Usch Luhn Herzgespinst

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Inhaltsangabe zu „Herzgespinst“ von Usch Luhn

Ein packender Psychothriller über die fatalen Folgen enttäuschter Liebe Sie sind wie Bruder und Schwester – Oliver und Julia. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel schon seit Kindertagen: als Julias Vater stirbt, als Julias Katze erdrosselt wird, als Julia fast vergewaltigt wird – immer ist Oliver für Julia da. Wie ein Bruder eben. Doch in diesem Sommer verliebt sich Oliver in die geheimnisvolle Shiva und gesteht in einem vertraulichen Moment seiner »Schwester« dieses neue Gefühl. Ein paar Tage später ist Shiva tot; mit einem Stein erschlagen. Und alle Indizien deuten auf ihn. Oliver weiß nicht, was schlimmer ist: der Schmerz um den Verlust seiner ersten Liebe oder das Unverständnis ob dieser unglaublichen Anschuldigung. Doch da kommt ihm ein schrecklicher Verdacht ...

Langatmig. Es war meiner Meinung nach kein Thriller. Es ging die ganze Zeit um Beziehungsprobleme.

— Welt_der_buecher
Welt_der_buecher

Langweilig, langatmig und unglaubwürdig

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

Das Buch hat einen gefesselt. Jedoch ist es an manchen Stellen ziemlich langatmig.. Was das Buch trotzdem lesenswert macht.

— Katja_me
Katja_me

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  • Es ist nicht überall Thriller drin, wo Thriller drauf steht

    Herzgespinst
    Its_only_me_thats_it

    Its_only_me_thats_it

    Worum geht´s? Julia und Oliver sind wie Geschwister. Schon seit Kindertagen sind sie die besten Freunde. Doch was passiert mit dieser Freundschaft, wenn Oliver andere Pläne hat, als früher? Wenn er das kleine Kaff verlassen möchte. Vielleicht mit der Band UNDERGROUND vielleicht mit der Puppenspielerin Shiva und dem Zirkus. Doch dann geschieht ein kaltblütiger Mord.   Herzgespinst erinnert eher an einen Roman über Freundschaft und Liebe, als an einen Thriller. Schon bevor ich die ersten 100 Seiten gelesen hatte, wusste ich wie dieses Buch enden würde. Täter, Motiv, Vorgeschichte. Das alles war so offensichtlich, dass es einen praktisch aus den Seiten angeschrien hat. Und das obwohl eigentlich gar nichts passiert ist. eigentlich wird nur Olivers Leben mit der Band und seinen Frauengeschichten thematisiert. Das liest sich ziemlich schnell, hat aber für mich keinen näheren Sinn. Dadurch wird das Buch ziemlich langweilig. Es ist kein Flop, aber wirklich Top ist es auch nicht. Man kann es lesen, muss man aber nicht.  

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    • 3
    Its_only_me_thats_it

    Its_only_me_thats_it

    28. February 2016 um 18:52
  • Enttäuschend!

    Herzgespinst
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    13. October 2014 um 22:53

    Was bitte war das denn? Ein Thriller? Eher ein absolut an den Haaren herbei gezogenes Teenie-Drama mit flachen Figuren, Null Spannungsbogen und inhaltlichen Fehlern. Auf dem Klappentext war von "einer fatalen Liebe" die Rede. Ja welche denn nun? Der männliche Protagonist lässt nichts anbrennen.... Hier wieder mal ein typisches Beispiel für eine absolut trügerische Inhaltsangabe die in keinster Weise hält, was sie verspricht. Die Figuren waren allesamt nervig, flach und unglaubwürdig. Permanent geht es ums kiffen und 17 Jährige trinken literweise "Zombies" (ein reichlich alkohollastiger Cocktail). Nebendran ein Polizist, der das alles schön mitbekommt, sich aber nicht daran stört, das seine eigene Nichte sich mit gerade mal 17 Jahren die Kante gibt. Hallo?! ich war immer der Annahme, dass Alkohol (abgesehen von Bier) erst ab 18 ausgeschenkt wird. Zumindest in Deutschland. Da hat die Autorin wohl inhaltlich ein wenig daneben gegriffen, was die Story umso unglaubwürdiger macht. Der Spannungsbogen fehlt völlig, es plätschert alles seicht dahin, man liest ständig und immer wieder den selben Schmus, die Charaktere drehen sich im Kreis und ich rate tunlichst davon ab, dieses Buch abends zu lesen, da es absolut einschläfernd wirkt. Auf den letzten 5 Seiten (in Worten: f ü n f) passiert dann endlich was und irgendwie ist mitten drin Ende. Schluss. Aus. Sense. Also ich weiß nicht. Einen Stern gibt es für das Cover, einen weiteren für den Schreibstil, der wirklich angenehm war aber das ist auch schon alles. Insgesamt völlige Zeitverschwendung. Und als Jugendroman völlig daneben, wird hier doch der Konsum von legalen und illegalen Drogen verherrlicht. Geht in meinen Augen gar nicht. Absoluter Nonsens dieses Buch, damit ist der Autorin absolut kein Wurf gelungen. Schade. Keine Leseempfehlung meinerseits.

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  • Rezension zu "Herzgespinst" von Usch Luhn

    Herzgespinst
    FrederiekeLilie

    FrederiekeLilie

    Oliver und Julia kennen sich von klein auf, sind beste Freunde und gleichzeitig wie Bruder und Schwester. Doch als Oliver in die absolut beliebte Band "Underground" gelangt und deren Leadsänger wird, gerät alles ein wenig ins Schwanken. Irgendetwas scheint mit Julia nicht zu stimmen und die Ereignisse überschlagen sich. Und jedes Mal scheint Julia betroffen zu sein. Oder ist es doch ganz anders? "Herzgespinst" von Usch Luhn ist ein Buch, bei dem ich mich frage, weshalb es in die Kategorie "Thriller" gestuft wurde. Es beginnt relativ viel versprechen - wie man es nimmt - und zeigt Julia, wie sie mit ihrem Fahrrad zu einer bestimmten Scheune fährt, während es sehr heiß ist. "Der Himmel war so blau." lädt als Einleitungssatz doch zum Weiterlesen ein, oder? Selbst wenn es nicht direkt nach einem Thriller klingt. Aber das muss es ja auch nicht auf den ersten Blick. Oder Satz. Als sich das nach 100 Seiten jedoch nicht änderte, war ich etwas verwundert. Es schien sich nur um die Band, Julia und Oliver und dies und das zu drehen. Nein, die Spannung wollte sich hier nicht wirklich mit mir anfreunden. Allerdings schaffte die Autorin es, mir genau das Gefühl von Hitze zu geben, das in den jeweiligen Momenten dort herrschte. Was mich direkt störte, war, dass die Autorin ständig diverse Englische Begriffe verwendete, die das ganze wohl jung und flockig und etwas lockerer klingen lassen sollten. Das fand ich ziemlich übertrieben. Denn wenn ich Dinge wie "Julia cruiste mit ihrem Rad ..." lese, dann will ich mir eigentlich nur mit der flachen Hand gegen die Stirn hauen. Oliver wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Auch wenn ich mich mit Julia nicht so recht anfreunden mochte, war sie diejenige, die ich eher in mein Herz schließen würde, wenn überhaupt. Oliver schien kein bisschen Ahnung von Freundschaft und Liebesbeziehungen zu haben, weswegen er sich wohl auch so daneben benahm. Eine grobe Spannungskurve zum Buch Die Tatsache, dass die Autorin das Spannenste auf die letzten drei Seiten quetschte, trug nicht wirklich dazu bei, dass mir das Buch besser gefiel. Es kam eher so rüber, als hätte die Autorin Zeitmangel gehabt und das Buch auf einen Schlag enden lassen müssen. Die ganze Zeit über hatte sich die Geschichte für mich nur gezogen und es war kaum etwas passiert und dann ... es war fast schon zu viel auf einmal, für meinen Geschmack. Zwar waren die Enthüllungen sehr überraschend und entsprachen überhaupt nicht dem, was ich erwartet hatten, lieferten allerdings zu viele Informationen für so wenig Seiten. Da fühlte man sich als Leser schon fast überfordert, denn die Informationen mussten ja mit Zusammenhängen verknüpft werden, von denen das Buch über verteilt erzählt wurde. Es war wie ein Puzzle, bei dessen letzte Puzzelstücke sich im letzten Kapitel befanden. Ich bekam irgendwann das Gefühl, als wiederholten sich die Kapitel regelmäßig. Es fehlte eindeutig an Abwechslung, die vielleicht auch die Spannung ein wenig aufgemischt hätte. Dass die letzten drei Seiten sozusagen das "wichtigste" am Buch waren, musste nicht direkt bedeuten, dass man vorher nichts Anderes hätte abspielen lassen können. Es hieß jediglich, dass viele der Informationen nicht schon vorher hatten eingebaut werden können. Ich denke, dies hat die Autorin sich nicht zunutze gemacht. Das Cover war wohl eine kleine positive Nebenwirkung des Buches. Obwohl ich nicht fand, dass es besonders gut oder überhaupt zur Geschichte passt, strahlt es doch etwas Dunkles und Misstrauisches aus. Denn würdet ihr den Apfel von dieser Hand da essen? Eher nicht, oder? Hinzu kommt, dass die Nägel der Hand eindeutig mit Nagellack lackiert sind, was darauf schließen lässt, dass die Person, die diesen Apfel hält, weiblich ist. Und da Julia die einzige weibliche Hauptperson im Buch ist, kann man leicht daraus schließen, dass sie vielleicht doch noch eine viel größere Rolle spielt, als man denken mag. Lasst euch in diesem Fall am besten überraschen, falls ihr das Buch lesen möchtet. Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Wie oben bereits genannt, fehlte es an Spannung und das bisschen davon, das herausgeholt wurde, befand sich auf den letzten drei Seiten. Dieser kleine überraschende Wendepunkt bot jedoch ein klitzekleines bisschen Abwechslung, weswegen ich dem Buch auf jeden Fall Punkte hinzurechnen muss.

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    • 2
  • Rezension zu "Herzgespinst" von Usch Luhn

    Herzgespinst
    LittleSky21

    LittleSky21

    26. August 2012 um 23:52

    In dem Buch das ja eigentlich ein Thriller ist war eigentlich mehr eine Liebes-/Eifersuchtsgeschichte die erst in den letzten 20-30 zu einem Thriller wurde.

  • Rezension zu "Herzgespinst" von Usch Luhn

    Herzgespinst
    Lesefee86

    Lesefee86

    05. June 2012 um 14:15

    Julia und Oliver sind schon Jahre lang die besten Freunde. Bisher gingen sie immer gemeinsam durch dick und dünn. In diesem Sommer aber verändert sich einiges im Leben der beiden. Vor harte Entscheidungen gestellt muss jeder seinen Weg finden. Für Oliver scheint das ganz einfach: Er heuert in einer Band an und wird der Leadsänger, dem die Mädchen zu Füßen liegen. Die Freundschaft zu Julia will er nicht aufgeben, aber am Ende des Schuljahres wird er in die weite Welt hinaus fahren und seine Karriere vorantreiben. Dann aber lernt er Shiva kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Julia aber scheint die Vorstellung der Zukunft zu belasten. Sie weiß nicht was sie will und die Vergangenheit holt sie immer wieder ein - eine beängstigende Vergangenheit. Und dann wird ihr auch noch klar, was die wirklich für Oliver empfindet. Während Julia mit ihren Gefühlen kämpft, verschwindet Shiva plötzlich spurlos und Oliver tut alles um sie wieder zu finden. "'Na okay', sagte Julia und zog ihre Hand weg. Sie fühlte sich plötzlich ungewohnt unsicher, fast noch wie eine Deizehnjährige. Sicherheitshalber verschränkte sie die Arme hinter ihrem Rücken und machte einen Schritt zur Seite. Luis lächelte. 'Das ist schön", antwortete er und sah sie nachdenklich an. Im gleichen Augenblick bewegte er sich und für einen kurzen Moment dachte Julia, dass er sie doch küssen wollte, und dann würde sie ihn damit überraschen, dass sie ihm eine runterhaute." (S. 146, Zeile 21 - 31) Dieses Buch ist eine super Mischung: Freundschaft und Liebe scheinen eine Zeit lang das Hauptthema zu sein und man bekommt ein Gefühl für das Verhältnis von Julia und Oliver. Dennoch merkt der Leser schnell, dass noch mehr hinter der scheinbar tiefen Freundschaft stecken muss. Plötzlich mischen sich Eifersucht und Neid in die Geschichte, bis man tief im Thriller angekommen ist. Ein Thriller der ein großes Verwirrspiel ist, denn obwohl es einen Tätet zu geben scheint, wird schnell klar, das viel mehr hinter als den Geschehnissen steckt. Während man sich nach anfänglichen Höhenflügen Olivers langsam sehr für ihn freut, dass er so glücklich ist, fragt man sich immer öfters, was es mit Julia auf sich hat. Denn Eifersucht ist nicht alles was ihre Gefühlswelt durcheinander bringt. Nach und nach beginnt eine Hetzjagd auf den Täter und dann gerät Oliver selbst in große Gefahr. Usch Luhn dringt in die Tiefen der Psyche ein und weist auf, wie ein scheinbar gesunder Mensch doch in seinem inneren aussehen kann und ganz anders als angenomme ist. In jugendlicher Sprache verfasst, liest man das Buch fast in einem Rutsch. Die zu Anfang harmlose Geschichte verändert sich immer mehr, bis am Ende nicht nur ein letztes Wort steht, sondern dem Leser auch eine leichte Gänsehaut auf den Armen. Ein guter Thriller, der wieder einmal klar macht, dass man einem Menschen nur vor den Kopf blicken kann.

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  • Rezension zu "Herzgespinst" von Usch Luhn

    Herzgespinst
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    23. May 2012 um 22:04

    Oliver und Julia sind wie Bruder und Schwester aufgewachsen. Selbst von Julias tödlich verunglücktem Vater wurde Oliver wie ein Sohn behandelt. Da ist es ja kein Problem, wenn Oliver sich in ein anderes Mädchen verliebt, oder? Denn als Oliver als Sänger in eine coole Band aufgenommen wird, fliegen die Mädchen plötzlich auf ihn, und er kann Versuchungen nur schlecht widerstehen. Das versteht Julia als seine beste Freundin doch sicher. Zumal er ja auch immer für sie da ist, wenn ihr etwas Schreckliches passiert, wie zum Beispiel die Ermordung ihres Katers. Also alles ganz einfach? Nicht, wenn man kurz vor dem Erwachsenwerden steht und mit der Liebe noch keine Erfahrungen hat. Und nicht, wenn nicht alles so ist, wie es scheint. Vordergründig ist dies eine harmlose Liebesgeschichte, eine Geschichte über Jugendliche, die versuchen, ihren Weg zu finden und sich erstmals verlieben, eine Geschichte über das ganz normale pubertäre Gefühlschaos. Aber unterschwellig schwingt ständig eine ganz andere Geschichte mit. Eine Geschichte von Gewalt, von Rauschen im Kopf und Wut, eine Geschichte von kranken Gefühlen. Beide Geschichten vereinigen sich in einem furiosen Ende, und plötzlich fallen all die kleinen Steinchen der Thrillerhandlung, die geschickt über das Buch verteilt sind, an ihren Platz. Die Charaktere wirken sehr authentisch, was durch den modernen Schreibstil unterstützt wird. Mir hat dieser Thriller mit seiner subtilen Spannung sehr gut gefallen, obwohl mir das Ende ein wenig zu abrupt war.

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  • Rezension zu "Herzgespinst" von Usch Luhn

    Herzgespinst
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    01. May 2012 um 17:53

    Inhalt * Julia und Oliver sind zusammen aufgewachsen. Sie bezeichnen sich selber als „Bruder und Schwester“ und sind auch jetzt, mit siebzehn Jahren, noch ständig zusammen. Als Olivers Traum, als Sänger groß rauszukommen, sich eines Tages erfüllt und eine Band ihn aufnimmt, fühlt Julia sich zum ersten Mal nicht mehr wichtig an seiner Seite. Mit allen Mitteln versucht sie, dass es wieder so zwischen ihnen wird, wie es immer war. * Bald schon merkt sie, dass sie mehr für Oliver empfindet als nur Freundschaft. Doch Oliver verliebt sich in Shiva, ein Mädchen aus dem Zirkus und plötzlich läuft alles aus dem Ruder. Julias Katze wird erdrosselt aufgefunden, sie selbst wird fast vergewaltigt und dann kommt es auch noch zu einem grausamen Mord, der die Beziehung zwischen Julia und Oliver in ein neues Licht zu rücken droht … * Einschätzung * Mit dem Jugendthriller „Herzgespinst“ ist Usch Luhn eine spannende Geschichte gelungen, die durch eine interessante Mischung aus Gefühlschaos zwischen Jugendlichen und kaltblütiger Taten, die immer wieder in die Geschichte gestreut werden, zu unterhalten weiß. * Die Protagonisten Oliver und Julia leben in einem kleinen Ort, wo nie viel los ist. Sie kennen sich seit Kindertagen an, haben ihre Zeit gemeinsam verbracht und seit jeher ist eine Scheune ihr geheimes Versteck, wo sie sich treffen und zusammen sein können. Die Geschichte beginnt mit Julia und Oliver in dieser Scheune. Schon nach wenigen Sätzen wird hier deutlich, wie nahe die beiden sich stehen und dass zwischen ihnen eine enge Vertrautheit herrscht, die tatsächlich zunächst nur auf einer freundschaftlichen Ebene bleibt. Selbst andere Leute sehen in ihnen „Bruder und Schwester“. Julias Vater, der bei einem tragischen Unfall auf dem Feld mit seinem Traktor ums Leben kam, hat Oliver als seinen „Sohn“ betrachtet. Die beiden, Oliver und Julias Vater, hatten ein sehr enges Verhältnis, was in der Geschichte immer wieder aufgegriffen wird und wohl auch deshalb wird Oliver nach dem Tod des Vaters für Julia eine noch wichtigere Bezugsperson. * Dass Julia und Oliver als Geschwister betrachtet werden, stört beide nicht. Nachdem Oliver seine Band „Underground“ kennenlernt, wird von den Mitgliedern am Anfang auch fälschlicherweise angenommen, dass Oliver und Julia tatsächlich Bruder und Schwester sind, was zu einigen Verwirrungen führt. * Die Liebesgeschichten in diesem Buch bekommen viel Raum. Bis Julia begreift, was sie für Oliver empfindet, vergeht aber einige Zeit. Es kommt zunächst noch zu ganz anderen Beziehungen und Verwicklungen – für Julia aber auch für Oliver. Zuerst ist da Lotte, eine alte Freundin von Julia und erst später lernt er die wilde Shiva kennen, ein Mädchen, das für das Puppentheater im Zirkus arbeitet. Die Liebesbeziehungen könnte man zunächst als ein buntes Chaos bezeichnen – wer mag nun wen und wer mag wen nicht – aber ich fand das Ganze recht amüsant. Man verzeiht als Leser den Charakteren dieses leicht jugendliche „nicht-wissen-was-man-will“-Szenario, weil die Gefühle von der Autorin glaubwürdig geschildert werden. * Die Figuren Julia und Oliver bleiben bei diesem Tohuwabohu auch immer interessant, denn sie zeigen beide in dieser Story viele verschiedene Facetten. Julia wirkt oft sehr unberechenbar. In einem Moment ist sie die Ruhe in Person und dann bricht sie los wie ein Sturm. Wogegen Oliver eher einen neugierigen, selbstbewussten und gefassten Eindruck macht. * Die Band, in die Oliver aufgenommen wird, gibt ihm den nötigen Rückhalt, um mit dem Gefühlschaos zwischen sich, Lotte, Julia und Shiva zurechtzukommen. „Underground“ wird auch immer wieder erwähnt, zum Beispiel in Form von Konzerten. Dabei spielen die Lieder von „Sunrise Avenue“ eine große Rolle in diesem Roman, weil sie auch immer mal wieder zitiert werden und durch die Zitate wird ein Zusammenhang zur Geschichte hergestellt. Dass hat mir sehr gut gefallen, nicht allein deswegen, weil ich bei diesen Zitaten meist sofort das Lied im Kopf hatte, ich fand auch, dass die Stimmung durch die Lieder in dem Buch sehr gut herübergebracht werden. * Die Momente, in denen es um die grauenhaften Taten ging, zum Beispiel um den Tod von Julias Katze, wurden zwar gut in die Geschichte mit eingewoben, trotzdem hatte ich als Leser das Gefühl, als würden diese im gesamten Buch im Vergleich zu den Beziehungsgeschichten etwas untergehen. Ich hätte mir noch mehr Thrillmomente gewünscht oder aber auch, dass die Taten, die passieren, etwas ausführlicher behandelt werden. * Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie erzählt in einem lockeren Ton, befasst sich viel mit den Sorgen und Problemen ihrer Figuren. Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen und unterhält hauptsächlich durch die Beziehungsprobleme, wobei am Schluss einige überraschende Wendungen auf den Leser zukommen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Insgesamt kann ich also sagen: Fans von Jugendthrillern, die ein überraschendes Ende bereithalten und viel Liebesgeschichte bieten, ist „Herzgespinst“ ein überaus packendes Buch. * Fazit * Mit „Herzgespinst“ unterhält Usch Luhn ihre Leser mit Spannung, Herzschmerz und einem unerwarteten Finale. Von mir gibt es starke 4 von 5 Punkten. (DL)

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