation schliesslich auch kennen und merken, dass sie zeitweise nebeneinander lebten, arbeiteten und Angst hatten.
Kreuzwege am Oderstrom von Ursula Waage lässt sich gut lesen und man merkt sehr gut, was die Frauen in der damaligen Zeit alles miterleben und mitmachen mussten, man spürt die Verzweiflung. Ich hätte allerdings gerne mehr von Danuta erfahren.

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Gespräche aus der Community

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Habt ihr Lust auf einen zeitgeschichtlichen Roman, der vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die heutige Zeit reicht?

Dann macht mit bei unserer Leserunde zu „Kreuzwege am Oderstrom“, einem autobiographischen Roman über das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Beginn einer deutsch-polnischen Freundschaft!

Was genau erwartet euch in „Kreuzwege am Oderstrom“?
Breslau gegen Ende des Zweiten Weltkrieges: Hier kreuzen sich die Wege der Polin Danuta und der Deutschen Ulrike. Eingeschlossen in der ›Festung‹ werden die jungen Frauen unter deutschem Befehl und ständigem Beschuss der sowjetischen Armee gezwungen, an einem provisorischen Rollfeld für Flugzeuge zu arbeiten. 1947 muss Ulrike mit ihrer Familie die Stadt verlassen, während Danuta Breslau, inzwischen Wroclaw, als ihre neue Heimat wählt. Sechs Jahrzehnte später führt das Schicksal die beiden Frauen im Rahmen einer Fernseh-Dokumentation zusammen: Auftakt einer deutsch-polnischen Freundschaft.

„Kreuzwege am Oderstrom“ ist ein autobiografischer Zeitzeugenbericht. Schon in der dreiteiligen ZDF-Doku „Die Kinder der Flucht“ (2006) kommt die Autorin persönlich zu Wort und berichtet über ihre Erlebnisse. Dabei wurden auch Abschnitte der bewegenden Lebensgeschichte von Ursula Waage filmisch umgesetzt, gespielt von Karoline Herfurth.

 

Bewerbt euch bis zum 10.10. um 20 Leseexemplare!
 

Wer ist Ursula Waage?
Ursula Waage wurde 1928 in Breslau geboren. Dort erlebte 1945 als sechzehnjährige Schülerin, 85 Tage eingeschlossen in der „Festung Breslau“, das unmittelbare Ende des II. Weltkrieges, mit den Folgeerscheinungen Besetzung der Stadt durch sowjetische Streitkräfte und Ansiedlung polnischer Bürger. Gezwungen ihre Heimatstadt zu verlassen, kam sie nach Sachsen, wo sie neben der Arbeit als Bürokraft ein Abendstudium zur Ökonomin absolvierte. Bis zum Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess 1988 war sie auf diesem Gebiet tätig. Heute lebt die Autorin in Leipzig.

Presse:
„Die Breslauerin Ursula Waage berichtet von atemberaubenden Situationen. (…) Ihr ist es gelungen, diese unglaubliche Dramatik am Rande des Abgrunds mit geradezu nüchterner Sachlichkeit darzustellen.“
(Schlesien heute, Thomas Maruck 2009)

 

>>> Hier geht’s zur Leseprobe<<<

 

Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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Letzter Beitrag von  KleineLeseeckevor 6 Jahren
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